Über 15 Millionen Mal wurden Kinder in der BRD und der DDR seit 1945 zur Kur geschickt. Für viele von ihnen waren diese Wochen prägend – und doch haben sie kaum darüber geredet. Dieses Buch erzählt die wenig bekannte Geschichte der deutschen Verschickungskinder.
Als die Journalistin Lena Gilhaus durch Zufall davon hört, dass ihr Vater als Kind in Kur geschickt wurde, beginnt sie zu recherchieren. Sie veröffentlicht eine erste Recherche über Kinderkuren und löst damit eine Lawine aus: Menschen von überall melden sich und erzählen von eigenen Erfahrungen.
Lena Gilhaus folgt den Spuren weiter und stößt auf ein verdrängtes Kapitel der Nachkriegsgeschichte. Millionen Kinder aus der BRD und der DDR verbrachten einen Teil ihrer Kindheit in Heimen, an der Nord- und Ostsee, in den Bergen und auch im Ausland. Sie sollten dort zu Kräften kommen und gesund werden – viele erlebten diese Zeit aber als Grauen. Erst in den 70er- und 80er-Jahren änderten sich die Kurkonzepte langsam.
Wo liegen die historischen Wurzeln der Kinderverschickung? Hat der Nationalsozialismus Spuren hinterlassen? Wie waren die Kuren organisiert, wer finanzierte sie – und wer profitierte davon? Wie war der Alltag, was erlebten die Kinder dort – und welche Tiefenwirkungen hatte das für die Gesellschaft der Nachkriegszeit? Spannend, anschaulich und erschütternd: Lena Gilhaus erzählt anhand unveröffentlichter Dokumente und vieler Erlebnisberichte die verdrängte Geschichte der Kinderkuren.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
10.12.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Endlich eine Stimme für die Kinder! Wichtiges Buch!
Jetzt ist es fast zwei Wochen her, dass ich das Buch beendet habe und ich bin noch immer fassungslos. Immer wieder denke ich an die Schicksale dieser unschuldigen Kinder, was mich traurig und wütend zugleich macht. Chancenlos waren sie dem Machtmissbrauch und dem oftmals menschenunwürdigen Verhalten der Erwachsenen ausgesetzt.
Bevor ich das Buch gelesen habe, wusste ich wirklich sehr wenig über diesen Teil der deutschen Geschichte, weshalb mein Interesse sofort geweckt war als ich den Titel auf der FBM entdeckt habe. Dazu hat mit Sicherheit auch das Cover beigetragen, das sofort Aufmerksamkeit auf sich zieht. Im Buch selbst gibt es keine Fotos, ist auch besser so, die auf dem Umschlag reichen für eine Vorstellung der Umstände, völlig aus.
Nachdem Lena Gilhaus erfährt, dass ihr Vater und ihre Tante als Kinder zur Erholung an die See geschickt wurden und hört, was sie dort erlebt haben, beginnt sie mit einer intensiven Recherche über Kinderkuren und führt unzählige Gespräche mit Betroffenen. Über 15 Millionen Kinder wurden in der BRD und DDR seit 1945 oft wochenlang zur Kur geschickt. Warum? Wie haben sie ihre Zeit dort verbracht? Von wem wurden sie betreut? Welche Folgen hat das für die Einzelnen, aber auch die Gesellschaft? Wer hat die Kuren finanziert? Welche Rolle spielt der Nationalsozialismus? All diese Fragen werden in diesem erstklassigen Sachbuch beantwortet.
Die Kuren wurden den Kindern aus verschiedensten, oft fadenscheinigen Gründen, verschrieben: Über- oder Untergewicht, Atemwegsprobleme, Haltungsschäden, Entwicklungsstörungen, familiäre Verhältnisse...irgendein Grund fand sich immer.
In Sonderzügen, auch bezeichnet als "Züge der Tränen", wurden die Kinder in die Kurorte gebracht. Für viele von ihnen, die meisten zwischen drei und zehn, war es die erste Trennung von den Eltern, mit der sie (verständlicherweise) sehr zu kämpfen hatten.
Vor Ort wurden sie von sogenannten Fürsorgerinnen betreut. Was manche Kinder dort durchmachen mussten, grenzt wirklich an Folter und ist manchmal schwer zu ertragen.
Gilhaus lässt wiederholt Zeitzeugen zu Wort kommen, wodurch alles nochmal intensiver und realistischer wird.
Kinder, die sich vorher schon kannten oder auch miteinander verwandt waren, wurden oft voneinander getrennt. Aber Trennungsschmerz, Heimweh und extreme Strenge und Spiel- und Redeverbot sind noch harmlos gegenüber den Repressalien, unter denen sie noch leiden müssen. Zwangsernährung zum Beispiel, oft erhalten sie vollgeladene Teller, erbricht ein Kind, darf es nicht aufstehen bevor der Teller leer ist. Gilhaus' Tante "vergleicht ihre Kinderkur mit einem strengen Gefängnisaufenthalt. Drill und Gehorsam, Härte und Strenge prägen den Alltag." Kranke Kinder werden tagelang alleingelassen, Bettnässer mit körperlicher Züchtigung bestraft, Isolationsstrafen, Medikamentenversuche vorgenommen, das Schreiben von Briefen verboten oder soweit kontrolliert, dass es für die Eltern aussah als hätten ihre Kinder eine schöne Zeit.
"Der Kontakt zu Bezugspersonen ist unerwünscht, ja sogar verboten." Das muss man sich mal vorstellen...wir sprechen hier von ganz kleinen Kindern, ich kann mir kaum vorstellen länger als eine Nacht von meinen getrennt zu sein. Die Eltern hatten natürlich oft keine Ahnung, auch haben viele Kinder später geschwiegen, um ein schlechtes Gewissen der Eltern zu vermeiden.
Das Personal ist nicht nur nicht ausreichend ausgebildet, sondern auch in einer viel zu kleinen Anzahl vertreten. Die Erzieherinnen sind mit der Menge an Kindern total überfordert und wissen sich oft nicht anders zu helfen. Und trotzdem geben einige an, sie würden auch heute noch so handeln.
Mehrfach habe ich das Buch zur Seite gelegt und brauchte eine Pause, aber einmal angefangen zu lesen, hatte ich das Gefühl, ich sei es den Kindern schuldig, ihre Geschichten zu hören.
Die Autorin weist ebenfalls daraufhin, dass viele Betroffene auch schöne Erinnerungen an die Zeit haben, aber davon hört man eben seltener sobald es um Kinderkuren geht. Besonders beeindruckend finde ich die überaus umfangreiche Recherche, welche die Autorin für ihr Buch betrieben hat. Der Schreibstil ist klar und verständlich, wodurch ein angenehmer Lesefluss erzeugt wird.
Auch wenn das Buch ein Thema behandelt, das hart und emotional ist, die Leser Nerven kostet, handelt es sich um ein überaus wichtiges Buch. Es hilft bei der Aufarbeitung eines dunklen Kapitels der deutschen Geschichte im Umgang mit Kindern.
Danke Lena, dass du den Kindern von damals eine Stimme gibst.
Absolute Leseempfehlung!!
Mein Dank geht an den Verlag für das Rezensionsexemplar
sleepwalker
5/5
27.10.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Als ich das Wort „Verschickung…
Als ich das Wort „Verschickungskinder“ zum ersten Mal gelesen habe, dachte ich spontan an die Kinder, die ihm Rahmen der Kinderlandverschickung im Zweiten Weltkrieg „verschickt“ wurden. Aber das Buch „Verschickungskinder“ von Lena Gilhaus handelt nicht von ihnen. Die Journalistin schreibt vielmehr über die mehr als 15 Millionen Mal, bei denen Kinder ab dem Kindergartenalter (manche waren erst zwei Jahre alt!) wegen unterschiedlicher (zum Teil völlig irrwitziger) Indikationen in Kur geschickt wurden. Ein erschreckendes Buch das sehr schwer zu verdauen ist. Aber von vorn. Matthias Vollmer, genannt Matthes, reiste im Frühjahr 1967 zusammen mit seiner jüngeren Schwester Barbara zur „Kinderkur“ nach Sylt. Ziel war es, dass die Kinder zunähmen „und sich bei Spiel, Spaß und gutem Essen an der Nordsee vom verrußten Ruhrpott erholen könnten“. Rund 50 Jahre später schafft er es 2017, mit seiner Tochter Lena über die Erlebnisse zu sprechen, später machen sie die Reise noch einmal zusammen. Die Journalistin recherchiert in der Folge über die Kinderkuren und muss erkennen: die Erfahrungen ihres Vaters sind keine Einzelfälle. In Onlineforen melden sich unzählige andere ehemalige „Verschickungskinder“ und berichten von Essenszwang, Vernachlässigung, Isolation und immer wieder von Gewalt sowohl physisch, psychisch und s**uell. Die schwarze Pädagogik von Johanna Harrer wirkte auch lange nach der Nazizeit noch nach, egal, ob die Heime privat, staatlich oder von kirchlichen Trägern betrieben wurden. Oft können sich die Kinder gar nicht an die Grausamkeiten erinnern, die sie erlebt haben und leiden als Erwachsene plötzlich unter Flashbacks. Dabei waren die Kuren eigentlich gut gemeint, auch die Eltern dachten, sie täten den Kindern etwas Gutes. Indikationen dafür waren zum Beispiel Über- und Untergewicht, Haut- und Atemwegserkrankungen, oft aber auch schlechte Schulnoten oder eine „unstete Familiensituation“. Dann konnten die Kinder der BRD und der DDR an die Nord- und Ostsee, in den Schwarzwald sogar an die Adria verschickt werden, wo sie mit (zumindest aus heutiger Sicht) zweifelhaften Maßnahmen traktiert wurden. Und nicht alle Kuren waren schlecht. Nach der Lektüre von „Verschickungskinder“ und eigener Recherche muss ich aber sagen: die meisten scheinen es aber gewesen zu sein. Die Aufarbeitung läuft bis heute schleppend bis gar nicht. Selbst wenn Kinder auf der Fahrt zur Kur oder während dieser zu Tode kamen, versuchten sich die Verantwortlichen aus der Verantwortung zu stehlen. Das Buch ist schwere Kost. Wegen der Ereignisse an sich, die so viele Betroffene bis heute leiden lassen, aber auch wegen der Haltung der „Täterseite“. „Insgesamt ist ein Mauern und Schweigen der Verantwortlichen festzustellen“, schreibt Lena Gilhaus. Schuld und Verantwortung wird von Land zu Bund und wieder zurückgeschoben, Krankenkassen, Landschaftsverbände und kirchliche Einrichtungen sehen sich nicht in der Pflicht bei der Aufarbeitung mitzuwirken. Forschende und Betroffene stoßen auf Ablehnung und Untätigkeit. Eine Schande. So viel Gewalt gegenüber Kindern, so viel (Macht)Missbrauch und Demütigung unter dem Deckmäntelchen der „guten Sache“. Frei nach dem Abraham Lincoln-Zitat „Wenn du den wahren Charakter eines Menschen erkennen willst, dann gib ihm Macht“ erkannten viel zu viele Kinder das, was sich hinter den Fassade von Nonnen, Pädagogen und medizinischen Personal verbarg. Sprachlich fand ich das Buch stellenweise etwas holprig zu lesen und alles in allem als eine Zusammenstellung von journalistischen Recherche-Ergebnissen zu sehen, lose zusammengehalten durch die Geschichte von Lena Gilhaus‘ Vater. Da die Verfasserin Journalistin ist, hat mich das allerdings nicht überrascht. Ihre Ausführungen sind meist eher neutral und sachlich, nur manchmal blitzt etwas Emotion durch. Damit wird sie dem Thema aber durchaus gerecht und das Buch löste das bei mir aus, was es sollte: Entsetzen und tiefe Betroffenheit. Eine absolute Lese-Empfehlung und von mir fünf Sterne.
Bewertung
aus Leipzig
5/5
22.08.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bewegend und dennoch wichtig
Bewegend und dennoch wichtig
“Verschickungskinder” hat mich sehr mitgenommen und ich habe für das Buch etwas Zeit benötigt. Sicher hat auch die Tatsache, selbst Mutter zu sein, mit dazu geführt. Oft musste ich beim Lesen an mein eigenes Kind denken und schlucken oder es erstmal beiseite legen.
Man muss es verstehen und verdauen.
Doch um was geht es? Wie der Titel schon sagt, um “Verschickungskinder”
"Verschickungskinder" ist ein Begriff, der in Deutschland und anderen Ländern in den 1950er bis 1970er Jahren verwendet wurde, um Kinder zu beschreiben, die im Rahmen von “Erholungs- oder Fürsorgemaßnahmen” aus städtischen Gebieten in ländliche Regionen geschickt wurden. Diese Praxis war besonders in den Nachkriegsjahren verbreitet.
Die Idee hinter der Verschickung von Kindern war, sie vor den gesundheitlichen Risiken und Belastungen der städtischen Umgebung zu schützen. Durch den Aufenthalt in ländlichen Gebieten sollten die Kinder frische Luft, Bewegung im Freien und eine gesündere Ernährung erhalten. Diese Maßnahmen wurden oft als Mittel zur Stärkung der körperlichen Gesundheit und des Wohlbefindens betrachtet.
In der Regel wurden Verschickungskinder für einige Wochen bis Monate in Familien auf dem Land untergebracht.
Klingt doch erstmal gar nicht so schlecht, oder?
Doch sah es hinter den Kulissen ganz anders aus. Schläge, Schlafentzug, keine Kontakte und Zwangsernährung für “untergewichtige” Kinder.
Zusätzlich zu dem Buch habe ich mir einige Dokumentationen angesehen und auch in meinem privaten Umfeld gefragt, ob jemand dort war. Zumindest die, die ich fragen konnte, waren nie in so einer Einrichtung.
Die Autorin Lena Gilhaus hat in ihrem Buch ihren Vater zu einem dieser Orte begleitet. Denn auch er war davon betroffen. Zusätzlich hat sie mit anderen Personen gesprochen und so ein recht gutes und nachvollziehbares Bild dieser Zeit zeichnen können.
ElenasZeilenZauber
aus Hamburg
4/5
15.08.2023
Hörbuch-Download
Verschickungskinder: Eine verdrängte Geschichte
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Wahrscheinlich habe ich durch meine Großeltern von Verschickungskindern erfahren, auch wenn sie selber nie verschickt wurden. Als ich dann von dem Buch hörte und den Klappentext las, war ich entsetzt. Was hatte sich da abgespielt?
Es mag übertrieben klingen, aber ein Horrorfilm ist ein Dreck gegen das, was den Kindern angetan wurde. Es wurde ihren Eltern gesagt, dass es nur zum Besten der Kinder sei, und dieser Aussage wurde geglaubt, weil die Ärzte usw. es ja wissen mussten. Ich will gar nicht explizit darauf eingehen, was genau den Kindern angetan wurde, denn es muss jeder für sich selber entscheiden, ob er es konkret lesen oder hören will.
Das Martyrium war aber für die Kinder nicht nach der Verschickung beendet, nein, sie erlitten Schäden für den Rest ihres Lebens. Sei es gestörte S3xualität oder Essstörungen, die Folgen begleiten ein Leben lang oder führten sogar zu Selbstmord.
Die historischen Wurzeln waren interessant und vor allem die Mauern, die von Behörden, Einrichtungen errichtet wurden, um diese Vorfälle nicht ans Licht kommen zu lassen. Es gibt noch viel aufzuarbeiten.
Der Schreibstil der Autorin war unelegant. Man merkt, dass sie Journalistin ist und sich mehr mit kürzeren Texten befasst. Beim Buch war es teilweise verwirrend, wie sie zwischen den Sichten, Erlebnissen und Schilderungen hin und her hüpfte. Aber ganz nervig war ihr ständiges „:innen“. Da hätte ich mehr Eloquenz und Varianz erwartet. Sich einfach mal über genderneutrales Schreiben schlau machen, darüber sollte eine Journalistin Bescheid wissen.
Ulrike Kapfer hat fantastisch gelesen. Sie wahrte die nötige Distanz und zog trotzdem in die Erzählungen, Rechercheergebnisse und Betroffenenberichte. Hier fand ich es gut, dass keine Emotionen transportiert wurden, denn das hätte mein Kopfkino viel zu stark angekurbelt und ich hätte garantiert Albträume gehabt. So konnte ich auch distanziert den Schilderungen lauschen und die Fakten aufnehmen.
Ein definitiv wichtiges Buch, welches auch erziehungstechnisch als abschreckendes Beispiel dienen kann, mit einem Thema, das nicht totgeschwiegen werden darf. Mir fehlten konkrete Hinweise auf Foren oder Stellen, an die sich Betroffene wenden können und das unelegante „:innen“ nervte mich kolossal. So vergebe ich 4 verschickte Sterne, denn auch bei dem brutalen Thema will ich Hörgenuss haben.
‘*‘ Klappentext ‘*‘
Über 15 Millionen Mal wurden Kinder in der BRD und der DDR seit 1945 zur Kur geschickt. Für viele von ihnen waren diese Wochen prägend – und doch haben sie kaum darüber geredet. Dieses Buch erzählt die wenig bekannte Geschichte der deutschen Verschickungskinder.
Als die Journalistin Lena Gilhaus durch Zufall davon hört, dass ihr Vater als Kind in Kur geschickt wurde, beginnt sie zu recherchieren. Sie veröffentlicht eine erste Recherche über Kinderkuren und löst damit eine Lawine aus: Menschen von überall melden sich und erzählen von eigenen Erfahrungen.
Lena Gilhaus folgt den Spuren weiter und stößt auf ein verdrängtes Kapitel der Nachkriegsgeschichte. Millionen Kinder aus der BRD und der DDR verbrachten einen Teil ihrer Kindheit in Heimen, an der Nord- und Ostsee, in den Bergen und auch im Ausland. Sie sollten dort zu Kräften kommen und gesund werden – viele erlebten diese Zeit aber als Grauen. Erst in den 70er- und 80er-Jahren änderte sich der Alltag in den Kuren langsam.
Wo liegen die historischen Wurzeln der Kinderverschickung? Hat der Nationalsozialismus Spuren hinterlassen? Wie waren die Kuren organisiert, wer finanzierte sie – und wer profitierte davon? Wie war der Alltag, was erlebten die Kinder dort – und welche Tiefenwirkungen hatte das für die Gesellschaft der Nachkriegszeit? Spannend, anschaulich und erschütternd: Lena Gilhaus erzählt anhand unveröffentlichter Dokumente und vieler Erlebnisberichte die verdrängte Geschichte der Kinderkuren.
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