Produktbild: Ich?

Ich? Ein Roman

3

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

29.11.2023

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

5539 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104918655

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

29.11.2023

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

5539 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104918655

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Psychologisch und sprachlich tiefer Roman aus 1926

Bewertung am 10.12.2023

Bewertungsnummer: 2085817

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»ɴɪᴄʜᴛ ɪᴄʜ, meine Herren Richter, ein Toter spricht aus meinem Mund. Nicht ich stehe hier, nicht mein Arm, der sich hebt, nicht mein Haar, das weiß geworden, nicht meine Tat, nicht meine Tat.« |5 Mit diesen Worten beginnt eine Konfession eines Angeklagten, die sich in einem verzweifelten Monolog über 120 Seiten ergießt. Wer geständig ist und was gestanden wird, bleibt schwankend. Unscharf ist der Bericht vom ersten Weltkrieg, von Gewalt, die durchbricht, von Isolation, dem Versuch der Liebe, der Normalität, von der erkennenden und heilenden Kraft eines Hundes und der Aussichtslosigkeit der menschlichen Existenz. Der Proletarier Bettuch klaut dem gefallenen Berliner Chirurgen Stern seinen Ausweis und kehrt in dessen Leben ein. Möglich ist auch, dass Stern zurückkehrt, verändert, entfremdet vom alten Ich. Dass er imaginiert ein Anderer zu sein, der nicht mit seinen Fehltritten in der Vorkriegszeit in Verbindung steht. Der Geständige wandert hinein und hinaus aus dem Ich, wird meist erkannt und oft gezogen von den Motiven der Anderen. Gewalt, Begehren und Verantwortlichkeiten schwappen hoch, werden mit Hilfe des allgegenwärtigen Hundes besänftigt und befeuert, bis der Druck von außen und innen so groß wird, dass er einen Meineid begeht, sich auf eine Reise begibt, mordet und sich auf der innerlichen oder äußerlichen Anklagebank wiederfindet. Seine ruhelosen Ausführungen über den Hergang, den Sinn, die Triebe und das abhanden gekommene Gewissen bleiben in ihrem Versuch der Aufrichtigkeit diffus, rastlos, vergessend, vermischend und lösen sich auf. Sie sind mit Freuds »seelischen Röntgenbildern« |142 gemalt und lesen sich existentialistisch. 1926 veröffentlichte der publizierende Mediziner Erich Mosse unter dem Pseudonym Peter Flamm sein beachtetes Debüt »Ich?« bei S. Fischer, bevor er aufgrund seiner jüdischen Herkunft 1933 zunächst nach Paris, dann nach New York emigrierte. Dort praktizierte er als Psychotherapeut und Psychiater. Zu seinen Patienten zählte u.a. William Falkner, zu seinem Bekanntenkreis Einstein und Chaplin. Seine bemerkenswerte, vielschichtige und konfrontierende Rede von 1959 bei einem internationalen PEN Kongress in Frankfurt am Main hat der Verlag in die Neuveröffentlichung integriert. Hier thematisiert Flamm|Mosse sein Verhältnis zu Deutschland mit allen Ambivalenzen und Schichten, auch des Schmerzes und der ihm lebenswichtigen Abwehr des Unbewussten. Er betont die auch in seinem Roman »Ich? « verhandelte konstruktive Funktion des "Vergessens" und seine Motivation zu verstehen, das er dem Verurteilen vorziehe. »Man wirft über Bord, was stört – soweit das möglich ist. Noch einmal denn: je n'accuse personne! Psychiatrie hat mich gelehrt zu verstehen, nicht zu richten.« |140 Das Nachwort von Senthuran Varatharajah fokussiert die sprachliche und metaphorische Tiefe des lesenswerten Werkes, das sich abgesehen von der subtilen Gewalt gegen Frauen und ihrer in meinen Augen mitunter unerträglichen Objekthaftigkeit sehr gegenwärtig liest. Ich empfehle die Lektüre trotz dieser Einschränkung sehr.

Psychologisch und sprachlich tiefer Roman aus 1926

Bewertung am 10.12.2023
Bewertungsnummer: 2085817
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»ɴɪᴄʜᴛ ɪᴄʜ, meine Herren Richter, ein Toter spricht aus meinem Mund. Nicht ich stehe hier, nicht mein Arm, der sich hebt, nicht mein Haar, das weiß geworden, nicht meine Tat, nicht meine Tat.« |5 Mit diesen Worten beginnt eine Konfession eines Angeklagten, die sich in einem verzweifelten Monolog über 120 Seiten ergießt. Wer geständig ist und was gestanden wird, bleibt schwankend. Unscharf ist der Bericht vom ersten Weltkrieg, von Gewalt, die durchbricht, von Isolation, dem Versuch der Liebe, der Normalität, von der erkennenden und heilenden Kraft eines Hundes und der Aussichtslosigkeit der menschlichen Existenz. Der Proletarier Bettuch klaut dem gefallenen Berliner Chirurgen Stern seinen Ausweis und kehrt in dessen Leben ein. Möglich ist auch, dass Stern zurückkehrt, verändert, entfremdet vom alten Ich. Dass er imaginiert ein Anderer zu sein, der nicht mit seinen Fehltritten in der Vorkriegszeit in Verbindung steht. Der Geständige wandert hinein und hinaus aus dem Ich, wird meist erkannt und oft gezogen von den Motiven der Anderen. Gewalt, Begehren und Verantwortlichkeiten schwappen hoch, werden mit Hilfe des allgegenwärtigen Hundes besänftigt und befeuert, bis der Druck von außen und innen so groß wird, dass er einen Meineid begeht, sich auf eine Reise begibt, mordet und sich auf der innerlichen oder äußerlichen Anklagebank wiederfindet. Seine ruhelosen Ausführungen über den Hergang, den Sinn, die Triebe und das abhanden gekommene Gewissen bleiben in ihrem Versuch der Aufrichtigkeit diffus, rastlos, vergessend, vermischend und lösen sich auf. Sie sind mit Freuds »seelischen Röntgenbildern« |142 gemalt und lesen sich existentialistisch. 1926 veröffentlichte der publizierende Mediziner Erich Mosse unter dem Pseudonym Peter Flamm sein beachtetes Debüt »Ich?« bei S. Fischer, bevor er aufgrund seiner jüdischen Herkunft 1933 zunächst nach Paris, dann nach New York emigrierte. Dort praktizierte er als Psychotherapeut und Psychiater. Zu seinen Patienten zählte u.a. William Falkner, zu seinem Bekanntenkreis Einstein und Chaplin. Seine bemerkenswerte, vielschichtige und konfrontierende Rede von 1959 bei einem internationalen PEN Kongress in Frankfurt am Main hat der Verlag in die Neuveröffentlichung integriert. Hier thematisiert Flamm|Mosse sein Verhältnis zu Deutschland mit allen Ambivalenzen und Schichten, auch des Schmerzes und der ihm lebenswichtigen Abwehr des Unbewussten. Er betont die auch in seinem Roman »Ich? « verhandelte konstruktive Funktion des "Vergessens" und seine Motivation zu verstehen, das er dem Verurteilen vorziehe. »Man wirft über Bord, was stört – soweit das möglich ist. Noch einmal denn: je n'accuse personne! Psychiatrie hat mich gelehrt zu verstehen, nicht zu richten.« |140 Das Nachwort von Senthuran Varatharajah fokussiert die sprachliche und metaphorische Tiefe des lesenswerten Werkes, das sich abgesehen von der subtilen Gewalt gegen Frauen und ihrer in meinen Augen mitunter unerträglichen Objekthaftigkeit sehr gegenwärtig liest. Ich empfehle die Lektüre trotz dieser Einschränkung sehr.

Die Frage der Identität Das…

yellowdog am 29.11.2023

Bewertungsnummer: 3007069

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Frage der Identität Das Besondere an dem packenden Roman ist, dass man als Leser von Anfang an dicht an der Figur und seinen Gedanken ist. Seine Perspektive dominiert das ganze Buch. Er ist ein Kriegsheimkehrer, der an der Front die Papiere eines Gefallenen nimmt und dessen Identität annimmt. Aber ist das wirklich so? Bei seiner Heimkehr wird er von Frau, Freunden und Mutter sofort akzeptiert. Es gibt keinen Zweifel an seiner Identität, nur der Hund erkennt ihn nicht. Der Protagonist ist traumatisiert und hoch verwirrt. Als Leser ist man sich nicht sicher, was jetzt stimmt.Das ist das Spannungsfeld. Der Roman ist 1926 geschrieben. Die psychologische Note und die Dichte lassen ihn aber modern erscheinen. An der Art wie geredet wird, erkennt man dann aber doch das zeitbezogene, aber auch das ist interessant.

Die Frage der Identität Das…

yellowdog am 29.11.2023
Bewertungsnummer: 3007069
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Frage der Identität Das Besondere an dem packenden Roman ist, dass man als Leser von Anfang an dicht an der Figur und seinen Gedanken ist. Seine Perspektive dominiert das ganze Buch. Er ist ein Kriegsheimkehrer, der an der Front die Papiere eines Gefallenen nimmt und dessen Identität annimmt. Aber ist das wirklich so? Bei seiner Heimkehr wird er von Frau, Freunden und Mutter sofort akzeptiert. Es gibt keinen Zweifel an seiner Identität, nur der Hund erkennt ihn nicht. Der Protagonist ist traumatisiert und hoch verwirrt. Als Leser ist man sich nicht sicher, was jetzt stimmt.Das ist das Spannungsfeld. Der Roman ist 1926 geschrieben. Die psychologische Note und die Dichte lassen ihn aber modern erscheinen. An der Art wie geredet wird, erkennt man dann aber doch das zeitbezogene, aber auch das ist interessant.

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