Die lübeckische Fürstenkoalition bei der Schlacht von Bornhöved 1227 in Korners "Chronica Novella"
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Produktdetails
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Nein
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Nein
Erscheinungsdatum
10.10.2022
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
606 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346738851
Ende des 12. Jahrhunderts stand Deutschland nördlich der Elbe unter der Herrschaft des dänischen Königs Waldemar II. Während dieser seinen Einfluss und seine Macht im nordelbingischen Raum ausbreitete, legte der Hegemon ebenfalls großen Wert darauf, über den baltischen Seeraum zu kontrollieren. Die beiden Hafenstädte Hamburg und Lübeck stellten für den Dänen optimale Transitwege dar, wodurch der Handel zwischen West und Ost durch die Flüsse im Binnenland und der Handel im Ostseeraum kräftig vorangetrieben wurden. Der Pax Waldemariana stellte gute Bedingungen für die Kaufleute, die den Handel organisierten. Da Waldemar II. und Papst Honorius eine gute Beziehung pflegten, unternahm der König Expeditionen in Richtung des baltischen Küstenraumes mit der Mission der Christianisierung. Zudem konnte er livisches und estisches Land erobern, wodurch er seine Herrschaft expandierte und festigte. Im Jahr 1220 sperrte Waldemar II. den Lübecker Hafen mit dem Ziel, den Bischof und den Schwertritterorden zu unterwerfen, um Herr Livlands zu werden. Durch großen Widerstand bewegt gab der König Livland frei, jedoch visierte er schon das nächste Ziel, nämlich Estland zu erobern, an. Während Waldemar II. seine Macht im norddeutschen, aber auch im baltischen Raum expandierte, nahm Albrecht von Orlamünde die Verwaltung des Territoriums Heinrichs von Schwerin an sich, als sich letzterer auf einem Kreuzzug Waldemar II. befand. Heinrich missfiel die Entwicklung seiner Machtansprüche und verübte einen Frontenwechsel. Mit dem Ziel, die Herrschaft des Dänenkönigs zu beseitigen, leitete er eine Bewegung ein, welche letztlich zu einer Verschwörung gegen den Dänen heranwuchs. Schließlich kam es am 22. Juli 1227 zu der Schlacht von Bornhöved, die eine kriegerische Entscheidung zwischen dem Königreich Dänemark und einer Koalition norddeutscher Fürsten lieferte. Hermann Korner, Verfasser der "Chronica Novella", verbrachte sein Leben nach seiner Söldnerzeit als Dominikanermönch im Maria Magdalena-Kloster Lübecks und schilderte die Schlacht von Bornhöved in der von ihm verfassten Chronik. Auffällig ist jedoch, dass der Eintrag Korners stark von den Versionen anderer Chronisten abweicht.
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