Eine junge Frau erwacht ohne Erinnerung in einer Frankfurter Privatpraxis. Ihr Name, die zu Besuch kommenden Eltern, ihr Verlobter: Nichts und niemand wirkt vertraut. Auf Nachfragen über ihre Identität und ihr vorheriges Leben verstricken sich alle Beteiligten in Widersprüche. Nach tagelanger Abschottung von der Außenwelt beschließt sie zu fliehen und irrt ziellos durch die Großstadt. Plötzlich taucht ihr angeblicher Verlobter auf und bietet seine Hilfe an. Gemeinsam kommen sie Machenschaften auf die Spur, bei denen die Grenzen zwischen Genie und Wahnsinn, Opfer und Täter verschwimmen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
knappenpower
aus Marl
5/5
22.03.2019
Buch (Taschenbuch)
Spannend, aber nicht blutig
Eine junge Frau erwacht in einer Privatklinik ohne Gedächtnis. Ihre Eltern und ihr Verlobter erscheinen ihr merkwürdig und lösen keinerlei Erinnerungen, geschweige denn Gefühle, aus. Nachdem sie zur Behandlung in das Privathaus des Arztes gebracht wird, erscheint ihr alles immer unheimlicher und befremdlicher. Sie nutzt eine Gelegenheit zur Flucht und will das Geheimnis um ihren angeblichen Unfall ohne Hilfe der Polizei aufklären.
Der Schreibstil ist flüssig und die Wortwahl nicht gestelzt, sondern „frisch von der Leber weg“, wodurch sich das Buch sehr gut lesen lässt. Zudem ist man sofort drin in der Geschichte und kann sich in die junge Frau gut hineinversetzen. Die Kapitel sind nicht allzu lang, was dem Lesevergnügen zu Gute kommt.
Wer blutige Schauplätze liebt, ist sicherlich nicht gut beraten mit diesem Buch. Wer aber eine spannende Geschichte mit Irrungen und Wendungen und einem Hauch Liebe zu schätzen weiß, ist hier genau richtig.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, auch wenn - für mich ein kleiner Wermutstropfen - am Ende nicht alle Fragen beantwortet werden und ich mir teilweise eine ausführlichere Schilderung einiger Situationen bzw. ergänzende Erklärungen gewünscht hätte. Nichts desto trotz kann ich das Buch sehr empfehlen, da der Spannungsbogen bis zum Schluss erhalten bleibt. Das offene Ende lässt vielleicht auf eine Fortsetzung hoffen?
Bewertung
5/5
24.02.2019
Buch (Taschenbuch)
Spannend, toller Plot, mit teilweise offenem Ende
Bei „ Auf null gesetzt“ von Sylvia Kaml handelt es sich um einen Thriller.
In einer Frankfurter Privatpraxis erwacht eine junge Frau ohne Erinnerungen. Niemand wirkt ihr vertraut, weder ihr Name, ihre Eltern noch ihr Verlobter. Alle Beteiligten verstricken sich in Widersprüche, als sie sie über ihre Identität befragt. Nach tagelanger Abschottung von der Außenwelt, flieht sie und irrt ziellos durch die Großstadt. Ihr angeblicher Verlobter taucht plötzlich auf und bietet ihr an zu helfen. Gemeinsam kommen sie Machenschaften auf die Spur, bei denen die Grenzen zwischen Genie und Wahnsinn, Opfer und Täter verschwimmen.
Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. Durch die vielen Wendungen und Identitäten der Protagonisten ist die Spannung die ganze Zeit gegeben. Sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Besonders hat mir gefallen, dass dieser Thriller ohne blutvergießen auskommt. Hätte nicht zu dieser Geschichte gepasst.
Als Plot hat sich die Autorin ein sehr interessantes Thema ausgesucht. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, nur soviel , dass Forscher bereits hier forschen und es irgendwann mal vielleicht medizinisch machbar ist.
Hierbei handelt es sich nicht um eine Geschichte, die man mal eben so liest. Ich habe oft das Buch zur Seite gelegt und mir die neuen Informationen , die man als Leser in kleine Puzzlestücke serviert bekommt, zusammengesetzt.
Das Ende kam mir etwas zu schnell. Einige Fragen sind mir noch unbeantwortet geblieben.
Die Protagonisten werden gut beschrieben. Ihre Beweggründe, ihre Einstellungen werden gut beschrieben.
Ich empfehle dieses Buch weiter.
ech
aus Bochum
4/5
14.03.2019
Buch (Taschenbuch)
Spannender Psycho-Thriller um eine junge Frau ohne Erinnerung
Mit diesem Buch liefert die Autorin Sylvia Kaml einen spannenden Psycho-Thriller ab, der mich bestens unterhalten konnte.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine junge Frau, die völlig ohne Erinnerung an ihre Identität und ihre Vergangenheit in einer Frankfurter Privatklinik erwacht.
Der behandelne Arzt, ihre Eltern und ihr Verlobter versuchen zwar, ihre Erinnerungen zurückzuholen, verstricken sich dabei aber schnell in Widersprüche und wecken so das Mißtrauen der jungen Frau.
Und so beschließt sie, zu fliehen und sich selbst auf die Spuren ihrer Identität zu begeben.
Doch wem kann sie in ihrem Zustand noch trauen ?
Die Autorin erzählt die Geschichte fast ausschließlich aus der Perspektive der jungen Frau und so kann man beim Lesen wunderbar miträtseln, wer oder was für ihren Zustand verantwortlich ist, und muss ebenfalls in mühsamer Kleinarbeit herausfinden, was hier Wahrheit und was Lüge ist.
Der packende Schreibstil lässt einen nur so durch die gut aufgebaute Geschichte fliegen, die einige überraschende Wendungen liefert und am Ende auch mit einer schlüssigen Auflösung und einem spannenden Showdown aufwarten kann.
Leichte Schwächen gibt es nur bei der Figurenzeichnung, die neben einigen vielschichtig angelegten Charakteren auch ein paar Protagonisten liefert, denen es etwas an Tiefe mangelt und die dadurch doch sehr schnell zu durchschauen sind.
Dies kann den insgesamt positiven Gesamteindruck aber nur wenig schmälern.
Wer auf spannende Psycho-Thriller steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.
nellsche
4/5
11.03.2019
Buch (Taschenbuch)
Hat mir gut gefallen
In einer Frankfurter Privatpraxis erwacht eine junge Frau. Sie kann sich an absolut nichts erinnern. Ihr Name, ihr Alter, ihre Eltern, ihr Verlobter - nichts weckt Erinnerungen in ihr oder wirkt vertraut. Ihr wird offenbar nicht die Wahrheit gesagt, denn sie bemerkt Widersprüche in den Aussagen der Menschen in ihrem Umfeld. Sie will die Wahrheit herausfinden und flieht deshalb aus der Praxis. Doch wo soll sie hin? Sie kennt sich nicht aus und weiß nicht, an wen sie sich wenden soll. Plötzlich taucht ihr angeblicher Verlobter auf und bietet ihr seine Hilfe an. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als ihm zu vertrauen. Kann sie die Wahrheit herausfinden?
Dieser Thriller hat mir insgesamt gut gefallen, weil er ein erschreckendes Thema hat, das nicht wirklich abwegig oder unrealistisch ist.
Der Schreibstil war leicht verständlich und konnte mich fesseln.
Die Personen wurden gut und bildhaft beschrieben und ich konnte sie mir vorstellen. Gut herausgearbeitet wurden die jeweiligen Charakterzüge und Eigenschaften. Ich wusste selbst nicht, wem die junge Frau trauen konnte und wem nicht oder wer ein falsches Spiel spielte. Meine Überlegungen gingen hin und her, denn vertrauenerweckend oder sympathisch war, insbesondere zu Beginn, keiner.
Die junge Frau, deren Identität nach und nach aufgeklärt wird, hatte dagegen auf jeden Fall meine volle Sympathie. Allein die Vorstellung, in einer Klinik aufzuwachen und keine Erinnerungen mehr zu haben, fand ich total schrecklich. Erinnerungen sind es doch, was den Menschen ausmacht. Ich war in der Lage, mit ihr mitzufühlen und auf der Suche nach der Wahrheit mit ihr mitzufiebern.
Der Plot war gut durchdacht und zu Beginn überhaupt nicht durchschaubar. Ich merkte nur, dass etwas nicht stimmt und hatte ein sehr ungutes Gefühl. Auch die Hintergründe waren für mich nicht durchschaubar, da war ich auf die Erklärungen in der Geschichte angewiesen. Ich fand sie zuerst etwas abstrus, konnte mich dann aber überzeugen, dass das keine ausgedachte Fiktion ist. Puh, das war ziemlich erschreckend.
Ein interessanter Thriller, der mir gut gefallen hat. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
Dirk Osygus
aus Wuppertal
3/5
13.12.2021
Buch (Taschenbuch)
Ganz tolle Grundidee - habe ich so noch nicht gelesen
Eine junge Frau wacht in einem Krankenhauszimmer auf und kann sich an nichts erinnern. Durch einen mutigen Blick unter die Bettdecke stellt sie zumindest sicher, eine Frau zu sein.
Das ist der Anfang zu Sylvia Kamls Thriller „Auf Null gesetzt“ und das hat mir gut gefallen. Klar hat man schon öfter über Amnesien gelesen, aber das Thema hat was und so wie sich der Anfang gestaltet, hat die Autorin mich zum Weiterlesen animiert.
Das bleibt auch bis zur Hälfte des Buchs so, denn es entwickelt sich eine durchaus interessante Geschichte, die ich so noch nicht gelesen habe und ich war gespannt, wie die Handlung weitergeht.
Leider kann die Autorin die Vorschusslorbeeren nicht komplett verdienen, weil ab der Mitte des Romans der Thriller eher zu einem Krimi wird. Es gibt Tote, Fluchten, Freunde und Feinde, Wendungen und Überraschungen. Das sollte normalerweise ausreichen, um einen guten Thriller zu schreiben. Und am Schreibhandwerk hat es auch nicht gelegen, dass ich dem Roman nur drei Sterne gebe, denn eins ist sicher: Sylvia Kaml kann schreiben.
Nein, am Ende lief mir das alles zu geradlinig, jetzt nicht gerade vorhersehbar, aber doch zu einfach ab. Mir werden zu viele Informationen durch Gespräche herausgefunden, was irgendwie konstruiert wirkt. Und dann geschehen Dinge, die ich nicht erwartet hatte, aber auch nicht lesen wollte. Wie gesagt, in der zweiten Hälfte konnte die Autorin das Interesse nicht mehr so befriedigen, wie es mir am Anfang vorgestellt habe. Und das war Schade.
Dennoch ist die Grundidee des Romans klasse.
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