Das Leben von Hinrich Schepp gerät eines Morgens unerwartet aus den Fugen: Er findet seine Ehefrau Doro tot an ihrem Schreibtisch. Während Schepp versucht, diesen für ihn unvorstellbaren Verlust zu verkraften, entdeckt er Doros letztes Werk: ein mit rätselhaften Anmerkungen versehenes Manuskript. Schnell wird klar, dass Doros Zeilen eine tiefere Bedeutung innewohnt... Matthias Politycki schafft mit der "Jenseitsnovelle" ein mitreißendes Werk über Liebe und Lebenslügen, Trauer und Verlust.-
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Beate Müller-Egberink
aus Landau in der Pfalz
5/5
03.02.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Jenseitsnovelle
Über die Liebe und deren Abgründe, über verborgene Sehnsüchte und die Schattenseiten
erzählt der Autor in dieser mitreißenden Novelle.
Hinrich Schepp findet seine Frau Tod an seinem Schreibtisch sitzend. Sie hat einen lange
verworfenen Text von ihm redigiert, doch die Anmerkungen die sie an den Rand seines Manuskripts
schrieb, verstören und schockieren. Nichts davon kann nunmehr korrigiert oder diskutiert werden.
Der Tod setzt dieser intensiven Liebesgeschichte ein unvermutetes Ende. Die Tragik der
Sprachlosigkeit in einer Beziehung geht unter die Haut.
Die intensive, schnörkellose und klare Sprache des Autors hat mich tief berührt . Dieser Text hallt
nach .Einfach großartig!
hasewue
4/5
04.04.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Matthias Politycki - Jenseitsnovelle
Als der 65 jährige Professor Hinrich Schepp an einem sonnigen Herbsttag ins Wohnzimmer zu seiner Frau kommt, findet er diese tot.
Kurz vor ihrem Tod hat sie wie jedes Mal seine Arbeiten und Bücher korrigiert. In diesem Fall aber hat sie sein neuestes Werk, das gleichzeitig sein Leben erzählt, nicht nur korrigiert, sondern auch kommentiert. Durch persönliche Kommentare spricht sie zu ihm und Schepp muss erkennen, dass durch ihr plötzliches Ableben viel Ungeklärtes zwischen ihnen steht.
Matthias Politycki erzählt in Jenseitsnovelle die Geschichte eines Mannes, der mit dem plötzlichen Tod seiner Frau zurecht kommen muss und dabei merkt, dass vieles mehr Schein als Sein war.
Dabei bedient sich Politycki an einer sehr anspruchsvollen Sprache, wobei er zwischen den zwei Erzählungen variiert und sie je nach Situation anpasst.
Zum einen schreibt er sehr hochgestochen, wenn es um die Geschichte des Professors geht. Zum anderen wechselt er in die Umgangssprache, wenn er die Handlung von Schepps Buch Marek, der Säufer schildert.
Es ist vor allem am Anfang etwas schwierig sich dadurch zurecht zu finden, man gewöhnt sich aber relativ schnell daran.
Die Handlung ist auch sehr genau beschrieben, auf jedes Detail wird genauestens eingegangen und durch einen unglaublich prägenden Schreibstil wird das Buch auch keinesfalls langatmig.
Durch das überraschende Ende regt er den Leser zusätzlich zum Nachdenken an.
Der Autor beschäftigt sich sehr viel mit dem Jenseits, was durch den Titel Jenseitsnovelle auch zu erwarten war.
Matthias Politycki schafft es mit seinem detaillreichen und ausschmückenden Schreibstil eine Atmosphäre zu schaffen, in der der Leser sich trotz einem Gefühl von Distanziertheit wohl fühlt.
4 von 5 Sternen!
Bewertung
4/5
04.02.2010
Buch (Gebundene Ausgabe)
lesenswert
Matthias Politycki
Jenseitsnovelle
Warum lässt jemand den Partner, den er bereits über 20 Jahre liebt und schätzt, nicht an seiner neuen Betrachtungsweise des Lebens teilhaben?
Warum schweigt der andere zu den für ihn unerträglichen Belastungen und Zweifeln?
Wie furchtbar ist es für zwei Menschen, erst im Tode Abrechnung zu halten, wenn keine Korrektur des Lebens mehr möglich ist.
Matthias Politycki zeigt durch seine Novelle, wie wichtig es ist, neue Lösungen zu finden, um nicht an Unerträglichkeiten zu zerbrechen.
Für mich persönlich war der Schluss eine freudige Erlösung, weil er bestätigt, dass Liebe, Achtung und Wertschätzung die Grundlage für eine gute Ehe sind.
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