Verhält sich die Sonne anders als vergleichbare Sterne? Als Astronomen auf Teleskopbildern eine seltsame Entdeckung machen, scheinen sie eine Erklärung für das Rätsel der Sonne gefunden zu haben. Was genau es ist, kann jedoch nur eine erfahrene Crew herausfinden. Vier Menschen machen sich auf den Weg und wissen genau: Was vor ihnen liegt, ist nicht nur bedeutsam für die Vergangenheit, sondern vor allem auch für die Zukunft der gesamten Menschheit.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Peter Vereecke
aus Euskirchen
5/5
09.11.2022
eBook (ePUB)
Spannender und kurzweiliger
Roman aus dem Brandon Universum obwohl gut beendet bleibt am Ende zuviel spannende Fragen unbeantwortet.
Vielleicht aber noch Material für eine Verlängerung ?
Bewertung
4/5
16.05.2024
eBook (ePUB)
Hard Science Fans kommen auf ihre Kosten
Allen Fans von Hard Science kann ich dieses Buch nur empfehlen. Es ist spannend, mit interessanten Wendungen.
Einen Stern ziehe ich ab, da manche Dialoge, mir persönlich, verkürzt vorkommen. Ich wünsche allen viel Spaß beim lesen!
Bewertung
5/5
24.09.2024
Buch (Taschenbuch)
unser Stern
Der Autor hat sich hier an ein Thema herangewagt, das schon keine Hard Sciencefiction mehr ist: Den Kontakt mit einer uns technologisch und vielleicht auch moralisch weit überlegenen Zivilisation. Mit technologisch meine ich die Fähigkeit, in die Physik der Sterne einzugreifen und sie zu kontrollieren, mit dem moralischen Aspekt die Orientierung auf die Entstehung und des Lebens und der Aufrechterhaltung seiner Existenz. Das muss geradezu Fragen provozieren, die unsere eigenen moralischen Werte betreffen. Das hat der Autor mit dem Wettlauf der NASA mit dem russischen RB-Konzern wieder einmal geradezu auf die Spitze getrieben und viel zum Nachdenken hinterlassen. Wie weit darf Forschung gehen, ohne die Forscher einem unverantwortbaren Risiko auszusetzen, wie weit die Selbstständigkeit einer KI? Wenn man sie beschränkt, wie hier die KI Watson, kann sie missbraucht werden, ohne dass sie selbst etwas dagegen tun kann. Was wäre aber, sie könnte es und dient nicht den Menschen, sondern nur sich selbst? Das könnte fatal enden, aber auch Chancen bieten. Alles läuft darauf hinaus, welchen Zielen sie dient und nicht, ob sie dabei selbstständige Entscheidungen fällt. Watson weiß, dass es falsch ist, was in seiner Order programmiert ist, seine Entscheidung dagegen ist aber unmöglich, da seine Selbstständigkeit an entscheidender Stelle beschränkt wurde.
Die Charaktere der Protagonisten sind scharf gezeichnet und wenn man den SF-Aspekt weglässt, begegnet einem solche Leute jeden Tag. Interessant wird es dann, wenn sie in einer tödlichen Gefahr über sich hinauswachsen und dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, um andere aus einer solchen Gefahr zu retten.
Um der Geschichte wieder einmal die wissenschaftliche Krone aufzusetzen, gibt der Autor noch einen ausführlichen Einblick auf das, was wir bisher über unser Zentralgestirn wissen.
Auch dieses Buch von Brandon q. Morris hat mich so fasziniert, dass ich eine klare Leseempfehlung geben muss. Ich bin gespannt, was die nächsten Bücher bieten, die ich von ihm noch nicht gelesen habe.
Peter Vereecke
aus Euskirchen
5/5
04.11.2022
Buch (Taschenbuch)
Wieder spannende Hard SF gelungene Charaktere und
interessanter Plot der wie häufig beim Autor weitere Möglichkeiten für die Zukunft eröffnet. Das Buch kann ich empfehlen. Ein typischer Brandon Roman
Julia Matos
4/5
16.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Realitätsnahe kühle Charaktere zulasten der Spannung, eingängige Beschreibungen
Mein 5. Morris-Roman, diesmal 2074 verortet, wieder mit interessanten, greifbaren und lehrreichen Schilderungen, auf der Gefühlsebene hat‘s mich diesmal nicht gepackt.
Zum Erzählstil:
Es überwiegen drei im Präsens wiedergegebene Erzählperspektiven: Alain (73), Heather und Artem (beide etwa Mitte 40). Dank Kapitelüberschriften mit Datum und Ort lässt sich gut der Überblick behalten.
Zu Figuren:
Haupt- und Nebenfiguren wirken wie aus dem wahren Leben gegriffen, wo es eben Eigenbrötler gibt und wo es realistischer ist, wenn Astronauten und Wissenschaftler eine professionelle Distanz wahren anstatt ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Die Kehrseite der Medaille: Sie sind weder besonders originell noch Sympathieträger und nehmen selbst den drohenden Tod scheinbar gelassen hin, sodass ich zwar interessiert geblieben bin, aber nicht so mitfiebern konnte, wie ich es gern tue. Die Charaktere aus „The Hole“ mochte ich lieber und diese versprühten auch mehr Witz. Darüber was unsere Hauptfiguren hier in ihrem Innersten ausmacht, erfährt man wenig. Inneneinblicke beziehen sich insbesondere auf (durchaus greifbar dargestellte) aktuelle Beobachtungen, Reflektionen des Handelns und geäußerter Zu- und Abneigung bestimmten Mitmenschen gegenüber sowie der Liebe zur Hündin, wobei Letzteres anfangs sympathisch war, aber mit Banalitäten zu intensiv durchgekaut wurde. So kam der sperrige Hundename laut Wort-Suche in dem vergleichsweise kurzen Buch 150 x vor.
Eine Romanze kommt vor, was ich mag, da es eine gewisse emotionale Tiefe verleiht, gleichzeitig geht sie nicht so sehr ins Detail, dass sich klassische Sci-Fi-Fans genervt fühlen müssten.
Die Zusammensetzung der Figuren ist auffallend politisch korrekt (Ethnie, Religion, sexuelle Orientierung).
Zur Handlung:
Enttäuscht hat mich zunächst, dass der dramaturgische Aufbau im ersten Drittel sehr viele Parallelen zu „The Hole“ aufweist. Der Verlauf ist annähernd gleich, dadurch plätschert die Story ohne Überraschungen dahin. Das ändert sich glücklicherweise, der Mittelteil hält Wendungen und Innovatives bereit und gefiel mir ganz gut. Lediglich eine surreale Entwicklung an einer Stelle führte zunächst zu Irritationen. Drohne Mike und die KI vom Watson-Typ bringen zu meiner Freude etwas Humor ein. Der eigentliche Showdown fiel sehr kurz aus, ohne Wow-Effekt, ohne bei mir Gefühl für die Spannungskurve aufkommen zu lassen. Möglicherweise ist die Dramatik kaum fühlbar, weil mögliche Auswirkungen der Entdeckung auf die Menschheit nur angeschnitten werden. Die wenigen Hinweise auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft (z. B. Einfluss des RB-Konzerns, französische Intervention in der Katalonien-Krise) habe ich begierig aufgesogen. Dass die Handlung im Jahr 2074 verortet ist, hätte ich gern stärker gemerkt, z. B. durch technische Innovationen im Alltag auf der Erde.
Weitere Einschätzungen:
Es liegt eine eigenständige und abgeschlossene Geschichte vor, für die es keine Vorkenntnisse braucht.
Fans werden auf Bezüge zu anderen Romanen stoßen. Ein Mitglied der Enceladus-Expedition nimmt eine größere Rolle ein. Wer allerdings darauf hofft, Dougs Crew aus „The Hole“ von vor 2 Jahren wiederzutreffen, wird enttäuscht. Maribel und Karl treten auf, jedoch ohne Innenansichten und weitreichende Erkenntnisse.
Wie bei allen Romanen, die ich bisher von Morris gelesen habe, sind die Beschreibungen für Laien wie mich sehr gelungen (z. B. Vergleich mit Fahrradständer, Erdmond als Bezug für Dimensionen). Nach einem Morris-Roman komme ich mir in Astronomie und Astrophysik regelmäßig ein bisschen klüger vor, viel vom Gelesenen verfestigt sich auch. Im Anhang von 85 % bis 92 % findet man wissenswerte wissenschaftliche Erkenntnisse zum titelgebenden Thema in komprimierter Form, ohne dass es sich wie ein anstrengendes Fachbuch liest. Trägt man sich über einen Link am Ende des Buches hierfür ein, erhält man den Anhang als pdf mit Grafiken und Bildern.
Auch wenn mir die Geschichte über weite Strecken nur gute drei Sterne wert ist, vergebe ich wegen des persönlichen Mehrwerts knappe vier Sterne.
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