Produktbild: Ein Leben lang

Ein Leben lang

Aus der Reihe detebe
14

14,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.11.2023

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18/11,3/2,2 cm

Gewicht

257 g

Farbe

Elfenbein / Terracotta

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24710-7

Beschreibung

Rezension

»Der hat so einen Spaß am Formulieren, dieser Christoph Poschenrieder – einer der besten deutschen Schriftsteller zurzeit.«
»Enorm packend zu lesen.«

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.11.2023

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18/11,3/2,2 cm

Gewicht

257 g

Farbe

Elfenbein / Terracotta

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24710-7

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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  • Bewertung

    5/5

    19.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine gelungene Mixtur aus Fakten und Fiktion

    Ein guter Freund wird des Mordes angeklagt. Was passiert mit einem selbst, was passiert mit der ganzen Clique, die seit Kindertagen eine verschworene Gemeinschaft war- und wie weit geht die Loyalität? Inspiriert von dem realen Münchener Mordfall aus dem Jahr 2006, der in Deutschland für großes Aufsehen sorgte, geht Poschenrieder diesen Fragen nach. Hier steht, im Gegensatz zum klassischen Krimi, gar nicht so sehr die Frage der Schuld im Vordergrund. Vielmehr der Umgang aller Beteiligten mit einer fundamentalen Verunsicherung.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    05.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Frage der Loyalität...

    Sie kennen sich seit der Kindheit und beginnen gerade, ihre eigenen Wege zu gehen, als plötzlich einer von ihnen als Mörder festgenommen wird. Er soll seinen Onkel aus Habgier erschlagen haben. In einem schier endlosen Indizienprozess wird das Unterste zuoberst gekehrt. Die Freunde kämpfen für den Angeklagten, denn er kann, er darf kein Mörder sein. Doch als 15 Jahre nach dem Urteil eine Journalistin sich der Sache noch mal annimmt, stellt sich die Frage der Loyalität wieder neu. (Klappentext) Christoph Poschenrieder schrieb diesen Roman nach einer wahren Begebenheit. Unter den Stichworten “Parkhausmord, München, 2006” findet man alle Details zu dem umstrittenenen Indizienprozess mit dem ebenso umstrittenen Urteil: lebenslänglich mit besonderer Schwere der Schuld. Die Besonderheit dieses Falls liegt u.a. in dem Umstand, dass die Freunde des Angeklagten viel unternommen haben, um dessen Unschuld zu beweisen. Freunde, die ihm die Treue hielten, bis zum Schluss. Der Autor widmet den Roman eben diesen Freunden bzw. der Dynamik der Gruppe. Wie weit geht Loyalität? Was und wieviel verträgt eine Freundschaft, um noch Freundschaft genannt zu werden? Die Details des Mordfalls selbst sind deutlich angelehnt an den o.g. Parkhausmord, abgesehen davon, dass hier keine Tante erschlagen wurde, sondern der Onkel des Angeklagten, der hier bis zum Schluss namenlos bleibt. Die Schuldfrage erscheint im Roman nur sekundär von Bedeutung, wichtiger ist der Umgang aller Beteiligten mit einer fundamentalen Verunsicherung.   “Auch wenn ein Mörder nur einen einzigen Menschen umbringt, Opfer hat er noch einige mehr. Das zieht eine Schneise der Verwüstung durch alle ihre Beziehungen. Familie, Bekannte und Freunde, da geht ein Tornado durch, und nachher ist nichts mehr wie vorher.” (S. 53)   Eine neutrale Journalistin, die die Freund:innen des mutmaßlichen Täters 15 Jahre nach dem Urteil interviewt, um Material für ein geplantes Buch zu sammeln, trägt die Aussagen chronologisch zusammen und stellt sie einander gegenüber. So kann lesend verfolgt werden, wie sich die Gedanken, Gefühle und die Dynamik untereinander im Verlauf des Geschehens verändern. Von der Nachricht der Festnahme bis hin zur Urteilsverkündung begleiten die Freund:innen den Angeklagten im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Zweifel inbegriffen. Die unterschiedlichen Charaktere spiegeln das Spektrum möglicher Empfindungen und Prozesse, die solch einen Einschlag in das Leben und das Bild von einem anderen nach sich ziehen kann. Da gibt es diejenigen, die Zweifel an der Unschuld des Freundes auf gar keinen Fall zulassen wollen und können, die anderen, die das ganze nüchterner zu betrachten versuchen und die Möglichkeit einer Schuld des Freundes zumindest nicht ausschließen, und diejenigen, die unschlüssig sind. Doch unabhängig von der eigenen Überzeugung gibt es ein gemeinsames Credo, dem sich offenbar niemand entziehen kann: unbedingte Loyalität und deren Präsentation nach außen. Doch ist diese Loyalität wirklch unverbrüchlich?   “Kann man Freund eines Mörders bleiben, oder darf einer einfach kein Mörder sein, damit wir Freunde bleiben können?” (S. 270)   Der Beginn des Romans entwickelt einen ungeheuren Sog und zieht einen gleich in das Erleben der Freund:innen hinein, man spürt ihren Unglauben, ihre Empörung, ihre Fassungslosigkeit. Mit Beginn des Prozesses erlahmt dieser Sog dann sichtlich. Angelehnt an den wahren Fall, dessen Prozess 93 Verhandlungstage in 15 Monaten währte, ziehen sich auch im Roman die Gerichtssitzungen sehr in die Länge. Das ist insofern sehr authentisch, zumal die Empfindungen der Freund:innen die zunehmende Ermüdung spiegeln, war jedoch im Verlauf in seiner Langatmigkeit nicht immer angenehm zu lesen. Wieder einmal präsentiert Poschenrieder einen geschickt konstruierten Roman, der Schreibstil so leicht wie passend, das Thema faszinierend und glaubhaft dargestellt. Eine Frage der Schuld? Nein, eher weniger. Eine Frage der Freundschaft aber unbedingt. Empfehlenswert!   © Parden 

  • Circlestonesbooks.blog

    5/5

    01.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was hält Freundschaft aus?…

    Was hält Freundschaft aus? „Wir stehen für ihn ein, denn wir wissen etwas, was alle anderen nicht wissen: Wer er ist, woher er kommt.“ (Zitat Seite 95) Inhalt Schon in ihrer Kindheit sind sie eine eingeschworene Clique von sechs Freunden. Einer aus dieser Gruppe fehlt heute. Er war vor fünfzehn Jahren als Mörder zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden, obwohl er seine Unschuld beteuerte. Nun tritt eine Journalistin an die Freunde und den Anwalt heran, der den Angeklagten damals engagiert vertreten hatte. Sie will ein Buch über diesen Fall schreiben, recherchiert, kontaktiert die Mitglieder des Freundeskreises und aus vielen Erinnerungen und Aussagen der fünf Freunde, des verurteilen Freundes und des Anwalts fügt sich die Geschichte einer langjährigen Freundschaft, einer Anklage und eines langwierigen Indizienprozesses zusammen. Im Hintergrund immer präsent ist die Frage: Hat er, oder hat er nicht? Thema und Genre In diesem Roman geht es um Freundschaft, Loyalität und gegenseitiges Vertrauen. Was passiert, wenn plötzlich einer aus einer Freundesgruppe, eine Freundschaft seit Kindertagen, einen Mord begangen haben soll. Charaktere Wir kennen nur die fünf Personen der Clique mit Namen: Sebastian, Unternehmer, dem eine alte Hütte an einem See gehört, wo sie sich oft treffen; Till, der Musiker; Sabine, die studierte Astronomin, die mir ihrer direkten Art die Dinge beim Namen nennt; Benjamin, der sachliche, präzise Wirtschaftsanwalt; Emilia, Lehrerin, ruhig und immer irgendwie dazwischen. Dazu kommen der „Anwalt“ und natürlich der angeklagte Freund, „der Gefangene“, sowie die Notizen der Journalistin unter „Memo“. Diese Figuren mit ihren Aussagen, den sich daraus ergebenden unterschiedlichen Blickwinkeln und Widersprüchen bilden das Kernstück der Geschichte. Handlung und Schreibstil Die Geschichte ist in zwei Teile geteilt, diese wiederum in Kapitel, chronologisch erzählt. In jedem Kapitel werden die Aussagen, Erinnerungen, Meinungen, oft auch unterschiedlichen Gedanken, der zu den verschiedenen Themen und Eindrücken einzeln befragten Personen in der Ich-Form geschildert, jeweils mit dem Namen versehen und daher klar zuordenbar. Eine Journalistin recherchiert, führt die Interviews und schreibt ihre Notizen und weitere Hintergrundinformationen unter „Memo“. Somit besteht dieser Roman ausschließlich aus den Mitschriften von Aufnahmen, Mails, Notizen, Zeitungsausschnitten, von der Journalistin gesammelt, sortiert und zu einer geordneten, stimmigen Geschichte zusammengefasst. Durch diese Erzählweise gerät man sofort in den Sog dieser spannenden Ereignisse und Fragen, verfolgt mit Interesse die Entwicklung und Veränderung der einzelnen Figuren. Die Sprache des Autors überzeugt mit vielen feinen Zwischentönen, Andeutungen, Fragen und man liest diesen Roman mit Vergnügen. Fazit Dieser Geschichte liegt ein realer, noch heute heftig umstrittener Indizienprozess zugrunde, der, nahe an den Fakten, zu einem fiktiven Roman wurde. Eine packende Geschichte über Freundschaft, Vertrauen, unterschiedliche Facetten von Wahrheit, und damit verbunden die Frage, die sich die Freunde stellen: „Und geht uns die Wahrheit überhaupt irgendetwas an, solange wir Freunde bleiben wollen?“ (Zitat Seite 221)

  • Bewertung

    5/5

    19.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Faszinierend

    Ein wirklich tolles Buch von Poschenrieder. Eine faszinierende Geschichte, tiefgründige Emotionen und zwiespältige Gedanken - die ganze Facetten sind in diesem Buch enthalten. Poschenrieder ist Meister der deutschen Sprache, der schönen Satzbauten und interessanten Redewendungen. Meiner Meinung nach ein absolutes MUSS im Bücherregal

  • Buchstabenfestival

    aus Deutschland

    5/5

    03.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich lese die Bücher von…

    Ich lese die Bücher von Christoph Poschenrieder gern. Er hat ein gutes Gespür für interessante und glaubhafte Geschichten und er weiß wie er den Lesenden einfangen muss. Der Autor bedient sich hier einer wahren Geschichte und erzählt sie aus der Perspektive der Freund:innen. Im Wechsel erzählen die Freunde, wie sie die Zeit des Inhaftierung, des Gerichtsverfahrens und der Verurteilung in Erinnerung, was sie gefühlt haben und wie es ihnen jetzt nach vielen Jahren damit geht. Er lässt sie ihre eigenen Aktionen hinterfragen und neu darauf blicken. Ebenso gibt er dem Mörder eine Stimme. Waren seine Freund:innen loyal genug? Haben sie wirklich alles gegeben? Hat er sie belogen? Wie gut kennt man seine Freunde? Weiß man wirklich, wie sie ticken und was sie fühlen? Die Freundschaft wird in dieser Geschichte auf eine harte Probe gestellt. Einer von ihnen soll ein Mörder sein. Christoph Poschenrieder schält wie eine Zwiebel diese Geschichte. Seite um Seite, Interview um Interview wird die Geschichte zerlegt und am Ende stellt sich die zentrale Frage. Die Art und Weise, wie der Autor die Geschichte erzählt, ist vielleicht etwas ungewöhnlich, aber sehr gut und interessant. Vieles scheint sich zu wiederholen, aber durch die verschiedenen Perspektiven kommen immer wieder neue Details hinzu, die ein verschwommenes Bild klarer werden lassen. Und doch gibt es immer wieder und auch nach 15 Jahren immer noch die Zweifel. Was hat man übersehen? Oder besser, wollte man manches vielleicht übersehen, weil man doch Freunde war? Trotz aller Zweifel steht für die Freunde, die jetzt 15 Jahre später nicht mehr eng befreundet sind, fest, dass ihre Aktionen, ihre Loyalität zu dem Freund richtig und wichtig war, auch wenn der nagende Zweifel geblieben ist. Ein interessantes Buch, das sich wunderbar lesen lässt und zum Nachdenken anregt.

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