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Wir, wir, wir Roman | Eine Coming-of-age-Geschichte: »The Virgin Suicide« meets »The Florida Project« und Mary Gaitskills »Bad Behaviour« | »Das spannendste Debüt der Saison.« Vogue

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24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.10.2023

Verlag

Ecco Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,8/12,5/2,2 cm

Gewicht

314 g

Farbe

Bordeaux

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Brutes

Übersetzt von

Heike Reissig

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7530-0091-6

Beschreibung

Rezension

Ohne je explizit werden zu müssen, demonstriert Tate, was für fatale Folgen schiefe Vorstellungen von Liebe, Sex und Geborgenheit haben können [...]. ("Kulturnews")
Eine mysteriöse Atmosphäre voller unterschwelliger Bedrohung erzeugt die junge Autorin Dizz Tate in ihrem Debütroman ›Wir, wir, wir‹. ("SRF Literaturclub")
Es ist sehr, sehr raffiniert gemacht. Es ist extrem clever gemacht und ich muss sagen, ich war ziemlich beeindruckt von dem Buch. ("SRF Literaturclub")
Der Roman steckt voller feiner Beobachtungen und Zartheit. […]. Es gelingt ihr, einen fiebrigen Schwebezustand herzustellen […]. ("Deutschlandfunk Kultur Studio 9")
Mit ihrem Roman ›Wir, wir, wir‹ ist der US-amerikanischen Autorin Dizz Tate ein atmosphärisches Debut gelungen – eine irritierende und zugleich fesselnde Lektüre. ("SWR2 lesenswert")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.10.2023

Verlag

Ecco Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,8/12,5/2,2 cm

Gewicht

314 g

Farbe

Bordeaux

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Brutes

Übersetzt von

Heike Reissig

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7530-0091-6

Herstelleradresse

Ecco
Valentinskamp 24
20354 Hamburg
DE

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  • MarieOn

    5/5

    25.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte mit Sogwirkung

    Leila, Britney, Jody, Hazel, Isabel und Christian sind dreizehn Jahre jung und gehören zusammen. Alle tun was Leila sagt, meistens. Ihre Väter sind weg, ihre Mütter einsam. Deswegen hängen sie immer zusammen ab. Keine von ihnen ist gern allein. Wenn sie ihre Mütter zum Heulen bringen wollen, benehmen sie sich wie Männer. Wir waren clever. Wir lasen die Bibel, kannten alle Märchen und schauten Nachrichten. Von unseren Müttern hatten wir gelernt, uns nicht für dumm verkaufen zu lassen. Wir wussten, dass uns in dieser Welt nichts geschenkt wird. Wir wussten, dass Liebe Übung erfordert, und wir waren wild entschlossen, uns die Zeit zu nehmen. S. 32 Sie klauen ihren Müttern Wodka und betrinken sich, um nichts fühlen zu müssen. Das Trinken härtet sie ab, bringt sie zum Lachen, lässt das Wilde wieder aufflackern. Zu sechst umkreisen sie Sammy aus der Oberstufe, wie die Erde die Sonne. Denn Sammy ist die Schönste, sie hat Stil und sie ist cool. Sie hängt immer mit Mia rum, das scheint ihr zu reichen. Die sechs fixieren die beiden, ahmen sie nach und bleiben doch voller Selbstzweifel, nicht gut genug zu sein. Durchschnitt. Dabei will jede von ihnen diejenige sein, die am meisten geliebt wird. Wir sind hässlich. Doch das wussten wir schon. Wir sind ungewollt. Das wussten wir auch schon. Sie nannten uns Monster. S. 128 Sammy feiert ihren Geburtstag hinter der Mauer. Da, wo auch Mia wohnt. Die sechs sind auf die Ruine geklettert und schauen dem Treiben zu. Alle springen herum, bewerfen sich mit Wasserbomben, stecken sich die wabbeligen Kugeln in die BHs und rennen hintereinander her. Plötzlich steht Sammy auf dem Balkon, sie hat sich die langen Haare abrasiert, krass. Und dann verschwindet sie. Fazit: Eieiei, was für eine Geschichte. Im prüden, moralischen, doppelzüngigen Amerika, glaubt eine Mädchenclique an den “American way of live”. Wenn du eine Frau bist, musst du entweder Schönsein, Tanzen, oder Singen können. Dann wirst du auf einer Castingshow entdeckt und gewinnst den Hauptpreis. Alle lieben und bewundern dich, man segnet dich mit Reichtum. Dann kommt man aus diesem Kaff raus und endet nicht, wie die Mutter. Die Autorin hat ein feines Gespür und eine besondere Beobachtungsgabe. Sie zeigt, wie narzisstisch und manipulativ die Mädchen, in dieser Umgebung geworden sind. Die Geschichte entwickelt einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Zwischenzeitlich verschwimmt die Wirklichkeit und es wirkt , wie in einem luziden Traum. Zum Ende hin, sind einzelne Kapitel, einem der Mädchen gewidmet und zeigt sie als erwachsene Frau, was aus ihr geworden ist und wie sie in der Rückschau, ihre Sicht darstellt. Das Ende war für mich, wie ein Schlag ins Gesicht. Ich wünsche diesem gekonnten Debüt viele Leser.

  • J. Kaiser

    4/5

    09.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geht unter die Haut

    Bewogen dieses Buch zu lesen hat mich das Cover. Falls Landing ist ein kleiner Ort in Florida. Dieser ist von Freizeitparks, Sumpfgebieten und von der Sonne ausgetrockneten Pflanzen. Da ist die Clique von 13 jährigen Mädchen die um Sammy herum kreisen. Sie ist die Tochter des Priesters. Sie ist älter und alles, was die Mädchen auch wollen. Sie ist beliebt, schön, mysteriös und mit einem der coolen Jungs zusammen. Sammy übt auf die Clique eine hypnotisierende Faszination aus. Bis sie spurlos verschwindet. Es ist eine wunderschöne und doch seltsame Geschichte, die man liest. So voller Grausamkeit und Sehnsucht. Man merkt, dass nach dem Verschwinden von Sammy in der Clique sich Risse öffnen. Eine sehr eindrückliche Schilderung wird hier abgebildet wie man in der Jugend Bande knüpft und der Moment, in dem diese zerreissen. Für mich eine Geschichte die mir sehr unter die Haut ging. Empfehlenswertes Buch.

  • Lust_auf_literatur

    4/5

    08.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Roman, so verwirrend und verstörend wie ein Fiebertraum.

    Ich lese unglaublich gerne zeitgenössische Literatur aus den USA, deswegen musste „Wir, wir, wir“ unbedingt auf meine Leseliste. Der Roman spielt in den ländlichen Sumpflandschaften Floridas und spiegelt die Atmosphäre dieser faszinierenden und heißen Gegend. Ein Roman, so verwirrend und verstörend wie ein Fiebertraum. Genauso verstörend kann das Leben einer jungen Teengarin sein. Eine eng verbundene Clique aus Freundinnen (und Christian) ist vereint durch ähnliche Träume, Sehnsüchte, Sorgen und Probleme im Elternhaus. Ihr Denken ist so eng miteinander verwoben, dass die Gruppe gedanklich und erzähltechnisch als Kollektiv auftritt. Ein Mädchen in der Kleinstadt steht außerhalb dieses Kreises. Sammy ist älter, cooler, bei den Jungs beliebt und vor allem irgendwie anders und steht im Zentrum der Obsession der jüngeren Mädchen. Jeder von Sammy’s Schritten wird von ihnen beobachtet. Bis Sammy eines Tages verschwindet. Die Suchaktionen bleiben ohne Erfolg. Mich fasziniert die Erzählstruktur des Romans und sie übt eine starke Sogwirkung auf mich aus. Während die Zeitebene zum Zeitpunkt des Verschwindens von Sammy aus der kollektiven „Wir, wir, wir“ Perspektive erzählt wird, spaltet sich die Perspektive auf der Zeitebene ein paar Jahre später, in die der einzelnen Individuen auf. Ich lese welche Erwachsenen aus Hazel, Brittney und den anderen geworden ist und höre ihre indivuelle Stimme und ihr Blick auf die Ereignisse. Ich frage mich, zu welchem Zeitpunkt das Kollektiv auseinander gebrochen ist und warum. Immer schneller und tiefer zieht mich Dizz Tate in ihre Geschichte. Sie schafft eine unglaublich atmosphärische Spannung, die auf Grund surrealer Erzählelemente nur schwer konkret zu greifen ist. Ich kann mich dem fast wahnhaften Sog nicht entziehen und folge Tate gerne immer weiter in den Sumpf aus schmutzigen Seewasser, Erinnerungen und Vergangenheit. Durch die unausgesprochenen, verdrängten Wahrheiten fühlen sich die jungen Frauen bis in ihre Gegenwart beschmutzt. „Plötzlich kommt uns die düstere Erkenntnis, dass es niemals möglich ist, einander zu sagen, was man meint, dass es niemals zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Worte geben wird, um uns zu retten, und dass Zeit nur eine Kraft ist, die uns zu unserem nächsten Fehler treibt.“ Du ahnst es vielleicht schon, dieser Debütroman hat mir wieder richtig gut gefallen. Tate hat mit ihrem starken und eindringlichen Schreibstil einen interessant konstruierten Roman geschaffen, der mich komplett in seinen Bann gezogen hat. Eine neue US amerikanische Autorin, von der ich gerne noch mehr Romane lesen möchte!

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