Goethes Die Leiden des jungen Werther entfaltet in der Form eines Briefromans die Geschichte eines empfindsamen jungen Mannes, dessen unerfüllte Liebe zu Lotte und wachsende Entfremdung von gesellschaftlichen Konventionen in die Selbstzerstörung führen. In einer leidenschaftlich subjektiven, musikalisch-rhythmisierten Prosa verbindet das Werk Naturerfahrung, Gefühlsintensität und soziale Kritik. Als Schlüsseltext des Sturm und Drang markiert es zugleich einen europäischen Wendepunkt der modernen Innerlichkeitsliteratur. Johann Wolfgang von Goethe, 1749 in Frankfurt am Main geboren, schrieb den Roman in jungen Jahren und verarbeitete darin biographische Erfahrungen, zeitgenössische Liebeskonflikte und die geistige Atmosphäre einer Generation, die gegen Rationalismus und Standesordnung aufbegehrte. Seine Begegnungen mit Charlotte Buff sowie der Suizid Karl Wilhelm Jerusalems bildeten wesentliche Impulse für die literarische Gestaltung Werthers, ohne das Werk auf bloße Bekenntnisprosa zu reduzieren. Diese Ausgabe der Klassiker der Weltliteratur empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die den Ursprung moderner Gefühlskultur, die Macht literarischer Identifikation und die Ambivalenz radikaler Subjektivität verstehen möchten. Werther ist nicht nur ein bewegendes Liebesdrama, sondern ein präzises Dokument europäischer Geistesgeschichte.
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Bewertung
5/5
12.05.2026
Buch (Taschenbuch)
wundervoll
"Die Leiden des jungen Werther" ist einfach ein wundervoller Briefroman, welcher voller Poesie und in einem unglaublich schönen Stil geschrieben ist.
Zum Artikel selbst lässt sich sagen, dass man eben bekommt wofür man bezahlt. Nur denke ich, dass die Schrift für Seheingeschränkte etwas klein sein könnte. Ansonsten gibt es nichts weiter auszusetzen; sehr zu empfehlen.
Bewertung
5/5
08.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Empfehlung werd.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Es ist sehr schön geschrieben und hat auch eine gute Story die man quasi aus dritter Person verfolgt, was ich auch sehr interessant finde. Ja das Buch ist „Altmodisch“ geschrieben, aber immer noch sehr gut verständlich (ist zum Einstieg geeignet). Bitte hört nicht auf die Bewertungen von den Kindern die es in der Schule lesen mussten, natürlich finden sie es schwierig geschrieben und interessieren sich dafür nicht (ich bin 21). Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen. Ich kann es nur weiterempfehlen
G. G.
5/5
30.04.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Großartig und auch heute noch aktuell
"Kleider machen Leute" ist für viele eine altbackene Schullektüre, aber nicht ohne Grund nach wie vor eine grandiose Novelle. Inhaltlich muss ich nicht viel dazu sagen, mehr hingegen über die Sprache und die Nachwirkung. Sprachlich ist es wirklich gut verfasst und noch relativ leicht verständlich - da gibt es andere Werke, die unglaublich zäh und komplex sind. Die Nachwirkung der Lektüre war aber auch ausschlaggebend für meine Bewertung, denn obwohl die Novelle aus dem Jahre 1874 stammt, ist die Aktualität des Themas wahnsinnig präsent. Egal, in welchem sozialen Umkreis man auch ist, "Kleider machen nun eben Leute" - oder man schlüpft (nun rein gedanklich gedacht) in die Kleidung der anderen (siehe Bewusstseinsindustrie von H.M. Enzensberger als Vergleich). Die Faszination dieser Novelle basiert auf der Verschachtelung des Äußeren und des Inneren - und ist auf so vieles übertragbar.
Fazit: Ich habe die Lektüre relativ flott und gerne gelesen und finde es gut, dass es in der Schule thematisiert wird - ist nicht umsonst großartig und ein absolutes Muss für die deutschsprachige Literatur.
Lorenz Laudenberg
aus Bergisch Gladbach
5/5
21.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Ein Criminal- Fall
Theodor Fontane (1819- 1898) muss keinen perversen Serienmörder bemühen, um eine spannende Kriminalgeschichte zu schreiben. "Unterm Birnbaum" beruht auf einer wahren Begebenheit, ein nicht aufgeklärter Mordfall im Oderbruch ist die Vorlage für die Erzählung: Nach dem Besuch beim Gastwirt Hradschek verschwindet ein Weinhändler spurlos, die Dorfbevölkerung bringt den unbeliebten Wirt damit in Verbindung, zäh hält sich das Gerücht, er habe in irgendeiner Weise damit zu tun. Ermittlungen verlaufen im Sande; der gerissene Hradschek hat den Fund der Leiche eines französischen Soldaten in seinem Garten für einen perfiden Plan genutzt.......Mit viel Lokalkolorit ist diese Kriminalgeschichte geschrieben, teilweise im Dialekt, wir erfahren vieles über die märkische Bevölkerung, die Örtlichkeiten im Oderbruch und können die Novelle natürlich nicht vergleichen mit einem modernen Krimi. Die etwas beschauliche Erzählweise trägt die Spannung aber bis zum Schluss.
Der Stoff für "Grete Minde" stammt aus einer altmärkischen Chronik, die Fontane auf einer seiner "Wanderungen" entdeckt hat.
Bewertung
aus Erlinsbach
5/5
16.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kleider machen Leute
Es ist eine unglaublich spannende und lustige Geschichte, die auch heute noch aktuell ist
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