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Das geheime Leben der Eule

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.11.2023

Abbildungen

22 schw.-w. Abbildungen, Erstmals im Taschenbuch,, schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

18,7/12/1,7 cm

Gewicht

136 g

Farbe

Dunkellila / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Secret Life of the Owl

Übersetzt von

Sofia Blind

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6711-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.11.2023

Abbildungen

22 schw.-w. Abbildungen, Erstmals im Taschenbuch,, schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

18,7/12/1,7 cm

Gewicht

136 g

Farbe

Dunkellila / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Secret Life of the Owl

Übersetzt von

Sofia Blind

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6711-0

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

Email: [email protected]

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"Nature Writing" vom Feinsten

Zauberberggast aus München am 14.10.2024

Bewertungsnummer: 2316633

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Engländer John Lewis-Stempel (geb. 1967) ist zurecht einer der renommiertesten “Natur-Schriftsteller” unserer Zeit. Er lebt als Landwirt und Autor in England und Frankreich und teilt seine preisgekrönten Naturbeobachtungen seit Jahren mit einer immer weiter wachsenden Fangemeinde.  In “Das geheime Leben der Eule” (übersetzt von Sofia Blind) wendet sich der Autor eben jener ornithologischen Spezies zu, die die Menschen schon seit Jahrtausenden fasziniert. Eulen zu begegnen ist nicht einfach, denn die meisten Arten leben und jagen, während wir Menschen schlafen. John Lewis-Stempel aber leitet sein Buch mit “Old Brown” ein, einer Eule, die auf seinem Land lebt: “Der Waldkauz im Drei-Morgen-Wald gleitet manchmal über meinen Kopf hinweg, wenn er seine Abendrunde dreht. [...] Wenn er im Dunkeln über mich hinwegfliegt, ist er nur ein Hauch, eine unsichtbare Präsenz.” (S. 11) Eulen haben etwas Mystisches an sich - wahrscheinlich weil sie so wenig greifbar für den Menschen sind, sich seiner Anwesenheit entziehen. Nicht umsonst galten Eulen in vielen Kulturen als Todesboten, aber auch als Symbole von Weisheit, wie es der Autor im Kapitel “Eulen und Menschen” ausführt. Mit sehr viel Bewunderung und Respekt berichtet Lewis-Stempel über die “Strigidae”, die größeren Eulenarten und die “Tytonidae”, die kleineren Arten. Nacheinander werden die unterschiedlichen, in Europa heimischen Eulen, in kurzen Kapiteln vorgestellt: Schleiereule - Waldkauz - Schneeeule - Steinkauz - Sumpfohreule - Waldohreule - Uhu. Die seltenen Arten werden nur in einem kurzen Abschnitt erwähnt: Zwergohreule - Sperbereule - Raufußkauz. Wir lernen etwas darüber, wie diese Eulen jagen, nisten, leben und wie ihr Bestand ist. Auch eine kulturgeschichtliche Einordnung der einzelnen Arten nimmt er vor. Obwohl hier - wie es sich für ein gutes Sachbuch gehört - viel Sachwissen vermittelt wird, kommt das niemals dröge oder verkopft rüber. Lewis-Stempel lebt und liebt sein Sujet, man könnte ihm stundenlang “zuhören”. Der Engländer John Lewis-Stempel (geb. 1967) ist zurecht einer der renommiertesten “Natur-Schriftsteller” unserer Zeit. Er lebt als Landwirt und Autor in England und Frankreich und teilt seine preisgekrönten Naturbeobachtungen seit Jahren mit einer immer weiter wachsenden Fangemeinde.  In “Das geheime Leben der Eule” (übersetzt von Sofia Blind) wendet sich der Autor eben jener ornithologischen Spezies zu, die die Menschen schon seit Jahrtausenden fasziniert. Eulen zu begegnen ist nicht einfach, denn die meisten Arten leben und jagen, während wir Menschen schlafen. John Lewis-Stempel aber leitet sein Buch mit “Old Brown” ein, einer Eule, die auf seinem Land lebt: “Der Waldkauz im Drei-Morgen-Wald gleitet manchmal über meinen Kopf hinweg, wenn er seine Abendrunde dreht. [...] Wenn er im Dunkeln über mich hinwegfliegt, ist er nur ein Hauch, eine unsichtbare Präsenz.” (S. 11) Eulen haben etwas Mystisches an sich - wahrscheinlich weil sie so wenig greifbar für den Menschen sind, sich seiner Anwesenheit entziehen. Nicht umsonst galten Eulen in vielen Kulturen als Todesboten, aber auch als Symbole von Weisheit, wie es der Autor im Kapitel “Eulen und Menschen” ausführt. Mit sehr viel Bewunderung und Respekt berichtet Lewis-Stempel über die “Strigidae”, die größeren Eulenarten und die “Tytonidae”, die kleineren Arten. Nacheinander werden die unterschiedlichen, in Europa heimischen Eulen, in kurzen Kapiteln vorgestellt: Schleiereule - Waldkauz - Schneeeule - Steinkauz - Sumpfohreule - Waldohreule - Uhu. Die seltenen Arten werden nur in einem kurzen Abschnitt erwähnt: Zwergohreule - Sperbereule - Raufußkauz. Wir lernen etwas darüber, wie diese Eulen jagen, nisten, leben und wie ihr Bestand ist. Auch eine kulturgeschichtliche Einordnung der einzelnen Arten nimmt er vor. Obwohl hier - wie es sich für ein gutes Sachbuch gehört - viel Sachwissen vermittelt wird, kommt das niemals dröge oder verkopft rüber. Lewis-Stempel lebt und liebt sein Sujet, man könnte ihm stundenlang “zuhören”. Ganz toll für Literaturliebhaber*innen sind die Gedichte, die sich zwischen den Kapiteln befinden und manchmal auch den sachlichen Text unterbrechen. In ihnen haben Dichtende wie Charles Baudelaire, Alfred Tennyson, Edward Lear, u.a., ihre Faszination für die Eule in unsterbliche Verse gebannt. Abseits von Gedichten haben Schriftsteller*innen schon seit jeher Eulen in ihre Texte aufgenommen, um ihnen eine mystische Komponente zu verleihen. Selbst Shakespeare nutzte die Eule, um symbolhaft auf Unheil oder unheimliche Vorgänge zu verweisen. Die Bücher von John Lewis-Stempel zu lesen ist Entschleunigung pur. Ich liebe Literatur bzw. literarische Fiktion, aber meist hat sie Menschen zum Thema. In diesem und den anderen Büchern von Lewis-Stempel stehen aber die Tiere und die Natur im Mittelpunkt. Wie befreiend ist es, zuweilen etwas zu lesen, was einfach nichts mit dem Menschlichen zu tun hat.  Wer “Nature Writing” liebt, der kommt an Lewis-Stempel nicht vorbei. Herausragendes Sachbuch für Eulen-Liebhaber:innen.

"Nature Writing" vom Feinsten

Zauberberggast aus München am 14.10.2024
Bewertungsnummer: 2316633
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Engländer John Lewis-Stempel (geb. 1967) ist zurecht einer der renommiertesten “Natur-Schriftsteller” unserer Zeit. Er lebt als Landwirt und Autor in England und Frankreich und teilt seine preisgekrönten Naturbeobachtungen seit Jahren mit einer immer weiter wachsenden Fangemeinde.  In “Das geheime Leben der Eule” (übersetzt von Sofia Blind) wendet sich der Autor eben jener ornithologischen Spezies zu, die die Menschen schon seit Jahrtausenden fasziniert. Eulen zu begegnen ist nicht einfach, denn die meisten Arten leben und jagen, während wir Menschen schlafen. John Lewis-Stempel aber leitet sein Buch mit “Old Brown” ein, einer Eule, die auf seinem Land lebt: “Der Waldkauz im Drei-Morgen-Wald gleitet manchmal über meinen Kopf hinweg, wenn er seine Abendrunde dreht. [...] Wenn er im Dunkeln über mich hinwegfliegt, ist er nur ein Hauch, eine unsichtbare Präsenz.” (S. 11) Eulen haben etwas Mystisches an sich - wahrscheinlich weil sie so wenig greifbar für den Menschen sind, sich seiner Anwesenheit entziehen. Nicht umsonst galten Eulen in vielen Kulturen als Todesboten, aber auch als Symbole von Weisheit, wie es der Autor im Kapitel “Eulen und Menschen” ausführt. Mit sehr viel Bewunderung und Respekt berichtet Lewis-Stempel über die “Strigidae”, die größeren Eulenarten und die “Tytonidae”, die kleineren Arten. Nacheinander werden die unterschiedlichen, in Europa heimischen Eulen, in kurzen Kapiteln vorgestellt: Schleiereule - Waldkauz - Schneeeule - Steinkauz - Sumpfohreule - Waldohreule - Uhu. Die seltenen Arten werden nur in einem kurzen Abschnitt erwähnt: Zwergohreule - Sperbereule - Raufußkauz. Wir lernen etwas darüber, wie diese Eulen jagen, nisten, leben und wie ihr Bestand ist. Auch eine kulturgeschichtliche Einordnung der einzelnen Arten nimmt er vor. Obwohl hier - wie es sich für ein gutes Sachbuch gehört - viel Sachwissen vermittelt wird, kommt das niemals dröge oder verkopft rüber. Lewis-Stempel lebt und liebt sein Sujet, man könnte ihm stundenlang “zuhören”. Der Engländer John Lewis-Stempel (geb. 1967) ist zurecht einer der renommiertesten “Natur-Schriftsteller” unserer Zeit. Er lebt als Landwirt und Autor in England und Frankreich und teilt seine preisgekrönten Naturbeobachtungen seit Jahren mit einer immer weiter wachsenden Fangemeinde.  In “Das geheime Leben der Eule” (übersetzt von Sofia Blind) wendet sich der Autor eben jener ornithologischen Spezies zu, die die Menschen schon seit Jahrtausenden fasziniert. Eulen zu begegnen ist nicht einfach, denn die meisten Arten leben und jagen, während wir Menschen schlafen. John Lewis-Stempel aber leitet sein Buch mit “Old Brown” ein, einer Eule, die auf seinem Land lebt: “Der Waldkauz im Drei-Morgen-Wald gleitet manchmal über meinen Kopf hinweg, wenn er seine Abendrunde dreht. [...] Wenn er im Dunkeln über mich hinwegfliegt, ist er nur ein Hauch, eine unsichtbare Präsenz.” (S. 11) Eulen haben etwas Mystisches an sich - wahrscheinlich weil sie so wenig greifbar für den Menschen sind, sich seiner Anwesenheit entziehen. Nicht umsonst galten Eulen in vielen Kulturen als Todesboten, aber auch als Symbole von Weisheit, wie es der Autor im Kapitel “Eulen und Menschen” ausführt. Mit sehr viel Bewunderung und Respekt berichtet Lewis-Stempel über die “Strigidae”, die größeren Eulenarten und die “Tytonidae”, die kleineren Arten. Nacheinander werden die unterschiedlichen, in Europa heimischen Eulen, in kurzen Kapiteln vorgestellt: Schleiereule - Waldkauz - Schneeeule - Steinkauz - Sumpfohreule - Waldohreule - Uhu. Die seltenen Arten werden nur in einem kurzen Abschnitt erwähnt: Zwergohreule - Sperbereule - Raufußkauz. Wir lernen etwas darüber, wie diese Eulen jagen, nisten, leben und wie ihr Bestand ist. Auch eine kulturgeschichtliche Einordnung der einzelnen Arten nimmt er vor. Obwohl hier - wie es sich für ein gutes Sachbuch gehört - viel Sachwissen vermittelt wird, kommt das niemals dröge oder verkopft rüber. Lewis-Stempel lebt und liebt sein Sujet, man könnte ihm stundenlang “zuhören”. Ganz toll für Literaturliebhaber*innen sind die Gedichte, die sich zwischen den Kapiteln befinden und manchmal auch den sachlichen Text unterbrechen. In ihnen haben Dichtende wie Charles Baudelaire, Alfred Tennyson, Edward Lear, u.a., ihre Faszination für die Eule in unsterbliche Verse gebannt. Abseits von Gedichten haben Schriftsteller*innen schon seit jeher Eulen in ihre Texte aufgenommen, um ihnen eine mystische Komponente zu verleihen. Selbst Shakespeare nutzte die Eule, um symbolhaft auf Unheil oder unheimliche Vorgänge zu verweisen. Die Bücher von John Lewis-Stempel zu lesen ist Entschleunigung pur. Ich liebe Literatur bzw. literarische Fiktion, aber meist hat sie Menschen zum Thema. In diesem und den anderen Büchern von Lewis-Stempel stehen aber die Tiere und die Natur im Mittelpunkt. Wie befreiend ist es, zuweilen etwas zu lesen, was einfach nichts mit dem Menschlichen zu tun hat.  Wer “Nature Writing” liebt, der kommt an Lewis-Stempel nicht vorbei. Herausragendes Sachbuch für Eulen-Liebhaber:innen.

Geräuschlos gleiten sie durch die Nacht

Marielle_liest am 23.07.2024

Bewertungsnummer: 2250884

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Old Brown ist ein Waldkauz und irgendwann kreuzen sich die Wege von ihm und John Lewis-Stempel – von da an immer wieder und so werden sie »gute Bekannte« (S.11). Darüber hinaus ist das Buch gespickt mit Eulenwissen, mit Poesie, mit Eulenarten, mit Sagen und Legenden und mit dem Zusammenleben zwischen Mensch und Vogel. Doch woher stammt eigentlich der Begriff Eule und warum bevorzugt sie die Nacht? Und wieso geht eine solche Faszination von diesen besonderen Vögeln aus? Das alles und noch mehr klärt der Autor im Buch »Das geheime Leben der Eule«. Das Genre Nature Writing nimmt von Monat zu Monat mehr Platz in meinem Bücherregal ein. Denn die Zeiten, in Tierlexika blättern zu müssen, um nüchterne, wissenschaftliche Informationen zu erhalten, sind glücklicherweise vorbei. Auch wenn ich natürlich für ein schnelles Nachschlagen auch weiterhin die guten alten Bestimmungsbücher nutze. Doch das Besondere an Büchern wie dieses von John Lewis-Stempel ist, dass endlich die Emotionen Platz finden dürfen, die wir fühlen, wenn wir die Natur erleben. Und das ist dem Autor in diesem Fall wirklich sehr gut gelungen. Denn ich lerne beim Lesen nicht nur unglaublich viel über Eulen, sondern ich erlebe das Tierwissen regelrecht. Und alles was wir am eigenen Leib spüren, was uns Gänsehaut macht und was uns berührt, das können wir uns merken. Es ist erwiesen, dass Menschen auf diese Weise besser lernen – und dass das Gelernte langfristig in Erinnerung bleibt. Es ist also kein Wunder, warum mir die Momente zwischen dem Autor und Old Brown im Buch am besten gefallen. So detailliert, so zärtlich und so echt, wie er die winzigen Augenblicke mit dem Waldkauz beschreibt, so lange werde ich an diese Zeilen denken, werde mich erinnern und dabei nichts als Wärme empfinden. Darüber hinaus ist das Kapitel über die verschiedenen Eulenarten unfassbar gut gelungen. Der Autor vermittelt die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten, die Merkmale und Besonderheiten und die ganz eigenständige Persönlichkeit der Eulen, ganz ohne auch nur einen Hauch von Langatmigkeit entstehen zu lassen. Und obwohl es eigentlich um die britischen Eulenarten geht, sind diese mit den deutschen Eulenarten nahezu übereinstimmend. Außerdem sind zusätzliche Hinweise über weitere in Deutschland vorkommende Eulenarten ergänzt – das könnte jedoch auch in der deutschen Übersetzung hinzugefügt worden sein. In jedem Fall ist das für deutschsprachige Lesende natürlich von Vorteil. Mein einziger Kritikpunkt – wenn man es so nennen kann – ist, dass das frühere Verhalten der Menschen gegenüber Eulen sehr viele Seiten in Anspruch nimmt. Keine Frage ist es wichtig und sinnvoll, darüber zu sprechen, vor allem um uns ein warnendes Beispiel zu sein, jedoch hätte mit ein etwas kleinerer Seitenumfang dazu ausgereicht. Viel lieber hätte ich noch so viel mehr über Lewis-Stempels Eulenbegegnungen erfahren, die für mich so ungemein beeindruckend waren. Insgesamt kann ich das Buch für alle Freund*innen des Genres Nature Writing und für alle Eulenfans (von denen es erstaunlich viele gibt) sehr empfehlen! Mein neu erworbenes Eulenwissen werde ich gleich heute Abend testen und am Waldrand nach Eulen horchen!

Geräuschlos gleiten sie durch die Nacht

Marielle_liest am 23.07.2024
Bewertungsnummer: 2250884
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Old Brown ist ein Waldkauz und irgendwann kreuzen sich die Wege von ihm und John Lewis-Stempel – von da an immer wieder und so werden sie »gute Bekannte« (S.11). Darüber hinaus ist das Buch gespickt mit Eulenwissen, mit Poesie, mit Eulenarten, mit Sagen und Legenden und mit dem Zusammenleben zwischen Mensch und Vogel. Doch woher stammt eigentlich der Begriff Eule und warum bevorzugt sie die Nacht? Und wieso geht eine solche Faszination von diesen besonderen Vögeln aus? Das alles und noch mehr klärt der Autor im Buch »Das geheime Leben der Eule«. Das Genre Nature Writing nimmt von Monat zu Monat mehr Platz in meinem Bücherregal ein. Denn die Zeiten, in Tierlexika blättern zu müssen, um nüchterne, wissenschaftliche Informationen zu erhalten, sind glücklicherweise vorbei. Auch wenn ich natürlich für ein schnelles Nachschlagen auch weiterhin die guten alten Bestimmungsbücher nutze. Doch das Besondere an Büchern wie dieses von John Lewis-Stempel ist, dass endlich die Emotionen Platz finden dürfen, die wir fühlen, wenn wir die Natur erleben. Und das ist dem Autor in diesem Fall wirklich sehr gut gelungen. Denn ich lerne beim Lesen nicht nur unglaublich viel über Eulen, sondern ich erlebe das Tierwissen regelrecht. Und alles was wir am eigenen Leib spüren, was uns Gänsehaut macht und was uns berührt, das können wir uns merken. Es ist erwiesen, dass Menschen auf diese Weise besser lernen – und dass das Gelernte langfristig in Erinnerung bleibt. Es ist also kein Wunder, warum mir die Momente zwischen dem Autor und Old Brown im Buch am besten gefallen. So detailliert, so zärtlich und so echt, wie er die winzigen Augenblicke mit dem Waldkauz beschreibt, so lange werde ich an diese Zeilen denken, werde mich erinnern und dabei nichts als Wärme empfinden. Darüber hinaus ist das Kapitel über die verschiedenen Eulenarten unfassbar gut gelungen. Der Autor vermittelt die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten, die Merkmale und Besonderheiten und die ganz eigenständige Persönlichkeit der Eulen, ganz ohne auch nur einen Hauch von Langatmigkeit entstehen zu lassen. Und obwohl es eigentlich um die britischen Eulenarten geht, sind diese mit den deutschen Eulenarten nahezu übereinstimmend. Außerdem sind zusätzliche Hinweise über weitere in Deutschland vorkommende Eulenarten ergänzt – das könnte jedoch auch in der deutschen Übersetzung hinzugefügt worden sein. In jedem Fall ist das für deutschsprachige Lesende natürlich von Vorteil. Mein einziger Kritikpunkt – wenn man es so nennen kann – ist, dass das frühere Verhalten der Menschen gegenüber Eulen sehr viele Seiten in Anspruch nimmt. Keine Frage ist es wichtig und sinnvoll, darüber zu sprechen, vor allem um uns ein warnendes Beispiel zu sein, jedoch hätte mit ein etwas kleinerer Seitenumfang dazu ausgereicht. Viel lieber hätte ich noch so viel mehr über Lewis-Stempels Eulenbegegnungen erfahren, die für mich so ungemein beeindruckend waren. Insgesamt kann ich das Buch für alle Freund*innen des Genres Nature Writing und für alle Eulenfans (von denen es erstaunlich viele gibt) sehr empfehlen! Mein neu erworbenes Eulenwissen werde ich gleich heute Abend testen und am Waldrand nach Eulen horchen!

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