Nach »Fuchsmädchen« der zweite Fall für Sanna Berling und Eir Pederson, die schwedischen Ermittlerinnen von Bestsellerautorin Maria Grund
Bedrohlich dunkle Wolken türmen sich über der Insel vor der schwedischen Küste, als die Kommissarin Sanna Berling auf einer verlassenen Farm einen sterbenden jungen Mann findet, dessen Anblick sich für immer in ihr Gedächtnis brennt: Sein Körper ist übersät von Wunden, seine letzten Worte lauten: »Du musst sie finden.« Sanna weiß zwar nicht, wen er damit meint – aber sie weiß, dass sie alles daransetzen muss, es herauszufinden. Zusammen mit ihrer Partnerin Eir Pedersen nimmt sie fieberhaft die Suche nach dem Mörder auf. Ihr Instinkt führt die beiden Ermittlerinnen tief in die dunklen Wälder der schwedischen Insel. Dort, im undurchdringlichen Dickicht, scheint eine namenlose Gefahr zu lauern. Und Sanna spürt, wie gleichzeitig auch die Schatten der Vergangenheit gnadenlos näherkriechen …
Ungekürzte Lesung mit Vera Teltz
10h 28min
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Abgründe der Gesellschaft
Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 23.02.2026
Bewertungsnummer: 3054993
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Worum geht`s?
Ein junger Mann taumelt durch den Wald. Sein Körper übersät von blauen Flecken und Schnittverletzungen, im Bauch eine klaffende Wunde. Mit letzter Kraft versucht er, Sanna eine Botschaft zu übermitteln. Doch bevor er sagen kann, was ihn an diesen Punkt gebracht hat, verstummt er. Was wollte er ihr mitteilen?
Meine Meinung:
Mit „Rotwild“ setzt Maria Grund ihre Berling-und-Pedersen-Reihe fort, und auch diesen Band habe ich nahezu am Stück verschlungen. Der Schreibstil der Autorin, die düstere Atmosphäre, die schon aus der Landschaft heraus zu kriechen scheint, und die eigenwilligen Ermittlerfiguren ziehen mich einfach immer wieder hinein.
Wir ermitteln erneut Seite an Seite mit Sanna und Eir, und diesmal wird es für beide nicht nur fachlich, sondern auch persönlich zur Grenzerfahrung. Sanna wird mit ihrer Vergangenheit und Jack konfrontiert, während Eir in einen Albtraum gerät, der deutlich tiefer geht als ein gewöhnlicher Fall. Mit Niklas tritt zudem ein neuer Chef auf den Plan, den ich noch nicht greifen kann. Er wirkt kollegial und freundlich, gleichzeitig aber auch glatt und schwer einzuschätzen. Da bin ich gespannt auf mehr. Alice muss man einfach mögen, während Anton bei mir diesmal ein paar Sympathiepunkte eingebüßt hat.
Der Fall selbst ist packend konstruiert und erneut eng mit politischen Strukturen des Landes verwoben. Wir begegnen Obdachlosen, die ihre Lager immer wieder verlegen müssen, erleben Widerstand und heimliche Bewegungen innerhalb der Gesellschaft. Gerade das wirkt so erschreckend, weil es reale Parallelen hat. Parallel dazu entfaltet sich die Mordermittlung rund um den jungen Mann, die zunächst wie ein grausames Einzelverbrechen erscheint, sich aber nach und nach als weit komplexer herausstellt. Genau hier liegt die besondere Stärke von Maria Grund: Ein Mord bleibt nicht bloß ein Mord, sondern wird zum Spiegel gesellschaftlicher Spannungen und marginalisierter Lebensrealitäten. Die Ermittlungen sind rasant, fesselnd und durchzogen von den persönlichen Entwicklungen der Figuren, die dem Ganzen zusätzliche Tiefe verleihen. Ich habe auch diesen Band wieder sehr geliebt. Es ist nicht neu, aber es ist anders. Es hat Atmosphäre, aber auch Tiefe. Es ist mitreißend und emotional und ich freue mich schon sehr auf Fall 3!
Fazit:
Mit „Rotwild“ beweist Maria Grund erneut, wie eindringlich und beklemmend gesellschaftliche Abgründe mit einem packenden Thriller verwoben werden können. Die Autorin verbindet düstere Atmosphäre, politische Untertöne und persönliche Konflikte zu einem Fall, der wirklich genial ist. Zwischen Wald, Gewalt und leisen Zwischentönen entfaltet sich eine Geschichte, die unheimlich spannend und fesselnd ist. Gerade die emotionale Nähe zu Sanna, Eir und ihrem Umfeld macht diesen Band besonders intensiv. Für mich ist das ein weiterer Beweis dafür, wie vielschichtig und mitreißend diese Reihe erzählt ist.
5 düstere Sterne von mir!
Wow wow wow
Toval aus Weil am Rhein am 08.07.2023
Bewertungsnummer: 1976253
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Bedrohlich dunkle Wolken türmen sich über der Insel vor der schwedischen Küste, als die Kommissarin Sanna Berling auf einer verlassenen Farm einen sterbenden jungen Mann findet, dessen Anblick sich für immer in ihr Gedächtnis brennt. Sein Körper ist übersät von Wunden. Verzweifelt möchte er Sanna mit seinem letzten Atemzug etwas mitteilen, doch bevor er den Satz beendet, ist er tot. Zusammen mit ihrer Partnerin Eir Pedersen nimmt sie fieberhaft die Suche nach dem grausamen Mörder auf. Ihr Instinkt führt die beiden Ermittlerinnen tief in die dunklen Wälder der schwedischen Insel. Dort, im undurchdringlichen Dickicht, scheint eine namenlose Gefahr zu lauern. Und Sanna spürt, wie gleichzeitig auch die Schatten der Vergangenheit gnadenlos näherkriechen … Cover:
Das Cover ist in schwarz weiss gehalten und ein Hirsch ist abgebildet. Es wirkt düster und lässt dadurch erahnen, dass es sich nicht um eine fröhliche Geschichte handelt.
Schreibstil:
Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, welchen einen richtig in die Geschichte eintauchen lässt.
Fazit:
Das Buch ist nicht für zarte Nerven geeignet. Ich fand das Buch super und hatte es ziemlich schnell durch, weil ich immer wissen wollte wie es weiter geht. Spannung von Anfang bis Ende! Wer es aber lieber leichter und softer mag sollte dieses Buch dann vielleicht nicht lesen. Aber für Thriller Fans ein absolutes muss. Vor diesem Thriller sollte man vielleicht das Buch „Fuchsmädchen“ gelesen haben. Dies macht das Verständnis dann einfacher.
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