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Antonia Baum

1. Siegfried

Siegfried

Gesprochen von
89

20,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Julia Nachtmann

Spieldauer

7 Stunden und 47 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

23.02.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

118

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844933581

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Julia Nachtmann

Spieldauer

7 Stunden und 47 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

23.02.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

118

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844933581

Herstelleradresse

Hörbuch Hamburg HHV GmbH
Völckersstr. 18
22765 Hamburg
Deutschland
Email: info@hoerbuch-hamburg.de
Url: www.hoerbuch-hamburg.de
Telephone: +49 40 89720780
Fax: +49 40 897207810

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Nicht ganz einfach lesbar, erzählt...

Bewertung am 03.05.2023

Bewertungsnummer: 1934811

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nicht ganz einfach lesbar, erzählt die Ich- Erzählerin von ihrer klaustrophobischen Kindheit und ihrer späteren Beziehung zu einem Mann, der scheinbar den Ausbruch aus altbekannten Mustern bedeutet. Bedrückend und wahrscheinlich auch alltäglich...

Nicht ganz einfach lesbar, erzählt...

Bewertung am 03.05.2023
Bewertungsnummer: 1934811
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nicht ganz einfach lesbar, erzählt die Ich- Erzählerin von ihrer klaustrophobischen Kindheit und ihrer späteren Beziehung zu einem Mann, der scheinbar den Ausbruch aus altbekannten Mustern bedeutet. Bedrückend und wahrscheinlich auch alltäglich...

Ein Alptraum. Siegfried ist…

fraedherike am 05.04.2023

Bewertungsnummer: 2801605

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Alptraum. Siegfried ist tot. Siegfried, ihr Stiefvater, der Mann, mit dem sie aufgewachsen, der immer da gewesen war. Es kann nicht sein, alles war nur ein Traum. Doch er lässt sie nicht los, der Gedanke, dass er nicht mehr da ist, wühlt sie auf. Und dann ist da diese Sirene. Durchdringend füllt sie ihren Kopf, den Raum, es kann nicht sein, dass nur sie dieses auf- und abschwellende Heulen hört. Alles ist zu viel, der Gedanke an Siegfrieds möglichen Tod, das Manuskript, die Deadline, die sie einzuhalten hat. Alex, den sie mit ihrem Lektor Benjamin betrogen hatte. Johnny, ihre Tochter. Sie musste noch Waschmittel kaufen gehen. Geld. Der Vorschuss war aufgebraucht. Sie brauchte Zeit, Zeit um zu schreiben; sie hatte keine Seite geschrieben. Heute würde sie nicht zur Arbeit fahren. In Trenchcoat, ohne Schuhe, den Laptop unter dem Arm fährt sie in die psychiatrische Ambulanz. Dort wird jemand sein, der ihr helfen kann, ihr Leben zu ordnen, das Problem zu finden, das alles aus dem Gleichgewicht gebracht hatte. Sie würde sich endlich ausruhen können. Neun Lettern, die von Macht sprechen, von altem Geld, von Regeln. Davon, nach dem Besten zu streben, keine Kompromisse: Siegfried. Alle Wege führen zu ihm, denn er war immer da gewesen im Leben der Protagonistin aus Antonia Baums neuem Roman „Siegfried“, körperlich wie geistig, in ihren Gedanken, in ihren Handlungen – Siegfried. Das personifizierte Patriarchat, der Macher. Sie ist fahrig und aufgewühlt, die namenlose Protagonistin, ihr Leben am Rand einer Klippe, im Fallen begriffen, doch sie kann sich nicht halten. Seit einem Jahr hat sie eine Schreibblockade, ihr Buchprojekt ein ruheloses Blinken des Cursors auf dem Display, und sie hat Angst: dass das Geld ausgeht, vor der Reaktion ihrer Verlegerin, vor Alex. Geld war schon immer ein Streitpunkt ihrer Beziehung. Denn Geld bedeutet für sie Sicherheit. Das war etwas, das er – anders als sie – von seinen Eltern nicht mitbekommen hatte. Sie wuchsen in der DDR auf, die Wende hatte etwas mit ihnen gemacht. Alex schämte sich für sie, die Platte, den Nippes, ihre Kleingeistigkeit; dafür, dass sie kein Geld und keine Ambitionen zu haben schienen: „Sie kämen ihm vor die Kinder, die sich erschreckt hätten, als die Mauer fiel, und sich von dem Schreck nicht mehr erholten. Es ging bei uns nur um Angst. Die haben alles aus Angst gemacht. Das Höchste, was man erreichen konnte, war Sicherheit. Es gab nichts, was ich nachmachen konnte. Oder wollte.“ (S. 125) . Angst, das war etwas, ihrer Familie auch nicht unbekannt war. Sie blickt zurück, in ihre Kindheit, die Wochen, die sie im Sommer bei Hilde, der Mutter ihres Stiefvaters Siegfried, verbrachte. Hilde ist eine Marke, anders kann man es nicht sagen. Sie vergöttert ihren Sohn, doch liebevoll ist sie nicht, in ihrem Haus wohnt Traurigkeit. Ein wenig kauzig, sonderbar, liebt raffinierte Dinge, eine Macht- und Respektsperson, die sich nach der Sicherheit und Stabilität der 80er Jahre sehnt, immer wieder ihre Erinnerungen an den Krieg nebenbei ins alltägliche Gespräch einfließen lässt. Das Mädchen bekommt jeden Tag die Enttäuschung darüber zu spüren, dass sie eben das ist: kein Junge. Sie wird gefordert, ihre Fortschritte gemessen, klein gehalten; der Blick in den Spiegel wird ihr verwehrt, der offenbaren würde, dass sie älter wird, als könne es den Lauf der Dinge aufhalten. . Angst auch in ihrem Elternhaus: häusliche Gewalt, Berechnung, patriarchale Macht. Und Angst, als sie – ihr Elternhaus hatte sie lange verlassen – Alex kennenlernt. Sie sehnte sich nach jemandem, der anders ist, anders, als sie es kennengelernt, von Hilde gelehrt bekommen hatte, und fand all das in Alex: Er schien sorglos, was das Leben angeht, seine Zukunft, wollte sich lösen von alten Mustern, seinem Zuhause, doch sie wurde immer wieder befallen von den Zügen, die sie ihr Leben lang vorgelebt bekam. Neurotische Ordnungssucht, genug Waschpulver, Brot. Geld. Das große Streitthema. Und immer wieder scheint Alex sich wie Siegfried zu sein, ihre Beziehung wie die ihrer Eltern: „Ich zitterte, er sah mich lächelnd an, und ich war voller Glück. Ich sah ihn an und dachte, dass er überhaupt keine Ahnung hatte und vor allem keine Angst. Nicht davor, bei mir zu sein, auch nicht davor, allein zu sein. Als ich Jahre später in der Psychiatrie saß, fragte ich mich, was aus Alex und mir geworden war, wie es sein konnte, dass es dem so ähnelte, was meine Eltern miteinander veranstaltet hatten, die Lügen, die Kälte, die Brutalität. Ich konnte es nicht sagen, aber ich hatte eine Ahnung." (S. 113)

Ein Alptraum. Siegfried ist…

fraedherike am 05.04.2023
Bewertungsnummer: 2801605
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Alptraum. Siegfried ist tot. Siegfried, ihr Stiefvater, der Mann, mit dem sie aufgewachsen, der immer da gewesen war. Es kann nicht sein, alles war nur ein Traum. Doch er lässt sie nicht los, der Gedanke, dass er nicht mehr da ist, wühlt sie auf. Und dann ist da diese Sirene. Durchdringend füllt sie ihren Kopf, den Raum, es kann nicht sein, dass nur sie dieses auf- und abschwellende Heulen hört. Alles ist zu viel, der Gedanke an Siegfrieds möglichen Tod, das Manuskript, die Deadline, die sie einzuhalten hat. Alex, den sie mit ihrem Lektor Benjamin betrogen hatte. Johnny, ihre Tochter. Sie musste noch Waschmittel kaufen gehen. Geld. Der Vorschuss war aufgebraucht. Sie brauchte Zeit, Zeit um zu schreiben; sie hatte keine Seite geschrieben. Heute würde sie nicht zur Arbeit fahren. In Trenchcoat, ohne Schuhe, den Laptop unter dem Arm fährt sie in die psychiatrische Ambulanz. Dort wird jemand sein, der ihr helfen kann, ihr Leben zu ordnen, das Problem zu finden, das alles aus dem Gleichgewicht gebracht hatte. Sie würde sich endlich ausruhen können. Neun Lettern, die von Macht sprechen, von altem Geld, von Regeln. Davon, nach dem Besten zu streben, keine Kompromisse: Siegfried. Alle Wege führen zu ihm, denn er war immer da gewesen im Leben der Protagonistin aus Antonia Baums neuem Roman „Siegfried“, körperlich wie geistig, in ihren Gedanken, in ihren Handlungen – Siegfried. Das personifizierte Patriarchat, der Macher. Sie ist fahrig und aufgewühlt, die namenlose Protagonistin, ihr Leben am Rand einer Klippe, im Fallen begriffen, doch sie kann sich nicht halten. Seit einem Jahr hat sie eine Schreibblockade, ihr Buchprojekt ein ruheloses Blinken des Cursors auf dem Display, und sie hat Angst: dass das Geld ausgeht, vor der Reaktion ihrer Verlegerin, vor Alex. Geld war schon immer ein Streitpunkt ihrer Beziehung. Denn Geld bedeutet für sie Sicherheit. Das war etwas, das er – anders als sie – von seinen Eltern nicht mitbekommen hatte. Sie wuchsen in der DDR auf, die Wende hatte etwas mit ihnen gemacht. Alex schämte sich für sie, die Platte, den Nippes, ihre Kleingeistigkeit; dafür, dass sie kein Geld und keine Ambitionen zu haben schienen: „Sie kämen ihm vor die Kinder, die sich erschreckt hätten, als die Mauer fiel, und sich von dem Schreck nicht mehr erholten. Es ging bei uns nur um Angst. Die haben alles aus Angst gemacht. Das Höchste, was man erreichen konnte, war Sicherheit. Es gab nichts, was ich nachmachen konnte. Oder wollte.“ (S. 125) . Angst, das war etwas, ihrer Familie auch nicht unbekannt war. Sie blickt zurück, in ihre Kindheit, die Wochen, die sie im Sommer bei Hilde, der Mutter ihres Stiefvaters Siegfried, verbrachte. Hilde ist eine Marke, anders kann man es nicht sagen. Sie vergöttert ihren Sohn, doch liebevoll ist sie nicht, in ihrem Haus wohnt Traurigkeit. Ein wenig kauzig, sonderbar, liebt raffinierte Dinge, eine Macht- und Respektsperson, die sich nach der Sicherheit und Stabilität der 80er Jahre sehnt, immer wieder ihre Erinnerungen an den Krieg nebenbei ins alltägliche Gespräch einfließen lässt. Das Mädchen bekommt jeden Tag die Enttäuschung darüber zu spüren, dass sie eben das ist: kein Junge. Sie wird gefordert, ihre Fortschritte gemessen, klein gehalten; der Blick in den Spiegel wird ihr verwehrt, der offenbaren würde, dass sie älter wird, als könne es den Lauf der Dinge aufhalten. . Angst auch in ihrem Elternhaus: häusliche Gewalt, Berechnung, patriarchale Macht. Und Angst, als sie – ihr Elternhaus hatte sie lange verlassen – Alex kennenlernt. Sie sehnte sich nach jemandem, der anders ist, anders, als sie es kennengelernt, von Hilde gelehrt bekommen hatte, und fand all das in Alex: Er schien sorglos, was das Leben angeht, seine Zukunft, wollte sich lösen von alten Mustern, seinem Zuhause, doch sie wurde immer wieder befallen von den Zügen, die sie ihr Leben lang vorgelebt bekam. Neurotische Ordnungssucht, genug Waschpulver, Brot. Geld. Das große Streitthema. Und immer wieder scheint Alex sich wie Siegfried zu sein, ihre Beziehung wie die ihrer Eltern: „Ich zitterte, er sah mich lächelnd an, und ich war voller Glück. Ich sah ihn an und dachte, dass er überhaupt keine Ahnung hatte und vor allem keine Angst. Nicht davor, bei mir zu sein, auch nicht davor, allein zu sein. Als ich Jahre später in der Psychiatrie saß, fragte ich mich, was aus Alex und mir geworden war, wie es sein konnte, dass es dem so ähnelte, was meine Eltern miteinander veranstaltet hatten, die Lügen, die Kälte, die Brutalität. Ich konnte es nicht sagen, aber ich hatte eine Ahnung." (S. 113)

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