Produktbild: Die Töchter des Bärenjägers

Die Töchter des Bärenjägers Roman

11

16,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Book Tropes

Found Family

Verkaufsrang

64752

Erscheinungsdatum

05.10.2023

Verlag

Hoffmann & Campe

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

859 KB

Übersetzt von

Nina Hoyer

Sprache

Deutsch

EAN

9783455016413

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Book Tropes

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64752

Erscheinungsdatum

05.10.2023

Verlag

Hoffmann & Campe

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

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859 KB

Übersetzt von

Nina Hoyer

Sprache

Deutsch

EAN

9783455016413

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  • Sursulapitschi

    4/5

    12.10.2023

    eBook (ePUB 3)

    Über gelebtes Querdenkertum

    An dieses Buch bin ich mit falschen Erwartungen herangegangen. Ich habe mit einer Geschichte über Aussteigerinnen gerechnet, das karge Leben in der Wildnis, Zusammenhalt unter Schwestern, ein bisschen entbehrungsreiches Survival mit Lagerfeuerromantik und von dieser Erwartung sollte man sich direkt verabschieden. Hier geht es um sieben wilde, wenn nicht gar verwilderte, Mädchen, die sich nach dem Tod ihrer Eltern zurechtfinden müssen. Die Jüngste ist 12 und die Älteste 20. Von ihrem Vater haben sie gelernt, wie man jagt, dass man selbstständig sein muss, Behörden nicht trauen kann, Schule überflüssig ist, Ärzte nur Geld wollen, eine ganze schräge Querdenkeragenda. Ihre Mutter hat das mit religiösem Fanatismus angereichert und mit Prügeln untermauert. Die Mädchen sind ungehobelt, rauchen, saufen, prügeln sich brutal. Die Älteste will die Führung übernehmen und den vermeintlichen Willen des Vaters gnadenlos durchsetzen. Wer nicht spurt, verliert ein paar Zähne. Das ist sehr befremdlich und man fragt sich beim Lesen schon, wie eine Autorin auf solch eine Idee kommt. Ist es ein wertvoller Beitrag zur Emanzipation, wenn man Mädchen handeln lässt wie brutale, rüpelhafte Männer? Mit ein klein wenig Recherche findet sich dafür tatsächlich eine Erklärung. Die Autorin hat sich von einem finnischen Klassiker inspirieren lassen. Sie hat Aleksis Kivis »Sieben Brüder« aus dem Jahr 1870 in die Gegenwart verlegt und Schwestern agieren lassen. Ich kenne dieses Buch nicht, aber sie scheint sich sehr nah an der Vorlage zu bewegen. Es gibt sogar Parallelen bei den Namen der Brüder und Schwestern. Also, dieses Buch ist originell, aber auch befremdlich, fesselnd, brutal und blutig, berührend aber auch bisweilen obszön. Für mich ist es weniger ein Buch über „das ungezähmte Leben in der Wildnis“, als eins über gelebtes Querdenkertum, die Abkehr von zivilisatorischen Normen und Gesetzen. Wahrscheinlich hat man noch sehr viel mehr davon, wenn man »Sieben Brüder« kennt, aber auch so ist es eine aufregende Geschichte und eine eindringliche Lektüre.

  • Shilo

    aus Ulm

    3/5

    07.01.2024

    eBook (ePUB 3)

    Interessant

    In diesem Buch geht es um sieben Schwestern, die als Waisen alleine in den finnischen Wäldern aufwachsen und überleben müssen. Dadurch, dass es ihnen von klein auf an mütterlicher Liebe gefehlt hat, sind sie emotional verkümmert. Wichtig ist ihnen nur in ihrer grenzenlosen Armut ihr eigenes Überleben. Aufgrund des Titels und der Leseprobe habe ich mir unter diesem Roman etwas ganz anderes vorgestellt. Gewaltszenen oder Misshandlungen, blutig und brutal, wie in dieser Geschichte, sind nicht meine Welt. Auch ekelerregende Beschreibungen wie z.B. von ungewaschenen, stinkenden Körpern sind mehr als unappetitlich. Auch war es mir nicht möglich, zu den einzelnen Protagonisten Zugang zu finden. Sie waren äußerst gewöhnungsbedürftig und mir alles andere als sympathisch. Einzig die Beschreibungen der finnischen Natur waren für mich ein Lichtblick. Sicher wird dieses Buch seine Liebhaber finden, doch für mich persönlich war es leider ein Fehlgriff. 3 Sterne.

  • Bewertung

    aus Rödinghausen

    3/5

    09.11.2023

    eBook (ePUB 3)

    Ich war gespannt auf das Buch, hab aber was anderes erwartet.

    Der Schreibstil des Romans war lesbar und leicht verständlich, was es angenehm machte, die Seiten zu lesen. Allerdings muss ich zugeben, dass der Anfang des Romans für mich gewöhnungsbedürftig war. Die Erwartungen, die ich hatte, basierten auf der Beschreibung und dem Titel des Buches, und schnell wurde mir klar, dass die Geschichte anders sein würde, als ich es mir vorgestellt hatte. Trotz dieser anfänglichen Hürde wollte ich unbedingt weiterlesen, da die Neugier auf das Schicksal der sieben Schwestern mich gepackt hatte. Doch im Verlauf der Handlung stellte sich heraus, dass die sieben Schwestern in der Geschichte auf einem Märchen aus Schweden basierten, in dem sieben Männer die Hauptfiguren waren. Diese Enthüllung hat mich überrascht. Ich hatte erwartet, in die Geschichten und Persönlichkeiten der sieben Schwestern einzutauchen, nur um festzustellen, dass sie grob, brutal und anders dargestellt wurden als erwartet. Obwohl die Geschichte an sich interessante Elemente hatte und einige Wendungen bot, die unerwartet kamen, fühlte es sich für mich letztendlich so an, als ob etwas Wichtiges gefehlt hätte. Die Darstellung der Charaktere und ihre Entwicklung waren für mich nicht ausreichend, um eine tiefere Bindung zu ihnen aufzubauen. Es fehlte an Empathie und Verständnis für die Motivationen der Figuren, was es schwer machte, mit ihnen mitzufühlen oder sich in sie hineinzuversetzen. Trotzdem hat der Roman sicherlich seine Reize und wird sicherlich einige Leserinnen und Leser ansprechen, insbesondere diejenigen, die eine Vorliebe für unkonventionelle Handlungsstränge haben.

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    06.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein atemberaubendes Abenteuer

    Der berüchtigte Bärenjäger Heikki Leskinen ist tot, gestorben im Kampf mit einem Bären. Als kurze Zeit später die ungeliebte Mutter stirbt, machen sich die sieben Schwestern auf den Weg in die Wildnis, um sich hundertfünfzig Kilometer von der Zivilisation entfernt ein eigenes Leben aufzubauen. Völlig unbedarft und unvorbereitet stellen sich die jungen Frauen dem rauen Dasein, nicht ahnend, dass der nahende Winter keine Gnade kennt. „Ich konnte den Blick nicht von den drei Schwestern wenden. Sie zogen mich an, so diskret wie möglich umkreiste ich ihren Stand. Notierte ihre groben, von Kratzern und Wunden übersäten Hände, ihre langen Finger und die Schmutzränder unter den Nägeln, als sie ihren Kunden Pilze in Papiertüten reichten.“ (Seite 9) Eine zu Beginn namenlose Erzählerin nahm mich mit auf die Reise in die finnischen Wälder, bekundete ihre Faszination für die Familie Leskinen und erzählte eine Geschichte über die sieben Schwestern, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, obwohl sogar zwei Zwillingspaare darunter waren. Anfangs tat ich mich schwer mit dem Buch und befürchtete schon, dass ich es abbrechen würde, als der Zauber zu wirken begann. Dies lag nicht etwa an den Schwestern oder ihrem Umgang miteinander, denn dieser war wild und ungestüm, von schwesterlicher Liebe gab es keine Spur, im Gegenteil war ich entsetzt darüber, wie barbarisch es zwischen ihnen zuging. Es lag auch nicht an der Sprache, die derb und oft mit den schlimmsten Schimpfausdrücken und unflätigsten Wörtern gespickt war. Anscheinend war ich einfach der gleichen Faszination erlegen, wie es der Erzählerin passiert ist, und konnte den Blick nicht mehr abwenden. Ich bin froh, das Buch gelesen zu haben, obwohl mich bis kurz vor dem Ende jede der sieben Schwestern regelrecht abgeschreckt, um nicht zu sagen abgestoßen hat. Es gab nichts, was dazu beigetragen hätte, dass bei mir auch nur ein Funken Sympathie für eines der Mädchen beziehungsweise jungen Frauen gewachsen wäre. Dies muss man bei einer solchen Geschichte aber aushalten können und das habe ich mit großem Genuss getan. Auf den letzten Seiten versöhnte ich mich mit einigen der Schwestern, spürte fast so etwas wie Stolz auf die Leistung manch einer von ihnen. Es war eine aufregende, manchmal anstrengende, insgesamt aber eine atemberaubende Reise in eine andere Welt. Große Leseempfehlung!

  • ancla_books4life

    aus Schwerte

    5/5

    21.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte um Freiheit & Verurteilung. Bildlich, fesselnd geschrieben!

    **** Worum geht es? **** Sieben Töchter wachsen auf einem Bauernhof in den finnischen Wäldern auf. Ihr Vater ist der Held und die Mutter ein Geschöpf das Zweifel seht. Ohne Schulbildung und Eltern stehen die sieben eines Tages da, noch immer jung und mit einzig dem Wunsch weiter in Freiheit zu leben. Ohne regelmäßige Mahlzeiten, noch Geld für das Nötigste, versuchen sie in der Wildnis zu überleben, nur wie lange kann das gut gehen? **** Mein Eindruck **** Eine Geschichte in der bereits der erste Satz Faszination auslöst. Die Handlung, die Atmosphäre und der allgemeine Stil harmonierten auf fesselnde Weise miteinander. Ich habe beim Lesen immer wieder gespürt wie die Seiten mich einsogen und alles in mir zur Ruhe brauhten. Da waren die Töchter, die Äußeren Meinungen und das Leben in der Wildnis. Eine Realität zwischen dem Überlebenskampf und dem Gefühl völlig frei zu sein. Die Derbheit und radikalen Handlungen der Töchter waren nachvollziehbar, authentisch, manchmal auch ein bisschen ekelig (und da ist man dann selbst deren Außenwelt und urteilt ungewollt), aber vor allem einfach interessant. Die Familiengeschichte, die Vielschichtigkeit jeder einzelnen Tochter und die Strukturen untereinander waren spannend zu verfolgen und die Erzählperspektive aus der Ferne, dem Hörensagen, war für mich ein besonderes Highlight. Einige zuletzt gesagten Worte arbeiten noch immer in mir. Der Epilog hat seine ganz eigenen Tiefen und hinterlässt eine Vielzahl Interpretationsmöglichkeiten, die es lohnt zu entdecken. Eine Geschichte die ein bisschen in der Atmosphäre vom Gesang der Flusskrebse schwebt und doch ganz anders ist. **** Empfehlung? **** Schlichtweg gelungen, tiefgründig und authentisch erzählt die Autorin von einem Teil finnischer Geschichte und setzt ein Zeichen in Hinblick auf das weibliche Geschlecht. Eine klare Empfehlung! Ein Buch das wundervoll verfilmt werden könnte.

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