Produktbild: Kampf und Sehnsucht in der Mitte der Gesellschaft

Kampf und Sehnsucht in der Mitte der Gesellschaft

1

18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

27.09.2023

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

4398 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104917115

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

27.09.2023

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

4398 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104917115

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Eigentlich wollte ich Stephan…

sleepwalker am 19.01.2026

Bewertungsnummer: 3022420

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eigentlich wollte ich Stephan Anpalagans Buch „Kampf und Sehnsucht in der Mitte der Gesellschaft“ schon vor zwei Jahren gelesen haben. Und je länger es auf meinem „Noch zu lesen“ Bücherstapel lag, desto schwerer wurde es. Angesichts der aktuellen politischen Lage bereitete mir das Buch fast körperliche Schmerzen – und wenn mir das Lesen schon so schwer fällt, wie mag es sich für die Menschen erst anfühlen, über die der Autor schreibt? Stephan Anpalagan schreibt schonungslos darüber, was es heißt, in Deutschland Migrant*in zu sein oder einen Migrationshintergrund zu haben. Ich selbst bin in den 1970er-Jahren aufgewachsen, zusammen mit den ersten Kindern „mit Migrationshintergrund“, die damals natürlich noch nicht so genannt wurden. Eigentlich hätte damit eine Gesellschaft entstehen können, in der das Miteinander gelebt wird, einfach, weil man zusammen aufgewachsen ist. Aber dass das nicht so ist, zeigt der Autor ganz deutlich. Er schreibt über die „Mitte der Gesellschaft“ oder die Verschiebung der Mitte der Gesellschaft. „Als Deutsche inmitten der Coronapandemie aufgefordert werden, Maske zu tragen, Abstand zu halten und Hände zu waschen, führen die Infektionsschutzmaßnahmen zu einer derart aufgeheizten Stimmung im Land, dass Menschen aus der Mitte der Gesellschaft den Schulterschluss mit Rechtsextremisten üben.“ Quo vadis, Mitte? – fragt man sich da bei der Lektüre. Gibt es bald nur noch Extreme in beiden Richtungen und keine Mitte mehr? Die Sprache von Stephan Anpalagan ist angenehm und des Themas angemessen. Er schreibt sehr sachlich und analytisch, was angesichts der Tatsache, dass er von dem Thema betroffen ist, bemerkenswert ist. Aber man erkennt, wie wichtig ihm das Thema ist und dass er tief aus seinem Herzen schreibt. Er ist Sohn tamilischer Eltern, Theologe und ist eine wichtige Stimme gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Das Buch ist aus dem Jahr 2023, entstand also lang vor der unseligen „Stadtbild“-Aussage von Friedrich Merz. Der Autor zeigt, dass die Probleme mehr in Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel liegen, denn im Stadtbild, und wie sehr alle möglichen „-ismen“ (Rassismus und Populismus, um nur zwei davon zu nennen) in der Gesellschaft fest verankert sind. Er schreibt darüber, dass Menschen sinngemäß in „nützlich“ und „weniger nützlich“ kategorisiert werden. Solange ein Fußballspieler Tore schießt, sind viele „farbenblind“, sollte er das nicht tun, dann ist er ein Problem. Es ist ein wichtiges Buch, eines das nachdenklich macht und nachhallt. Allerdings ist es angesichts des Wandels in der Weltpolitik für mich schwere Kost gewesen. Aber der letzte Abschnitt gibt Hoffnung, darauf, dass die „eigentliche Mitte der Gesellschaft“ nicht allein dasteht mit ihren Ansichten. „Es ist bei alledem ein gutes Land. Das einzige, was wir haben. Wir sollten es nicht verloren geben. Wir können es gemeinsam gestalten. Gemeinsam. Miteinander. Wir können einander Liebe und Zugehörigkeit zugestehen. Das wäre ein Lichtblick.“ Von mir fünf Sterne.

Eigentlich wollte ich Stephan…

sleepwalker am 19.01.2026
Bewertungsnummer: 3022420
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eigentlich wollte ich Stephan Anpalagans Buch „Kampf und Sehnsucht in der Mitte der Gesellschaft“ schon vor zwei Jahren gelesen haben. Und je länger es auf meinem „Noch zu lesen“ Bücherstapel lag, desto schwerer wurde es. Angesichts der aktuellen politischen Lage bereitete mir das Buch fast körperliche Schmerzen – und wenn mir das Lesen schon so schwer fällt, wie mag es sich für die Menschen erst anfühlen, über die der Autor schreibt? Stephan Anpalagan schreibt schonungslos darüber, was es heißt, in Deutschland Migrant*in zu sein oder einen Migrationshintergrund zu haben. Ich selbst bin in den 1970er-Jahren aufgewachsen, zusammen mit den ersten Kindern „mit Migrationshintergrund“, die damals natürlich noch nicht so genannt wurden. Eigentlich hätte damit eine Gesellschaft entstehen können, in der das Miteinander gelebt wird, einfach, weil man zusammen aufgewachsen ist. Aber dass das nicht so ist, zeigt der Autor ganz deutlich. Er schreibt über die „Mitte der Gesellschaft“ oder die Verschiebung der Mitte der Gesellschaft. „Als Deutsche inmitten der Coronapandemie aufgefordert werden, Maske zu tragen, Abstand zu halten und Hände zu waschen, führen die Infektionsschutzmaßnahmen zu einer derart aufgeheizten Stimmung im Land, dass Menschen aus der Mitte der Gesellschaft den Schulterschluss mit Rechtsextremisten üben.“ Quo vadis, Mitte? – fragt man sich da bei der Lektüre. Gibt es bald nur noch Extreme in beiden Richtungen und keine Mitte mehr? Die Sprache von Stephan Anpalagan ist angenehm und des Themas angemessen. Er schreibt sehr sachlich und analytisch, was angesichts der Tatsache, dass er von dem Thema betroffen ist, bemerkenswert ist. Aber man erkennt, wie wichtig ihm das Thema ist und dass er tief aus seinem Herzen schreibt. Er ist Sohn tamilischer Eltern, Theologe und ist eine wichtige Stimme gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Das Buch ist aus dem Jahr 2023, entstand also lang vor der unseligen „Stadtbild“-Aussage von Friedrich Merz. Der Autor zeigt, dass die Probleme mehr in Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel liegen, denn im Stadtbild, und wie sehr alle möglichen „-ismen“ (Rassismus und Populismus, um nur zwei davon zu nennen) in der Gesellschaft fest verankert sind. Er schreibt darüber, dass Menschen sinngemäß in „nützlich“ und „weniger nützlich“ kategorisiert werden. Solange ein Fußballspieler Tore schießt, sind viele „farbenblind“, sollte er das nicht tun, dann ist er ein Problem. Es ist ein wichtiges Buch, eines das nachdenklich macht und nachhallt. Allerdings ist es angesichts des Wandels in der Weltpolitik für mich schwere Kost gewesen. Aber der letzte Abschnitt gibt Hoffnung, darauf, dass die „eigentliche Mitte der Gesellschaft“ nicht allein dasteht mit ihren Ansichten. „Es ist bei alledem ein gutes Land. Das einzige, was wir haben. Wir sollten es nicht verloren geben. Wir können es gemeinsam gestalten. Gemeinsam. Miteinander. Wir können einander Liebe und Zugehörigkeit zugestehen. Das wäre ein Lichtblick.“ Von mir fünf Sterne.

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Kampf und Sehnsucht in der Mitte der Gesellschaft

von Stephan Anpalagan

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