Zwielicht 18 bietet die gewohnte Mischung aus Kurzgeschichten, Übersetzungen und Artikeln.
Zwielicht - das deutsche Horrormagazin
Dämmriges Licht, verschwommene Konturen. Die Realität hat einen Riss. Aus ihr heraus treten die unterschiedlichsten Geschichten:
Zum Nachdenken anregend, beängstigend, erschreckend.
Das Titelbild ist von Björn Ian Craig.
Geschichten:
Tobias Lagemann - Rot und rostig
Christian Blum - So schreiten keine ird’schen Weiber
Arthur Machen - Das Ritual (1937)
Lisa-Katharina Hensel - Der Schatten
Michael Tillmann - Reihen von Spukhäusern wie Traumlandschaften
Algernon Blackwood - Der kleine Bengel (1919)
Julia A. Jorges - Zweierlei Blut
Karin Reddemann - Merkwürdig
Laurence Kirk - Dr. Macbeth (1940)
Erik Hauser - Der Allesschluck
Achim Stößer - Die kleine Schwester des Todes
Jasper Nicolaisen - Wunsch nach Freundschaft mit den Anglern
Lennox Lethe - Die Nächste in der Reihe
Winston K. Marks - Die Körperformer kommen! (1955)
Edward Frederic Benson - Die Schritte (1926)
Émile Erckmann und Alexandre Chatrian - Die Bienenkönigin (1862)
H.G. Wells - Der graue Mann (1895)
Artikel:
Karin Reddemann - Oh eile, Katze, eil' herbei, und hilf mir bei der Zauberei!
Jo Piccol - Exotik, Erotik und Exzess
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Ramona Schroller
aus Klein Rönnau
5/5
25.10.2023
Buch (Taschenbuch)
Alles was das Herz begehrt
Das Magazin Zwielicht geht in die 18, Runde, und was für eine! Die Anthologie wartet mit allem auf, was man sich vorstellen kann. Horror und Grusel vom Feinsten, zwei gute Artikel, die das ganze abrunden. Von Neu-Autor zum Klassiker ist alles vertreten. Wer wirklich gute, überwiegend deutsche Phantastik lesen möchte, der ist hier gut aufgehoben.
Doch im einzelnen:
Tobias Lagemanns Geschichte ist nicht Alt und Rostig, nein. Aber das Mittel seiner Wahl ist es, und erschreckt noch dazu die heimische Jugend bis ins Mark. Ein gelungener Auftakt, der den Ton für den Rest des Buches gibt.
Christian Blum weiß, So schreiten keine ird'schen Weiber. Nein, tun sie nicht. Aber nicht alles ist irdisch, was daherkommt, oder doch? Leg dich nie an mit denen, die vor uns kamen, das könnte böse ausgehen. Böse Geschichte, im positiven Sinne.
Mit Arthur Machen gibt es dann auch gleich den ersten Klassiker mit seiner Kurzgeschichte Ritual. Wir bleiben hier im gleichen Tenor, oder ist es ein anderer? Auf jeden Fall aber zeigt sich hier die Macht der Suggestion.
Lisa-Katharina Hensel sucht nicht Den Schatten, aber sie erzählt davon. Ihre Protagonistin hat mit den Nachwirkungen einer Organtransplantation zu kämpfen - auf die etwas andere Art. Etwas vorhersehbar, aber gut geschrieben.
Michael Tillmann berichtet von den Reihen von Spukhäusern wie Traumlandschaften und setzt seinen Protagonisten inmitten von ihnen aus. Ein Highlight der Anthologie!
Der nächste Klassiker findet sich mit Algemon Blackwoods Der Bengel. Für die damalige Zeit mag sie gruselig sein, für mich hier und heute war sie eher herzerwärmend. Eine schöne kleine Geistergeschichte.
Julia A. Jorges hat nicht Zweierlei Blut, zumindest hoffe ich das. Mit Lovecraft'schen Monstern an der Nordsee ist sie sicherlich nicht die erste. Aber die erste, die mich zumindest mit einem Plottwist überraschen konnte. Sehr gut geschriebener Horror, der sich allmählich in die Realität ergiest.
Karin Reddermann findet ihre Geschichte Merkwürdig, oder so zumindest findet ihr Protagonist die neue Diät seiner Frau. Herrlicher schwarzer Humor vom Feinsten, der den meinen genau getroffen hat. Daher: Highlight!
Und wieder ein Klassiker, zudem einer, den ich vorher nicht kannte. Laurence Kirk war mir bisher kein Begriff. Seine Geschichte Dr. Macbeth ebenfalls nicht. Oh, wie oft hatte ich während der Lektüre Margaret Rutherford vor Augen! Herrlich!
Erik Hauser erzählt vom Allesschluck. Was sich so alles in finsteren Kellern einnisten kann ist wirklich phantastisch. Wie der Untertitel sagte: Eine Geschichte für BÖSE Kinder.
Achim Stößer erzählt von Der kleinen Schwester des Todes und entführt den Leser in eine zukünftige Welt, in der Weltraumforscher vor eine unmögliche Wahl gestellt werden. Gut geschrieben, guter Plot, überraschende Wendung und damit das dritte Highlight.
Jasper Nicolaisen hat den Wunsch nach Freundschaft mit den Anglern. Das war einmal ein vollkommen anderes Herangehen an die Großen Alten, noch dazu eines, das ich sehr geschätzt habe, denn damit rechnete ich wahrlich nicht. Highlight Nummer 4.
Lennox Lethe ist Der Nächste in der Reihe und berichtet über eine Achterbahn auf einem Rummel. Die war böse und gut! Ich liebe solche schwarzen Nettigkeiten, wenn ich auch sicherlich nie wieder eine Achterbahn betreten werde, vor allem nicht die letzte Reihe.
Ein weiterer Klassiker wartet auf mit Winston K. Marks, von dem ich ebenfalls noch nie etwas gehört hatte. Umso mehr amüsierte ich mich über seine Geschichte Die Körperformer kommen!
Mit Edward Frederic Besnon folgt sofort der nächste Klassiker. Seine Geschichte Die Schritte berichten über einen skrupellosen Geschäftsmann im kolonialen Ägypten, der mehr bekommt, als er sich dachte. Viel mehr. Am Ende dachte ich nur: Ausgleichende Gerechtigkeit.
Émile Erckmann und Alexandre Chatrian sind weitere Klassiker. Ihre Geschichte Die Bienenkönigin berichtet von einem Wanderer, der in den schweizer Bergen in einem Chatot strandet. Ein paar Gottesbezeugungen weniger hätten es für mich alte Hexe auch getan. Mir persönlich ist diese Geschichte ein wenig zu zuckersüß.
Den Abschluss des Geschichten-Teils bildet kein anderer als H.G. Wells mit Der graue Mann. Irgendwie düster, wie er hier die Zukunft schildert, und bedrückend.
Zum Abschluss erwarten den Leser noch zwei Artikel:
Karin Reddermann schreibt einen kurzen Abriss über die Geschichte unserer felinen Freunde, womit sie bei mir natürliche offene Türen einrennt. Neues habe ich dem Artikel leider nicht entnehmen können, aber er war gut und flüssig geschrieben und sehr informativ.
Jo Piccol schreibt über Hanns Heinz Ewers und seine doch früher sehr kontroversen Geschichten und sein nicht minder schillerndes Leben. Dort fand ich einiges über den verstorbenen Autoren, was ich noch nicht wusste, ich gebe allerdings auch zu, dass ich mich noch nicht sehr ausführlich mit Ewers beschäftigt habe. Ein wenig langatmig, aber definitiv informativ.
Eine gelungene Zusammenstellung diverser Autoren, ob alt oder neu. Eine Anthologie oder ein Magazin, je nachdem, wie man es sehen möchte, das sich lohnt, im Bücherregal zu haben.
ech
aus Bochum
4/5
11.12.2023
Buch (Taschenbuch)
Gelungenes Horrormagazin mit 17 abwechslungsreichen Geschichten und 2 interessanten Artikeln
In der inzwischen bereits 18. Ausgabe der Reihe Zwielicht haben die beiden Herausgeber Achim Hildebrand und Michael Schmidt erneut eine abwechslungsreiche Sammlung an Kurzgeschichten und Artikeln aus den Bereichen Horror und phantastische Literatur zusammengestellt.
In insgesamt 17 Kurzgeschichten wird ein gelungener Querschnitt der Möglichkeiten, den dieses Genre bietet, abgebildet, so dass jeder Liebhaber hier die eine oder andere Geschichte ganz nach seinem Geschmack finden sollte. Darunter befinden sich nicht nur neue Geschichten, sondern auch ein paar ältere Beiträge aus den Jahren 1895 bis 1955, die aber kein bisschen angestaubt rüberkommen. Meine persönlichen Favoriten waren die Geschichten von Christian Blum, Lisa-Katharina Hensel, Julia A. Jorges, Karin Reddemann und Lennox Lethe. Aber auch die übrigen Geschichten konnten mich gut unterhalten, echte Ausreißer nach unter gab es hier für mich nicht.
Neben den Geschichten befinden sich in dem Buch noch zwei Essays. Zum einen beschäftigt sich Karin Reddemann in ihrem Beitrag mit der Rolle der Katzen in der Geschichte und in der Literatur. Und dann bringt uns Jo Piccol den mir bislang unbekannten deutschen Autor Hanns Heinz Ewers näher und kann dabei durchaus neugierig auf dessen Schaffen machen.
Weitere Informationen zu den an diesem Buch beteiligten Autoren dürfen am Ende des Buches natürlich nicht fehlen.
Auch mein inzwischen viertes Buch aus der Zwielicht-Reihe konnte mich wieder gut unterhalten und wird mit Sicherheit nicht mein letztes bleiben.
ech
aus Bochum
4/5
11.12.2023
Buch (Taschenbuch)
Gelungenes Horrormagazin mit…
Gelungenes Horrormagazin mit 17 abwechslungsreichen Geschichten und 2 interessanten Artikeln In der inzwischen bereits 18. Ausgabe der Reihe Zwielicht haben die beiden Herausgeber Achim Hildebrand und Michael Schmidt erneut eine abwechslungsreiche Sammlung an Kurzgeschichten und Artikeln aus den Bereichen Horror und phantastische Literatur zusammengestellt. In insgesamt 17 Kurzgeschichten wird ein gelungener Querschnitt der Möglichkeiten, den dieses Genre bietet, abgebildet, so dass jeder Liebhaber hier die eine oder andere Geschichte ganz nach seinem Geschmack finden sollte. Darunter befinden sich nicht nur neue Geschichten, sondern auch ein paar ältere Beiträge aus den Jahren 1895 bis 1955, die aber kein bisschen angestaubt rüberkommen. Meine persönlichen Favoriten waren die Geschichten von Christian Blum, Lisa-Katharina Hensel, Julia A. Jorges, Karin Reddemann und Lennox Lethe. Aber auch die übrigen Geschichten konnten mich gut unterhalten, echte Ausreißer nach unter gab es hier für mich nicht. Neben den Geschichten befinden sich in dem Buch noch zwei Essays. Zum einen beschäftigt sich Karin Reddemann in ihrem Beitrag mit der Rolle der Katzen in der Geschichte und in der Literatur. Und dann bringt uns Jo Piccol den mir bislang unbekannten deutschen Autor Hanns Heinz Ewers näher und kann dabei durchaus neugierig auf dessen Schaffen machen. Weitere Informationen zu den an diesem Buch beteiligten Autoren dürfen am Ende des Buches natürlich nicht fehlen. Auch mein inzwischen viertes Buch aus der Zwielicht-Reihe konnte mich wieder gut unterhalten und wird mit Sicherheit nicht mein letztes bleiben.
rewareni
aus wien
4/5
02.12.2023
Buch (Taschenbuch)
Horrorgeschichten
Die Herausgeber Michael Schmidt und Achim Hildebrand bieten in der 18. Zwielicht Ausgabe wieder einmal eine bunte Mischung an verschiedenen mehr oder weniger gruseligen Geschichten.
In 17 Horrorgeschichten wird man unter anderem ins weite Weltall entführt, wo vielleicht nicht jeder die Reise überlebt oder eine besondere Achterbahnfahrt, bei der man wohl nicht gerne einsteigen möchte.
Das schöne an dem Horrormagazin ist immer wieder, dass auch bekannte und unbekannte Autoren von früher ihren Platz darin finden. So wie z.b ,, Die Körperformer kommen“ von Winston K. Marks aus dem Jahr 1955. Eine herrlich abgedrehte und witzige Geschichte, die der Protagonist aber nicht so lustig am Ende findet.
Unheimliche, berührende und gruselige Geschichten findet man darin genauso wie humorvolle und übersinnliche.
Am Ende gibt es zwei interessante Artikel, die das Magazin wieder gut abrunden, sowie eine Vita der Autoren.
Das Titelbild ist von Björn Ian Craig und passt wieder einmal wunderbar in die Zwielicht Reihe.
rewa
aus wien
4/5
02.12.2023
Buch (Taschenbuch)
Die Herausgeber Michael…
Die Herausgeber Michael Schmidt und Achim Hildebrand bieten in der 18. Zwielicht Ausgabe wieder einmal eine bunte Mischung an verschiedenen mehr oder weniger gruseligen Geschichten. In 17 Horrorgeschichten wird man unter anderem ins weite Weltall entführt, wo vielleicht nicht jeder die Reise überlebt oder eine besondere Achterbahnfahrt, bei der man wohl nicht gerne einsteigen möchte. Das schöne an dem Horrormagazin ist immer wieder, dass auch bekannte und unbekannte Autoren von früher ihren Platz darin finden. So wie z.b ,, Die Körperformer kommen“ von Winston K. Marks aus dem Jahr 1955. Eine herrlich abgedrehte und witzige Geschichte, die der Protagonist aber nicht so lustig am Ende findet. Unheimliche, berührende und gruselige Geschichten findet man darin genauso wie humorvolle und übersinnliche. Am Ende gibt es zwei interessante Artikel, die das Magazin wieder gut abrunden, sowie eine Vita der Autoren. Das Titelbild ist von Björn Ian Craig und passt wieder einmal wunderbar in die Zwielicht Reihe.
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