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Empires Eine globale Geschichte 1780-1920

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.07.2023

Abbildungen

mit 30 Abbildungen und 14 Karten

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

736

Maße (L/B/H)

24,6/17/4,3 cm

Gewicht

1250 g

Farbe

Weiß / Graugrün

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-80052-8

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.07.2023

Abbildungen

mit 30 Abbildungen und 14 Karten

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

736

Maße (L/B/H)

24,6/17/4,3 cm

Gewicht

1250 g

Farbe

Weiß / Graugrün

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-80052-8

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

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Die gewaltsame Unterwerfung…

ws aus Markdorf am 30.08.2023

Bewertungsnummer: 2817800

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die gewaltsame Unterwerfung und Ausbeutung der Welt vornehmlich durch die Länder Europas Welches europäische Land, welche Monarchie in ganz Afrika, in Asien, in Nord- oder Südamerika, Australien am schlimmsten gewütet hat, diese Frage bleibt irgendwie offen. Sicher aber ist, dass der Wohlstand in Europa nur auf der Basis der Ausbeutung des Restes der Welt in den Jahren zwischen 1780 und 1920 zu verstehen ist. "1800 gehören 35% der Weltoberfläche zu einem imperialen Herrschaftsgebiet, 1914 waren es 84%." (Seite 14) Mit welcher Überheblichkeit, mit welcher Grausamkeit die europäischen Länder, egal ob Großbritannien, das Deutsche Reich, Belgien, Frankreich, Spanien, Russland oder auch die heutzutage so friedfertig angesehenen Niederländer, Dänen ihre Gier nach Beherrschung möglichst großer, riesiger Gebiete der Welt durchsetzten, davon vermitteln die 614 Seiten einen Eindruck. Gut geschrieben, leicht zu lesen, zumindest vom Text her gut verständlich haben die zwei Autoren Ulrike von Hirschhausen und Jörn Leonhard die 140 Jahre imperialer Herrschaft beschrieben. Vom Text her verständlich bedeutet, dass die damaligen Ereignisse aus heutiger Sicht unverständlich sind. Völlig unverständlich ist es, mit welch abstrusen Begründungen und grausamen Vorgehensweisen die europäischen Länder den Rest der Welt mit den dort lebenden Menschen unterworfen haben. Im 'günstigsten' Fall wurden diese Menschen von den Kolonialisten vertrieben, im schlimmsten Falle, welcher sich am häufigsten ereignete, umgebracht, ausgerottet. Seien es die Aborigines in Australien durch die britischen Siedler, die vielen afrikanischen Völker durch die belgischen, deutschen, portugiesischen Eindringlinge. Das heutige Algerien und weite Teile des nördlichen afrikanischen Kontinents wurden von Frankreich unterworfen. In Asien vergrösserte Russland 'sein' Gebiet durch Unterwerfung der Völker im Kaukasus und in Sibirien sowie in Teilen Chinas. Japan wollte ebenfalls an der Aufteilung der Welt teilhaben und nahm andere weite Teile Chinas, die ganze koreanische Halbinsel in Beschlag. Italien rieß sich das heutige Libyen, Äthiopien, Eritrea und Somalia 'unter den Nagel'. Das Deutsche Kaiserreich nicht zu vergessen. Die Auswirkungen der deutschen Gewaltherrschaft im heutigen Namibia, Tansania, Ruanda, Burundi und Teilen von Mosambik, im heutigen Kamerun, Togo, Papua-Neuguinea und Teilen Mikronesiens, Samoa, Salomonen, Palau, Nauru, die nördlichen Marianen, Marshallinseln bis hin zu Kiautschou (China) werden erst jetzt langsam aufgearbeitet. Wie perfide die imperialen Mächte vorgegangen sind, wird von den beiden Autoren sehr eindringlich beschrieben: um die bereits unterworfenen riesigen Gebiete mit militärischer Gewalt, der die ursprüngliche Bevölkerung schon aus rein militär-technischen Gründen nichts entgegenzusetzen hatten, immer weiter auszudehnen, wurden den dort lebenden Menschen Steuerzahlungen auferlegt. Mit diesen Steuererlösen wurde das Militär finanziert, welches weitere Regionen, weitere Ethnien unterworfen wurden. Konkret bedeutet das, dass diese Völker gezwungen wurden, ihren eigenen Untergang zu finanzieren. Die ach so ehrwürdigen und 'distinguihshed' also abgehoben erscheinenden Briten waren in Form der British East India Company die weltgrößten Drogenhändler. Man erinnere sich an die Boxeraufstände im damaligen China. 1839 bis 1842 und 1858 bis 1860 fanden die beiden "Opiumkriege" statt. England wollte seine wirtschaftliche Macht auch in China durchsetzen, unterstützt durch Frankreich. Daraus zogen die industrialisierten europäischen Mächte und später auch Japan Nutzen. China war im Grunde zu einer Kolonie geworden. Auch das unermessliche Anhäufen privaten Eigentums auf Kosten der unterworfenen Länder, Menschen, Ausbeuten der Bodenschätze in diesen Regionen wird nachvollziehbar geschildert. Zahlreiche zeitgenössische Fotografien, viele Landkarten vermitteln einen Eindruck dessen, was das Autorenteam recherchiert hat. Das all die Schilderungen durch ein 40 Seiten Anmerkungs-, weitere 62 Seiten Literatur- und Quellenverzeichnis überprüfbar belegt sind versteht sich bei diesem Werk von selbst. Nach der Lektüre dieses Buches drängt sich folgende Frage auf: Wo sind denn die eigentlichen Ursachen des 'Migranten-Problems' zu suchen??

Die gewaltsame Unterwerfung…

ws aus Markdorf am 30.08.2023
Bewertungsnummer: 2817800
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die gewaltsame Unterwerfung und Ausbeutung der Welt vornehmlich durch die Länder Europas Welches europäische Land, welche Monarchie in ganz Afrika, in Asien, in Nord- oder Südamerika, Australien am schlimmsten gewütet hat, diese Frage bleibt irgendwie offen. Sicher aber ist, dass der Wohlstand in Europa nur auf der Basis der Ausbeutung des Restes der Welt in den Jahren zwischen 1780 und 1920 zu verstehen ist. "1800 gehören 35% der Weltoberfläche zu einem imperialen Herrschaftsgebiet, 1914 waren es 84%." (Seite 14) Mit welcher Überheblichkeit, mit welcher Grausamkeit die europäischen Länder, egal ob Großbritannien, das Deutsche Reich, Belgien, Frankreich, Spanien, Russland oder auch die heutzutage so friedfertig angesehenen Niederländer, Dänen ihre Gier nach Beherrschung möglichst großer, riesiger Gebiete der Welt durchsetzten, davon vermitteln die 614 Seiten einen Eindruck. Gut geschrieben, leicht zu lesen, zumindest vom Text her gut verständlich haben die zwei Autoren Ulrike von Hirschhausen und Jörn Leonhard die 140 Jahre imperialer Herrschaft beschrieben. Vom Text her verständlich bedeutet, dass die damaligen Ereignisse aus heutiger Sicht unverständlich sind. Völlig unverständlich ist es, mit welch abstrusen Begründungen und grausamen Vorgehensweisen die europäischen Länder den Rest der Welt mit den dort lebenden Menschen unterworfen haben. Im 'günstigsten' Fall wurden diese Menschen von den Kolonialisten vertrieben, im schlimmsten Falle, welcher sich am häufigsten ereignete, umgebracht, ausgerottet. Seien es die Aborigines in Australien durch die britischen Siedler, die vielen afrikanischen Völker durch die belgischen, deutschen, portugiesischen Eindringlinge. Das heutige Algerien und weite Teile des nördlichen afrikanischen Kontinents wurden von Frankreich unterworfen. In Asien vergrösserte Russland 'sein' Gebiet durch Unterwerfung der Völker im Kaukasus und in Sibirien sowie in Teilen Chinas. Japan wollte ebenfalls an der Aufteilung der Welt teilhaben und nahm andere weite Teile Chinas, die ganze koreanische Halbinsel in Beschlag. Italien rieß sich das heutige Libyen, Äthiopien, Eritrea und Somalia 'unter den Nagel'. Das Deutsche Kaiserreich nicht zu vergessen. Die Auswirkungen der deutschen Gewaltherrschaft im heutigen Namibia, Tansania, Ruanda, Burundi und Teilen von Mosambik, im heutigen Kamerun, Togo, Papua-Neuguinea und Teilen Mikronesiens, Samoa, Salomonen, Palau, Nauru, die nördlichen Marianen, Marshallinseln bis hin zu Kiautschou (China) werden erst jetzt langsam aufgearbeitet. Wie perfide die imperialen Mächte vorgegangen sind, wird von den beiden Autoren sehr eindringlich beschrieben: um die bereits unterworfenen riesigen Gebiete mit militärischer Gewalt, der die ursprüngliche Bevölkerung schon aus rein militär-technischen Gründen nichts entgegenzusetzen hatten, immer weiter auszudehnen, wurden den dort lebenden Menschen Steuerzahlungen auferlegt. Mit diesen Steuererlösen wurde das Militär finanziert, welches weitere Regionen, weitere Ethnien unterworfen wurden. Konkret bedeutet das, dass diese Völker gezwungen wurden, ihren eigenen Untergang zu finanzieren. Die ach so ehrwürdigen und 'distinguihshed' also abgehoben erscheinenden Briten waren in Form der British East India Company die weltgrößten Drogenhändler. Man erinnere sich an die Boxeraufstände im damaligen China. 1839 bis 1842 und 1858 bis 1860 fanden die beiden "Opiumkriege" statt. England wollte seine wirtschaftliche Macht auch in China durchsetzen, unterstützt durch Frankreich. Daraus zogen die industrialisierten europäischen Mächte und später auch Japan Nutzen. China war im Grunde zu einer Kolonie geworden. Auch das unermessliche Anhäufen privaten Eigentums auf Kosten der unterworfenen Länder, Menschen, Ausbeuten der Bodenschätze in diesen Regionen wird nachvollziehbar geschildert. Zahlreiche zeitgenössische Fotografien, viele Landkarten vermitteln einen Eindruck dessen, was das Autorenteam recherchiert hat. Das all die Schilderungen durch ein 40 Seiten Anmerkungs-, weitere 62 Seiten Literatur- und Quellenverzeichnis überprüfbar belegt sind versteht sich bei diesem Werk von selbst. Nach der Lektüre dieses Buches drängt sich folgende Frage auf: Wo sind denn die eigentlichen Ursachen des 'Migranten-Problems' zu suchen??

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Empires

von Ulrike von Hirschhausen, Jörn Leonhard

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  • Einleitung: Empires in einer globalen Geschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts

    I. EROBERN UND ERSCHLIESSEN

    1. Siedlerkolonialismus: Gewalt, Deportation und Enteignung

    2. Kolonialkriege: Symmetrische und asymmetrische Konflikte

    3. Steuerregime zwischen Schätzung und Zahlung: Die Grenzen der Belastbarkeit

    4. Imperiale Infrastrukturen: Globale Verkehrswege und örtliche Eigenlogik

    5. Russlands Süden besiedeln und befrieden? Fürst Michail Woronzow (1782–1856) zwischen London, Frankreich, Odessa und dem Kaukasus

    II. HERRSCHEN UND VERHANDELN

    1. Dynamische Peripherien: Krisen imperialer Herrschaft seit den 1840er Jahren

    2. Praktiken des Rechts: Imperiale Herrschaftslogik und Handlungsinstrument von Kolonisierten und Untertanen

    3. Sprache, Bildung, Schule: Zwischen imperialer Integration und lokaler Subversion

    4. Das koloniale Geschlecht: Instrumentalisierung und Eigensinn

    5. Vielfalt als Krisenvorbeugung: Franz Seraph von Stadion (1806–1853) und der Kampf um die Habsburgermonarchie zwischen Wien, Triest und Galizien

    III. GLAUBEN UND REPRÄSENTIEREN

    1. Empires und Mission: Die Politisierung von Religion

    2. Monarchie und Popularität: Chancen und Grenzen imperialer Repräsentation

    3. Räume der Differenz, Foren der Moderne, Arenen des Konflikts: Imperiale Städte im 19. Jahrhundert

    4. Feministin, Sozialreformerin, Missionarin: Pandita Ramabai (1858–1922) in Indien, Großbritannien und den USA

    IV. PROSPERIEREN UND PROFITIEREN

    1. Kapitalismus und Empire: Unternehmerkulturen und globale Marktmechanismen

    2. Baumwolle: Imperiale Ressourcen und regionale Profite

    3. Migrationsbewegungen und Arbeitsregime: Die Ethnisierung sozialer Konflikte in den Empires um 1900

    4. Jüdische Diaspora, britisches Recht und chinesische Kultur: Silas Hardoon (1851–1931) als Unternehmer und Mäzen in Shanghai

    V. KÄMPFEN UND VERTEIDIGEN

    1. Die Mobilisierung der Vielfalt: Multiethnisches Militär zwischen Rekrutierung und Kontrollverlust

    2. Von der Differenz zur Exklusion: Die imperialen Heimatfronten im Ersten Weltkrieg

    3. Die Krise der imperialen Legitimität: Kriegsgefangene während des Kriegs und Veteranen im langen Nachkrieg

    4. Der Preis von Assimilation und Loyalität: Blaise Diagne (1872–1934) zwischen dem Senegal und Paris

    Zusammenfassung und Ausblick: Empires und die Krise der Vielfalt 1780–1920

    ANHANG

    Anmerkungen

    Kartenverzeichnis

    Quellen- und Literaturverzeichnis

    Bildnachweis

    Personenregister

    Ortsregister