Seit seine Familie zerbrochen ist, kommt dem Pariser Makler Xavier das Leben ganz entzaubert vor. Da fällt ihm ein altes Teleskop in die Hände und lässt ihn den Blick endlich wieder auf Neues richten: Auf die Sterne, die Dächer von Paris und sein quirliges Stadtviertel, in dem ihm eine Nachbarin ganz besonders ins Auge sticht, und das nicht nur, weil in ihrer Wohnung ein echtes Zebra steht. Wenige Jahrhunderte zuvor bringt eben jenes Teleskop dem Astronomen Guillaume Le Gentil auf einer Indienreise ein ganz anderes Glück als das erhoffte... Charmant verquickt Antoine Laurain die Geschichten zweier unverbesserlicher Romantiker zu einem funkelnden Roman über das Suchen (und Finden) der Liebe.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bücher in meiner Hand
5/5
10.07.2023
eBook (ePUB 3)
Guillaume hat mich begeistert
Antoine Laurains neueste Geschichte wird in zwei Teilen gegliedert: die Gegenwart erzählt Xaviers Geschichte, die Vergangenheit die des Astronomens Guillaume Le Gentil. Jedes Kapitel wechselt ab, so dass auch bald klar ist, wem das alte Teleskop, das Xavier in einer von ihm verkauften Wohnung findet, ursprünglich gehörte.
Nämlich dem königlichen Astronom Le Gentil, der sich 1761 auf die Reise macht, um den Venus-Transit so nah wie möglich von Pondichéry in Südindien aus zu verfolgen. Doch nichts verläuft so wie geplant und Guillaume bleibt mehrere Jahre in der Gegend und erlebt so einiges in dieser Zeit.
Während wir nun also Guillaumes Abenteuer verfolgen, begleiten wir in der Gegenwart Xavier, der durch das Teleskop erst ein Zebra, dann eine Frau, die ihm den Kopf verdreht, erspäht. Er staunt nicht schlecht, als besagte Frau, die sich in seine Träume schlich, plötzlich in seinem Maklerbüro steht und eine neue Wohnung sucht.
Es ist mal wieder eine bezaubernde Geschichte, die sich Laurain ausgedacht hat. Mir hat vor allem Guillaume beeindruckt mit seiner Höflichkeit, seinem Optimismus und seinen Gedanken über den Himmel, Gott und das Leben.
Xaviers Geschichte fand ich auch schön, vor allem sehr passend und sehr typisch für Laurain, für mich hätte aber dieser Roman auch nur mit Guillaume funktioniert. Ein toller Charakter dieser Astronom!
Fazit: Laurain nimmt uns mit auf eine grosse Reise, die zwar aus den gewohnten Laurain-Bausteinen (leise melancholisch, leise humorvoll, laut charmant) besteht, mich hier vor allem mit der Vergangenheitsgeschichte total begeistert.
5 Punkte.
Fee04
5/5
05.07.2023
eBook (ePUB 3)
Transit
“Das Glück im Sternbild Zebra” von Antoine Laurain lässt die Sterne heller leuchten,
Der Autor verbindet die Geschichten aus ferner Vergangenheit und Gegenwart wie ein Paralleluniversum.
Die Zeit spielt eine andere Rolle.
Xavier ist Vater und geschiedener Makler und muss aus einer verkauften Wohnung in Paris ein Teleskop mitnehmen; eine wunderschöne Gelegenheit mit seinem Sohn das Sternenbild zu erforschen.
Selbst richtet er das Teleskop auf ein weit entferntes Haus in seinem Stadtviertel und erblickt eine wundervolle Frau, die etwas in ihm berührt. Als er ein Zebra in ihrer Wohnung erblickt, wird er neugierig und doch versteht er dieses Bild vor seinen Augen nicht. War es eine Täuschung? Was hat es mit dem Zebra auf sich?
Die Frau kommt gezielt in sein Büro und Xavier benimmt sich wie ein verliebter Tollpatsch. Das Chaos ist unabwendbar, oder doch?
Ein weiser alter Italiener beschreibt der Frau aus Xavier’s Teleskop den schönsten Liebesbeweis mit einfachen Worten. Er bittet jedoch darum, nicht Jahrhunderte auf die Liebe zu warten.
Wird ein Stern das Schicksal beeinflussen?
Der Astronom Guillaume Le Gentil begibt sich im 18. Jahrhundert mit diesem Teleskop auf eine abenteuerliche Reise in Richtung Indien, er reist im Auftrag des Königs um den Venustransit aufzuzeichnen. Widrige Umstände kommen ihm in die Quere und doch gibt er nicht auf. Zwischen allen Turbulenzen beschäftigt sich Guillaume mit dem Leben und seinen Reisen in den indischen Meeren.
Ein weiser Mann sagt Guillaume voraus, dass er seinem Glück und seiner Liebe am Ende der Reise begegnet.
Was auch immer dies zu bedeuten hat.
Der Roman wird in zwei verschiedenen Zeiten erzählt, die Geschichten der beiden romantischen Protagonisten Guillaume und Xavier werden auf sehr talentierte Weise zusammengeführt.
Laurain schreibt auf poetische, liebenswerte Weise einen Roman über die Sterne, ein altes Teleskop, verpasste Gelegenheiten, falsche Wege und die Kunst seine Gefühle zu offenbaren.
Nicht immer kann man es abwarten, den Transit der Venus vor der Sonne zu begutachten.
Vielmehr wird dem Leser optimistisch aufgezeigt, seine Chancen zu ergreifen und das Leben zu leben.
Liebenswert, voller Leichtigkeit schreibt Laurain über die Tiefe der Gefühle und rätselhaften Wege, welche das Schicksal aufzeigt.
Seine Formulierungen sind unwiderstehlich, ein Genuss für mich als Leser.
Großartig umgesetzt hat er die Erzählungen über das Sternenbild, die Abenteuer einer Reise im Jahr 1760 und die Sehnsüchte eines Romantikers in Paris.
Ein absolutes Lesehighlight.
wiechmann8052
aus Belm
3/5
25.06.2023
eBook (ePUB 3)
Romantik pur
Xavier findet ein sehr altes aber gut erhaltenes Teleskop, er beobachtet damit den Himmel und die Nachbarn. Er entdeckt in einer Wohnung ein Zebra. Diese ungewöhnliche Entdeckung bringt Unruhe in sein Leben. Er hatte sich gerade an das Alleinsein gewöhnt und sich damit abgefunden seinen Sohn nur noch alle vierzehn Tage zu sehen. Jetzt ändert sich sein Leben von Grund auf. Parallel dazu erfahren wir die Geschichte des früheren Besitzer des Teleskop, Guillaume wollte damit auf einer Weltreise eine ungewöhnliche Planetenkonstellation beobachten. Beide suchen das Besondere im Leben, das Ungewöhnliche, etwas was kaum ein anderer je gesehen oder erlebt hat.
Dieser Gedanke gehört in jedes Buch von diesem Autoren. Ein leichter Humor, etwas Melancholie, liebenswerte Menschen die irgendwie besonders sind. Ihr Beruf oder die Lebensumstände unterscheiden sie von anderen. Bei dem Einem ist es das Zebra, bei dem anderem ist es die Venus. Trotz der Jahrhunderte die zwischen den beiden Männern liegen haben sie einiges gemeinsam.
Die Darstellung zieht sich zwar manchen Stellen in die Länge aber der Charme der Erzählung hilft darüber hinweg. Die Liebe wird hier sehr romantisch dargestellt.
Eben ein typischer Roman von Antoine Laurain
Sharon Baker
aus Mönchengladbach
5/5
05.11.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Witz, Esprit und Augenzwinkern ...
Xavier Lemercier ist Pariser Makler und fühlt sich gerade sehr einsam. Durch Zufall muss er einen Wandschrank in einer verkauften Wohnung ausräumen und so fällt ihm das Teleskop des königlichen Astronomen Guillaume Le Gentil de La Galaisiére in die Hände. Geputzt und gewienert steht es nun auf seinen Balkon und ist für den Nachthimmel mit seinen Sohn bereit. Aber Xavier muss ja auch probieren, ob das jahrhundertalte Teleskop noch funktioniert und tatsächlich er kann seinen Blick über Paris und seine Dächer schweifen lassen. Und wie es so will, bleibt er an einem Balkon hängen, dort steht eine Frau, zerreißt einen Brief und lässt somit Xavier und seine Gedankenwelt nicht los. Immer wieder schaut er zu ihr rüber, als er ein Zebra in ihren Wohnzimmer stehen sieht, zweifelt er an sein Bewusstsein und fängt doch an zu träumen. Bis sie eines Tages in seiner Agentur steht und als Makler beauftragt. Kann Xavier ihr näher kommen? Wie soll er das mit dem Teleskop erklären? Und ist er bereit für eine neue Liebe?
Antoine Laurain ist ein Garant für herrliche französische Literatur und wird immer in meinem Bücherregal zu finden sein. Und wie jedes Jahr halte ich Ausschau nach einem neuen Werk von ihm und bin dann immer ganz entzückt, wenn da wirklich etwas in der Verlagsvorschau steht. Direkt beim Buchhändler angefragt und nun gelesen. Wie es mir gefallen hat, erzähle ich euch nun.
Eigentlich beinhaltet dieser Roman zwei Geschichten, zwei Zeitebenen und eine große Suche, nämlich nach der Liebe. Hier wird sogar Geschichte in nette Unterhaltung verpackt, denn den Astronom Guillaume Le Gentil de La Galaisiére gab es wirklich. Er machte sich 1761 auf, um die Venuspassage zu beobachten und astronomische Werte festzuhalten. Aber der Weg nach Indien ist weit und das Glück von Guillaume nicht auf seiner Seite. Seine Reise ist, wie die von Odysseus, eine Irrfahrt durchs Meer und im entscheidenden Moment verlässt ihn das Glück. Seine Geschichte und seine Erlebnisse werden hier abwechselnd mit Xaviers Geschichte erzählt und haben einen abenteuerlichen Flair. Fremde Strände, fremde Umgebung, Guillaume wird von Astronom zum Wissenschaftler und kartografiert Inseln und entdeckt vielerlei mehr. Seine Erlebnisse sind das komplette Gegenteil von denn die Xavier jetzt beschreitet.
Xavier ist einsam, sucht nach jemanden in seinem Leben und wird durch seinen Fund des Teleskops mit neuer Triebigkeit belohnt. So lernt er Alice Capitaine kennen, Tierpräparatorin, Mutter und sie möchte ihre Wohnung verkaufen. Es beginnt ganz unbeschwert, sanft und vorsichtig, ein kleiner Funke, doch bevor er zum Feuer werden kann, passiert ein Ungeschick und bringt alles zum Vereiteln. Ist Xavier etwa auch von der Venuspassage verflucht? Oder treibt unser Autor da ein verzückendes Spiel mit uns.
Antoine Laurain ist einfach ein gekonnter Erzähler. Diesmal verwendet er sogar eine historische Figur, dessen Lebensweg von vielen Unglücks Umständen geprägt ist und doch am Ende sein Platz findet. Manchmal muss man im Leben einige Umwege machen, um ans Ziel zu kommen. Parallel dazu lässt er Xavier nach seinem Glück suchen und das sogar mit der Hilfe und Anleitung von Guillaume, der seine Erlebnisse zu Papier gebracht hatte. So taucht der Astronom immer wieder auf und nimmt an vielen Passagen teil. Ob nun sein Teleskop, seine erfolglose königliche Aufgabe, sein Werk überall spielt es auch in Xaviers Leben eine Rolle. Geschickt, eingefädelt, reizend erzählt und mit dem typischen Antoine Laurain Flair.
Den Löwenanteil des Buches hat unser historischer Weltenbummler und irgendwie ist Xavier nur ein kleines Häppchen, aber gekonnt verwoben und mit viel Zuneigung zueinander erzählt. Ich mochte, die Geschichte, hätte mir noch ein bisschen mehr Xavier gewünscht, aber mehr hätte vielleicht auch nicht gutgetan. Wieder wunderbar entzückend dieser Roman, obwohl ich mir hier vom deutschen Verlag einen anderen Titel gewünscht hätte. Warum nicht das Original „Die Launen eines Sterns“ oder wie die Engländer „Ein verliebter Astronom“, es geht zwar auch um Sterne, aber doch eher um Planeten und das Zebra hat nun auch nicht so den hohen Stellenwert.
Das Glück im Sternbild Zebra ist wieder ein gelungener Antoine Laurain Roman mit Witz, Esprit und Augenzwinkern. Ich werde seiner Bücher einfach nicht müde.
Bewertung
aus Belm
5/5
19.08.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tolle Liebesgeschichte
Ich lese immer wieder gerne Liebesromane, doch sie müssen auch das gewisse Etwas haben und mich packen können, um mich bei der Stange zu halten. Ich war deshalb richtig gespannt auf dieses Buch und was soll ich sagen...es hat mich richtig gut unterhalten und berühren können, ich hatte einige tolle Lesestunden!
Bereits nach den ersten paar Seiten war ich richtig in der Geschichte drin! Der Schreibstil war sehr flüssig, leicht zu lesen und konnte mich gleich von Anfang an berühren und in seinen Bann ziehen! Die Orte wurden sehr bildhaft beschrieben und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl als würde ein Film vor dem inneren Auge ablaufen.
Auch die handelnden Protagonisten waren mir sofort sympathisch und muss man einfach von Beginn an ins Herz schließen!
Ich habe dieses Buch in nur wenigen Tagen durchgelesen und bin geradezu durch die Seiten geflogen. Einmal angefangen wollte ich einfach immer wissen wie es weiter geht. Das Buch war in keiner Minute langweilig und ich habe mich immer bestens unterhalten gefühlt! Die Story war sehr berührend und es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle!
Fazit: Eine ganz besonders schöne Liebesgeschichte, die ich nur weiterempfehlen kann. Von mir erhält das Buch natürlich die vollen 5 Sterne.
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