Klytämnestra: Tochter des mächtigen Königs von Sparta, Schwester der schönen Helena, verheiratet mit dem berühmten Helden Agamemnon - und von mächtigen Männer angeklagt, eine ruchlose Mörderin zu sein. Doch die wahre Geschichte ist eine andere: misshandelt, missachtet und unterschätzt wird Klytämnestra von ihrem tyrannischen Ehemann gezwungen, die eigene Tochter zu opfern. Voller Wut und Trauer beginnt sie sich zu wehren gegen all jene, die ihr Unrecht tun. Und wird trotz aller Widerstände zu einer starken, unabhängigen Frau und Königin, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt ...
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Starke Frau in der griechischen Welt
Bewertung am 10.12.2023
Bewertungsnummer: 2085394
Bewertet: eBook (ePUB)
Klytamnestra, Tochter des Tyndareos und der Leda, wird schon als kleines Mädchen dazu getrieben stark und kämpferisch zu sein. Sie wächst glücklich in Sparta mit ihren Sie verit sichin anta os, heratein he bekommt mitut. ihm einen Sohn. Dann ändert sich ihr Leben, denn Agamemnon lässt die Beiden töten um sich Klytämnestra zu nehmen und sie zu heiraten. Sie beugt sich ihrem Schicksal sinnt aber auf Rache. Nach weiteren Schicksalsschlägen ausgelöst durch ihren Mann, schwört sie sich diesen zu töten. Ich mochte die Idee eine starke und „emanzipierte" Frau in der griechischen Welt zu erschaffen, die sich behauptet, die eigensinnig ist und sich selbst nimmt was sie will. Die Beschreibungen der Gebäude, Arenen und Gegebenheiten waren eindrucksvoll und bildlich, so dass ich das Gefühl hatte mittendrin zu sein. Kleinere Schwachpunkte waren für mich die Menge an Protagonisten, die ich zeitweise nicht auseinander halten konnte. So habe ich mich hauptsächlich auf Klytämnestra fokussiert und ihre nähere Umgebung. Zudem war die Sprache der Protagonisten teilweise zu modern, was nicht ganz zur Thematik passte.
Insgesamt habe ich den Roman aber sehr gerne gelesen und kann ihn Fans der griechischen Mythologie auf alle Fälle empfehlen.
Großartig, emotional und dramatisch
RomanTipps am 08.02.2026
Bewertungsnummer: 3039551
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
“Klytämnestra” von Costanza Casati ist das beeindruckende Romandebüt der Autorin und eine mitreißende und dramatische Nacherzählung aus der griechischen Mythologie. Von Klytämnestra hat man sonst nur aus der Sicht ihrer Tochter Elektra erfahren – nun kann man die Geschichte endlich aus Klytämnestras Sicht sehen. Für mich wurde der Roman zu einem Buchhighlight.
Klytämnestra ist die Tochter des Königs von Sparta und die Schwester der schönen Helena. Gemeinsam mit ihren Geschwistern wächst sie in Sparta auf und lernt das Kämpfen. Ihr Leben verläuft in normalen, zufriedenen Bahnen. Eines Tages tauchen die Söhne des Königs von Mykene, die Brüder Menelaos und Agamemnon, auf. Vertrieben aus ihrer Heimat sinnen sie nach Rache und planen, Mykene zurückzuerobern. Und noch ein anderer blutiger Plan wird geschmiedet – ein Plan, welcher Klytämnestra ein abgrundtief schreckliches Leid zufügt und sie für immer verändern wird. Verursacht von Agamemnon, mit welchem sie zwangsverheiratet wird und der sie nur quält. Getrieben von ihrem Hass und ihrer Trauer und voller Willensstärke wird sie zu einer mächtigen Königin, die auf eine Gelegenheit wartet, endlich nach Rache zu nehmen…
“Klytämnestra” wird aus der Sicht von Klytämnestra im Form des personalen Erzählers in Präsens erzählt und spielt in der Antike in Griechenland. Im Roman erfährt man von ihrem Leben in der Kindheit in Sparta bis zu ihrem Aufstieg als zwar gefürchtete, aber auch respektierte und gerechte Königin von Mykene. Dabei erfährt man auch noch einiges über weitere Personen aus der griechischen Mythologie, wie z. B. Penelope, Odysseus, die schöne Helena. Ich muss zugeben, dass ich mit dem Roman Einblicke in Geschehnisse der griechischen Mythologie erhalten habe, die irritierend grausam sind.
Die Handlung zeigt die Geschichte der Königsfamilie in Sparta – und wie langsam die Zeit und die Geschehnisse diese Familie zerstört bzw. verändert. Dabei steht Klytämnestra im Vordergrund, die während der Geschichte eine interessante Entwicklung macht. Sie ist eine sehr willensstarke Charakterin, die trotz der entsetzlichen Leiden, die ihr angetan werden, weitermacht, nach außen hin eine Fassade aufrechterhält, schwierige und vielleicht auch grausame Entscheidungen treffen muss und ihre Rache vorbereitet.
Den Schreibstil von Costanza Casati finde ich ganz besonders. Sie schafft es, dass alles so wirkt, als würde jeden Moment etwas Schreckliches passieren – was ja auch durchaus stimmt. Es ist wie ein mulmiges Gefühl, zwar einerseits trocken, aber dennoch emotional. Dadurch wird eine wirklich gute Atmosphäre geschaffen.
Was ich sehr hilfreich finde, ist, dass am Anfang des Buches noch eine Karte von Griechenland vorhanden ist und zwei Stammbäume, nämlich von Tyndareos’ und von Atreus’ Familie. Am Ende des Buches gibt es noch ein Personenverzeichnis. Und zur Gestaltung muss ich sagen, dass die Verzierungen bei jedem Kapitelanfang einfach wunderschön sind – genauso wie das Cover.
Insgesamt ein sehr emotionaler, dramatischer und spannender Roman über Hass und Trauer und über eine Frau, die trotz allem, was man ihr angetan hat, weitermacht und auf ein ganz bestimmes Ziel hinarbeitet.
Fazit:
Eine ganz wunderbare, emotionale, dramatische und spannende Nacherzählung einer Person aus der griechischen Mythologie – Klytämnestra. Für mich wurde der Roman zum Buchhighlight!
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