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Produktbild: Wenn ich wiederkomme

Wenn ich wiederkomme

Aus der Reihe detebe
174

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.01.2024

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,3/11,4/2 cm

Gewicht

266 g

Farbe

Elfenbein / Dunkellila

Auflage

1

Originaltitel

Quando tornerò

Übersetzt von

Peter Klöss

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24699-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.01.2024

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,3/11,4/2 cm

Gewicht

266 g

Farbe

Elfenbein / Dunkellila

Auflage

1

Originaltitel

Quando tornerò

Übersetzt von

Peter Klöss

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24699-5

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Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
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Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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Wenn alle gehen

SternchenBlau am 27.11.2024

Bewertungsnummer: 2351160

Bewertet: Hörbuch (CD)

Manuel, Daniela, Angelica – Sohn, Mutter, Schwester. Drei individuelle Perspektiven auf europäisches Phänomen, das das Leben von so vielen betrifft. Die „italienische Krankheit“, wie sie im Buch bezeichnet wird, betrifft nicht nur die osteuropäischen Pflegekräfte, die größtenteils unter heftigen, gar unmenschlichen Bedingungen in Italien oder auch Deutschland schuften müssen, mit Depressionen und Heimweh. Auch die Familien und vor allem die Kinder sind von diesem Care Drain und dem Brain Drain betroffen. Sie wachsen bei den Großeltern auf oder in Internaten. Marco Balzano zeigt uns eine solche rumänische Familie. Nacheinander bringt er uns tief in die jeweilige Perspektive hinein. Es sind drei Blöcke, die hintereinander in einer fortlaufenden Zeitachse liegen, wobei sich die Protagonist*innen auch immer wieder an früheres erinnern und unterschiedliche Zeitebenen erzählen. Manuel trifft der Weggang der Mutter am härtesten, ein Teenager, der dadurch sein Koordinatensystem im Leben verliert und gleichzeitig am meisten an seiner Heimat hängt. Angelica, die ältere Schwester, versucht so gut wie es geht, den Bruder aufzufangen. Sie hat Verständnis für die Mutter, hat aber auch verdient ihr eigenes Leben zu leben und wird dazwischen zerrieben. Und Daniele opfert ihre Familie, um deren finanzielles Überleben zu sicheren. Die Selbstbestimmung über ihr Leben opfert sich damit gleich mit. Der dritte Teil ist reflektierter, zwangsläufig wiederholen sich einige Aspekte. Daher fiel er für mich etwas ab, obwohl ich die Sichtweise der Schwester nicht minder wichtig finde. Vielleicht liegt es auch an der Zuordnung, das sie mehr als Schwester gezeichnet wird – so hatte ich sie auch immer in meinem Kopf sortiert – und sie sich erst aus dieser Rolle herausarbeiten muss Anna Schudt liest diesen eindringlichen Roman sehr einfühlsam, so dass ich sofort im Kopf der drei Protagonist*innen schlüpfen konnte. Auch die CD-Variante ist ungekürzt gelesen. Balzano zeigt nicht nur, wie sich das auf die Pflegenden auswirkt, sondern wie viele Westeuropäer*innen mit ihren „Alten“ umgehen. Ein überlastetes System, das nur noch mehr Elend verursacht. Ein Problem, das nur noch größer werden wird. Da wird mir anders, wenn ich an meine Mutter denke, die Anfang 80 ist und wie überlastet das Personal in für Kurzzeitpflege war. Migration könnte hier eine Lösung sein – anders, als die Politik leider viel zu oft behauptet. Aber Migration schafft in den Ursprungsländern neue Probleme. Und auch da gibt es Rassismus und Sexismus. (Hart in dem Zusammenhang der Satz von Danielas erstem „Alten“, dass eine Schwarze Pflegekraft duldsamer wäre.) Aber Migration muss auf alle Fälle menschenwürdig sein. Und derzeit ist Migration viel zu selten menschenwürdig. »Wer passt auf unsre Häuser auf, wenn alle gehen?« Einfühlsamer Roman über eine Familie zwischen Pflegemigration und Heimat. 4,5 von 5 Sternen.

Wenn alle gehen

SternchenBlau am 27.11.2024
Bewertungsnummer: 2351160
Bewertet: Hörbuch (CD)

Manuel, Daniela, Angelica – Sohn, Mutter, Schwester. Drei individuelle Perspektiven auf europäisches Phänomen, das das Leben von so vielen betrifft. Die „italienische Krankheit“, wie sie im Buch bezeichnet wird, betrifft nicht nur die osteuropäischen Pflegekräfte, die größtenteils unter heftigen, gar unmenschlichen Bedingungen in Italien oder auch Deutschland schuften müssen, mit Depressionen und Heimweh. Auch die Familien und vor allem die Kinder sind von diesem Care Drain und dem Brain Drain betroffen. Sie wachsen bei den Großeltern auf oder in Internaten. Marco Balzano zeigt uns eine solche rumänische Familie. Nacheinander bringt er uns tief in die jeweilige Perspektive hinein. Es sind drei Blöcke, die hintereinander in einer fortlaufenden Zeitachse liegen, wobei sich die Protagonist*innen auch immer wieder an früheres erinnern und unterschiedliche Zeitebenen erzählen. Manuel trifft der Weggang der Mutter am härtesten, ein Teenager, der dadurch sein Koordinatensystem im Leben verliert und gleichzeitig am meisten an seiner Heimat hängt. Angelica, die ältere Schwester, versucht so gut wie es geht, den Bruder aufzufangen. Sie hat Verständnis für die Mutter, hat aber auch verdient ihr eigenes Leben zu leben und wird dazwischen zerrieben. Und Daniele opfert ihre Familie, um deren finanzielles Überleben zu sicheren. Die Selbstbestimmung über ihr Leben opfert sich damit gleich mit. Der dritte Teil ist reflektierter, zwangsläufig wiederholen sich einige Aspekte. Daher fiel er für mich etwas ab, obwohl ich die Sichtweise der Schwester nicht minder wichtig finde. Vielleicht liegt es auch an der Zuordnung, das sie mehr als Schwester gezeichnet wird – so hatte ich sie auch immer in meinem Kopf sortiert – und sie sich erst aus dieser Rolle herausarbeiten muss Anna Schudt liest diesen eindringlichen Roman sehr einfühlsam, so dass ich sofort im Kopf der drei Protagonist*innen schlüpfen konnte. Auch die CD-Variante ist ungekürzt gelesen. Balzano zeigt nicht nur, wie sich das auf die Pflegenden auswirkt, sondern wie viele Westeuropäer*innen mit ihren „Alten“ umgehen. Ein überlastetes System, das nur noch mehr Elend verursacht. Ein Problem, das nur noch größer werden wird. Da wird mir anders, wenn ich an meine Mutter denke, die Anfang 80 ist und wie überlastet das Personal in für Kurzzeitpflege war. Migration könnte hier eine Lösung sein – anders, als die Politik leider viel zu oft behauptet. Aber Migration schafft in den Ursprungsländern neue Probleme. Und auch da gibt es Rassismus und Sexismus. (Hart in dem Zusammenhang der Satz von Danielas erstem „Alten“, dass eine Schwarze Pflegekraft duldsamer wäre.) Aber Migration muss auf alle Fälle menschenwürdig sein. Und derzeit ist Migration viel zu selten menschenwürdig. »Wer passt auf unsre Häuser auf, wenn alle gehen?« Einfühlsamer Roman über eine Familie zwischen Pflegemigration und Heimat. 4,5 von 5 Sternen.

Später einmal soll es uns besser gehen. Wirklich?

Jürg Stocker aus Scuol am 09.02.2022

Bewertungsnummer: 1654101

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nach «Ich bleibe hier», ist mit «Wenn ich wiederkomme», Marco Balzano ein weiterer «Wurf» gelungen. Balzano versteht es brillant Menschen und ihre Verbundenheit «mit der Scholle» ins Zentrum seiner Romane zu stellen. Menschen, die verwurzelt sind in ihrer Heimat aber im Laufe ihres Lebens entwurzelt werden. In beiden hier erwähnten Büchern geht es im Grundsatz um ökonomische Entscheidungen für das entsprechende Handeln. Familien, die gerade deswegen auseinandergerissen werden, ihre Wurzeln jedoch nicht verlieren möchten. Sie sind getrieben von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft für ihre Lieben zu Hause. Dafür werden Opfer in Kauf genommen, um die finanzielle Basis zu legen. Was dabei völlig ausgeblendet wird ist, dass durch das Fernbleiben die soziale Grundlage für eine intakte Familie zerstört wird. Eine Realität die sich bis heute in unzähligen Fremdarbeiter- und Migrantenfamilien widerspiegelt. Zu guter Letzt stellt Balzano die Frage bezogen auf die unzähligen Fremdarbeiterinnen die im Sozialwesen tätig sind: «Stell dir mal vor, die würden streiken. Nicht einen ganzen Tag, nur eine Stunde. Alles stände still. Die Söhne und Töchter der Alten müssten ihre Arbeit ruhen lassen und nach Hause kommen, sie müssten sich selbst die Hände schmutzig machen, wenn sie die Väter wuschen und umzogen, die Mütter aus den Betten hoben und vielleicht würden wir dann nicht länger so unsichtbar sein, verborgen in den Häusern. Eingeschlossen in den Zimmern.» Nicht selten platzen die Träume. Es gelingt nicht, Geld auf die Seite zu legen. Zu Hause leben sie ein Leben, von dem die Gastarbeiterinnen nichts mitbekommen und wenn sie wiederkommen?

Später einmal soll es uns besser gehen. Wirklich?

Jürg Stocker aus Scuol am 09.02.2022
Bewertungsnummer: 1654101
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nach «Ich bleibe hier», ist mit «Wenn ich wiederkomme», Marco Balzano ein weiterer «Wurf» gelungen. Balzano versteht es brillant Menschen und ihre Verbundenheit «mit der Scholle» ins Zentrum seiner Romane zu stellen. Menschen, die verwurzelt sind in ihrer Heimat aber im Laufe ihres Lebens entwurzelt werden. In beiden hier erwähnten Büchern geht es im Grundsatz um ökonomische Entscheidungen für das entsprechende Handeln. Familien, die gerade deswegen auseinandergerissen werden, ihre Wurzeln jedoch nicht verlieren möchten. Sie sind getrieben von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft für ihre Lieben zu Hause. Dafür werden Opfer in Kauf genommen, um die finanzielle Basis zu legen. Was dabei völlig ausgeblendet wird ist, dass durch das Fernbleiben die soziale Grundlage für eine intakte Familie zerstört wird. Eine Realität die sich bis heute in unzähligen Fremdarbeiter- und Migrantenfamilien widerspiegelt. Zu guter Letzt stellt Balzano die Frage bezogen auf die unzähligen Fremdarbeiterinnen die im Sozialwesen tätig sind: «Stell dir mal vor, die würden streiken. Nicht einen ganzen Tag, nur eine Stunde. Alles stände still. Die Söhne und Töchter der Alten müssten ihre Arbeit ruhen lassen und nach Hause kommen, sie müssten sich selbst die Hände schmutzig machen, wenn sie die Väter wuschen und umzogen, die Mütter aus den Betten hoben und vielleicht würden wir dann nicht länger so unsichtbar sein, verborgen in den Häusern. Eingeschlossen in den Zimmern.» Nicht selten platzen die Träume. Es gelingt nicht, Geld auf die Seite zu legen. Zu Hause leben sie ein Leben, von dem die Gastarbeiterinnen nichts mitbekommen und wenn sie wiederkommen?

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Wenn ich wiederkomme

von Marco Balzano

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