In einem Baumhaus hoch oben in den Wipfeln eines idyllischen Hains lebt Familie Lawson: Vater Giovanni Lawson ist ein Roboter, sein Sohn Victor Lawson ist ein Mensch. Mit ihnen wohnen dort noch ein Pflegeroboter mit einem leichten Hang zum Sadismus und ein schüchterner kleiner Staubsauger. Eines Tages entdeckt Vic einen beschädigten Androiden namens Tom im Wald und repariert ihn. Dann wird Giovanni von seiner Vergangenheit eingeholt und in die Stadt der elektrischen Träume verschleppt, wo er neu programmiert werden soll. Gemeinsam mit seiner Patchworkfamilie begibt sich Victor auf die gefährliche Reise, um Giovanni zu retten. Und inmitten widersprüchlicher Gefühle von Verrat und Zuneigung zu Tom muss Victor für sich selbst entscheiden: Kann er eine Liebe mit Bedingungen akzeptieren?
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
48 Bewertungen
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Dystopie mit Niedlichkeitsfaktor
Bewertung am 18.05.2023
Bewertungsnummer: 1944032
Bewertet: eBook (ePUB)
Meine 5 Sterne beziehen sich auf die originellen Figuren, von denen auch diese TJ Klune Geschichte lebt. Das drumherum wird durch die Erzählung lebendig und man ist mitten im Geschehen drin. Ich habe mich allerdings gefragt, woher denn die Energie kommt, die z.B. zum Aufladen benutzt wird.
Für die deutsche Übersetzung würde ich gerne ein paar Sterne von meiner Bewertung abziehen. Auch für die Gestaltung. Was soll dieser pinke Sticker auf diesem wunderschönen Cover?
Bei der Übersetzung hätte ich mir einen anderen Titel gewünscht, wenn man schon nicht den Originaltitel "In The Lives Of Puppets" übernehmen konnte. Was ist an der Reise denn bitte "unerhört"? Auch wenn ich verstehe, dass man einige Namen der Figuren nicht 1:1 übernehmen konnte, um die Abkürzungen verständlich zu machen, so hätte ich mir z.B. für TOM auch das Original HAP ( Hysterisch-agressive Marionette =HAM) vorstellen können.
Interessante und dunkle Zukunftsvision
RomanTipps am 08.02.2026
Bewertungsnummer: 3039555
Bewertet: eBook (ePUB)
“Die Reise der Familie Lawson” von T. J. Klune ist ein Science-Fiction-Roman, Einzelband und mittlerweile das dritte Buch, das ich von dem Autor gelesen habe, und überzeugt wieder mit einer ungewöhnlichen und absolut faszinierenden Geschichte, liebevollen Charakteren, interessanten Fragestellungen und einem ganz besonderen Schreibstil.
In “Die unerhörte Reise der Familie Lawson” wird die Geschichte aus der Sicht von Victor Lawson in Form des personalen Erzählers erzählt. Victor und seine Familie – bestehend aus seinem gutmütigen und ruhigen Ziehvater Giovanni, der Erfinder ist, dem Krankenpflegeroboter Schwester Grob, die gerne boshafte Scherze macht, und dem kleinen, liebevollen und ängstlichen Staubsaugerroboter Rambo – leben mitten im Wald in einem riesigen Baumhaus. Sie scheinen die einzigen “lebenden” Wesen zu sein. Eines Tages findet Victor auf einem verlassenen Schrottplatz einen beschädigten Androiden namens Tom, der seine Erinnerung verloren hat, und repariert ihn. Doch kurz darauf tauchen andere Androiden auf, zerstören ihr Zuhause und entführen Giovanni, um ihn in die Stadt der elektrischen Träume zu bringen, wo er umprogrammiert werden soll. Um ihn zu retten, begeben sich Victor und die anderen auf eine lange, abenteuerliche und gefährliche Reise. Dabei finden sie heraus, dass Giovanni die ganzen Jahre ein dunkles Geheimnis gehütet hat, welches auch mit Tom zu tun hat. Und bald muss Victor für sich entscheiden, ob der Verrat mehr wiegt als seine Liebe.
Die Idee, die hinter allem steckt, diese Welt, die Zukunft, in welcher die Geschichte spielt, ist wirklich eine krasse, faszinierende und dunkle Zukunftvision. Zu viel möchte ich hierüber nicht erzählen, weil der Leser während der Geschichte nach und nach erfährt, was “damals” passiert ist und wie das Leben in dieser Welt überhaupt “aussieht”, was die Spannung steigert. Was mir auch gefallen hat, sind die Fragestellungen, die während der Handlung aufkamen. Kann man jemanden, den man liebt und der etwas Unverzeihliches getan hat, jemals vergeben? Gibt es auch einen anderen Weg? Kann man sich selber verzeihen? Kann ein Androide seine Programmierung überwinden? Auch Klunes Schreibstil ist wieder wunderbar und emotional. Hier und da ist Humor eingebunden. Was die beiden Roboter (Schwester Grob und Rambo) betrifft, so wurden sie für mich zu einem ganz besoderen Highlight – sie sind mir richtig ans Herz gewachsen!
Allerdings gab es hier leider auch viele Stellen, die mir langatmig vorkamen und keine Spannung erschaffen konnten. So fand ich die Reise zur Stadt der elektrischen Träume gar nicht so unglaublich und abenteuerlich, ebenso die Stadt an sich. Eher wirkt der Teil ziemlich schwunglos. Da hatte ich leider mehr erwartet. Das gilt auch für die Beziehung, die sich zwischen zwei Charakteren entwickelt.
Am Ende gibt es einen ganz guten Showdown und eine dramatische Szene, die mir das Herz schwer machen konnte. Was die Geschehnisse danach betrifft, so bekam ich ein ganz dumpfes Gefühl.
Fazit:
Ein interessante und dunkle Zukunftsvision, die gar nicht so abwegig ist, wenn man betrachtet, wie schnell sich die künstliche Intelligenz entwickelt. Ein Highlight des Buches: Die beiden Roboter Schwester Grob und Rambo! Einige langatmige Stellen sind auch vorhanden und ganz konnte mich die Geschichte nicht mitreißen, obwohl es durchaus sehr emotionale Szenen gibt, aber insgesamt war es ein gutes Leseerlebnis.
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