Produktbild: Clara und Rilke
Band 8

Clara und Rilke Eine Liebe zwischen Worten und Farben

10

14,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.08.2023

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

20,3/13,2/2,8 cm

Gewicht

350 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3580-4

Beschreibung

Rezension

»Lena Johannson erzählt die Geschichte einer ebenso romantischen wie zerstörerischen Liebe.« ("StodoNews")
»Ein wirklich lesenswertes biografisches Buch über ein tolles Künstlerehepaar!« ("@eulenhummel")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.08.2023

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

20,3/13,2/2,8 cm

Gewicht

350 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3580-4

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • hasirasi2

    aus Dresden

    4/5

    29.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Zusammen und doch frei

    „Warum sollte er nur eine Muse haben? Die Blonde und die Dunkle waren wie zwei Hälften, die sich zu einer perfekten Frau ergänzten.“ (S. 173) Die Bildhauerin Clara Westhoff und die Malerin Paula Becker verbindet eine tiefe und innige Freundschaft, als sie 1900 in Worpswede den Lyriker Rainer Maria Rilke kennenlernen. Während er schon erste Erfolge feiert, haben es die Frauen trotz Ausbildung in München, Worpswede, Leipzig und Paris schwer, als Künstlerinnen angesehen zu werden und nicht nur als Frauen, die sich die Zeit bis zur Ehe vertreiben. Dabei ist das für sie keine Option, sie wollen sich nicht zwischen einem Mann und ihrer Arbeit entscheiden müssen. „Aber ihr Leben sollte der Kunst gehören, niemandem sonst!“ (S. 123) Rilke sieht das ganz ähnlich, auch für ihn stehen seine Arbeit und seine Bedürfnisse an allererster Stelle, es sei denn: „Wenn mir die eine begegnet, die in meine Welt der Poesie eintauchen und darin leben mag, dann wäre das ein großes Glück.“ (S. 126) Ich muss zugeben, dass Rilke in der Schule nur kurz behandelt wurde, ich von seiner Frau bis zu diesem Buch noch gar nicht gehört hatte und darum unvoreingenommen an diesen Roman herangehen konnte. Es ist die Geschichte einer großen Frauenfreundschaft, die ohne Männer vielleicht ein ganzes Leben lang gehalten hätte. Doch Paula verguckte sich in den verwitweten Otto Modersohn und Clara verliebt sich schon bei Rilkes erstem Gedicht in ihn. Eine Zeit lang versuchen die Freundinnen, das voreinander geheim zu halten. So wird Clara jedes Mal eifersüchtig, wenn sie Paula und Rilke zusammen sieht, und der genießt die Situation, befeuert sie zum Teil sogar. Es ist aber auch die Geschichte einer idealisierten Liebe, die in der realen Welt nicht bestehen konnte. Für Rilke war es wichtig, Rückzugsräume und Ruhe zu haben und Clara hat das verstanden. Sie hatten klare Vorstellungen von ihrer Ehe, wollten sich Freiräume zum Leben und Arbeiten lassen. Aber sie verdienten nicht regelmäßig und Rilke zog sich gern zurück oder flüchtete, wenn Probleme auftauchten. Lena Johannson beschreibt die drei Künstler, ihre Beziehungen untereinander und zu anderen und ihre Werke sehr bildlich und erzählt die Geschichte abwechselnd aus Claras und Rilkes Sicht, ergänzt durch seine Gedichte, wodurch man ihnen immer sehr nah ist und ihre Gedanken, Gefühle und Entwicklung miterlebt. Dabei kommt Rilke für mich nicht besonders gut weg. Er scheint sehr vergeistigt und lebensfremd, trauert dem Adel seiner Vorfahren und seiner letzten Liebe hinterher. Außerdem kann er schlecht mit Kritik umgehen und ist egoistisch. Für ihn ist es selbstverständlich, dass sich Clara um den schnöden Alltag kümmert. Sie hat es ihm mit ihrem zurückhaltenden und ausgleichenden Wesen aber auch leicht gemacht und gern alles Störende von ihm ferngehalten. Außerdem gewährt die Autorin einen schönen Einblick in das Flair, das damals in Worpswede herrschte, und die Künstler, die dort lebten und arbeiteten. Leider endet die Handlung schon 1903 und die Zeit bis zu Rilkes Tod wird nur noch im Zeitraffer im Epilog erzählt, das hätte für mich noch ausführlicher sein können. Mein Fazit: Ein spannende Romanbiographie über ein interessantes Künstlerpaar.

  • hasirasi2

    aus Dresden

    4/5

    29.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Zusammen und doch frei „Warum…

    Zusammen und doch frei „Warum sollte er nur eine Muse haben? Die Blonde und die Dunkle waren wie zwei Hälften, die sich zu einer perfekten Frau ergänzten.“ (S. 173) Die Bildhauerin Clara Westhoff und die Malerin Paula Becker verbindet eine tiefe und innige Freundschaft, als sie 1900 in Worpswede den Lyriker Rainer Maria Rilke kennenlernen. Während er schon erste Erfolge feiert, haben es die Frauen trotz Ausbildung in München, Worpswede, Leipzig und Paris schwer, als Künstlerinnen angesehen zu werden und nicht nur als Frauen, die sich die Zeit bis zur Ehe vertreiben. Dabei ist das für sie keine Option, sie wollen sich nicht zwischen einem Mann und ihrer Arbeit entscheiden müssen. „Aber ihr Leben sollte der Kunst gehören, niemandem sonst!“ (S. 123) Rilke sieht das ganz ähnlich, auch für ihn stehen seine Arbeit und seine Bedürfnisse an allererster Stelle, es sei denn: „Wenn mir die eine begegnet, die in meine Welt der Poesie eintauchen und darin leben mag, dann wäre das ein großes Glück.“ (S. 126) Ich muss zugeben, dass Rilke in der Schule nur kurz behandelt wurde, ich von seiner Frau bis zu diesem Buch noch gar nicht gehört hatte und darum unvoreingenommen an diesen Roman herangehen konnte. Es ist die Geschichte einer großen Frauenfreundschaft, die ohne Männer vielleicht ein ganzes Leben lang gehalten hätte. Doch Paula verguckte sich in den verwitweten Otto Modersohn und Clara verliebt sich schon bei Rilkes erstem Gedicht in ihn. Eine Zeit lang versuchen die Freundinnen, das voreinander geheim zu halten. So wird Clara jedes Mal eifersüchtig, wenn sie Paula und Rilke zusammen sieht, und der genießt die Situation, befeuert sie zum Teil sogar. Es ist aber auch die Geschichte einer idealisierten Liebe, die in der realen Welt nicht bestehen konnte. Für Rilke war es wichtig, Rückzugsräume und Ruhe zu haben und Clara hat das verstanden. Sie hatten klare Vorstellungen von ihrer Ehe, wollten sich Freiräume zum Leben und Arbeiten lassen. Aber sie verdienten nicht regelmäßig und Rilke zog sich gern zurück oder flüchtete, wenn Probleme auftauchten. Lena Johannson beschreibt die drei Künstler, ihre Beziehungen untereinander und zu anderen und ihre Werke sehr bildlich und erzählt die Geschichte abwechselnd aus Claras und Rilkes Sicht, ergänzt durch seine Gedichte, wodurch man ihnen immer sehr nah ist und ihre Gedanken, Gefühle und Entwicklung miterlebt. Dabei kommt Rilke für mich nicht besonders gut weg. Er scheint sehr vergeistigt und lebensfremd, trauert dem Adel seiner Vorfahren und seiner letzten Liebe hinterher. Außerdem kann er schlecht mit Kritik umgehen und ist egoistisch. Für ihn ist es selbstverständlich, dass sich Clara um den schnöden Alltag kümmert. Sie hat es ihm mit ihrem zurückhaltenden und ausgleichenden Wesen aber auch leicht gemacht und gern alles Störende von ihm ferngehalten. Außerdem gewährt die Autorin einen schönen Einblick in das Flair, das damals in Worpswede herrschte, und die Künstler, die dort lebten und arbeiteten. Leider endet die Handlung schon 1903 und die Zeit bis zu Rilkes Tod wird nur noch im Zeitraffer im Epilog erzählt, das hätte für mich noch ausführlicher sein können. Mein Fazit: Ein spannende Romanbiographie über ein interessantes Künstlerpaar.

  • J. Kaiser

    4/5

    28.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Künstlerliebe, Interessant, spannend

    Als der Dichter Rainer Maria Rilke die Bildhauerin Clara Westhoff kennenlernt ist er Feuer und Flamme für sie. Ihr erging es gleich als sie zum erstenmal ein Gedicht von ihm anhörte. Sie erliegt seinem Charme, obwohl er ihrer Freundin Paula Becker den Hof macht. Und es entspinnt eine intensive liebe zwischen den beiden. Dieses Buch erzählt ein Stück aus dem Leben von Rainer Maria Rilke und seiner Frau Clara. Beschrieben wird die Zeit des Kennenlernens und eine kurze Zeit der Ehe. Eindrücklich wird auf die Zeit in der Künstlerkolonie Worpswede eingegangen. Dabei lernt der Leser einige Personen aus dem Umfeld kennen. Die Beschreibung wird in der Wechsel Perspektive der Beiden erzählt. Damit wird man sehr gut eingebunden als Leser. Man wird in die Welt der Künstler mitgenommen, was ich toll fand.

  • Nathalie

    aus Traunstein

    5/5

    04.11.2023

    Hörbuch-Download

    Wunderschön und sehr interessant.

    Das Hörbuch "Clara & Rilke: Eine Liebe zwischen Worten und Farben" von Lena Johannson ist im Audiobuch Verlag erschienen und erzählt das Leben von Clara Westhoff und Rainer Maria Rilke. Zu Beginn hören wir, wie es Clara mit ihrem Studium in Paris ergeht. Mit welchen Regelungen sie sich als Frau rumärgern muss und welche Vorlieben sie in der Kunst so hat. Die Hauptgeschichte spielt überwiegend im Künstlerdorf Worpswede. Der Zusammenhalt dort und die Möglichkeiten sich künstlerisch zu entfalten werden toll rüber gebracht. Ein großer Teil der Erzählung zeigt, wie schwierig es ist, Freundschaft, Liebe, Kunst, Vorlieben, Zukunftspläne und die Finanzen unter einen Hut zu bekommen. Es wird erzählt, in welcher misslichen finanziellen Lage sich Rilke in Berlin befand, wie schwer es für Clara war, die Freundschaft zu ihrer besten Freundin Paula zu halten, weil beide andere Vorstellungen vom Leben der jeweils anderen hatten und wie das Künstlerdorf trotz aller Probleme trotzdem zusammen hilft. Mit der Sprecherin bin ich persönlich nicht ganz so warm geworden. Das hat aber an der Wirkung der Erzählung nichts geändert. Ich fand dieses Hörbuch sehr schön und interessant. Wer mehr über Rilke und Clara Westhoff erfahren möchte, sollte sich dieses Hörbuch auf jeden Fall anhören.

  • Isabel (engi)

    aus Bietigheim-Bissingen

    4/5

    05.02.2026

    Hörbuch-Download

    Ich bin zu Hause zwischen Tag und Traum ...

    Wer kennt ihn nicht, den begnadeten Lyriker und Schriftsteller Rainer Maria Rilke, der zu Lebzeiten immer wieder an seiner Rastlosigkeit und inneren Zerrissenheit zu scheitern droht. Geprägt durch eine nicht einfache Kindheit mit einer dominanten Mutter, entwickelt er über die Jahre seine eigene Überlebensstrategie. Der sensible Dichter sucht oft die Einsamkeit, bis eines Tages die junge Clara Westhoff in sein Leben gespült wird. Die Beiden lernen sich in der mitten im Teufelsmoor gelegenen Künstlerkolonie Worbswede kennen. Clara absolviert eine für Frauen der damaligen Zeit ungewöhnliche Ausbildung zur Bildhauerin und hatte das Glück, unter anderem unter dem sehr bekannten Auguste Rodin studieren zu dürfen. Clara und Rilke nähern sich an und bald schon entsteht eine tiefe Liebesbeziehung, die schließlich in der Heirat der Beiden im April 1901 ihre Vollendung findet. Doch Rilke scheint nicht für ein bürgerliches Leben geschaffen und trotz der Geburt der kleinen Tochter Ruth, beginnt die Ehe bald zu bröckeln … Nicht nur durfte ich dieses wunderbare Werk als Hörbuch genießen, ich hatte auch das unverschämte Vergnügen, mir den biografischen Roman in einer Lesung durch die Autorin selbst in Auszügen erzählen zu lassen. Die äußerst sympathische Autorin Lena Johannson schafft es fast spielerisch den Hörer, bzw. Leser in ihre Erzählung eintauchen zu lassen, neben der Geschichte selbst präsentiert sie auch verschiedene Kostproben der Dichtkunst Rilkes, was die Romanbiografie immer wieder auflockert. Während mich die Autorin zu 100% überzeugen konnte, bleibt das Hörbuch leider ein klein wenig hinter den Erwartungen zurück. Die große Aufgabe ihre Hörer mitzureißen, bewältigte die Sprecherin Xenia Noetzelmann nur bedingt. Dennoch vergebe ich für dieses Werk sehr gerne vier bewundernde Sterne verbunden mit einer absoluten Empfehlung an alle, die sich wie ich für das Leben und Wirken dieser beiden außergewöhnlichen Künstler begeistern können.

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