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Band 52377

Marschlande Roman

154

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.08.2023

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,3/12,8/3,3 cm

Gewicht

420 g

Farbe

Wollweiß / Mokka

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397496-6

Beschreibung

Rezension

Jarka Kubsova schafft [...] die perfekte Mischung aus Unterhaltung und Aufklärung! ("DONNA Buchclub")
[...] erinnern. Wie auch Autorin Jarka Kubsova, die unverkünstelt von beiden Frauen erzählt [...]. ("Die Zeit Hamburg")
[...] hohe poetische Schönheit. ("Der Tagesspiegel")
Intensiv! ("DONNA")
Der Roman zeichnet ein nuancenreiches Bild der frühen Neuzeit [...]. ("Stern")
Ein spannendes, aufwühlendes Leseerlebnis! ("NDR")
Kunstvoll, nahbar und packend [...]. ("Hamburger Abendblatt")
[...] bewegende[r] Roman über Leben und Schicksal zweier Frauen vor Hamburgs Toren. ("Frankfurter Neue Presse")
Ein sehr berührendes Buch! ("TV Hören und Sehen")
Jarka Kubsova setzt der Frau, deren Schicksal ihre Romanheldin Britta noch heute stark in den Bann zieht, ein Denkmal. ("Brigitte")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.08.2023

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,3/12,8/3,3 cm

Gewicht

420 g

Farbe

Wollweiß / Mokka

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397496-6

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • whatabout_nadine

    aus Handewitt

    5/5

    17.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein stilles, gewaltiges Buch über Frauen, Freiheit und das, was Geschichte mit Menschen macht

    Mit "Marschlande" erzählt Jarka Kubsova eine Geschichte, die sich über Jahrhunderte spannt und sich dabei trotzdem seltsam nah anfühlt. Im Mittelpunkt steht ein Paar, das mit seinen zwei Kindern aus Hamburg hinaus aufs Land, in die Marschlande zieht. Aber während beide zunächst dieselbe Entscheidung treffen, entwickeln sie sich innerlich immer weiter auseinander. Sie wollte eigentlich etwas unperfektes und gemütliches, er hingegen klassisch und modern. Das ist einer der Gründe, warum sie sich von der Umgebung zwar angezogen fühlt aber in dem Haus nicht zu Hause ist. Gleichzeitig führt der Roman zurück ins Jahr 1570, mitten hinein in die Vier- und Marschlande, in eine Zeit von Sturmfluten, harter Arbeit, Aberglauben und Hexenverfolgung. Zwei Frauenleben. Zwei Zeiten. Und doch ziehen sich dieselben Fragen durch alles hindurch: Wem gehört ein Leben? Wie frei darf eine Frau sein? Und was passiert, wenn sie sich weigert, klein zu werden? Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gehabt. Es gibt Bücher, die brauchen Zeit. Und dann gibt es diese wenigen, bei denen man nach ein paar Seiten schon merkt, dass man gerade etwas Besonderes liest. Nicht laut, nicht künstlich dramatisch, sondern so still intensiv, dass man irgendwann gar nicht mehr merkt, wie tief man schon in der Geschichte drin steckt. Vor allem der Erzählstil hat mich komplett eingefangen. Diese Sprache… ruhig, klar, manchmal fast rau und dann plötzlich wieder so voller Gefühl, dass einzelne Sätze präsent bleiben. Nicht überladen poetisch, sondern auf eine Weise schön, die sich echt anfühlt. Erdverbunden irgendwie. Als würde man Wind, Regen und diese schwere Marschluft zwischen den Seiten spüren. Und dann diese beiden Ebenen der Geschichte. Da ist die Gegenwart, in der man beobachtet, wie sich die Frau in der Ehe immer mehr selbst verliert und gleichzeitig langsam wieder zu sich zurückfindet. Wie sie beginnt zu merken, dass sie mehr sein möchte als nur Ehefrau und Mutter. Dass irgendwo unter all den Erwartungen noch etwas Eigenes in ihr steckt. Wünsche. Sehnsüchte. Ein eigener Wille. Und das wurde so berührend erzählt, weil es nicht plötzlich oder pathetisch passiert. Sondern langsam. Unsicher. Fast tastend. Währenddessen erzählt die zweite Zeitebene von den Marschlanden um 1570. Von der Allerheiligenflut. Und genau diese Passagen werde ich nie vergessen. Dieses Leben damals wirkte so hart, so erbarmungslos. Die Natur als ständige Bedrohung. Wasser, das alles mitreißt. Menschen, die irgendwie überleben müssen, obwohl sie eigentlich längst keine Kraft mehr haben dürften. Und mittendrin Frauen, die funktionieren sollen, still sein sollen, sich anpassen sollen. Besonders die Geschichte der unverheirateten Frau, die alleine einen Hof führt, hat mich unglaublich bewegt. Dieser Neid. Diese Missgunst. Dieses ständige Misstrauen gegenüber Frauen, die eigenständig sind oder nicht in die vorgesehenen Rollen passen. Man spürt beim Lesen regelrecht, wie schnell Frauen damals zur Gefahr erklärt wurden, nur weil sie unbequem waren. Weil sie alleine lebten. Weil sie Wissen hatten. Weil sie es besser konnten! Und genau dadurch treffen einen die Themen Hexenverfolgung und gesellschaftliche Gewalt in diesem Buch so hart. Nicht als abstrakte historische Ereignisse, sondern als etwas zutiefst Menschliches. Etwas, das aus Angst, Kontrolle und Macht entsteht. Was mich aber vielleicht am meisten berührt hat: wie sehr sich die beiden Geschichten gegenseitig spiegeln, obwohl Jahrhunderte zwischen ihnen liegen. Dieses Gefühl, dass Frauen sich in ganz unterschiedlichen Zeiten oft denselben Kämpfen stellen mussten. Nur in anderer Form. Und dann dieses Nachwort ❤️ Selten hat mich ein Nachwort emotional so getroffen. 9 Seiten die so viel Warheit wiedergeben über die Rolle der Frau im Laufe der Geschichte und auch zu wissen, dass hinter der Bäuerin Abelke Bleken, die Geschichte einer realen Frau steht, die aus Neid und Habsucht als Hexe verbrannt worden ist. Dass jemand, der vielleicht längst vergessen worden wäre, hier gesehen wurde. Einen Platz bekommen hat, eine Stimme. Dieses Buch ist ein leises, kluges und unglaublich berührendes Buch über Frauenleben, über Freiheit, über Verlust und darüber, wie viel Kraft es braucht, sich selbst nicht zu verlieren. Und genau deshalb wird es noch lange einen Platz in meinem Herzen haben.

  • Bewertung

    aus Dortmund

    5/5

    11.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartige Sprache, aber nichts für Incels ;-)

    Ein ganz wunderbares Buch! Die Autorin beschreibt gekonnt, wie viel Angst sehr viele Männer vor starken Frauen hatten und haben. Von damals bis heute hat sich zwar die Methode geändert – Frauen werden nicht mehr als Hexe verbrannt, sondern vielfach ermordet – aber noch heute ist es oft höchst gefährlich für eine Frau, klug zu sein und eine eigene Meinung deutlich zu vertreten. Jana Kubsova hat einen tollen Stil und eine großartige Sprache. Dennoch hat mich das Buch auch etwas traurig gemacht: die Geschichte der Hexen wird heutzutage häufig banalisiert – z. B. durch den vermeintlich positiven Hexenkult. Am 30. April tanzen überwiegend Frauen ums Hexenfeuer, ohne zu bedenken, wie viele Frauen ermordet wurden, weil sie als Hexe denunziert wurden. Übrigens: das Grab der Abelke Bleken befindet sich in Hamburg auf dem Olsdorfer Friedhof.

  • Bewertung

    aus Niederneisen

    5/5

    07.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Marschlande

    Die Empfehlung für dieses Buch erhielt ich in meiner Buchhandlung; überaus lesenswert. In diesem Buch wird über 2 Frauen, die Bäuerin Abelke Bleken um 1580 und Britta Stoever in unserer Zeit, erzählt. Wie ähnlich sich doch die beiden Lebensgeschichten, obwohl Jahrhunderte auseinander, sind. Jarka Kubsova erzählt sehr einfühlend, mitreißend und auch durchaus spannend. Man taucht tief in die Geschichte ein. Ich habe es von Beginn an nicht mehr aus der Hand legen können und in einem durchgelesen, dabei Zeit und Raum vergessen.

  • Bewertung

    5/5

    13.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Feminine Rage aka mein Lesehighlight 2023

    Obwohl dieses Buch aus feministischer Sicht keine neuen Erkentnisse ans Licht bringt, schürt es doch eine in jeder Frau schlummernde Wut über das Patriarchat und die damit einhergehenden Ungerechtigkeiten. Der faszinierende Schreibstil und die Perspektivenwechsel zwischen der Gegenwart und dem 16. Jahrhundert führen einem knallhart vor Augen, wie wenig sich doch für uns Frauen geändert hat. Jarka Kubsova hat mich mit diesem Roman so in Ihren Bann gezogen, das ich sogar meine U-Bahnhaltestelle gnadenlos verpasst habe!

  • @ivyliestalles

    aus Niedersachsen

    5/5

    04.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Begeisterung!

    Dieses Buch hat mich einfach begeistert! Der Schreibstil von Jarka Kubsova ist so einnehmend und bildgewaltig. So flüssig und tiefgründig. Im Buch treffen wir auf zwei Frauen, in deren Leben wir für eine Weile eintauchen. Auf zwei Zeitebenen erzählt treffen wir auf Abelke und Britta. Zwei Frauen die Jahrhunderte auseinander leben, aber die etwas verbindet. Beide in ihrem Leben gefangen auf ihre ganz eigene Weise. Britta, die aus der Stadt aufs platte Land zieht und sich einem völlig anderen Leben gegenüber sieht. Und Abelke, die um ihr Recht und um ihr Leben kämpft. Grandios verknüpft die Autorin Vergangenheit und Gegenwart miteinander und ich habe mit diesen zwei Frauen so sehr mitgelitten und Anteil genommen. Das Buch ist ein Buch darüber was es heißt eine Frau zu sein. In unterschiedlichen Epochen. Es ist ein wenig ein Buch, welches uns darüber zum Nachdenken bringt, wie wir Frauen eigentlich untereinander miteinander umgehen. Unterstützend und wohlwollend, oder feindlich und abwertend. Wir werfen einen Blick auf Frauen in den unterschiedlichsten Rollen in ihrem Leben: Ehefrau, Mutter, Geschäftsfrauen, Freundinnen. Bei den Rückblicken zu Abelke hatte ich immer Schimmelreiter Vibes. So düster. Abelkes Schicksal hat mich sehr getroffen und ich bin der Autorin sehr dankbar, dass sie sich dem Thema angenommen hat. Ein Buch über das ich noch sehr nachdenke. Mitreißend und ergreifend, dabei nüchtern und direkt. Absolutes Lebenshighlight.

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