Buch des Jahres in: NEW YORKER, HARPER'S BAZAAR, DAILY MAIL, BBC, HUFFINGTON POST
»Einer der originellsten Vampirromane seit Langem.« New York Times Book Review • • Lydia hat Hunger. Seit sie denken kann, sehnt sie sich nach Sashimi, Ramen oder Onigiri mit saurer Pflaumenfüllung. Doch das einzige, was sie wirklich zu sich nehmen kann, ist Blut: Lydia ist ein Vampir und fühlt sich fremd unter den Menschen. Nach dem Auszug aus der Wohnung ihrer Mutter in ein Künstlerloft muss Lydia feststellen, dass vieles schwieriger ist als erwartet. Da sind die hippen Leute in der Galerie, in der sie ein Praktikum macht, die seltsamen Männer, die ihr Avancen machen, und Ben, ein junger Künstler, für den sie Gefühle entwickelt. Lydia weiß, dass Menschen ihre natürliche Beute sind, aber sie will ihrem Verlangen nicht nachgeben. Wie soll Lydia existieren in einer Welt, die nicht für Wesen wie sie gemacht zu sein scheint? Für welchen Weg auch immer sie sich entscheiden wird, zunächst einmal muss sie essen.
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Bewertung
5/5
30.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Endlich!
Ich liebe gute Vampirliteratur seit meiner Jugend. Von Bram Stoker bis Anne Rice und auch Stephanie Meyer habe ich gelesen. Letztere hat meiner Meinung nach dem Genre erheblichen Schaden zugefügt weil fast alles was danach folgte langweiliger Romanz-Kitsch war, der immer wie voneinander abgeschrieben wirkte.
"Die Hungrige" hatte endlich eine neue, originelle Handlung und steht metaphorisch für das Erleben des Frauseins und auch das Thema Essstörungen wird durch das Vampir sein metaphorisch angeschnitten. Ich mochte auch das die Handlung im Kunstbetrieb spielte.
Bewertung
5/5
24.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Eine einsame Vampirin in der Welt der Kunst
Lydia, eine junge Frau und Vampirin, verlässt ihre Mutter und zieht in ein Künstleratelier, um zukünftig ihr eigenes Leben zu führen. Dies stellt sich jedoch schwieriger dar als gedacht, denn nicht nur ist Lydia einsam, sie hat auch großen Hunger. Doch wo das Blut hernehmen, wenn die Metzgerei des Vertrauens, die einen bisher mit Schweineblut versorgt hat, nicht mehr existiert?
Lydia, die fortan versuchen muss, sich ohne die Hilfe ihrer Mutter zu ernähren, würde sowieso viel lieber wie die Menschen essen, deren "What I eat in a day"-Videos sie sich täglich ansieht. Besonders gelungen ist der Autorin dabei, diese Sehnsucht in ihrer ganzen Dimension spürbar zu machen, denn Lydia sehnt sich nicht nur nach japanischem Essen, sondern nach einer Verbindung zu ihrem verstorbenen Vater, nach dem Menschsein im Allgemeinen und den tiefgehenden Beziehungen, die ihr aufgrund ihrer Natur verwehrt bleiben. Neben dem Essen nimmt auch die Kunst eine übergeordnete Rolle in diesem Roman ein. In ihren einsamsten Momenten ist es die Kunst, die die Protagonistin tröstet, was in Kontrast steht zu ihrem Praktikum in einer Kunstgalerie, das sie desillusioniert zurücklässt, was ihre Zukunft als Künstlerin betrifft.
Dieser Roman empfiehlt sich gleichermaßen für Liebhaber der Kunst, Literatur und Kulinarik und alle, die Lust auf eine unkonventionelle, moderne Vampirgeschichte haben!
Morten
5/5
22.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Unbedingt lesen!
So so gut geschrieben...ganz kreativ, außergewöhnlich, es verschlägt mir die Sprache! Der Autorin Gott sei Dank nie, es ist eine Wucht! Dabei sowohl subtil, als auch an Stellen sehr ausbrechend! Ein ganz toller Vampir-Roman!
miriam.cologne
4/5
03.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Wunderbar subtile Coming-of-Age-Geschichte
Ich glaube, egal was man bei diesem Buch erwartet, man bekommt doch etwas anderes. Oberflächlich ist es so einfach: Lydia hat gerade das College abgeschlossen und ist jetzt das erste Mal auf sich allein gestellt. Sie träumt davon, so zu sein, wie alle anderen, aber Lydia ist ein Vampir, sie ernährt sich von Blut. Weil das nur schwierig aufzutreiben ist, hat sie Hunger, ständig. Sie träumt von Essen und wird schwächer. Der Fokus des Buches liegt aber gar nicht so sehr darauf, vielmehr nimmt die Autorin Lydias Situation zum Anlass, über das Erwachsenwerden zu schreiben, über die Schwierigkeit, sich in einer Welt zurecht zu finden, in die man einfach nicht reinpasst. Wie es ist, hungrig zu sein, nach neuen Erlebnissen, aber immer wieder ausgebremst zu werden. Das Buch ist recht langsam erzählt, erwartet also keine große Vampir-Action, sondern stille, atmosphärische Passagen, in denen Lydia darüber nachdenkt, was sie gerne wäre oder hätte, aber nicht weiß, wie sie das erreichen soll. Ich fand es großartig, wie all die Gefühle und wichtigen Fragen so subtil, in dieser kleinen Geschichte untergebracht werden. Wer viel Handlung mag, sollte dies hier aber auslassen.
Bewertung
aus Oberursel
4/5
06.05.2024
Buch (Taschenbuch)
hatte was
Ein Vampirbuch. Eigentlich so gar nicht mein Genre. Und auch das Cover finde ich tatsächlich echt schlimm, und die Kombi mit dem grellen Pink….aber okay, ich fand, der Inhalt hörte sich vielversprechend an: es geht um eine junge Vampirin im heutigen London. Ist ja mal was anderes, „Einer der originellsten Vampirromane seit Langem“, sagt die New York Times. Und ich muss sagen: da hat sie recht. Das war es definitiv.
Ein paar Worte mehr zum Inhalt: wir sind hier bei Vampirmädel Lydia, Anfang 20 etwa, die in London lebt. Ihre Mutter, ein paar Jahrhunderte älter, wird langsam dement und wird ins Altersheim verfrachtet. Einen Papa gibt es nicht mehr, der war ein Mensch, ein Künstler, aber starb schon vor Lydias Geburt. Lyd, wie sie genannt wird, ist also sozusagen mit einer alleinerziehenden Mutter aufgewachsen. Mutter und Tochter führten gemeinsam ein sehr unauffälliges, menschennahes Leben – was oftmals ein kleines Problem darstellte, so in Alltagsfragen beispielsweise, ernährungstechnisch gesehen ……
Eigentlich begleiten wir im ganzen Roman die Ich-Erzählerin Lyd nur ein paar kurze Tage, nachdem sie ihre Mutter ins Heim gebracht hat und selbst in ein Atelier zieht, um einen Praktikumsplatz in einer Galerie anzutreten. Ein paar ganz normale Tage im Leben einer jungen Frau, die das College hinter sich hat und ihre ersten Schritte ins eigene Leben tut – wenn, nur ja wenn sie kein Vampir wäre.
Und so wahnsinnig viel passiert in diesen paar Tagen auch nicht, aber Lyd betreibt sehr viel Innenschau und berichtet aus ihrem Leben und dem ihrer Mom. Vom Kampf, gerne menschlich sein zu wollen. Vom Kampf, irgendwie nirgends dazu zu gehören. Von Ben, dem jungen Künstler, den sie gar so attraktiv findet. Und vom Hunger, diesem ständigen Hunger nach Blut, und der dämonischen Seite in ihr, die im Kampf mit ihrer menschlichen Seite liegt…..
Mein Leseeindruck: Es lies sich hier relativ langsam alles an, und tatsächlich habe ich eine Weile gebraucht, um mich „warm zu lesen“. Ich dachte oftmals, Mensch, irgendwie passiert hier sehr wenig, und hey, Lydia, du bist ein Vampir, komm mal in die Pötte! Sei nicht so menschlich-depressiv, was stimmt mit dir nicht? Aber unmerklich hat das Ganze Fahrt für mich aufgenommen. Lydias Lebensgeschichte fand ich dann doch ganz spannend. Mich hat das alles auch ein wenig an Anne Rices „Interview mit einem Vampir“ erinnert. Ganz andere Story, aber so von der Struktur einer Lebensbeichte her doch ähnlich.
Ja, das Buch hat was. Ganz nebenbei werden auch noch ein paar aktuelle Themen verarbeitet: Lydias Chef in der Galerie ist super creepy und stellt den jungen Praktikantinnen nach (okay, irgendwann landet er an der falschen Adresse damit), und dass Praktikanten generell recht gut ausgebeutet werden, dass muss auch ein Vampir erfahren.
Kleiner Spoiler: am Ende kommt Lydia doch noch in Wallung .
Kritikpunkt nebenbei: Dieses unsägliche Gendern. Ist nur insgesamt 3 mal passiert, dass diese unsäglichen Genderpunkte aufgetaucht sind (z. Bsp. S. 135 sinniert Lyd über Junge Künstler:innen – was soll das?), aber das waren schon 3 mal zu viel für mich. Das hier ist ein aus dem Englischen übersetzter Roman, einer Sprache, in der nicht gegendert wird, wie kommt man auf die Idee, bei einer Übersetzung diese Genderei einbauen zu müssen? Ich wiederhole mich, unsäglich. Ich hätte den Roman im Original lesen sollen, das habe ich mir in letzter Zeit des Öfteren gedacht, damit umgehe ich diesen Mist.
Mein Fazit: Ich habe etwas Anlaufzeit gebraucht, bin aber dann echt eingetaucht in die Geschichte. Wer mal Lust auf was komplett Anderes hat: bitte lesen !
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