Norrtälje, eine verschlafene Küstenstadt in Nordschweden. Als am Hafen ein Container auftaucht, von dessen Herkunft niemand etwas wissen will, geschieht erst einmal nichts. Nur Siv, Halbwaise und alleinerziehende Mutter eines kleinen Mädchens, spürt eine Bedrohung. Als der Container endlich aufgebrochen wird, legt sich etwas Dunkles über die Stadt. Freundlichkeit und Mitgefühl verschwinden aus Norrtälje. Es gibt keine helfenden Hände mehr, kein tröstendes Wort. Siv weiß, dass die Zeit des Wartens für sie zu Ende geht. Zusammen mit Freunden folgt sie der Spur des Bösen ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.6/5.0
Dante
5/5
20.05.2023
eBook (ePUB 3)
John Ajvide Lindqvist - Unwesen
Buchdetails:
ISBN:9783423283380
Sprache: Deutsch
Ausgabe: Gebundenes Buch; eBook
Umfang: 768 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum: 18.05.2023
Kurzbeschreibung (Klappentext):
Norrtälje, eine verschlafene Küstenstadt in Nordschweden. Als am Hafen ein Container auftaucht, von dessen Herkunft niemand etwas wissen will, geschieht erst einmal nichts. Nur Siv, Halbwaise und alleinerziehende Mutter eines kleinen Mädchens, spürt eine Bedrohung. Als der Container endlich aufgebrochen wird, legt sich etwas Dunkles über die Stadt. Freundlichkeit und Mitgefühl verschwinden aus Norrtälje. Es gibt keine helfenden Hände mehr, kein tröstendes Wort. Siv weiß, dass die Zeit des Wartens für sie zu Ende geht. Zusammen mit Freunden folgt sie der Spur des Bösen ...
Meine Meinung:
Die angenehme Erzählweise, die mir aus vorangegangenen Thrillern in Erinnerung geblieben ist katapultierte mich auch dieses Mal gleich in die Geschichte hinein. Dabei gelingt es im wieder spielend eine unterschwellige, subtile Spannung aufzubauen die für mich während der gesamten Erzählung anhält. Die handelnden Personen sind für mich gut fassbar gezeichnet und die Gegebenheiten anschaulich dargestellt.
Fazit:
Für mich ist dieser Autor ein Ausnahmetalent und ein Garant für spannende Lesestunden. Absolut empfehlenswert!
Fredhel
4/5
16.08.2023
eBook (ePUB 3)
Unwesen
Dieser Roman ist in der bullerbühaften schwedischen Kleinstadt Norrtälje angesiedelt. Im Industriehafen bringt ein geheimnisvoller Container das personifizierte Böse in die Stadt, das schleichend den Charakter aller verdirbt.
Hier leben auch fünf junge Menschen, die sich zaghaft einander annähern und ein sehr spannendes Beziehungsgeflecht entwickeln. Es sind die Schicksale von Siw, Anna, Max, Johan und Marko, die mich zum Weiterlesen animiert haben. Sie durchlaufen, genau wie Norrtälje selbst, eine spannende Wandlung, die das Buch letztendlich doch absolut lesenswert macht.
Eigentlich bin ich restlos begeistert, wenn es nicht doch einige Kritikpunkte gäbe, die bei mir fast zu einem Abbruch der Lektüre geführt haben.
Abgesehen davon, dass das Cover in meinen Augen wirklich hässlich ist, dauert es sehr lange, ehe man einen Bezug zu den Personen und zur Handlung bekommt. Der Lesefluss wird immer wieder von uninteressanten, für sich alleinstehenden Episoden unterbrochen, die ein Abbild des moralischen Zustands der Stadt sein sollen, aber eigentlich nur stören und verstören.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig. Er weiß eigentlich schon, wie Spannung aufgebaut wird, und nachdem die Episoden weniger werden, fällt auch das Lesen leichter.
Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe, kann das Buch auch empfehlen, aber man sollte sich auf einige Längen einstellen.
Bewertung
4/5
14.08.2023
eBook (ePUB 3)
Wie unsolzial!
Eine schwedische Antwort auf Stephen King? Eindeutig ja! Und ich bin sonst gegen solche King/Tolkien/Doyle-Anpreisungen auf neuen Büchern. Aber hier stimmt das Feeling. Für die Seitenanzahl des Buches passiert an sich wenig und man beschäftigt sich viel mit den Hauptfiguren (King-Fans kennen das), aber das, was passiert, reißt einen merkwürdigerweise stark mit und macht Gänsehaut. Seltsamer Fakt nebenbei: Erfrischend fand ich diesmal die Berufe der Figuren. Irgendwie so normal. Das Böse, was sich später im Buch immer weiter ausbreitet und zu sehr unsozialen Aktionen der Betroffenen führt, hat mich irgendwie an die ein oder andere Ausschreitung während der Coronazeit erinnert und mich deshalb irgendwie noch mehr mitgenommen. Das Ende war auch King-würdig: Nämlich kurz und nicht wirklich – na ja – bemerkenswert. Was dem Lesespaß aber nicht entgegensteht.
Bewertung
4/5
16.05.2023
eBook (ePUB 3)
Mystische Spannung und unerwartete Verbindungen
Worum geht’s?
Ein gelber Container wird in dem kleinen Örtchen Nörrtälje angespült und keiner ahnt, welcher Horror sich hinter dessen verschlossener Tür verbirgt. Nur Siw und Max fühlen das Dunkle, das in dem Container lauert und sich über die ganze Stadt legen wird, sobald die Tür geöffnet wird.
Meine Meinung:
Nordische Bücher sind einfach genial. Allein die Orte und Szenen bringen schon eine Düsternis in die Geschichten, die nur dort möglich ist. Genauso ist es auch mit John Ajvide Lindqvists Roman „Unwesen“ (dtv, Mai 2023). Das Cover verströmt eine Dunkelheit, die Lust auf mehr macht. Und auch der Schreibstil des Autors ist fesselnd. Mal lesen wir aus der Perspektive eines nebenstehenden Erzählers – der durchaus einen gewissen Humor in seine Kommentare bringt. Mal sind wir einfach beim Geschehen mit dabei. Ein anderes Mal geht es dann ein Stück in die Vergangenheit. Und lasst euch von dem Begriff Roman nicht täuschen: Es gibt hier einige Szenen, in denen der Autor Dinge beschreibt, die wirklich grausam sind und für die ihr starke Nerven mitbringen müsst!
Hauptsächlich geht es um Siw, die alleinerziehende Mama von Alva, die – wie alle Frauen in ihrer Familie – mit einer besonderen Gabe ausgestattet ist, die sie „Gehör“ nennt und die ihr Dinge zeigt, welche in der Zukunft passieren. Auch ihre Tochter Alva spielt eine besondere Rolle. Dann haben wir noch Max, der eine ähnliche Gabe besitzt. Und um sie herum ihre Freunde Anna, Marko, Johan und Maria. Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die dennoch aufgrund der Umstände zusammenfinden.
Der Roman selbst ist eine Mischung aus vielem. Zum einen haben wir die Freundschaft der Protagonisten untereinander und der Zusammenhalt von Siws Familie. Hier sehen wir, wie gut es ist, Menschen zu haben, die für einen da sind, einen stützen und stärken, was ich wirklich schön fand. Besonders wie die Freundschaft zwischen Anna und Johan wuchs, hat mir gut gefallen. Zum anderen geht es um Immigranten und um Rassismus, ein topaktuelles Thema, das uns leider überall begegnet. Und nicht zuletzt haben wir noch das Unwesen, das einen gewissen Horror in die Story bringt und aufgrund dessen von der ersten Seite an eine Spannung greifbar ist, als würde etwas zwischen den Seiten darauf lauern, in einem unbemerkten Moment die Lesenden anzuspringen. Dadurch haben wir auch einen Spannungsbogen, der immer da ist, sanft aber beständig. Nur muss ich sagen, dass ich von dem Unwesen, das ja der Titel des Buches ist und im Klappentext so gehypt wird, gerne noch mehr gelesen hätte; das kam für mich etwas zu kurz. Dennoch hatte das Buch etwas, der Schreibstil, der Inhalt – ich konnte einfach nicht auf hören zu lesen und ich kann es nicht benennen, aber ich wollte einfach immer mehr wissen über die Personen, über die Hintergründe und das hat das Buch dann für mich – obwohl gerne mehr Horror hätte sein können – zu einem Pageturner gemacht und die fast 800 Seiten sind nur so dahingeflogen. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Werke des Autors!
Fazit:
„Unwesen“ von John Ajvide Lindqvist ist ein Roman, der einen unglaublichen Mix an Themen verarbeitet und es dennoch schafft, spannend und mitreißend zu bleiben. Es geht um Immigranten, um Rassenhass, um Freundschaft, Verbindungen und Zusammenhalt. Und um ein bisschen Horror – der gerne intensiver hätte sein dürfen, vor allem da er Titel des Buches ist. Die Protagonisten waren gut gewählt und die Erzählperspektiven spannend zusammengesetzt. Und von Anfang an habe ich eine unterschwellige Spannung gespürt, die der Autor durch grausam beschriebene Details immer wieder angeheizt hat und die nie abriss.
4 Sterne von mir für dieses Buch, das eine tolle Mischung aus Düsternis, Spannung und Freundschaft ist.
Bewertung
aus Selm
3/5
04.01.2025
eBook (ePUB 3)
Interessant, aber lang und kein Horror
Ohne eine Vorwarnung oder einen Hinweis taucht in Norrtälje ein Container auf. Er macht die Leute neugierig und auch unruhig, bis er geöffnet wird. Doch was er enthält ist grausam und furchterregend.
So beginnt die Geschichte um Siv, ihre Tochter Alva, Johann, Maria, Max, Marko und Anna.
Irgendetwas hat sich seit dem Öffnen des Containers geändert. Siv und Max haben es deutlich gespürt. Etwas dunkles ist über Norrtälje hereingebrochen. Etwas hat die Leute und dem Umgang miteinander verändert. Doch was können sie gegen diese Dunkelheit tun?
Der Schreibstil des Buches war sehr angenehm. Gut leserlich und verständlich.
Die Charakter werden sehr mühselig aufgebaut. Man erfährt über den Einzelnen eine Menge und kann sich ein gutes Bild machen. Man lernt die Charaktere als Kinder kennen und erfährt, wie sie heran gewachsen sind und welche Auswirkungen die Dunkelheit auf sie hat.
Die Story selbst baut sich sehr langsam und gemächlich auf. Ich hatte eher das Gefühl, dass es um das Drumherum ging, als um die tatsächliche Bedrohung. Diese wurde zu Beginn nur in Nebensatz erwähnt.
Leider fand ich, dass das Buch dadurch deutliche Längen hat.
Als dann im letzten Drittel klar wurde, was genau die Bedrohung ausmacht und wie sie sich auswirkt, war es sehr interessant, die Entwicklung zu verfolgen. Zu lesen, wie unterschiedlich es sich auswirkt und wie die Reaktionen sind. Eigentlich sogar ein mehr als aktuelles Thema und dadurch umso interessanter.
Dennoch hatte ich mir beim Lesen selbst ein böses Bauchgefühl gewünscht. Hatte aufgrund des Buchrückens mit mehr Spannung und einer unterschwelligen, durchdringenden Bedrohung gerechnet. Dies ist ausgeblieben, leider.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema interessant, wenn auch sehr lang gezogen war. Ich aber aufgrund der Beschreibung mit etwas anderem gerechnet habe und die Faktoren Horror und Spannung sehr kurz gekommen sind.
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