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Aspergers Schüler Roman | Historischer Roman über den Arzt, der den Autismus entdeckte

17

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.11.2023

Verlag

Piper

Seitenzahl

368

Maße (B/H)

13,8/22 cm

Gewicht

535 g

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-07185-7

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Ein Stück Zeitgeschichte, ergreifend und intensiv erzählt.« ("Histo Couch")
»meisterhaft erzählt« ("Top Magazin")
»Der Bestseller-Autorin Laura Baldini (ist) ein aufwühlender Roman um Schuld, vorgeschützte Unwissenheit und Mittäterschaft nach wahren Ereignissen gelungen. Ein Lesemuss!« ("Westfälische Nachrichten")
»Eine aufwühlende Geschichte!« ("tv Hören und Sehen")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.11.2023

Verlag

Piper

Seitenzahl

368

Maße (B/H)

13,8/22 cm

Gewicht

535 g

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-07185-7

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
Deutschland
Email: info@piper.de
Url: www.piper.de
Telephone: +49 89 3818010
Fax: +49 89 338704

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  • Bewertung

    5/5

    19.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hightlight

    Dieses Buch ist einfach super! Man wird gleich von Beginn an in die Geschichte hineingezogen und mag gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Geschichte setzt sich aus drei Handlungs- bzw. Erzählsträngen zusammen. Der Roman ist locker geschrieben, gut recherchiert, vermittelt viel Wissen und ist tiefgründig. Die Geschehnisse Am Spiegelgrund, die erwähnt werden, sind einfach unglaublich und verdeutlichen sehr anschaulich den Schrecken der damaligen Zeit und machen betroffen. Ein fesselnder, toller Roman! Für mich ein Lesehighlight und eine große Empfehlung.

  • Bewertung

    5/5

    02.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Stück Zeitgeschichte, ergreifend und intensiv

    Der Roman „Aspergers Schüler“ von Laura Baldini ist in zwei Zeitebenen aufgebaut, man reist als Leser nach Wien, 1986: Als Sarah, eine deutsch-englische Doktorandin für Psychologie, nach Wien zieht um zu Dr. Johann Asperger zu recherchieren, stolpert sie dabei über seine unklare Rolle während des NS-Regime Zeit und ist fassungslos über eine Klinik Namens Spiegelgrund. Mit Hilfe von Stefan, einen angehenden Journalisten der einen Zeitungsartikel über den Spiegelrund schreibt, durchforsten sie zusammen Archive der Kliniken und decken immer mehr über die Tätigkeit des Kinderarztes und seine Kollegen auf. War Dr. Hans Asperger nun Retter oder Mörder? Oder war er beides? Wien,1926: Erich, ein acht Jahre alter Junge, kommt nach schrecklichen Jahren in einer Pflegefamilie in die Uniklinik zu Dr. Hans Asperger, ein gläubiger Katholik und geachteter Kinderarzt. Erich und all die Kinder an dieser Heilanstalt sind anders. Sie sprechen nicht, sie schlagen um sich, schreien, haben keinen sozialen Umgang, nehmen keinen Blickkontakt auf, können Ironie nicht gut verstehen und haben ausgeprägte Sonderinteressen - sie sehen und fühlen die Welt mit anderen Augen. In dieser Klinik wiederum spürt Erich das es hier für ihn anders sein wird, er fühlt das man ihn mit Respekt begegnet, ihn besser versteht und öffnet sich der liebevollen und einfühlsamen Krankenschwester Viktorine, den bei ihr fühlt er sich wohl und sicher. Bei mehrerer Beobachtungen stellen Dr. Hans Asperger und die Krankenschwester Viktorine bei Erich fest, das er ein Talent für Zahlen hat und einwenig artikulieren kann, was für den Wiener Kinderarzt und Heilpädagoge bahnbrechend und ein wichtiger Bestandteil für seine Forschung ist. Der Anschluss Österreich an das Deutsche Reich verändert jedoch vieles in der Heilungsanstalt. Ärzte wie Pfleger flüchten oder werden entlassen, sie werden durch Nicht-Jüdische neu ersetzt und während Asperger sich mit den neuen Machthabern arrangiert, weiss Viktorine durch ihre unglaubliche Entdeckung das es im Spiegelgrund für alle Kinder lebensbedrohlich wird, auch für Erich. Was mir persönlich sehr gut an diesem Roman gefällt, ist der Aufbau den sich Laura Baldini alias Beate Maly ausgedacht hat. Man hüpft ab jedem Kapitel in einer der Charakteren und spürt in den Worten und dem Schreibstil dass die Autorin nebst der Schreibkarierre mit Kindern arbeitet, die ebenfalls das Asperger-Syndrom haben. Erich habe ich sehr ins Herz geschlossen, den seine Schilderungen aus seiner Sicht, Gefühls- und Gedankenwelt machen nachdenklich und man empfindet Empathie. Ein kleines Zitat von ihm gab mir einen kleinen Einblick wie Menschen mit Autimus denken/fühlen: "Ich habe geschrien, um meine Stimme zu zu hören, und habe mit den fäusten gegen meine Stirn gehämmert, um mich zu spüren, und bin unter den Tisch geklettert, um mich geschützt zu fühlen". Dieser Satz wird glaube ich ewig in meinem Herzen eingebrannt sein. Durch die zwei Zeitebenen erfährt man mehr über die Tätigkeit des berühmten, aber auch berüchtigten Arztes, seiner Kollegen und der liebenvollen Krankenschwester Viktorine Zak, die historisch belegt sind. „Aspergers Schüler“ beruht auf wahren Begebenheiten - Fiktion mit eingebunden. Für mich war es sehr spannend mehr über Dr. Hans Asperger und den historischen, schweren Aspekt zu erfahren und durch die süsse eingefädelte Lovestory wirkt die Erzählung weniger schwer als sie scheint, denn sie bringt viele schöne und schmunzelnde Momente.

  • Bewertung

    5/5

    18.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hervorragend geschrieben

    Das Buch hat mich auf die tägliche Zugfahrt begleitet . Ich wollte es gar nicht mehr aus den Hände legen. Es war Informativ und einfühlsam geschrieben. Den Wechsel von den Zeiten und Personen habe ich sehr gerne gehabt. Ich empfehle dieses Buch sehr.

  • Ursula

    aus Wien

    5/5

    18.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Buch ist fesselnd bis zum Schluss!

    Ich kann es nur jedem weiterempfehlen der sich für die Zeit des 2.Weltkriegs und die Behandlung der psychisch Kranken in dieser Zeit interessiert. Einfühlend und aufwühlend erzählt die Autorin die Geschichte des kleinen Erich. An manchen Stellen braucht man starke Nerven, unbedingt lesen!

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    06.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Penibel recherchiert, unbedingt lesen!

    Die britisch-deutsche Doktorandin Sarah forscht in Wien für ihre Doktorarbeit über Dr. Hans Asperger (1906-1980), jenen Kinderarzt und Heilpädagogen, der als erstes die nach ihm benannte Form des Autismus beschrieben hat. Man schreibt das Jahr 1986 und die Diskussionen über den Bundespräsidenten Kurt Waldheim, der wegen seiner NS-Vergangenheit nur mehr von Diktatoren empfangen wird und dessen Name auf der „Watch-List“ der USA steht, ist erst vor Kurzem abgeflaut. An der Uni Wien trifft Sarah auf Stefan, einen Publizistik-Studenten, der einen Zeitungsartikel über den „Spiegelgrund“schreibt. An jener psychiatrischen Einrichtung, die in der NS-Zeit, Hunderte Kinder ermordet hat, hat auch Asperger gearbeitet. Grund genug für Sarah, sich mit dem Thema näher auseinanderzusetzen. Doch das, was die gemeinsamen Recherchen mit Stefan ergeben, bringt ihre Verehrung für Hans Asperger gehörig ins Wanken. War der Arzt für den grausamen Tod der Kinder verantwortlich? Meine Meinung: Dieser historische Roman basiert auf wahren Begebenheiten und wird in zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen in der Vergangenheit zwischen 1932 bis 1945 und in der Gegenwart von 1986. Hauptfigur der Vergangenheit ist der kleine Erich, dessen Figur aus mehreren realen Vorbildern, deren Krankenakten im Archiv des „Spiegelgrunds“ erhalten sind. Wir lesen die Gedanken des fiktiven Erichs und müssen mehrmals den Atem anhalten, ob der grausamen Behandlung durch die Ärzte. Einer davon, Heinrich Gross, war maßgeblich an den Tötungen beteiligt, und hat nach der NS-Zeit weiter als Psychiater und Gerichtsgutachter gearbeitet. Ihm wird erst 1997 der Prozess gemacht. Maßgeblichen Anteil am Zustandekommen dieses Prozesses und der Aufarbeitung haben Friedrich Zawrel (1929-2015), der damals als Kind zahlreichen unmenschlichen medizinischen Experimenten ausgesetzt war und später durch ein psychiatrisches Gutachten von Gross Jahrzehnte in Haft verbringen musste, sowie engagierte Journalisten und Dr. Werner Vogt. Autorin Laura Baldini, hinter diesem Pseudonym steckt niemand anderer als Beate Maly, die als Kleinkindpädagogin und Frühförderin Erfahrung mit Kleinkindern hat, wie wir es von ihr gewöhnt sind, umfassend recherchiert. Dieser historische Roman steckt voller Zeitgeschichte, denn es wird nicht nur die NS-Zeit beleuchtet sondern auch die Zeit des Bürgerkrieges und des Ständestandes davor. Dies wird durch die Rückblenden und Erzählungen zahlreicher Personen elegant in die Handlung eingeflochten. Nie hat der Leser den Eindruck mittels Infodumpf über die Ereignisse informiert zu werden. Die Charaktere sind gut ausgefeilt, doch Sarah kommt mir allerdings ziemlich naiv vor. Okay, 1986 stehen zahlreiche Informationsquellen noch nicht zur Verfügung. Aber, es scheint, dass sie Hans Asperger als Idol sieht. Die Recherchen kratzen allerdings an seinem Saubermannimage, was Sarah doch zu schaffen macht. Ich habe recht bald entdeckt, dass Sarah ein höchst persönliches Interesse an Asperger und seiner Arbeit hat. Sarah ist nicht nur naiv, sondern hat auch einige Vorurteile. Als sie hört, dass ihre Vermieterin seit 1938 in der Jugendstil-Villa lebt, hat sie das Fräulein Weichsel sofort in Verdacht, eine Nutznießerin der NS-Zeit zu sein, zumal die alte Dame Gespräche über diese Zeit total abblockt. Ein typisches Verhalten in diesen Jahren. Was aber Sarah betroffen macht, ist die Tasache, dass diese Morde bereits recht früh bei den Alliierten bekannt war. Die Royal Airforce hat im September 1941 Flugblätter abgeworfen, die über die Mordtaten von Dr. Erwin Jekelius aufklärten, der von 1940-1942 Leiter der Nervenklinik war. Mehr war, so scheint es, „nicht drinnen“. Laura Baldini hat hier einen aufwühlenden Roman geschrieben, der den erlittenen Qualen der Kinder vom Spiegelgrund gedenkt. Spät, aber doch haben diese rund 800 Kinder im Jahr 2002 ein Mahnmal vor dem Jugendstiltheater auf den „Steinhof-Gründen“ erhalten. Die sterblichen Überreste (Feuchtpräparate, histologische Schnitte, Paraffinblöcke) von mehr als 600 Kindern wurden im April 2002 auf dem Wiener Zentralfriedhof in einem Ehrengrab beigesetzt. Fazit: Gerne gebe ich diesem aufwühlenden, aber dennoch feinfühlig verfassten historischen Roman 5 Sterne.

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