Was die drei Frauen zusammenführt und zu Freundinnen fürs Leben macht, sind Männer, der Krieg und ein Toter. Auf einem Feld unweit von Wien wird die Leiche eines amerikanischen Soldaten gefunden. Grete, die als Dolmetscherin für die US-Behörden arbeitet, findet Haare in der Hand des Getöteten, die sie bald auf die Spur von Vera bringen: Diese hat sich inzwischen nach Wien abgesetzt, wo sie Mali kennenlernt, die sie bei sich aufnimmt. Mali wiederum hat sich mit ihrem Sohn Robert vor der Roten Armee zu ihrer Tante in die Stadt geflüchtet. Davongelaufen ist sie auch vor dem Vater des Kindes, der Liebe ihres Lebens, den sie Robert verschweigt, auch dann noch, als er eines Tages vor ihrer Tür steht. Nur mit Vera und Grete teilt Mali ihr Geheimnis. Denn auch die Freundinnen haben welche.Libellen im Winter ist ein Roman über Freundschaft und Aufrichtigkeit, über das Beharren auf Selbstbestimmung und den Willen, sich treu zu bleiben, der Frauen dazu zwingt, sich außerhalb der Normen einzurichten. Damals wie heute.
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Libellen im Winter
Bewertung am 17.04.2023
Bewertungsnummer: 1923777
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Wien 1945: Der Anfang einer lebenslangen Freundschaft zwischen drei Frauen, die inmitten des zertrümmerten Wiens einen Neufang ohne Männer wagen. Freundschaft, Aufrichtigkeit und der Wille zu weiblicher Selbstbestimmung zwingt sie zu widerstehen, sich auch ausserhalb der Normen einzurichten. Alle drei bleiben sich treu. Alles damals wie heute aktuell. Gudrun Seidenauer schuf mitreissend einen einfühlsamen, Roman über Frauen in Kriegs- und Nachkriegszeiten. Lesenswert.
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