Produktbild: Das dritte Land

Das dritte Land Roman

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18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

22.02.2023

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

7038 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Angelica Ammar

Sprache

Deutsch

EAN

9783104915258

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

22.02.2023

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

7038 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Angelica Ammar

Sprache

Deutsch

EAN

9783104915258

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  • yellowdog

    4/5

    22.02.2023

    eBook (ePUB 3)

    In der Grenzregion

    Die in Venezuela geborene Schriftstellerin Karina Sainz Borgo konnte schon mit ihrem Debütroman Nacht in Caracas überzeugen und Das dritte Land ist ebenso intensiv. Mit einer überbordenden, düsteren Sprache, die viel ebenso düstere Atmosphäre verströmt. Am Anfang fühlt man sich davon wie erschlagen und vielleicht ist es wirklich übertrieben. Zu viele Hunde, die bellen. Der Plot zeigt den Weg von Angustias Romero, eine Frau, die für ihre Kinder eine bessere Zukunft sucht. Sie versucht zusammen mit den Babys und ihren passiven Mann das Nachbarland zu erreichen, doch die kranken Zwillinge sterben auf der Reise und sie hat jetzt nur noch den Wunsch, sie hier im Grenzgebiet begraben zu können. Selbst das ist in dem gefährlichen Land schwierig.Eine mutige Frau hilft ihr: Visitación Salazar. Es ist eine bedrückende Geschichte, die von Hoffnungslosigkeit erzählt, aber auch davon, dass es Mut und Solidarität gibt.

  • Bewertung

    aus Heyerode

    5/5

    13.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wundervoll und meisterhaft

    Eine Bekannte machte mich auf das Buch aufmerksam - so habe ich es gelesen und bewerte es sehr gern mit Leseempehlung und voller Sternezahl. Die Geschichte ist sooo toll geschrieben ... Man fühlt sich in sie hinein, in die Charaktere und Szenen und fühlt sich einfach wohl. Wir lernen Angustias Romero kennen, die auf der Flucht ist vor einer Seuche. Sie macht sich mit ihrer Familie auf in die Bergeinsamkeit und will rüber ins Nachbarland. Was während dieses abenteuerlichen Marsches alles passiert mag ich hier nicht angeben, lest selbst. Dann ist da noch Visitacion Salazr mit einem illegalen Friedhof. Wiederstand, Drogen, Miliz, Kartelle und Tote ... was dort passiert ... Sehr einfühlsam, tiefgründig geschrieben und die Szenen und Orte lebendig authentisch geschildert konnte ich mich zu 100 Prozent in die Geschichte hinein versetzen. Gerade in heutigen Zeiten eine brisante Geschichte, die es lohnt zu lesen. Literarisch meisterhaft geschrieben. Hat mich mitgerissen und nachhaltig nachdenklich zurück gelassen. Absolute Empfehlung, wenn man ein emotional nicht ganz einfach zu verkraftendes Buch lesen mag und sich darauf einlassen möchte. #fischerverlag #KarinaSainzBorgo #dasdritteland #roman #bücherliebe #buchverliebt

  • Kaffeeelse

    5/5

    23.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Frauen im Patriarchat

    Auch der zweite Roman der 1982 in Caracas geborenen und nach Spanien ausgewanderten Schriftstellerin Karina Sainz Borgo schlägt bei mir ein wie eine Bombe. Schon mit dem Vorgänger „Nacht in Caracas“ hat mich diese Autorin völlig gefesselt, hatte vollkommen meinen Nerv getroffen. Deswegen vernahm ich mit großer Freude, dass ein weiterer Roman der Autorin veröffentlicht wird. Die lateinamerikanischen Autoren finden in mir einen großen Fan, denn diese lateinamerikanische Literatur empfinde ich als völlig anders, sie hat in meinen Augen nicht mehr viel mit den spanischen und/oder portugiesischen Ursprüngen zu tun. Denn hier sind Einflüsse der Ureinwohner und der anderen Einwanderer in Lateinamerika zu finden, der gezwungenen und der freiwilligen Einwanderer. So dass eine vollkommen eigene Mischung entsteht, die oft in mein Herz zielt und auch trifft. Gerade diese etwas mythischen/mystischen Elemente finde ich wirklich fantastisch, fesselnd und belebend. Auch wenn diese Elemente nicht immer völlig im Vordergrund zu finden sind, sind sie doch da, erzeugen eine gewisse Stimmung. Und wenn dazu noch eine gewisse feministische Komponente dazukommt, natürlich bin ich dann Feuer und Flamme, brenne ich lichterloh. Und genau dies gelingt der Autorin Karina Sainz Borgo meisterhaft. So lässt sie in „Nacht in Caracas“ eine Frau gegen die Gewalt aufstehen, nicht vollkommen kämpferisch agierend, aber sie kämpft hintergründig und vordergründig für ihr Überleben. Ein Überleben, welches angesichts der düsteren Zustände in ihrem Land, nicht einfach zu meistern ist. Zustände, die von Menschen aus Eigennutz und politischer Verblendung geschaffen wurden, Zustände, die in den Ländern des Machismo natürlich oft aus patriarchalen Strukturen geboren werden. Und auch in „Das dritte Land“ steht dieser Kampf des Matriarchats gegen die Machtstrukturen in einem namentlich nicht genannten Land thematisch zentral. Nur die Erwähnung des Indianerstammes der Guajiro lässt dann Kolumbien und Venezuela als mögliche Ziele erscheinen, nur müsste man ja dann wissen, wo diese Indianer leben, wobei für mich natürlich Venezuela als das zutreffende Land erscheint. Denn eine Frau flieht vor einer Seuche, vor der Seuche der politischen Verblendung vielleicht. Auf dieser Flucht mit ihrem Mann und den sieben Monate alten Zwillingen erliegen die kleinen Kinder den Strapazen der Flucht und die liebende Mutter sucht nach einem Ort für ihre toten Kinder, findet diesen Ort schließlich an der Grenze zum Nachbarland. Der Tod der Kinder verändert die Familienstruktur, lässt sie auseinanderbrechen. Die Mutter findet aber nach einigen Wirrungen Unterstützung bei der Totengräberin des dritten Landes. Und beide führen einen weiblichen Kampf gegen die patriarchalen Landesstrukturen, gegen die Todesschwadronen und gegen die Drogenkartelle. Die Frau kämpft wieder gegen den Machismo und findet in mir natürlich eine glühende Fürsprecherin zu ihrem Tun. Ebenso wie die intensive Schreibe der Karina Sainz Borgo in mir eine flammende Verehrerin findet.

  • Hanna von Buchsichten

    aus Düsseldorf

    5/5

    24.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Widerstand und Mitgefühl im Angesicht von Gewalt und Tod

    Angustias Romero flieht gemeinsam mit ihrem Mann und ihren sieben Monate alten Zwillingen vor einer mysteriösen Seuche, die Körper und Geist befällt. Die Reise aus den östlichen in Richtung der westlichen Berge ist beschwerlich und weit, die hygenischen Verhältnisse katastrophal. Die Zwillinge sterben auf der Reise. Schließlich gelangen Angustias und ihr Mann wie viele andere in die Grenzregion. Ihre Vorräte sind aufgebraucht, ihr letztes Geld und die Papiere wurden gestohlen. Im Dorf Mezquite hören sie erstmals von Visitación Salazar, die in der Nähe ein Stück Land besetzt hat, den Friedhof "Das dritte Land", wo sie Tote in Würde bestattet. Angustina findet dort ein Grab für ihre Zwillinge und beschließt, zu bleiben. Doch der Friedhof ist Alcides Abundio, dem reichsten und mächtigsten Mann der Grenzregion, ein Dorn im Auge. Und seine Mittel, um seinen Willen durchzusetzen, sind tödlich... Die Geschichte beginnt mit der Ankunft von Angustias und ihrem Mann auf dem Friedhof "Das dritte Land". Es folgt ein Rückblick, in welchem ich erfuhr, warum sie geflohen sind und wie sie bis dort gelangt sind. Von Beginn ist es eine schwere Lektüre, in der ein Leben nicht viel wert und der Tod allgegenwärtig ist. Im fiktiven Grenzland zwischen den östlichen und den westlichen Bergen regiert die Gewalt. Hier stranden Menschen, die vor der Pest geflohen sind, nur um festzustellen, dass sie nun der Willkür der bewaffneten Guerilla, den Irregulären, ausgesetzt sind. Neben der Geschichte von Angustias erfuhr ich mehr über Aurelio Ortiz, den Bürgermeister von Mezquite. Er wird von dem einflussreichen Alcides Abundio kontrolliert, der von ihm verlagt, Visitación Salazar von dem besetzten Land zu vertreiben, das ihm gehört. Abundio arbeitet auch mit den Irregulären zusammen, denen er unter falschen Versprechungen neue Männer schickt, die nach Arbeit suchen. Gespannt verfolgte ich, ob Visitación und Angustias sich den Versuchen, den Friedhof zu schließen, wiedersetzen können. So unterschiedlich die leidenschaftliche Visitación und die eher zurückhaltende Angustias charakterlich sind, sie haben gemein, dass sie unabhängige Frauen sind, die bereit sind, für das zu kämpfen, was ihnen wichtig ist. Diese Lektüre über Entwurzelung, Schmerz, Gewalt und Tod ist keine einfache, doch dem wird Widerstand, Zusammenhalt, Mitgefühl und Freundschaft entgegengesetzt. Das Buch vermittelt damit eine wichtige Botschaft, die zu lesen sich lohnt.

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