Tragödien verjähren nie - ein neuer Fall für den ehemaligen FBI-Agenten John Adderley
In einem Vogelnest wird ein Stück eines menschlichen Knochens gefunden. Der kleine schwedische Ort ist in Aufruhr, denn vor dreißig Jahren verschwanden die Brodin-Zwillinge auf mysteriöse Weise von einem Spielplatz in der Stadt. Stammt der Knochen von einem der Jungen? Warum taucht der Knochen jetzt auf? In der Straße, in der die Zwillinge wohnten, werden die Spekulationen immer wilder. Der frühere FBI-Agent John Adderley - jetzt Bezirksbeamter in Karlstad - hat den erneut geöffneten Fall auf seinem Schreibtisch und muss sich zeitgleich um seine neunjährige Nichte kümmern.
Der dritte Teil der beliebten schwedischen Krimi-Reihe um den Ermittler John Adderley
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Im_Lesehimmel
aus Berlin
5/5
19.03.2024
eBook (ePUB)
Perfektes Verwirrspiel
Dieser Band enthält wie die Vorgängerbände eine sehr dichte Handlung und verschiedene Perspektiven. Er vereint mehrere Fälle und Ermittlungen, die im Verlauf zusammengeführt werden. Die Handlung ist sehr abwechslungsreich und deckt verschiedene zwischenmenschliche und gesellschaftspolitische aktuelle Themen ab wie Migration, Drogen, Betrug u.a.
Es werden fortlaufend neue Aspekte in die Ermittlungen eingebracht. Wirklich nichts ist so, wie es anfänglich scheint und ich habe bei meinen Vermutungen öfters eine Kehrtwende machen müssen.
Hinzu kommen spannende familiäre Verstrickungen bei den Verdächtigen und auch Johns berufliche und familiäre Entwicklungen konnten mich überzeugen. Von Band zu Band komme ich dem Ermittler näher und inzwischen fühlt er sich schon wie ein guter Bekannter für mich an. Ich mag seine Persönlichkeit und kann seine Denkweise sehr gut nachvollziehen. Zwischendurch erfährt man immer mal wieder Details über sein bisherigen Leben, was hilfreich ist, falls man die Reihe nicht von Beginn an verfolgt hat.
Auch die anderen Charaktere sind nachvollziehbar und glaubhaft dargestellt. Von Dorfklatsch bis Geschwisterzwist finde ich alles hervorragend eingefangen
Gefühlsmäßig habe ich immer wieder Partei ergriffen und habe auch oft die Seiten gewechselt. Dem Autorenduo ist es gut gelungen, ein perfektes Verwirrspiel aufzuführen und mich immer wieder aufs Neue zu überraschen.
Dieser Band konnte mich restlos begeistern und war für mich der beste Band der bisherigen Reihe. Ein rundum gelungener Kriminalroman mit vielen unerwarteten Wendungen.
knappenpower
aus Marl
5/5
02.02.2024
eBook (ePUB)
Die Schweden können es einfach
Ich bin zugegebenermaßen ein Fan dieser Serie. Das erste Buch fand ich extrem genial, aber das zweite leider nicht so (die Geschichte war mir ein bisschen zu „abgedreht“). Deshalb war ich extrem auf die Fortsetzung gespannt und wurde nicht enttäuscht.
Klug ausgedachte Fälle, interessante Charaktere und ein Schreibstil, der einfach zu lesen, aber nicht trivial ist, sondern Aufmerksamkeit erfordert, sofern man mitraten möchte. Das sind die Merkmale dieser Serie. Die Logik ist bestechend und alles wird, sofern es nicht für die Fortsetzung benötigt wird, aufgeklärt. Das machen die Autoren Peter Mohlin und Peter Nyström richtig, richtig gut. Man merkt sofort: Gelernt ist gelernt.
Die Charaktere, insbesondere von John und Mona, sind liebevoll ausgearbeitet und vermitteln einen entsprechend guten Eindruck. Ihre Scharmützel, die sich durch alle bisherigen Bücher zieht, sind zwar für die beiden nicht lustig, aber für den Leser schon. Es macht richtig Spaß, den Machtkämpfen zu folgen, wobei mir die Wahl, auf wessen Seite ich stehe, nicht schwergefallen ist.
Die Kapitel sind angenehm kurz und wechseln zwischen den Ermittlungen und einer anderen Begebenheit, die scheinbar nichts mit dem Fall zu tun hat. Dazwischen sind immer wieder die privaten Probleme eingeflochten. Eine gute Mischung, bei der kein Aspekt zu viel Raum einnimmt.
Das perfide an dieser Serie ist, dass man zu bestimmten Zeitpunkten denkt, man hätte den Zusammenhang zwischen den einzelnen Aspekten gefunden, es dann aber doch nicht so ist wie es scheint. Oder doch? Oder doch nicht? Ein Blick auf die Seitenzahl verwirrt noch mehr. Und schon kurz darauf passiert wieder etwas, dass alle Überlegungen über den Haufen werfen. Und auch das zeichnet die Autoren aus: Irrungen und Wendungen wohin man schaut. Ganz großes Kino.
Baerbel82
5/5
31.01.2024
eBook (ePUB)
In einer kleinen Stadt „Der…
In einer kleinen Stadt „Der stille Vogel“ von Peter Mohlin & Peter Nyström ist der dritte Teil einer schwedischen Krimi-Reihe um den ehemaligen FBI-Agenten John Adderley. So gut die Vorgänger auch waren, der neue Krimi ist besser, spannender. Schauplatz ist diesmal ein fiktiver Stadtteil von Grums. In einem Vogelnest wird ein menschlicher Knochen gefunden. Vor dreißig Jahren verschwanden die Brodin-Zwillinge auf mysteriöse Weise von einem Spielplatz. Stammt der Knochen von einem der Jungen? Wenn ja, warum wurde er erst jetzt gefunden? John Adderley, aka Fredrik Adamsson, der sich im Zeugenschutzprogramm befindet und inzwischen für die Kripo in Karlstad arbeitet, rollt den Fall neu auf und muss sich zeitgleich um seine neunjährige Nichte Nicole kümmern. Die Autoren haben einen spannenden und unvorhersehbaren Krimi geschrieben. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Der Anfang ist etwas zäh, aber danach geht die Post ab. Eine Wendung jagt die nächste. Unerbittlich nähert sich die Geschichte dem Höhepunkt. Und am Ende ist nicht nur der Cold Case gelöst, sondern auch ein aktueller Fall. Es empfiehlt sich, die Vorgänger gelesen zu haben. Denn es gibt viele Bezüge aus der Vergangenheit, u.a. die Vereinbarung mit Ganiru. Fazit: Fall Nr. 3 für John Adderley. Für mich das bisher beste Buch der Reihe.
Juliane
Thalia Book Circle Community
5/5
11.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Düsteres Geheimnis
Es ist einige Zeit vergangen, seitdem ich die ersten beiden Fälle über den ehemaligen FBI-Agenten John Adderley gelesen habe. Ich finde mich dennoch schnell wieder ein. Dieses Mal geht es weniger um die eigene spannende Geschichte des Ermittlers, sondern es wird ein 30 Jahre alter Vermisstenfall wieder aufgerollt. In einem Vogelnest wird ein Knochen gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass er zu einem der vor langer Zeit verschwundenen kleinen Jungen gehört. Der ganze Ort, der nur aus einer Straße zu bestehen scheint, ist in Aufruhr. Es scheint, als hätte jeder etwas zu verbergen. Der Vater der Jungen, der an Verschwörungstheorien glaubt. Eine Krankenpflegerin, die bei einer ihrer Nachbarinnen Geld klaut. Und der plötzlich heimkehrende mysteriöse Pal, der für Unruhe sorgt. Nach und nach kommen Geheimnisse und Lügen ans Licht. Als ein weiterer Mord passiert, scheinen die Fäden irgendwie zusammenzulaufen. John und sein Team decken Stein für Stein auf und nebenbei muss er sich noch um seine Nichte kümmern, die aus ihrer Pflegefamilie geflohen ist. Ein Krimi aus Schweden, der mich überzeugt. Spannend und mit interessanten Figuren und Randgeschichten. Ich würde mich über einen vierten Teil der Reihe sehr freuen.
sleepwalker
5/5
23.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Der stille Vogel“ ist der…
„Der stille Vogel“ ist der dritte Teil um den ehemaligen FBI-Agenten John Adderly, geschrieben vom schwedischen Autorenduo Peter Mohlin und Peter Nyström. Da ich die anderen beiden Teile gelesen und für eher mittelmäßig befunden hatte, war ich auf dieses Buch sehr gespannt. Tatsächlich hat es mir wesentlich besser gefallen als die anderen, es war spannend und hatte nach ein paar leichten Anlaufschwierigkeiten eine Menge zu bieten. Aber von vorn. John Adderley aka Fredrik Adamsson arbeitet nach wie vor bei der Polizei in der schwedischen Provinz. Als ehemaliger FBI-Agent kommt ihm sein Leben im Zeugenschutz in Karlstad ein bisschen wie eine Verbannung vor. Momentan hat er allerdings einen guten Grund, seinen geplanten Umzug nach Berlin aufzuschieben: er hat Nicole, die achtjährige Tochter seines verstorbenen Bruders, bei sich aufgenommen. Als Mona, seine Kontaktperson im Zeugenschutzprogramm, plötzlich seine Chefin wird, gerät er in Zugzwang. Während eines Fußballspiels, bei dem Johns Nichte Nicole mitspielt und er zusieht, fällt ein Knochen aus einem Vogelnest. Die erste Untersuchung ergibt, dass es sich dabei um ein menschliches Schlüsselbein handelt. Im Herbst 1986 waren die Zwillinge Jens und Jonas Brodin spurlos verschwunden, Hauptverdächtiger war damals war der Vater Kenneth, da er „seltsam“ war. Er konnte aber ein wasserdichtes Alibi präsentieren und der Fall wanderte irgendwann als ungelöst zu den Akten. Jetzt holt John den Fall wieder aus der Versenkung und beginnt, in dem „Cold Case“ zu ermitteln, was eine willkommene Ablenkung zu seinem Privatleben ist. Er schafft es, Nicole bei neuen Pflegeeltern unterzubringen, dazu untersucht er das Verschwinden einer jungen Asylbewerberin, die abgeschoben werden soll. Dabei stößt er unter anderem auf Pål Kratz. Der ist nach 30 Jahren wieder in seine Heimatstadt zurückgekehrt und kennt alle und jeden. Kennt er auch die Lösung des Falls? Da die Handlung in sich abgeschlossen ist und vieles aus den Vorgänger-Bänden eingeflochten ist, kann man das Buch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen. Nachdem mich die ersten beiden Teile zwar gut unterhalten, aber nicht wirklich begeistert haben, hat der dritte Teil der Serie mich wirklich angenehm überrascht. Sprachlich ist er so gut wie die anderen, auch die Übersetzung ist sehr gut gelungen. Die Charaktere sind gut und dreidimensional beschrieben, John als Protagonist kenne ich schon seit „Der andere Sohn“ und seine Entwicklung ist spannend mitzuverfolgen. Er hat sich vom knurrigen Einzelkämpfer, der auf der Flucht vor einem nigerianischen Drogenkartell ist, zum sympathischen Ersatzvater von Nicole entwickelt. Er agiert im Beruf professionell und zielstrebig und zeigt bei einigen Gelegenheiten seine menschliche Seite. Die Charaktere neben ihm sind ebenfalls gut ausgearbeitet, fallen an seiner Seite allerdings relativ stark ab. Die Geschichte an sich besticht durch ihre Komplexität, die zahlreichen Wendungen und die vielen Charaktere, die alle irgendwie miteinander zusammenhängen. Anfangs wird sie aus mehreren Perspektiven erzählt, wodurch das Publikum einen tiefen Einblick in die Geschehnisse bekommt, aber im Unklaren bleibt, wohin die Geschichte führen wird. Zumindest hat man aber ein bisschen mehr Einblick als die Ermittler, was für mich die Spannung steigerte, zumal ich Täter-technisch mehrfach komplett auf den Holzweg geriet. Die Lösung des Falls blieb für mich dann hinter meiner eigenen Fantasie zurück und hat mich aber durchaus überrascht. Im Kontrast zur eher lockeren Sprache bietet das Buch inhaltlich schwerere Kost. Unter anderem treffen Fremdenfeindlichkeit, schwierige Familienverhältnisse und eine Art „Querdenker“ mit Verschwörungsfantasien auf strafrechtlich relevante Delikte wie Diebstahl, Körperverletzung und Mord. Fast jeder der Charaktere hat in der Geschichte seine eigene „Leiche im Keller“ und es wird gelogen, was das Zeug hält. Für mich war „Der stille Vogel“ ein Volltreffer und ich empfehle das Buch gern jedem, der skandinavische Krimis mag. Ich freue mich auf den vierten Teil der Reihe, auf Schwedisch ist er bereits unter dem Titel „Den högra handen“ (die rechte Hand) erschienen. Von mir fünf Sterne.
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