Produktbild: Der Tod in ihren Händen

Der Tod in ihren Händen Roman

9

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

19526

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.05.2023

Verlag

btb

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,7/11,7/2,3 cm

Gewicht

234 g

Farbe

Terracotta

Originaltitel

Death in Her Hands

Übersetzt von

Anke Caroline Burger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77138-7

Beschreibung

Rezension

»Ottessa Moshfegh ist verdammt noch mal genial.« ("Florentin Schumacher, F.A.S.")
»Mit Abstand die interessanteste zeitgenössische Amerikanerin, die darüber schreibt, was es heißt zu leben, wenn leben schrecklich ist.« ("The New Yorker")
»Ottessa Moshfegh - Spezialistin für schräge Charaktere - zeigt, dass sowohl eine fremde als auch die eigene Geschichte mehr als trügerisch sein kann." ("Meike Schnitzler, Brigitte")
»Moshfeghs Literatur ist gerade deshalb so gut, weil man Menschen in ihren Büchern nahekommt, ohne jedes Urteil.« ("Eva Thöne, Der Spiegel")
»Eine interessante Mischung aus Metakrimi und feministischer Abgeschiedenheitserzählung.« ("Sonja Hartl, Deutschlandfunk Kultur")

Produktdetails

Verkaufsrang

19526

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.05.2023

Verlag

btb

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,7/11,7/2,3 cm

Gewicht

234 g

Farbe

Terracotta

Originaltitel

Death in Her Hands

Übersetzt von

Anke Caroline Burger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77138-7

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Bewertung

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vesta spaziert mit ihrem Hund durch den Wald. Wie jeden Morgen. Heute aber reißt sie ein Zettel auf dem Waldboden aus ihrer Routine: „Ihr Name war Magda. Niemand wird je erfahren, wer sie getötet hat. Hier ist ihre Leiche.“ Es ist nicht Ungewöhnliches zu entdecken, doch die Sache lässt Vesta nicht mehr los und sie ist entschlossen, Magda und ihrem Mörder auf die Spur zu kommen. Je tiefer sie jedoch nachbohrt, desto mehr wird klar: Auch Vesta hat so ihre Abgründe. Wie immer bei Ottessa Moshfegh macht ein etwas absurd anmutender Plot und der düster-humorvolle Ton den großen Reiz des Buches aus.

  • Bewertung

    aus Bayreuth

    5/5

    27.04.2021

    eBook (ePUB)

    Fesselnde Charakterstudie

    Seit dem Tod ihres Mannes Walter lebt die alte Vesta in einer Waldhütte ab vom Schuss. Von den Dorfbewohnern hält sie sich fern, ihr Alltag dreht sich um Tagträume, Radiosendungen und ausgiebige Waldspaziergänge mit ihrem geliebten Retrieverrüden Charlie. Auf einem solchen findet sie eines Tages schließlich eine kryptische Notiz. "Ihr Name war Magda. Niemand wird je erfahren, wer sie getötet hat. Hier ist ihre Leiche". Von besagter Leiche ist aber weit und breit nichts zu sehen und auch sonst gibt es keine Hinweise auf ein Verbrechen. Obwohl Vesta den Brief anfangs als belanglosen Streich abtun will, lassen ihr die mysteriösen Zeilen keine Ruhe. Ihre Recherchen beginnen bald eine düstere Eigendynamik zu entwickeln, bei der Realität und Fiktion miteinander verschwimmen. In "Der Tod in ihren Händen" geht es um Einsamkeit, Außenseitertum, geplatzte Träume und darum, wie wir uns selbst Geschichten erzählen, um unser Leben interessanter zu machen. Der Roman ist zweifelsohne genial - aber auch garantiert nicht jedermanns Geschmack. Die Geschichte wird in 7 Tableau-artigen Episoden erzählt. Wir folgen dem Geschehen anhand von Vestas Gedankenflüssen, die immer wieder in Erinnerungen oder Tagträume abdriften. Das ist gewöhnungsbedürftig und führt - insbesondere in der Mitte des Buchs - zu einem recht langsamen Vorankommen der eigentlichen Handlung. Wer sich davon nicht abschrecken lässt und dranbleibt wird mit einem Meisterwerk der Charakterstudie belohnt. Obwohl Vesta als Ich-Erzählerin agiert, bleibt die Figur vielschichtig und undurchschaubar. Ab einem gewissen Punkt ist es auch für den/die Leser*in schwierig zu unterscheiden, wo die Realität anfängt und Vestas Gedanken enden. Die surreale, sogartige Stimmung die insbesondere in der zweiten Hälfte des Romans aufkommt, könnte direkt einem Film von Roman Polanski entspringen.

  • MissBookRead

    aus Hessen

    5/5

    09.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Frau im Wald

    Meine Meinung: Vesta Guhl ist 72 Jahre alt, sie hat ihren Mann Walter an Krebs verloren und jetzt will sie ihr "altes Leben" hinter sich lassen. Der Neubeginn startet im Osten der USA, nahe der Kleinstadt Levant. Sie kauft sich dort ein riesiges Grundstück mit viel Wald, dabei eine rustikale Hütte und im nahen Wasser liegt noch eine Insel, die ihr auch gehört. Ein stilles, ruhiges, durchgetacktetes Leben mit einer Liste wo sie ihre täglich wiederkehrenden Abläufe abhakt. Sie braucht nur ihren Hund Charlie bei sich, keine Dorfkontakte, keine Freundinnen. Bis sie auf ihrer morgendlichen Runde einen Brief im Wald entdeckt, mit Steinchen beschwert, der folgenden Text enthält: "Sie hieß Magda. Niemand wird je erfahren, wer sie ermordet hat. Ich war es nicht. Hier ist ihre Leiche." (Zitat) Ab diesem Punkt kommt Unruhe und Leben in die Geschichte. Nichts ist mehr so wie es war, die Alltagsroutine ist durcheinander gebracht und Vesta mutiert zur Hobbydetektivin. Aber nicht auf althergebrachte Weise, sondern sie phantasiert sich Magdas Leben herbei. Dieser "Mord" beherrscht jetzt ihr Leben und ihre Gedanken. Ich fühlte mich wie in einem Strudel, immer tiefer reingezogen in die Gespinste von Vesta. Die gewählte Ich-Form ist hervorragend, denn niemand sonst hätte diese Geschichte intensiver und besser erzählen können als der Hauptcharakter selbst. Das wird für mich garantiert nicht das letzte Buch von Ottessa Moshfegh gewesen sein, welches ich gelesen habe. "Eileen" steht schon ganz oben auf meiner "Muss ich lesen"- Liste. Mein Fazit: Ich hatte was ganz anderes, storymässig, erwartet, aber ich habe mich darauf eingelassen und wurde überrascht.

  • https://lieslos.blog/

    5/5

    29.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wahn oder Fantasie? Fiktion oder Realität?

    Die 72-jährige Ich-Erzählerin Vesta ist eine kinderlose Witwe. Sie lebt seit einem Jahr einsam und zurückgezogen am Rand eines Birkenwaldes in dem kleinen Industrieort Levant in Maine. Sie hat sich dort eine Hütte am Waldsee gekauft und damit nach langen Jahren des Hausfrauendaseins einen Neustart in der Wildnis gewagt. Vesta erinnert sich oft an ihren verstorbenen Mann Walter, von dem sie klein gehalten und betrogen wurde und dessen Stimme sie nach wie vor verfolgt. Eines Tages macht sie mit ihrem Hund Charlie einen Waldspaziergang und findet dabei einen geheimnisvollen Zettel, dessen Botschaft sie zutiefst beunruhigt: „Sie hieß Magda. Niemand wird je erfahren, wer sie ermordet hat. Ich war es nicht. Hier ist ihre Leiche.“ Die Notiz lässt sie nicht los, sie muss die ganze Zeit daran denken. Wer war Magda? Wer hat sie ermordet? Wo ist ihre Leiche? HIER, also in der Nähe des Fundortes des Zettels, ist sie nämlich nicht. Vesta wittert einen Kriminalfall und will das Rätsel um die tote Magda lösen. Ein Plan, der sie aus der eintönigen Routine ihres langweiligen Alltags befreit. In ihr Leben kommt Schwung und sie verfolgt nun mit Ehrgeiz ein Ziel. Sie begibt sich in die öffentliche Bibliothek im nahen Bethsmane und fängt an, im Internet zu recherchieren. Bedauerlicherweise findet sie dort weder Hinweise noch Antworten. ... und deshalb lässt sie ihrer Phantasie freien Lauf. Oder ist es eine wahnhafte Entwicklung, die sich von nun an vollzieht? Sie beginnt, sich alles mögliche vorzustellen, zusammenzureimen und auszumalen. Sie kreiert eine Lebens- und Familiengeschichte für Magda, aus der sie eine Altenpflegerin macht und sie denkt sich einen Verdächtigen aus. Sie wird zur Ermittlerin, die immer mehr in ihrer Gedankenwelt versinkt. Die Realität wird überlagert und tritt in den Hintergrund. Schon bald drängt sich die Frage nach Vestas Geisteszustand auf. Driftet sie in wahnhafte Vorstellungen ab? Wird sie psychotisch? Oder sind es schlicht tüttelige Fantasien, mit der die abgeschieden lebende alte Dame ihrer eintönigen Realität entflieht? „Der Tod in ihren Händen“ ist absolut kein klassischer Kriminal- oder Detektivroman. Wir tauchen vielmehr in eine brillant komponierte Geschichte ein, die mit einer guten Portion schwarzem Humor angereichert ist, die psychologisch interessant und stimmig tragische Abgründe sowie Entwicklungen sichtbar macht, die mit dem Leser spielt, ihn verstört und die ihn regelrecht an der Nase herumführt. Ich empfehle diesen originellen und spannenden Roman der 1981 geborenen US-amerikanischen Autorin Ottessa Moshfegh sehr gerne weiter.

  • Sandra Falke

    aus Berlin

    4/5

    09.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einzigartig

    Ottessa Moshfegh ist eine außergewöhnliche und ungewöhnliche Schriftstellerin. Die Romane „Eileen“ und „Mein Jahr der Ruhe und Entspannung“ forderten mit den Innenwelten ihrer weiblichen Protagonisten bereits die äußersten Rahmen und Grenzen konventioneller Denkmuster heraus. Diesmal dekonstruiert Moshfegh jedoch ein ganzes Genre. Ihr neuer Krimiroman „Der Tod in ihren Händen“ behandelt sowohl die Rolle des Erzählers als auch die Methoden des Mysteriums auf eine erfrischend erfinderische Art. Sogleich kann das Buch als scharfe Kritik am Genre selbst interpretiert werden. In diesem Buch kommt zweifelsohne eine Mordgeschichte vor. Allerdings hat diese bei Weitem nicht den Ausgang, den man von ihr zu Beginn der Erzählung erwarten würde. Graduell zeigen sich die Umrisse einer Realität, die wesentlich verstörender ist. Zudem ist der Roman gefüllt mit unerwarteten Kehrtwendungen und verwischt andauernd die Grenzen zwischen Realität und Fantasie. Die Steuerung der Leseremotionen wird offen, gar selbstkritisch vorgenommen – und gelingt dennoch. „Der Tod in ihren Händen“ ist ein einzigartiger Roman, welcher dem reflektierten Leser so manches zum Verdauen hinterlässt. Allerdings werden weder ungeduldige noch schwach besaitete Leser an Moshfeghs Meisterstück Freude finden.

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