"Deutscher Mondschein" von Wilhelm Raabe ist eine Erzählung, die den Leser auf eine Reise in die Gedankenwelt eines deutschen Juristen mitnimmt, der sich auf der Insel Sylt erholt. Der Protagonist, ein nüchterner und pragmatischer Mann, trifft auf den exzentrischen Kreisrichter Löhnefinke, der eine ungewöhnliche Angst vor dem Mond hat. Diese Begegnung wird zu einem Ausgangspunkt für tiefere Reflexionen über das Leben, die Poesie und die unbewussten Einflüsse, die der Mond auf die menschliche Psyche ausüben kann. Löhnefinke, der sich als ein Opfer seiner unterdrückten poetischen Neigungen sieht, offenbart seine inneren Konflikte und die Last der Erwartungen, die auf ihm als preußischem Beamten lasten. Die Erzählung entfaltet sich in einem Dialog zwischen den beiden Männern, der sowohl humorvoll als auch nachdenklich ist. Raabe nutzt die Figur des Löhnefinke, um die Spannungen zwischen Rationalität und Emotion, Pflicht und persönlichem Ausdruck zu erkunden. Der Mond wird dabei zu einem Symbol für die verborgenen Sehnsüchte und die Poesie, die in jedem Menschen schlummern. Die Erzählung endet mit einer ironischen Note, als der Protagonist beschließt, seinem Sohn die Werke von Jean Paul zu schenken, um ihm eine ähnliche innere Zerrissenheit zu ersparen.
Kundinnen und Kunden meinen
1.0/5.0
Bewertung
1/5
02.02.2023
Buch (Taschenbuch)
das ist kein Buch
Schöner Titel, Schöner Anfangstext, aber Heftchen mit 15 gedruckte Seiten und 9 leeren Seiten als Buch zu bezeichnen, finde ich nicht ok. Ich verstehe nicht, wie sowas überhaupt in den Buchhandel kommen kann.
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