Clay ist eine Hohe Hüterin der Bäume in einer Welt, in der zwei Sonnen unbarmherzig niederbrennen. Sie allein kennt den Standort der geheimnisvollen Lichteiche, die das gesamte Land des Waldes beschützt. Doch nun droht dem Heiligen Baum höchste Gefahr - das Refugium und somit das Leben aller Bewohner steht auf dem Spiel. Ein skrupelloser Feind scheut vor keinem Verbrechen zurück. Und so müssen Clay und ihre Gefährten alles riskieren, um den Baum und ihr Land zu retten. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
aus Großenkneten
5/5
01.02.2022
Buch (Taschenbuch)
Magie der Natur auf einem gar nicht so fremden Planeten
Ein Planet zweier Sonnen, drei verschiedene „Klimazonen“ - doch alle drei Zonen hängen in ihrem Überleben unter den heißen Sonnen vom „Refugium“ ab, der waldreichen Klimazone, in der auch die heilige Lichteiche wächst. Diese uralte Eiche nährt sämtliche anderen Pflanzen auf dem Planeten und somit auch alle anderen Lebewesen.
Die anderen beiden Gegenden sind eine savannenartige sehr trockene Landschaft, deren Bewohner recht mühsam über die Runden kommen, und die Gegend der „Türme“ - eine von der Natur großenteils abgeschottete Welt, in der zwar sehr interessante Forschungen betrieben werden, wo sich leider aber auch die Gier nach Reichtum und Ansehen ausgebreitet haben.
Das Herz der Erzählung ist das Refugium und die Hauptperson Clay, die „Erwählte“, die „Hüterin des Heiligen Baumes“. Sie ist aber eine ganz normale Frau wie du und ich, die nicht „über“ den anderen steht – alle haben ihre speziellen Fähigkeiten und Aufgaben, die alle für das gemeinsame Leben wichtig sind. Ihre besondere Kommunikation mit den Pflanzen, speziell mit der Lichteiche, wird glaubwürdig dargestellt. Die Magie darin ist keine andere als die ganz besondere Magie der Natur, in die Clay und ihre Schülerin und Nahfolgerin Camille sich auf besondere Weise einzufühlen verstehen.
Der Roman erzählt von einer Zeit, in der das Schicksal des ganzen Planeten auf dem Spiel steht. Clay und ihre Freundinnen und Freunde werden vor große Herausforderungen gestellt, in deren Verlauf wir alle drei Gegenden mit ihren Bewohner*innen kennen lernen.
Sehr gut gefällt mir, dass es nicht, wie sonst oft im Genre Fantasy, relativ eindimensional um „den Kampf zwischen Gut und Böse“ geht, sondern ein Menschenbild und eine Ethik zugrunde liegen, die die Figuren wesentlich differenzierter darstellt. Zwar sind einige wirklich zerstörerisch-egoistisch unterwegs, jedoch werden allen viele Facetten zugestanden und die Hoffnung steht im Zentrum, dass es letztlich allen um das Ganze geht - das ja schließlich für alle die Lebensgrundlage ist.
All die Gestalten kommen uns Leser*innen so nah, dass wir direkt in die Handlung hineingezogen werden. Die zu lösenden Probleme kommen uns „Erdlingen“ durchaus bekannt vor… Ich konnte mit dem Lesen gar nicht wieder aufhören. Von mir volle Punktzahl. Unbedingt lesen! Sonst verpasst ihr was!
hapedah
5/5
24.01.2022
eBook (ePUB)
Nur die sagenumwobene…
Nur die sagenumwobene Lichteiche - die letzte ihrer Art - schützt die Bewohner von Helles Land vor den unbarmherzig sengenden Strahlen der zwei Sonnen. So gibt es unter den Menschen, die im Refugium (einem Waldgebiet im Umkreis der magischen Eiche) wohnen, in jeder Generation einen "Erwählten des heiligen Baumes", aktuell bekleidet Clay dieses ehrenvolle Amt. Vor kurzem hat sie eine wunderbare Entdeckung gemacht: der heilige Baum blüht und schon bald wird es im Refugium junge Lichteichen geben! Doch auch in den anderen bewohnten Gebieten von Helles Land wird der Schutz des magischen Eichenholzes dringend benötigt und skrupellose Verbrecher bringen das Refugium und seine Bewohner in höchste Gefahr. "Helles Land - Die Erwählte des Heiligen Baumes" von Mary E. Garner ist eine wunderbare Fantasy-Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Zeile hin gefesselt hat. Bei Clay handelt es sich um eine liebenswerte Protagonistin, die ich gern auf ihren Abenteuern begleitet habe. Schon in der Trilogie "Das Buch der gelöschten Wörter" hatte mir gut gefallen, dass die Hauptfigur kein unbedarftes junges Mädchen mehr ist, sondern eine erwachsene Frau, die schon Einiges erlebt hat, das trifft auch in diesem Buch auf Claymaris zu. Den Hintergrund hat die Autorin ebenso umfangreich und farbenprächtig dargestellt, wie ihre Figuren, so dass ich schon nach wenigen Seiten komplett in die Handlung abgetaucht war und mit Clay und ihren Freunden auf den schattigen Pfaden des Refugiums gewandelt bin. Auch die Spannung ließ für meinen Geschmack nichts zu wünschen übrig, trotz des stellenweise ruhigen Erzähltempos mochte ich das Buch kaum aus der Hand legen, den wunderbaren Schreibstil habe ich wieder als sehr angenehm empfunden. Wie ich es nicht anders erwartet hätte - tatsächlich genügte es mir dieses Mal, den Namen der Autorin zu sehen um das Buch unbedingt lesen zu wollen, ganz ohne etwas über den Inhalt erfahren zu haben - hüllte mich die Geschichte in Wohlfühlatmosphäre ein, so dass ich es regelrecht bedauert habe, am Ende angekommen zu sein. Für dieses fantasievoll geschriebene Leseerlebnis spreche ich daher mit Freude eine Empfehlung aus. Fazit: Mary E. Garners Bücher bezaubern durch fantasievoll gezeichnete Welten und eine wunderbare Wohlfühlatmosphäre, auch "Helles Land" hat mich bis zum Ende hin begeistert, so dass ich dafür gern eine Leseempfehlung ausspreche.
hapedah
5/5
24.01.2022
eBook (ePUB)
Fantasievolles Abenteuer mit Atmosphäre zum Wohlfühlen
Nur die sagenumwobene Lichteiche - die letzte ihrer Art - schützt die Bewohner von Helles Land vor den unbarmherzig sengenden Strahlen der zwei Sonnen. So gibt es unter den Menschen, die im Refugium (einem Waldgebiet im Umkreis der magischen Eiche) wohnen, in jeder Generation einen "Erwählten des heiligen Baumes", aktuell bekleidet Clay dieses ehrenvolle Amt. Vor kurzem hat sie eine wunderbare Entdeckung gemacht: der heilige Baum blüht und schon bald wird es im Refugium junge Lichteichen geben! Doch auch in den anderen bewohnten Gebieten von Helles Land wird der Schutz des magischen Eichenholzes dringend benötigt und skrupellose Verbrecher bringen das Refugium und seine Bewohner in höchste Gefahr.
"Helles Land - Die Erwählte des Heiligen Baumes" von Mary E. Garner ist eine wunderbare Fantasy-Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Zeile hin gefesselt hat. Bei Clay handelt es sich um eine liebenswerte Protagonistin, die ich gern auf ihren Abenteuern begleitet habe. Schon in der Trilogie "Das Buch der gelöschten Wörter" hatte mir gut gefallen, dass die Hauptfigur kein unbedarftes junges Mädchen mehr ist, sondern eine erwachsene Frau, die schon Einiges erlebt hat, das trifft auch in diesem Buch auf Claymaris zu. Den Hintergrund hat die Autorin ebenso umfangreich und farbenprächtig dargestellt, wie ihre Figuren, so dass ich schon nach wenigen Seiten komplett in die Handlung abgetaucht war und mit Clay und ihren Freunden auf den schattigen Pfaden des Refugiums gewandelt bin.
Auch die Spannung ließ für meinen Geschmack nichts zu wünschen übrig, trotz des stellenweise ruhigen Erzähltempos mochte ich das Buch kaum aus der Hand legen, den wunderbaren Schreibstil habe ich wieder als sehr angenehm empfunden. Wie ich es nicht anders erwartet hätte - tatsächlich genügte es mir dieses Mal, den Namen der Autorin zu sehen um das Buch unbedingt lesen zu wollen, ganz ohne etwas über den Inhalt erfahren zu haben - hüllte mich die Geschichte in Wohlfühlatmosphäre ein, so dass ich es regelrecht bedauert habe, am Ende angekommen zu sein. Für dieses fantasievoll geschriebene Leseerlebnis spreche ich daher mit Freude eine Empfehlung aus.
Fazit: Mary E. Garners Bücher bezaubern durch fantasievoll gezeichnete Welten und eine wunderbare Wohlfühlatmosphäre, auch "Helles Land" hat mich bis zum Ende hin begeistert, so dass ich dafür gern eine Leseempfehlung ausspreche.
JD
aus Niederrhein
5/5
23.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Ein packender Fantasy-Thriller
Das wunderschöne und haptisch angenehme Cover begeistert sofort, wenn man das Buch in den Händen hält. Das natürliche und ausdrucksstarke Motiv passt ideal zur Story, die einen durch den spannenden Einstieg direkt in ihren Bann zieht. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und man reist gedanklich nach Helles Land. Die Geschichte ist mit viel Gefühl und Liebe zum Detail erzählt. So weckt sie Emotionen und Spannung. Die einzelnen Kapitel sind relativ lang, doch durch den fesselnden Inhalt schnell gelesen.
Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive erzählt durch die Hüterin des Heiligen Baumes, Clay. Sie ist eine clevere, pflichtbewusste und sympathische Frau, die in der natürlichen Umgebung des Refugiums lebt. In der Gemeinschaft, in der sie lebt, arbeiten alle Hand in Hand und so wird Clay durch ihre erwählte Nachfolgerin Camille unterstützt. Camille ist aufgeweckt, loyal und ebenso wie Clay sehr einfühlsam. Bei der Aufklärung der seltsamen Geschehnissen in ihrem Dorf und dem Verschwinden von Clays Partner und BesucherInnen des Dorfes lernen die LeserInnen viele weitere Charaktere kennen und begeben sich auf die Reise in die weiteren Regionen von Helles Land. Clay und die wachsende Anzahl an GefährtInnen decken bei ihrer Reise Wahrheit, Intrigen und Manipulationen auf und müssen sich aufs Neue fragen, wem sie trauen können.
Eine spannende Geschichte, bei der seltsame Ereignisse immer wieder neue Rätsel aufwerfen und jeder seine eigenen Ziele verfolgt. So bleibt das Buch bis zum Ende aufregend. Von mir gibt es daher eine eindeutige Leseempfehlung.
Es war für mich der erste Fantasy-Roman, den ich gelesen habe, und ich bin begeistert. Als Fan von Krimis/Thrillern habe ich mich in dem Buch dennoch wunderbar wiedergefunden.
Besonders gefiel mir in dieser Erzählung die Verbundenheit zur Natur und die Parallelen zu unserer Welt und Lebensweise. Es wird einem mit dieser Geschichte vermittelt, dass man die Natur und deren Lebewesen mehr respektieren muss und nicht zu sehr in den natürlichen Kreislauf eingreifen darf.
Helles Land rüttelt die LeserInnen auf eine fantasievolle Weise wach und lädt in eine interessante Welt ein, die ein Abbild unserer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sein könnte.
Lesezauber_Zeilenreise
aus Eggenstein-Leopoldshafen
5/5
21.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Mitreißende Fantasy in fesselnder Umgebung – eine (Lese-)Reise in eine andere Welt
Die Lichteiche blüht nur alle ca. 300 Jahre und bringt dann 12 Samen hervor. Diese Sprösslinge wachsen rasend schnell und sind für das Refugium überlebenswichtig, weil deren Blätterdächer die zerstörerische Kraft der zwei Sonnen filtern. Ohne diesen Schutz kann es kein Überleben geben. Clay, 38 Jahre alt, dem Dorf der Schirmer angehörend, ist die Erwählte des Heiligen Baumes. Sie und ihre Schülerin Camille sind die einzigen, die den Standort dieses überlebenswichtigen Baumes kennen. Eines Tages kommt eine Delegation der reichen Türmer zum alljährlichen Besuch und plötzlich verschwinden Parrett (Clays Gefährte) und Sir Osk (ein hochrangiger Türmer). Wurden sie entführt? Womöglich von den Savannah Dwellern (Wüstenbewohner)? Mit welchem Ziel? Clay macht sich auf die Suche nach Parrett, begleitet von Camillie. Unterwegs stoßen sie auf Avem – eine Obediantin (gentechnisch im Labor gezüchtete Hilfskraft der Türmer). Anfängliche Skepsis wandelt sich bald in Vertrauen und Freundschaft. Die drei treffen in Savannah auf Jonn, der ihnen zwar hilft, aber doch auch etwas zu verbergen hat - und auf viele Gefahren und Tücken. Letztlich kommen sie hinter die Verschwörung, die hinter allem steckt und wollen diese bekämpfen – zum Wohle aller Lebewesen im Refugium.
Wald, Wüste, Stadt – hier wird eine Welt mit absolut gegensätzlichen Lebensgrundlagen gezeichnet, was sehr fesselnd ist. Sämtliche Schauplätze werden detailreich beschrieben, ich habe mich zeitweise richtiggehend hineinversetzt gefühlt. Die fremden Pflanzen und Tiere, die unterschiedlichen Lebensformen, die Gaben der Schirmer (mit Pflanzen oder Tieren kommunizieren) und deren achtsame, wunderbar sanfte Lebensweise, die ruppige Art der Svannah Dweller, die täglich ums Überleben kämpfen, die eher misstrauischen, egoistischen Türmer in ihrer Riesenstadt. All das sowie das Setting und die einzelnen Charaktere sind so bildhaft und greifbar und haben echte Sogwirkung. Die spannende Story tut das ihre dazu. Es geht um Machtgier, um Reich und Arm, um Vertrauen, um Unterdrückung und um den Schutz der Natur. Verpackt in eine echt fesselnde Fantasystory mit tollen Ideen.
Was mir sehr gut gefallen hat ist, dass die Hauptfigur, Clay, eine 38jährige gestandene Frau ist und kein super junges Ding, dass zu Heldin avanciert. In meinem Herz haben sich vor allem die süße Obediantin Avem mit ihren großen Händen und jeweils 7 Fingern verwurzelt und auch Lady Dench, die resolute, wunderbar gezeichnete ältere Türmerin mit ihrer polternden Art und ihrem großen Herzen. Überhaupt: alle Charaktere sind so detailliert beschrieben und machen es einem daher leicht, mit ihnen mitzufiebern.
Der Anfang war für meinen Geschmack ein bisschen zu langatmig und hätte gern knackiger sein können. Doch dann geht es in die Vollen und es wird sehr spannend und mitreißend. Daher vergebe ich sehr gute 4,5 von 5 Sternen (in Ermangelung von halben Sternen runde ich hier auf volle 5 Sterne auf).
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