Eine bewegende Familiengeschichte um Verlust und die Suche nach Glück von BILD- und Kindle-#1-Bestsellerautorin Karin Lindberg
Lüneburg 1945: Die Hansestadt ist überfüllt mit Vertriebenen aus Ostpreußen, die Wohnungsnot und der Hunger machen den Menschen schwer zu schaffen. Auch die junge Netti hat auf der Flucht alles verloren. Immerhin ergattert sie für sich und ihre Familie ein ungeheiztes Zimmer auf einem Bauernhof, willkommen sind sie dort aber nicht.
Als der britische Besatzungsoffizier Alan Thompson ihr die Stelle als Haushälterin in seiner Offiziersvilla anbietet, nimmt sie dankbar an. Die Arbeit macht ihr nichts aus, doch Thompsons kühle, abweisende Art macht ihr zunehmend zu schaffen. Bis eines Abends Gäste in seinem Haus sich respektlos über die junge Deutsche äußern und er sie in Schutz nimmt …
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
09.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Das Mädchen aus Ostpreußen
Ist ein sehr schönes, interessantes und sehr spannendes Buch. Es weckt die Neugier durch die abwechselnde Geschichte zwischen Oma und Enkelin. Dann die Geschichte der Oma, als Flüchtling von Ostpreußen. Sehr nachdenkend
Ele
aus xxx
5/5
15.04.2023
Buch (Taschenbuch)
Bewegende Familiengeschichte
Das Mädchen aus Ostpreußen, Familienroman von Karin Lindberg, Ebook von Tinte & Feder.
Ein bewegendes Familienepos um Verlust und die Suche nach Glück.
Johanna hat sich von ihrem Freund getrennt, sie wollte nicht länger die heimliche Geliebte eines verheirateten Arztes sein. Um ihm aus dem Weg zu gehen kündigt sie Job und Wohnung. Sie flüchtet sich auf den Hof ihrer Großeltern. Dort stürzt sie sich in die Vorbereitungen für die Geburtstagsfeier ihres Großvaters und entdeckt dabei Bilder und Postkarten von britischen Soldaten und ihrer Großmutter. Hat ihre Oma eine geheime Vergangenheit? Johanna versucht nun dieses Geheimnis zu ergründen.
Schon zu Beginn hat mich der flüssige und bildhafte Schreibstil der Autorin gefallen, die Eindrücke und Schilderungen hatte ich direkt vor Augen. Sofort war ich im Lesefluss. Die Naturbeschreibungen haben mich entspannt lesen lassen - ein Wohlfühlbuch.
Die Geschichte ist in zwei Zeitebenen aufgeteilt. Insgesamt besteht das Buch aus 25 Kapiteln, die jeweils mit Ort und Datum überschrieben sind. Abwechselnd erfährt der Leser das Geschehen in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Ich schätze Bücher die in zwei Erzählebenen berichten ganz besonders, wenn wie in vorliegendem Buch die einzelnen Erzählstränge an extrem spannenden Stellen enden, das steigert die Lesegeschwindigkeit enorm. Mir haben die Geschehnisse aus der Vergangenheit weit besser gefallen, als der Plot in der Gegenwart. Was Netti und ihre Angehörigen nach ihrer Flucht aus Ostpreußen in Lüneburg erlebt haben, war sehr emotional und ergreifend. Die Schilderungen wie es den Flüchtlingen erging und wie sie von den Ansässigen behandelt wurden hat mich zutiefst berührt. Sehr authentisch und glaubhaft erzählt. Doch auch wie die Besatzungssoldaten, in diesem Fall britische, über die Kriegsverlierer gedacht und wie sie mit ihnen umgegangen sind war erschütternd. Auch die Lovestory ging mir nahe. Dagegen waren Johannas Erlebnisse in der Gegenwart eher eine leichte Liebesgeschichte. Die Stärke des Buches liegt auf jedem Fall im historischen Teil. Der Leser bekommt hier zwei Liebesgeschichten in einem Band geliefert. Meine Lieblingsfigur war auf jeden Fall Netti, die niemals aufgibt und selbstlos das Wohlergehen ihrer Familie über eigenes Glück stellt. Doch auch Walter der sich mit einem stillen Glück zufriedengibt und sich gegen seine eigene Mutter behauptet, hat meinen vollen Respekt verdient. Auch Rike, Paul Helmut und Jakob fand ich gelungene Charaktere, gerne habe ich sie durchs Buch begleitet. Alle Charaktere handeln nachvollziehbar und logisch.
Mir hat die Lektüre viel Spaß gemacht, ich habe mit den Figuren gelacht und geweint. Spannung hat sich ziemlich schnell eingestellt und blieb bis zum Schluss. Ich konnte den Reader kaum aus der Hand legen. Wer emotionale Familiengeschichte mag, ist hier richtig. Von mir 5 Sterne.
Bibabuch
aus Lüneburg
5/5
10.04.2023
Buch (Taschenbuch)
Ich bin begeistert
Dieses Buch hat mich so mitgerissen und begeistert, ich kann einfach nur davon schwärmen.
Als Lüneburgerin hatte ich natürlich einen Heimvorteil und kannte Gebäude, Geschäfte und erwähnte Personen. Außerdem gehöre ich selbst zu den Enkelinnen, die nie die Großeltern gefragt haben, und die auch nie erzählt bekommen haben, was 1945 alles geschah. Das Buch hat sehr viel zum Verständnis mancher Begebenheiten beigetragen und meinen Blickwinkel verändert.
Wenn ihr euch also für die Zeit um 1945 interessiert, dann greift unbedingt zu. Zum Schluss sei noch erwähnt, dass auch die Liebe in diesem Buch nicht zu kurz kommt.
Dirk Heinemann
aus Hohe Börde
5/5
08.04.2023
Buch (Taschenbuch)
Eine ergreifende Geschichte in zwei Zeitebenen
Lüneburg 1945: Zum Ende des zweiten Weltkriegs flüchten Tausende aus Ostpreußen vor der Roten Armee. Unter ihnen sind auch die junge Netti mit ihrer Familie. Sie landen in Lüneburg. Nach mehreren Umzügen von einem schäbigen Zimmer zum nächsten, ergattern sie endlich ein Zimmer über dem Stall eines Bauernhofes. Dieses ist unbeheizt und eng, aber sie haben ein Dach über dem Kopf.
Als Nettis Neffe Helmut von den englischen Besatzern aufgegriffen wird, befürchtet sie schon das Schlimmste. Doch er kommt mit einer Strafarbeit davon. Durch den Kontakt zu den Soldaten hat Netti das Glück, eine Anstellung als Hausmädchen bei Major Alan Thompson zu bekommen. Obwohl dieser alle Deutschen hasst, ist Netti froh diese Stelle zu haben. Dank dem verdienten Geld, schafft es ihre Familie, sich halbwegs über Wasser zu halten. Doch dann erkrankt ihre Schwägerin Otti schwer und Netti soll ihr Medikamente besorgen.
Lüneburg 1993: Johanna hat ihren Job gekündigt und sich von ihrem Freund getrennt. Nun ist sie auf dem Weg zu ihrer Oma Netti nach Lüneburg, um dort erstmal einige Zeit zu bleiben. Wie wird es wohl sein, die alten Freunde wiederzusehen? Damals ist sie überstürzt aufgebrochen.
Als sie mit ihrer Oma nach alten Fotos für Opa Walters 75. Geburtstag sucht, stoßen sie auf eine Blechkiste, doch ihre Oma packt diese schnell wieder fort. Was hat es wohl damit auf sich? Johanna will der Sache auf den Grund gehen.
Karin Lindberg erzählt die Geschichte um Netti und ihre Enkelin Johanna in gewohntem flüssigen Schreibstil. Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitebenen, die sich immer wieder abwechseln. So begleiten wir Netti durch die schwere Zeit zum Ende des zweiten Weltkriegs. Auf der anderen Seite erleben wir Johanna in den Neunziger Jahren, was aus heutiger Sicht ja ebenfalls eine Zeitreise darstellt. So begegnen wir z.B. auch dem geliebten Walkman, unter dem sich die heutige Jugend sicher nichts mehr vorstellen kann. Die verwendete Sprache der Zeitebenen variiert leicht, so dass man sehr gut in die jeweilige Epoche eintauchen kann.
Das Buch "Das Mädchen aus Ostpreußen" ist ein historischer Roman in dem viele Emotionen verarbeitet wurden. Wir erleben viel Leid und Sorge um vermisste Angehörige. Doch es wäre kein Roman von Karin Lindberg, wenn es nicht auch um die Liebe gehen würde. Herausgekommen ist eine gute Mischung. Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich empfehle es gerne weiter. Von mir gibt es volle 5 Sterne.
Bewertung
aus Tönisvorst
5/5
18.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Eins der besten Bücher von Karin Lindberg
Ich lese seit 2019 Bücher von @karinlindberg und ich liebe ihre Bücher . Das neue Buch ist nicht das typische "Gute-Laune-Buch" sondern geht viel tiefer, denn ein Teil spielt in Lüneburg sofort nach den 2 Weltkrieg, der andere 1993. (meine geliebten 90iger)
Kurzbeschreibung:
Lüneburg 1945: Die Hansestadt ist überfüllt mit Vertriebenen aus Ostpreußen, die Wohnungsnot und der Hunger machen den Menschen schwer zu schaffen. Auch die junge Netti hat auf der Flucht alles verloren. Immerhin ergattert sie für sich und ihre Familie ein ungeheiztes Zimmer auf einem Bauernhof, willkommen sind sie dort aber nicht.
Als der britische Besatzungsoffizier Alan Thompson ihr die Stelle als Haushälterin in seiner Offiziersvilla anbietet, nimmt sie dankbar an. Die Arbeit macht ihr nichts aus, doch Thompsons kühle, abweisende Art macht ihr zunehmend zu schaffen. Bis eines Abends Gäste in seinem Haus sich respektlos über die junge Deutsche äußern und er sie in Schutz nimmt …
Meine Meinung:
Das Cover ist farblich perfekt abgestimmt und macht neugierig, würde es in der Buchhandlung auf jeden Fall genauer unter die Lupe nehmen und die Kurzbeschreibung würde mich auf jeden Fall zum Kauf verführen.
Das Buch wechselt in jeden Kapitel die Zeitebenen, die Übergänge sind fließend, aber auch sehr fies, denn man möchte wissen, wie es weiter geht. Das Buch ist so fesselt, dass die Zeit regelrecht verflogen ist, man möchte endlich die Geschichte beenden, aber ist tief traurig, wenn das Buch aus ist.
Karin Lindberg hat einen flüssigen, lockern Schreibstil, sie schafft es mit Worten, dass ich das Gefühl habe, hautnah dabei zu sein. Die Protagonisten waren für mich reale Personen, ich bin einen riesen Fan von Netti. Sie ist mutig, voller Lebenswille und schafft es dadurch sich und ihre kleine Familie am Leben zu erhalten und das war alles andere als einfach.
Das Buch hat wirklich alles was man sich wünscht, Spannung, Liebe, Drama und Freundschaft. Dazu kommt das die Autorin Fakten in die Geschichte einfließen lässt, z.B. der Tod von Himmlers, das macht alles noch realer.
Die Buchabschnitte, die 1993 spielen sind auch spannend, denn Johanna versucht die "Geheimnisse" der Oma aufzudecken und Ordnung ins eigene Leben zu bekommen, was nicht so einfach ist, denn die Vergangenheit taucht immer in den ungünstigen Momenten auf.
Dieses Buch ist wirklich eine Lesemuss, klar bin ich der Meinung, dass jeder die Autorin kennen sollte, aber das Buch spielt wirklich noch mal in einer ganz andern Liga. Aber vorsichtig am Ende braucht ihr ein Taschentuch!
Ich würde am liebsten mehr Sterne verteilen, aber leider hab ich nur diese 5 zur Verfügung. Wobei der Teil von 1945 bekommt und 1993 auch noch mal, sind also insgesamt 10.
Gruß Nina
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