»Ich hatte diese Frau noch nie gesehen, da war ich mir sicher; trotzdem hatte sie etwas, das mir merkwürdig vertraut war.« - »Hypnotisch, einer der besten Thrillerautoren der Welt.« The New York Times
Mit siebenundzwanzig Jahren ist John Brenner bereits ein trockener Alkoholiker, von seiner Frau geschieden und hat eine vierjährige Tochter, die er seltener sieht, als ihm lieb ist. Eines Nachts wacht er auf dem Fußboden seines Wohnzimmers auf, ohne Erinnerung an die letzten Stunden. Neben ihm liegen eine leere Wodkaflasche, eine Pistole und die Leiche einer Frau, die er noch nie zuvor gesehen hat. Ist er der Mörder, oder hat man ihm die perfekte Falle gestellt? Aber warum sollte ihm jemand einen Mord anhängen? John weiß, dass die Antwort in den Stunden liegt, die er vergessen hat. Als er beginnt nachzuforschen, trifft er im Internet auf einen Mann, der ebenfalls einen Erinnerungsverlust erlitten hat. Und der nachts von jener Frau träumt, die tot in Johns Wohnzimmer lag ...
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4.4/5.0
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Spannend und besonders
Lines Books aus Nentershausen am 15.04.2024
Bewertungsnummer: 2178041
Bewertet: eBook (ePUB)
In den Stunden einer Nacht" von Federico Axat musste ich einfach lesen. Das Cover und auch der Klappentext sprachen mich sofort an und ich war gespannt was mich hier erwartet.
An den Schreibstil des Autoren musste ich mich allerdings erst gewöhnen, denn er war so völlig anders. Aber nach einigen Seiten war das auch kein Problem mehr.
Die Charaktere wurden authentisch gezeichnet dadurch lernte ich sie sehr viel besser kennen.
Besonders beeindruckend ist Axats Fähigkeit, psychologische Spannung zu erzeugen, indem er die Grenzen zwischen Realität und Wahnsinn verschwimmen lässt. Was definitiv nicht einfach ist. Aber hier wurde es grandios aufgezeigt.
Die Atmosphäre ist von Anfang an düster und beklemmend. Axat führt den Leser geschickt durch ein Labyrinth aus Geheimnissen und unerwarteten Wendungen, bis zur finalen, atemberaubenden Auflösung.
Fazit:
Mit "In den Stunden einer Nacht" gelingt Federico Axat ein genialer Psychothrillers, der mich trotz kleinerer Längen absolut begeistert hat.
solider Thriller
Bewertung aus Oberursel am 11.03.2024
Bewertungsnummer: 2151491
Bewertet: eBook (ePUB)
Also, hier hat mich der Klappentext gecatched. Einsame Wälder in New Hampshire, und ein junger Mann wacht in seinem Wohnzimmer auf, eine leere Wodkaflasche neben sich …. und eine tote Frau direkt daneben. Er hat sie noch nie zuvor gesehen, totaler Blackout, und Panik kommt auf….
Ja, ziemlich ungute Situation, und ich war gespannt. Das Buch fängt auch genau mit dieser Stelle an, also ein fulminanter Einstieg, und ich war gleich mit dabei, als John erstmal ein wenig kopflos das Haus verlässt, die Wodkaflasche im nächsten See versenkt, und sich noch nicht ganz klar darüber ist, was er jetzt als nächstes machen soll. Die Entscheidung wird ihm mehr oder weniger aus der Hand genommen, als sein älterer Bruder ihn anruft, sofort vorbeikommt, und ihm die Polizei wieder ausredet – vor allem, weil bei der Rückkehr ins Haus die Leiche und jegliche Blutspuren verschwunden sind….. John ist Alkoholiker, eigentlich gerade trocken, aber wem will er was erzählen?
Spannend wird es, als John entdeckt, dass er von dubiosen Gestalten beobachtet und verfolgt wird – irgendwann stellt sich die Frage, ob er sich die Sachen nur einbildet, oder in einer perfiden Falle sitzt. Vor allem, als er feststellt, dass die tote Frau nicht nur in seinen Träumen erscheint.
Geschrieben ist der Roman aus Johns Ich-Perspektive, wir sind also emotional immer ganz nah an allem dran.
Ohne jetzt zu viel zu verraten, mich hat ein großer Teil des Romans echt gefesselt. Es handelt sich hier nur um ein paar Tage, die teils sehr minutiös geschildert werden, und wir haben auch immer wieder Rückblicke in Johns Leben. Und das ist auch echt eine tragische Geschichte; die Mutter verstarb früh an einer unheilbaren Krankheit, und der Vater beging kurz darauf Selbstmord – also echt keine schöne Sache, und das hat John und seinen älteren Bruder Mark natürlich nachhaltig geprägt. Mark hat den jüngeren John immer behütet und war sein Fels in der Brandung; doch irgendwie scheinen Mark auch dunkle Geheimnisse zu umgeben….
Was mich jetzt nicht so super gefesselt hat, war am Ende die Auflösung des Ganzen, da fand ich einiges sehr konstruiert und ein bissel unglaubwürdig. Um das ein wenig zu erläutern, komm ich ums Spoilern nicht herum, also mache ich das nur auf meinem Blog, und verzichte bei den anderen Rezensionspostings darauf und sage nur mal abschließend: das war stückweise ein sehr rasanter Psychothriller, richtig gut geschrieben, hat mich dann aber zum Ende etwas verloren. Was bei 424 Seiten nicht so schlimm ist, aber trotzdem schade. Egal, es war atmosphärisch dicht und irgendwie anders, und ich verteile 4 von 5 Sternen.
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