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Erinnerung und Lüge

7

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2023

Verlag

GOYA

Seitenzahl

546

Maße (L/B/H)

20,4/13/4,8 cm

Gewicht

615 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Claudia Steinitz + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8337-4426-6

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2023

Verlag

GOYA

Seitenzahl

546

Maße (L/B/H)

20,4/13/4,8 cm

Gewicht

615 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

  • Claudia Steinitz
  • Barbara Heber-Schärer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8337-4426-6

Herstelleradresse

Jumbo Neue Medien + Verla
Henriettenstraße 42a
20259 Hamburg
DE

Email: customer.service@edel.com

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Erfordert volle Konzentration

liesmal aus Wilhelmshaven am 13.10.2023

Bewertungsnummer: 2042910

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dass das Buch nicht leicht zu lesen ist, lässt bereits die Leseprobe erkennen, doch da konnte ich die Handlung noch nachvollziehen. „Lotties Erzählungen“ könnte ich das Buch auch betiteln. Lottie ist eine alte Frau, als im Jahr 1980 eine Wissenschaftlerin in ihr Dorf Mauduit kommt, um eine Feldforschung für eine Gruppe Studenten vorzubereiten. Die beiden Frauen verbringen viel Zeit miteinander, wobei die Wissenschaftlerin namenlos bleibt (oder habe ich es überlesen?). Die Geschichte lebt von Lotties Erzählungen, bei denen sich Erinnerungen mit Fantasie mischen. Ich habe Sätze entdeckt, die mir durch ihre Ausdrucksstärke gefallen, Sätze wie diesen: „Berthe ist eine von denen, die einen Feind brauchen, dem sie alles Elend ihres Daseins in die Schuhe schieben können, das ist gar nicht so anders als die Liebe, bloß das Gegenteil.“ Womit ich meine Schwierigkeiten hatte, sind in erster Linie die außergewöhnlich langen und sehr verschachtelten Sätze, die auch schon mal 20 Zeilen umfassen. Doch nicht nur die erforderten meine volle Konzentration und Aufmerksamkeit. Der Roman wird zu einem sehr großen Teil in Ich-Form erzählt. Das mag ich im Allgemeinen gern, doch hier betrifft es neben Lottie auch die Wissenschaftlerin oder sogar noch weitere Personen. Noch schwieriger gestaltet sich alles, weil man auf Zeichensetzung der wörtlichen Rede verzichtet. Ich lese gern und lese viel, bin in verschiedenen Genres unterwegs, doch dieses Buch ist für mich (leider) eine der bisher größten Herausforderungen gewesen.

Erfordert volle Konzentration

liesmal aus Wilhelmshaven am 13.10.2023
Bewertungsnummer: 2042910
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dass das Buch nicht leicht zu lesen ist, lässt bereits die Leseprobe erkennen, doch da konnte ich die Handlung noch nachvollziehen. „Lotties Erzählungen“ könnte ich das Buch auch betiteln. Lottie ist eine alte Frau, als im Jahr 1980 eine Wissenschaftlerin in ihr Dorf Mauduit kommt, um eine Feldforschung für eine Gruppe Studenten vorzubereiten. Die beiden Frauen verbringen viel Zeit miteinander, wobei die Wissenschaftlerin namenlos bleibt (oder habe ich es überlesen?). Die Geschichte lebt von Lotties Erzählungen, bei denen sich Erinnerungen mit Fantasie mischen. Ich habe Sätze entdeckt, die mir durch ihre Ausdrucksstärke gefallen, Sätze wie diesen: „Berthe ist eine von denen, die einen Feind brauchen, dem sie alles Elend ihres Daseins in die Schuhe schieben können, das ist gar nicht so anders als die Liebe, bloß das Gegenteil.“ Womit ich meine Schwierigkeiten hatte, sind in erster Linie die außergewöhnlich langen und sehr verschachtelten Sätze, die auch schon mal 20 Zeilen umfassen. Doch nicht nur die erforderten meine volle Konzentration und Aufmerksamkeit. Der Roman wird zu einem sehr großen Teil in Ich-Form erzählt. Das mag ich im Allgemeinen gern, doch hier betrifft es neben Lottie auch die Wissenschaftlerin oder sogar noch weitere Personen. Noch schwieriger gestaltet sich alles, weil man auf Zeichensetzung der wörtlichen Rede verzichtet. Ich lese gern und lese viel, bin in verschiedenen Genres unterwegs, doch dieses Buch ist für mich (leider) eine der bisher größten Herausforderungen gewesen.

Keine leichte Feierabendlektüre

Leselöckchen am 03.10.2023

Bewertungsnummer: 2035894

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Dozentin reist im Rahmen einer Feldstudie in das verschlafene, französische Dörfchen Le Mauduit, welches ihr aus einem Familienurlaub noch in Erinnerung geblieben ist. Dabei quartiert sie sich kurzerhand im Gut der Ardenne bei dem ehemaligen Kindermädchen Lottie ein, welche sich schon von klein auf mit Tagträumen und Geschichten umgibt und der Protagonistin Stück für Stück die weit zurückgreifende Geschichte des Gutshauses und der darin lebenden Menschen erzählt. Dabei entpuppt sich Lottie als eine unzuverlässige Erzählerin, sodass man jede ihrer Geschichten hinterfragt und sich mit der Protagonistin ein Bild aus den verstreuten Schnipseln zusammensetzen muss. Die Auseinandersetzung mit Erinnerungen, der Wahrheiten und Lügen, die im Vergangenem stecken, zieht sich durch das ganze Buch fort und wirft einige philosophische Fragen, welchen Anspruch man auf Erinnerungen haben kann. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und bedarf Einiges an Aufmerksamkeit, da die Autorin sich als Meisterin verschachtelter Sätze voller Aufzählungen und detaillierter Beschreibungen herausstellt. So fällt es einem zunächst schwer den Überblick über das Geschehen zu behalten und sich nicht in den Gedankenwindungen und Ausschweifungen zu verlieren. Auch wenn man sich mit der Zeit daran gewöhnt, ist das Buch dennoch alles andere als eine entspannte Feierabendlektüre und verlangt viel vom Leser ab. Gut gelungen sind die zeithistorischen Anmerkungen und Einschübe, die das Interesse wecken die eine oder andere Sachen nachzuschlagen und zu vertiefen. Vermisst habe ich im Buch mehr Rationalität von Seiten der Protagonistin, eine wissenschaftliche, geordnete Herangehensweise hat man bei ihr nicht finden können. Insgesamt ein anspruchsvoller Generationsroman mit unerwarteten Wendungen, jedoch ohne einen klaren roten Faden und einigen offenen Fragen.

Keine leichte Feierabendlektüre

Leselöckchen am 03.10.2023
Bewertungsnummer: 2035894
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Dozentin reist im Rahmen einer Feldstudie in das verschlafene, französische Dörfchen Le Mauduit, welches ihr aus einem Familienurlaub noch in Erinnerung geblieben ist. Dabei quartiert sie sich kurzerhand im Gut der Ardenne bei dem ehemaligen Kindermädchen Lottie ein, welche sich schon von klein auf mit Tagträumen und Geschichten umgibt und der Protagonistin Stück für Stück die weit zurückgreifende Geschichte des Gutshauses und der darin lebenden Menschen erzählt. Dabei entpuppt sich Lottie als eine unzuverlässige Erzählerin, sodass man jede ihrer Geschichten hinterfragt und sich mit der Protagonistin ein Bild aus den verstreuten Schnipseln zusammensetzen muss. Die Auseinandersetzung mit Erinnerungen, der Wahrheiten und Lügen, die im Vergangenem stecken, zieht sich durch das ganze Buch fort und wirft einige philosophische Fragen, welchen Anspruch man auf Erinnerungen haben kann. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und bedarf Einiges an Aufmerksamkeit, da die Autorin sich als Meisterin verschachtelter Sätze voller Aufzählungen und detaillierter Beschreibungen herausstellt. So fällt es einem zunächst schwer den Überblick über das Geschehen zu behalten und sich nicht in den Gedankenwindungen und Ausschweifungen zu verlieren. Auch wenn man sich mit der Zeit daran gewöhnt, ist das Buch dennoch alles andere als eine entspannte Feierabendlektüre und verlangt viel vom Leser ab. Gut gelungen sind die zeithistorischen Anmerkungen und Einschübe, die das Interesse wecken die eine oder andere Sachen nachzuschlagen und zu vertiefen. Vermisst habe ich im Buch mehr Rationalität von Seiten der Protagonistin, eine wissenschaftliche, geordnete Herangehensweise hat man bei ihr nicht finden können. Insgesamt ein anspruchsvoller Generationsroman mit unerwarteten Wendungen, jedoch ohne einen klaren roten Faden und einigen offenen Fragen.

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Erinnerung und Lüge

von Anne-Marie Garat

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