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Das Schweigen des Wassers Kriminalroman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.03.2024

Verlag

Tropen

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,5/13,4/3 cm

Gewicht

414 g

Farbe

Aubergine

Auflage

3. Druckaufl. 2024

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50194-0

Beschreibung

Rezension

»Susanne Tägder […] zeigt sich als sensible Erzählerin mit großem Respekt vor ihren vielfach gebrochenen Figuren. Ein wertvoller Roman, der sehr genau die Befindlichkeiten einer schwierigen Umbruchszeit in den Blick nimmt.« Silke Arning, SWR Kultur, 27. April 2024 ("SWR Kultur")
»Immer knapp und fokussiert, schnörkellos und treffsicher auf den Punkt gebracht - das ist Susanne Tägder.« Peter Scherrer, NDR Kultur, 18. März 2024 ("NDR Kultur")
»Tägders zwischen Poesie und Realismus schwebender Sound kann süchtig machen.« Christian Schröder, Tagesspiegel, 04.03.2024 ("Tagesspiegel")
»[Ich habe] eine Autorin entdeckt, die mich ziemlich begeistert hat, […] eine ganz große Entdeckung […]. Eine unglaublich gute Erzählerin, die in einer ruhigen, sachlichen, nie ausufernden und total realistischen Art erzählt.« Dora Heldt, Dora Heldt trifft, 26.06.2025 ("Dora Heldt trifft")
»Tägder gelingt es in ihrem ersten Krimi vorzüglich, die Stimmung kurz nach der deutschen Wiedervereinigung abzubilden.« Susanne Schramm, Aachener Zeitung, 13. Mai 2024 ("Aachner Zeitung")
»Nicht nur, dass Susanne Tägder einen Tatsachenfall für ihren neuen Roman zugrunde legt, auch im Stil, Tempo und der lange Zeit unübersichtlichen Ermittlungen gelingt es ihr, die Atmosphäre der Wendejahre, die fast allmächtige Welt der Polizei und der Stasi zu DDR Zeiten auf den Punkt zu erzählen.« Michael Lehmann-Pape, Buchtips, 29. April 2024 ("buchtips.net")
»Susanne Tägder versteht es, ebenso präzise wie beiläufig zu erzählen und die großen Umbrüche nach der Wende in starken Bildern und feinsinnigen Beobachtungen einzufangen.« Silke Arning, SWR Kultur, 27. April 2024 ("SWR Kultur")
»Wunderbar gemacht, ganz tolle Sprache. Wirklich ein richtiger Hochgenuss für Leute, die auch gerne […] literarische Krimis lesen.« Andrea Biedermann, SWR, 24. April 2024 ("SWR")
»[Mit großer erzählerischer Ruhe und Gespür für Timing.] Politisch brisant und hervorragend auch in der Beschreibung des Misstrauens zwischen Ost und West in den 90er-Jahren. Susanne Tägder zeigt mit ihrem ersten Krimi großes Talent, eine Geschichte nicht nur raffiniert zu entwickeln, sondern auch die politischen Umstände zu beleuchten.« Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 02. April 2024 ("NDR Kultur")
»Mit einem genauen Blick für die Figuren, einer wunderbar lakonischen Sprache, beschreibt Tägder auf der einen Seite eine Welt, in der noch nichts sicher ist und alles in Bewegung.« Tobias Rapp, Der Spiegel Kultur, 27. März 2024 ("Spiegel Kultur")

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.03.2024

Verlag

Tropen

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,5/13,4/3 cm

Gewicht

414 g

Farbe

Aubergine

Auflage

3. Druckaufl. 2024

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50194-0

Herstelleradresse

Tropen
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

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  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    13.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Einen Mord mit einem Mord verstecken

    Susanne Tgder legt hier ihren ersten Krimi vor und ich war sehr gespannt, eine neue Autorin kennenzulernen. Kriminalhauptkommissar Groth aus Hamburg kehrt in seine Heimatstadt Wechtershagen in Mecklenburg zurück - als Aufbauhelfer Ost. Die Wende liegt erst wenige Jahre zurück und aus den ehemaligen Volkspolizisten sollen moderne Ermittler mit westdeutschen Methoden geschult werden. Eine sehr zähe Aufgabe, denn vor allem in den älteren Polizisten sind die alten Vorgehensweisen tief eingebrannt. Groth begegnet im Hof des Polizeireviers ein Odachloser, Siegmar Eck, der sich verfolgt fühlt. Groth weiss nicht recht, was er davon halten soll. Dann ist Eck, der im Sommer als Bootsverleiher arbeitet, zwei Tage später tot, scheinbar im See ertrunken. Er, der gemäss der Aussage der Kellnerin Regine Schadow aus dem Ausflugslokal am See, ein hervorragender Schwimmer gewesen ist. Die Autorin erzählt sehr ruhig und schnörkellos und aus dieser gradlinigen Sprache erwächst ein Sog, zunächst sehr zurückhaltend, dann aber von Seite zu Seite mit grösserer Kraftentwicklung. Die Beobachtungen lassen mich an Geoerges Simenon denken - es ist das eigentlich Unscheinbare, welches packende Stimmungsbilder zeichnet und die Charaktere der Protagonisten sehr nah und lebendig beleuchtet wie Groths Kollegen Gerstacker, der das System der Volkspolizei bestens aus langjähriger Erfahrung bestens kennt. Zur unmittelbaren Nähe mag auch die Tatsache beitragen, dass Susanne Tägder im Präsens erzaählt. Aus den Seiten steigt der Mief der Kleilichkeit, der Trostlosigkeit, des Wegduckens, des Vertuschens und des Schweigens auf, gepaart mit tiefem Misstrauen gegen alle und alles, was aus dem Westen kommt. Die Menschen sind gefangen in ihrer Vergangenheit als DDR, die sie fürchteten und auch hassten, aber dennoch nicht ablegen können, jetzt, da sie doch frei sind. Nicht nur das, die Autorin zeigt uns mit erschreckender Klarheit, wie alte Seilschaften nach der Wende chamäleonhaft weiterfunktionieren, ja sogar prächtig gedeihen. Die DDR ist nicht mehr, aber die DDR lebt weiter.I n ihrem Weltbild, in ihrem Denken. Mit enormer Beharrlichkeit kommen Grozh und Gerstacker dem Mörder Ecks auf die Spur, um hinter diesem Mord einen ganz andere Mord zu erkennen. Ich finde dieses Erstlingswerk sehr beeindruckend! Ja, ich darf sagen, garndios. Ein Scheinwerfer auf die j¨üngere deutsche Geschichte. Unbedingt lesenswert! Ich hoffe, von Susanne Tägder noch viel lesen zu können.

  • Streiflicht

    5/5

    26.07.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Spannend und poetisch…

    Spannend und poetisch zugleich Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, weil ich zu jung bin, um mich an die DDR oder das, was direkt danach kam, zu erinnern. Zugleich finde ich es aber sehr, sehr interessant, es ist ja unsere deutsche Geschichte. Ich mag es, mich der Geschichte in Form von Romanen zu nähern, die mich unterhalten, zugleich aber auch Wissen vermitteln. Hier ist es der Autorin sehr gut gelungen, die Atmosphäre der Zeit, die Probleme, die daraus resultierten, dass man zwei so verschiedene Regime versuchte unter einen Hut zu bringen, und das Leben damals darzustellen. Es wirkt nie aufgesetzt oder seltsam, sondern man ist immer ganz nah dran und fiebert richtig mit. Die Geschichte ist total spannend und sehr vielschichtig. Ich habe gelesen, dass die Geschichte auf einem wahren Fall beruht und das finde ich umso interessanter. Siegmar Eck wird tot aufgefunden, aber warum? War es wirklich nur ein tragischer Unfall? Und welches Geheimnis hat Regine, die junge Servierkraft aus der "Erholung"? Der Erzählstil der Autorin ist unfassbar schön, man könnte auch poetisch sagen. Für mich war es ganz wunderbar zu lesen, sie beschreibt banale Alltagssituationen ganz anschaulich und detailverliebt. Zusammen mit der wunderbaren Stimme des Erzählers entstanden in meinem Kopf durch diese Beschreibungen realistische Bilder. Ich sah mich mit Regine am Wasser des Sees stehen, ich spürte die Kälte und den Regen im Herbst. Man sieht durch die Brille der Figuren, die so authentisch und real wirken, dass man richtig mitfühlen kann. Einfach toll! Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Band mit Arno Groth, der eine unfassbar sympathische Hauptfigur ist!

  • MoMe

    5/5

    12.07.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein tiefschürfender Kriminalroman

    Der Einstieg ist ruhig und dennoch sofort atmosphärisch. Die Geschichte beginnt 1980 mitten in der DDR. In nur wenigen Szenenbildern wird deutlich, wie es damals so lief. Wie die Polizei arbeitete, welche Regeln es für Journalisten gab und was passierte, wenn sich jemand nicht daranhielt. Gleichzeitig ahne ich, dass die Ereignisse entscheidend für die Geschehnisse des Herbstes 1991 sein könnten. Ab Kapitel 1 wechselt Das Schweigen des Wassers zu den Anfängen der Neunzigerjahre. Erzählt wird Das Schweigen des Wassers aus zwei Perspektiven. Der große Handlungsfaden gehört Arno Groth, Kriminalhauptkommissar und Aufbauhelfer Ost in der fiktiven Stadt Wechtershagen. Er ist ein Außenseiter, die ostdeutschen Kollegen meiden ihn. Groth ist einsam und er vermisst schmerzlich seine tote Tochter Saskia. Was genau geschehen ist, wird erst später kurz thematisiert. Saskia ist ein wichtiger Teil von Groth und durch den beinah beschaulichen Einstieg habe ich Zeit, den Kriminalhauptkommissar in Ruhe kennenzulernen. Der kleinere Handlungsfaden gehört der Servicekraft Regina Schadow. Sie wirkt undurchsichtig. Es umgeben sie so einige Geheimnisse, die sie nicht preisgibt, was meine Mutmaßungen über sie befeuern. Durch Das Schweigen des Wassers führt der personale Erzähler, der mir zum einen die Nähe zu den beiden Protagonisten ermöglicht, zum anderen auch eine faszinierende Distanz schafft. Ich habe beim Lesen nicht das Gefühl, mit einen von ihnen Freundschaft zu schließen. Passend zur eher tristen Atmosphäre sind die beiden kein Sonnenschein. Alles wirkt bedrückend und leicht behäbig. Die Ermittlungsmethoden aus den 1990er-Jahren faszinieren mich, ebenso das Kompetenzgerangel zwischen den neuen Kollegen. Die deutsch-deutsche Geschichte in ihren Anfängen wird düster gezeichnet. Der Kriminalroman kommt ohne Effekthascherei und raffiniert angelegten Plot Twists aus. Die Erzählart ist unaufgeregt und doch mitreißend. Die Feinheiten des Falls werden authentisch dargestellt und es bedrückt zu lesen, wie jemand völlig unschuldig eines schweren Verbrechens beschuldigt wird. Was nicht passt, wird passend gemacht. Die Konsequenzen davon wabern durch die Geschichte so schwer und beklemmend, dass ich einfach wissen muss, wie alles enden wird. Zwischenmenschliche Beziehungen stehen im Vordergrund, aber auch die Frage nach Heimatgefühl und wie es sein kann, dass ein Fall erst Jahre später wieder in den Fokus rücken kann, vielleicht auch muss, damit endlich so etwas wie Frieden einkehren kann. In diesem Kriminalroman und auch in dem wahren Verbrechen, welches Das Schweigen des Wassers zugrunde liegt, gibt es nicht nur ein Opfer. Die wahre Tragödie offenbart sich mit jeder gelesenen Seite mehr und mehr, schnürt mir dabei die Kehle zu. Und dazu bedarf es eben keiner adrenalinpeitschender Erzählart. Das Ende ist genauso unglamourös wie die Geschichte selbst. Es ist ernüchternd und doch zündet da ein Funken Hoffnung. Manchmal bedarf es Geduld, teilweise jahrzehntelange Geduld, bis ein Verbrechen aufgeklärt werden kann. Aber nicht immer kann es auch gesühnt werden. Mich lässt die Geschichte nicht mehr los und so recherchiere ich selbst ein bisschen zu den Hintergründen des True Crime Falles. Obwohl Susanne Tägder einen fiktiven Ort und Charaktere erschaffen hat, die nur an die Wahrheit angelehnt sind, so gelingt es ihr mit viel Fingerspitzengefühl das Unglück um Karin Grabowski und Werner Engler einzufangen. Sie bleibt bei ihrer Geschichte ganz dicht an den Ereignissen dran, formt nur wenig zu ihren erzählerischen Zwecken um. Am meisten beeindruckt mich, wie sie die Gefühle der wahren Personen in Das Schweigen des Wassers verarbeitet hat und in mir damit tiefe Betroffenheit auslöst. Fazit: Das Schweigen des Wassers ist ein ruhiger, aber tiefschürfender Kriminalroman. Hier gibt es keine reißerischen Spezialeffekte, sondern eine fiktionale Abbildung eines Verbrechens, dessen Tragödie einen bedrückenden Umfang genommen hat.

  • Bewertung

    5/5

    18.06.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr erfreut - eigentlich nicht so sehr „Krimi“

    Ich habe nun den „Krimi“ fertig gelesen, der hat mir sehr gut gefallen. Eigentlich lese ich nicht so gerne Krimis, finde sie manchmal mühsam, wenn immer nur nachträglich reflektiert wird. Aber der hat ein eigenes Geschehen, was beim Lesen spannend bleibt und ist in der Beobachtung der Figuren und Handlungen so schön genau geschrieben, mit Blick für Kleinigkeiten, das fand ich sehr beeindruckend. Insgesamt sehr erfreulich!

  • Marita Robker-Rahe

    aus Belm

    5/5

    15.06.2024

    Buch (Taschenbuch)

    grandios

    Etwas abgeschreckt von den eher mittelmäßigen Bewertungen, habe ich" Das Schweigen des Wassers" immer wieder auf meinem Bücherstapel nach unten gelegt und muss jetzt nach dem Lesen dieses Buches sagen, ein Fehler. Mich hat dieses Buch von Anfang an begeistert durch die Atmosphäre, die dieses Buch heraufbeschwört, aber auch durch den Schreibstil der Autorin. Ja , es ist ein ruhiger Krimi, der keine großen Spannungskurven aufzeigt, wie es bei Thrillern oft der Fall ist, die einen durch das Geschehen peitschen, aber es ist ein Buch das mir in Erinnerung bleiben wird und das ist mir mehr wert, als ein kurzzeitig hoher Adrenalinspiegel. Das Buch spielt kurz nach der Wende in einem kleinen Ort, Wechtershagen, in Mecklenburg. Kommissar Groth ist frisch aus Hamburg eingetroffen und soll hier Kollegen schulen. Sein Start ist nicht einfach, da ein Wessi, der mal wieder alles besser weiß, nicht unbedingt mit Kaffeee und Kuchen begrüßt wird Die Stimmung ist eher verhalten misstrauisch. Mit seinem Auftauchen im Kommissariat wird gleich ein Toter an einem See gefunden, der Bootsverleiher Eck, der Groth kurz vorher angesprochen hat, dass er sich verfolgt fühlt. Da er sehr abgerissen aussah und auch nach Alkohol roch, hat Groth es zur Kenntnis genommen , aber nicht viel unternommen. Jetzt ist Eck tot und Groth macht sich Vorwürfe und ermittelt mit einem Kollegen. Dass er bei den Ermittlungen einiges lostritt und sogar die Verbindung zu einem alten Fall aufdeckt hat er nicht erwartet, macht das Ganze aber auch nicht einfacher. Dieses Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Groth war für mich eine gandios beschriebene Figur, die ich mir bildlich vorstellen konnte. Der ganze Krimi ist durchzogen vom Mief der emaligen DDR, was der Autorin mehr als gut gelungen ist darzustellen. Die Sprache ist onch noch zu erwähnen, denn es hat einfach Spaß gemacht diese gelungen Sätze zu lesen, die ich mir so manches Mal auf der Zunge zergehen ließ. Das Ende des Buches lässt hoffen, dass es der Beginn einer Reige um den Kommissar Groth ist. Ich bin dabei und warte sensüchtig auf Band 2.

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