Produktbild: Und Sie sind also der Künstler?

Und Sie sind also der Künstler?

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2023

Verlag

Goya

Seitenzahl

418

Maße (L/B/H)

20,6/12,8/3,8 cm

Gewicht

496 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Friederike Moldenhauer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8337-4562-1

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2023

Verlag

Goya

Seitenzahl

418

Maße (L/B/H)

20,6/12,8/3,8 cm

Gewicht

496 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Friederike Moldenhauer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8337-4562-1

Herstelleradresse

Jumbo Neue Medien + Verla
Henriettenstraße 42a
20259 Hamburg
DE

Email: customer.service@edel.com

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  • Bewertung

    aus Magdeburg

    4/5

    12.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kunst und Gehirn

    Ich habe mich für diesen Roman im Rahmen einer Leserunde beworben, weil ich den Klappentext überzeugend fand. Ich zitiere: „Mit beißendem Humor und Scharfsinn nimmt Simon Bill die Londoner Kunstbranche aufs Korn. Ganz nebenbei erfährt man kuriose Fakten über das Gehirn und über die Kunst.“ Das Zitat der ehemaligen Direktorin der Tate Gallery Britain „Spleenig, überraschend, immer fesselnd“ unterstreicht dies. Hm, ganz so war es dann doch nicht. Der Künstler, namenlos und als Antiheld bezeichnet, ist etwa Mitte 30 und hat bisher nichts erreicht. Er nimmt Drogen, ich würde ihn als Alkoholiker bezeichnen, hat keine Freunde und besucht Vernissagen hauptsächlich, um an kostenlose Drinks zu kommen. Er bewirbt sich halbherzig um ein Arbeitsstipendium an einem neurologischen Institut, das er zu seiner Überraschung auch bekommt. Warum, stellt sich im Laufe des Romans heraus. In dem Zeichenkurs, den der Künstler während des Stipendiums gibt, werden die Patienten des Instituts vorgestellt. Jeder von ihnen hat eine andere Gehirnschädigung, die gut und detailliert beschrieben wird. Hier tun sich interessante und nachdenkenswerte Fragestellungen auf, die auch unseren Künstler umtreiben. Dieser Part fand ich sehr interessant, er gibt auch den Ausschlag für meine Bewertung. Ob dieser Roman nun einen Einblick in die Londoner Kunstszene gibt, kann ich natürlich nicht beurteilen. Es gibt den einen oder anderen Seitenhieb auf den Kunstbetrieb, hin und wieder kommt der trockene britische Humor durch, es gibt durchaus interessante Wendungen, alles in allem jedoch konnte der Roman meine geweckten Erwartungen nicht erfüllen. Simon Bill, Jahrgang 1958, lebt und arbeitet als bildender Künstler in London. Er hatte Einzelausstellungen u.a. in Los Angeles, Köln und London. „Und Sie sind also der Künstler?“ ist sein erster Roman. Friederike Moldenhauer hat diesen Roman übersetzt. Fazit: Die zugrundeliegende Idee gefällt mir sehr gut, die Umsetzung hat Luft nach oben.

  • Glückliche

    aus Sachsen

    4/5

    04.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spagat zwischen Roman und…

    Spagat zwischen Roman und Fachliteratur Wir lernen einen nicht mehr ganz jungen Künstler kennen, der es im Leben noch zu nichts gebracht hat. Er hangelt sich so durchs Leben. Durch einen Freund bekommt er den Tipp, dass in einem Institut eine Stelle für einen Künstler angeboten wird. Durch glückliche Umstände erhält er den Zuschlag und arbeitet fortan in einem Institut, das sich der Neurowissenschaft verschrieben hat. Seine Aufgabe ist es, die Patienten zu künstlerischen Aktivitäten anzuregen. Leider ist der Künstler ziemlich unstetig, hat keine Struktur in seinem Leben und die Stelle aus purer Geldnot angenommen. Während der Leser die Patienten kennenlernt, erfährt er mehr über deren besondere Krankheiten und ganz viel über das Gehirn und seine Bestandteile, über deren Funktionen und Leistungsfähigkeit. Das ist das Besondere an diesem Buch: die Verbindung von Romanhandlung und fachlichen Erläuterungen. Dieser Spagat zwischen den zwei Genres ist einigermaßen gelungen. Allerdings hat mir zum Teil der rote Faden gefehlt. Auch war mir der Künstler nicht sympathisch. Über das Leben eines Künstlers oder über moderne Kunst erfährt man nur am Rande. Gefallen hat mir beim Lesen der ab und an durchblitzende trockene Humor des Autors. Im Verlauf der Handlung macht der Künstler eine gewisse positive Entwicklung durch und ich habe viel über das menschliche Gehirn gelernt. Insofern betrachte ich den Roman als Bereicherung.

  • Glückliche

    aus Sachsen

    4/5

    04.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spagat zwischen Roman und Fachliteratur

    Wir lernen einen nicht mehr ganz jungen Künstler kennen, der es im Leben noch zu nichts gebracht hat. Er hangelt sich so durchs Leben. Durch einen Freund bekommt er den Tipp, dass in einem Institut eine Stelle für einen Künstler angeboten wird. Durch glückliche Umstände erhält er den Zuschlag und arbeitet fortan in einem Institut, das sich der Neurowissenschaft verschrieben hat. Seine Aufgabe ist es, die Patienten zu künstlerischen Aktivitäten anzuregen. Leider ist der Künstler ziemlich unstetig, hat keine Struktur in seinem Leben und die Stelle aus purer Geldnot angenommen. Während der Leser die Patienten kennenlernt, erfährt er mehr über deren besondere Krankheiten und ganz viel über das Gehirn und seine Bestandteile, über deren Funktionen und Leistungsfähigkeit. Das ist das Besondere an diesem Buch: die Verbindung von Romanhandlung und fachlichen Erläuterungen. Dieser Spagat zwischen den zwei Genres ist einigermaßen gelungen. Allerdings hat mir zum Teil der rote Faden gefehlt. Auch war mir der Künstler nicht sympathisch. Über das Leben eines Künstlers oder über moderne Kunst erfährt man nur am Rande. Gefallen hat mir beim Lesen der ab und an durchblitzende trockene Humor des Autors. Im Verlauf der Handlung macht der Künstler eine gewisse positive Entwicklung durch und ich habe viel über das menschliche Gehirn gelernt. Insofern betrachte ich den Roman als Bereicherung.

  • Normanfips

    aus München

    4/5

    03.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Interessante Mischung von Kunst und Neurowissenschaft

    Wir begleiten in diesem Roman einen Künstler, dessen Namen wir nie erfahren, bei seinen gescheiterten Versuchen, seine Bilder an den Mann zu bringen, Geld zu verdienen und in Künstlerkreisen ernst genommen zu werden. Zudem hat er ein massives Alkoholproblem. Seine Freundin hat ihn verlassen und er hat kaum soziale Kontakte. Dann ergattert er ein Arbeitsstipendium an einem neurologischen Institut. Zuerst weiß er gar nicht so recht, was er dort auf die Beine stellen soll, aber dann beginnt er sich immer mehr für die Neurowissenschaft und für die Patienten vor Ort zu interessieren. Dazwischen besucht er immer wieder Vernissagen und hier lässt der Autor die Künstlerwelt gar nicht gut aussehen. Das ist schon ziemlich bissig, was Simon Bill hier beschreibt. Der Autor wechselt ab zwischen der Geschichte des Künstlers, seinen philosophischen Gedanken, die ab und zu einfließen, kleinen Abstechern zur Kunst allgemein und zu Künstlern, Kritik an der Kunstszene und Einblick in die faszinierende Welt der Neurowissenschaft. Insgesamt bleibt dies für mich etwas fragmentarisch und es fehlt ein bisschen der rote Faden. Ich hätte auf eine deutlichere Weiterentwicklung des Protagonisten gehofft, am Ende ist es doch nur ein fragiles Pflänzchen, das da herangewachsen ist. Der Schluss versöhnt allerdings ein wenig.

  • Bewertung

    aus Striegistal

    4/5

    03.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kunst und Gehirn - Symbiose von Roman mit Fachbuch

    Häufig denkt man, man benötigt für Kunst viel Herz und zu viel Kopf wäre schädlich. Aber was ist, wenn man viel Herzblut in überdimensional große Bilder steckt, die aber niemand kauft, so wie bei unserem Künstler. Seine Sorgen trinkt er weg, aber das Geld ist nunmal knapp, die Schulden beim Dealer seines Vertrauens müssen bezahlt werden, und somit kommt die Anstellung als „Kunsttherapeut“ bei Patienten mit Hirnschädigungen gerade recht. Da der Künstler immer eine mit trockenem Humor durchsetzte, wenn auch meist angetrunkene, Sichtweise auf die Welt hat, findet er sich dort schnell zurecht und bekommt auch Zugang zu mehreren Patienten, die dass Angebot Gehirne zu zeichnen annehmen. Und ab diesem Punkt hat mir das Buch richtig gut gefallen. Es ist eine Parodie, die Handlungen und Sichtweisen auch im Bezug auf die Kunstszene überspitzt, aber man lernt unglaublich viel über das Gehirn und diverse Erkrankungen, Verletzungen und deren Auswirkungen. Wer hier einen Roman über rührselige Patientengeschichten, aufopferungsvolle Ärzte und verständnisvolle Pfleger, die alles für die Kranken tun, erwartet hat, wird enttäuscht werden. Das Buch ist zum Teil bitterböse, der Künstler keine Florence Nightingale, sondern ein unter chronischer Geldknappheit leidender Gelegenheitstrinker, der einfach Geld verdienen muss. Böse, zynisch, interessant, voll schwarzem Humor und lehrreich. Mir hat es gefallen.

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