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Und dann verschwand die Zeit Roman

15

22,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.05.2023

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,3/13/3,3 cm

Gewicht

410 g

Farbe

Weiß / Graublau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The High House

Übersetzt von

Andrea O'Brien

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00196-9

Beschreibung

Rezension

»Die Geschichte hinterlässt ein sehr eindrückliches Gefühl davon, was der Menschheit wahrscheinlich bevorsteht.« ("Die Zeit, Newsletter Was wir lesen")
»In ihrem berührenden und verstörenden Roman spielt Jessie Greengrass durch, welche Chance Menschen haben, wenn sie wissen, dass sich eine Umweltkatastrophe nicht mehr abwenden lässt.« ("Deutschlandfunk Nova")
»Dieser Roman ist ein Zumutung, zu der man Mut braucht - und belohnt wird« ("rbb Kultur")
»Jessie Greengrass erzählt davon, dass es sich bis zum allerletzten Tag, ehe die Welt in Scherben fällt, lohnt, Liebe und Glück miteinander zu empfinden und sich um alle Dinge des Lebens sorgsam zu kümmern« ("NDR Kultur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.05.2023

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,3/13/3,3 cm

Gewicht

410 g

Farbe

Weiß / Graublau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The High House

Übersetzt von

Andrea O'Brien

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00196-9

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

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  • Kwinsu

    aus Salzburg

    5/5

    11.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Atemberaubend gute Dystopie!

    Die Welt, von der Klimakatastrophe stark gebeutelt, scheint keine Ruhe zu finden. Francesca, eine Klimaexpertin, sieht das Ende nahen und schafft für ihre Familie in einiger Abgeschiedenheit einen Rückzugsort, der ein existenzsicherndes Leben längst möglich garantieren soll. Sie selbst überlebt nicht, aber vier Protagonist:innen treffen dort auf "High House" zusammen: Grandy und dessen Enkeltochter Sally, sowie Caro und dessen Bruder Pauly. Gemeinsam versuchen sie gegen die Bedrohung der alles vernichtenden Flut zu überleben. Jessie Greengrass hat mit "Und dann verschwand die Zeit" eine berührende Dystopie geschaffen, die vorwiegend in das Alltagsleben der Überlebenden eintaucht. Das belastete Verhältnis von Caro zu ihrer Stiefmutter Francesca wird ebenso thematisiert, wie die Monotonie des Überlebenskampfes. Die kurzen Kapitel werden aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt - mal verfolgen die Leser:innen Caros Sicht, mal jene von Sally und zwischendurch tritt Pauly in den Mittelpunkt der Erzählung. Dies hat zur Folge, dass die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Protagonist:innen verdeutlicht werden und ein Eintauchen in die jeweilige Gedankenwelt ermöglicht wird. Die Atmosphäre ist melancholisch, aber wirkt nur selten bedrohlich. Vielmehr versuchen die Charaktere sich von dem drohenden Weltuntergang dadurch abzulenken, dass sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Die Verhältnisse zueinander wirken distanziert und doch sind sie auf eigene Weise füreinander da. Die zwischenmenschlichen Herausforderungen scheinen oft das Bedrohendste ihrer Situation zu sein. Spannend ist auch, dass hier unterschiedliche Lebensalter mit entsprechend unterschiedlicher Lebenserfahrung aufeinandertreffen. Besonders berührend ist die Rolle von Pauly, der noch ein Kind ist und sich die Welt zurecht rückt, indem er mutmaßlich die Fürsorge für ein Reiherpärchen übernimmt. Langsam verschwinden alle Menschen aus der Umgebung - genauso wie alle Tiere und die Vorräte, die Francesca eigentlich zur Genügen angelegt hat. Die Bedrohung der untergehenden Natur rückt bedächtig näher, um die Protagonist:innen schlagartig zu überfallen. Greengrass Sprache ist beinahe poetisch, kühl und unzugänglich, aber dennoch zieht sie eine:n in den Bann und schafft eine Atmosphäre, die die Lesenden vollends einnimmt. Mein Fazit: "Und dann verschwand die Zeit" ist eine äußerst gelungene Dystopie mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Gekonnt verwebt die Autorin den drohenden Weltuntergang mit einer einfühlsamen, aber distanziert wirkenden Geschichte über einen langsam dahinschleichenden Existenzkampf einiger Protagonist:innen. Das Buch ist eines, mit dem man sich intensiv auseinandersetzen kann und das einen hoffen lässt, dass wir die Kurve in eine bessere Zukunft doch noch nehmen können. Ein absolutes Lesehighlight!

  • Sabdah65

    aus Dorsten

    5/5

    12.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschreckend

    Das Cover zog mein Interesse auf sich. Nachdem ich den Kurzinhalt auf dem Cover gelesen hatte, musste ich den Roman unbedingt lesen. Die Autorin Jessie Greengrass schreibt einen atemberaubenden, emotional präzisen Roman über Elternschaft, Aufopferung, Liebe und das Überleben unter der Bedrohung der Auslöschung, der unter die Haut geht und zeigt, was auf dem Spiel steht. Es wird jeweils aus der Perspektive von Caro, Sally und Paul erzählt. Die lehren uns, dass es sich bis zum allerletzten Tag, ehe die Welt in Scherben fällt, lohnt, Liebe und Glück miteinander zu empfinden und sich um alle Dinge des Lebens sorgsam zu kümmern. Wie wir heute schon erkennen, kann und sollte man den Klimawandel nicht mehr wegdiskutieren. Die Auswirkungen treffen uns heute schon. Dieser Roman ist sehr nahe an der Realität und das macht die Geschichte besonders beklemmend, denn sie zeigt uns, was uns droht. Andererseits ist sie von Anfang an spannend und packend. Dieser Roman regt zum Nachdenken an, was der Einzelne tun kann, wenn er mit den Gefahren solcher Katastrophen konfrontiert wird.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    25.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Überleben - und dann?

    Auf einer Anhöhe abseits einer kleinen Stadt am Meer liegt das High House. Dort leben Grandy und seine Enkeltochter Sally sowie Caro und ihr Halbbruder Pauly. Das Haus verfügt über ein Gezeitenbecken und eine Mühle, einen Gemüsegarten und eine Scheune voller Vorräte – die Vier sind vorerst sicher vor dem steigenden Wasser, das die Stadt zu zerstören droht. Aber wie lange noch? Caro und ihr jüngerer Halbbruder Pauly kommen im High House an, nachdem ihr Vater und ihre Stiefmutter, zwei Umweltforscher*innen, sie aufgefordert haben, London zu verlassen, um im höher gelegenen Haus Zuflucht zu suchen. In ihrem neuen Zuhause, einem umgebauten Sommerhaus, das von Grandy und seiner Enkelin Sally betreut wird, lernen die Vier, miteinander zu leben. Doch das Leben ist anstrengend, besonders im Winter, die Vorräte sind begrenzt. Wie lange bietet das Haus noch die erhoffte Sicherheit? (Klappentext) Wow, ich stehe noch völlig unter dem Bann des Gelesenen, das mich bedrückt und emotional zurücklässt. Obschon es sich um einen (noch) dystopischen Roman handelt, schafft die Autorin hier ein Szenario, das sich leider nicht weit von unserer gegenwärtigen Realität entfernt anfühlt. Insofern ist dies ein unbequemer Roman, der die Folgen unseres Nichthandelns unnachgiebig vor Augen führt - die Rede ist von der drohenden Klimakatastrophe aufgrund der globalen Erwärmung und ihren Folgen. Caro und ihr jüngerer Halbbruder Pauly leben in London, die Eltern in ihrer Funktion als Umweltforscher:in sind ständig weltweit unterwegs, um zu mahnen, aufzuzeigen und zu retten was noch zu retten ist. Doch v.a. Francesca, Caros Stiefmutter, hält angesichts der großen Dürren und Wasserknappheit auf der einen Seite sowie zunehmend heftigerer Stürme und Überschwemmungen auf der anderen im Grunde keine Chance mehr, die Folgen des menschlichen Handelns noch umzukehren. Dennoch sorgt sie gemeinsam mit ihrem Mann vor und baut ihr Sommerhaus am Meer um. Für Pauly und seine Schwester. Als der Vater die beiden schließlich anruft und sie wegschickt aus London, ahnen sie nichts von den Plänen ihrer Eltern. Doch Caro erfasst die Dringlichkeit der Bitte ihres Vaters und macht sich mit ihrem kleinen Halbbruder auf den Weg. Als sie in High House eintreffen, werden sie zu ihrer Überraschung schon erwartet. Sally und ihr Großvater Grandy sind dort bereits eingezogen, aufgrund der ausdrücklichen Bitte von Francesca. Denn diese wusste, dass Caro und Pauly Hilfe brauchen würden auf ihrem Weg hin zur Selbstversorgung, unumgänglich, sobald die Folgen der Klimakatastrophe auch Großbritannien erreichen würden.   “Eine Arche zu bauen genügt nicht, man muss auch wissen, wie man sie steuert.” Erzählt wird hier wechselnd aus drei verschiedenen Ich-Perspektiven: Caro, Sally und Pauly. Dabei hat Pauly, der zu Beginn der Erzählung noch sehr jung ist, einen vergleichsweise kleinen Anteil, rundet durch seine Erinnerungsschnipsel das Bild jedoch ab. Und es ist interessant zu verfolgen, wie die unterschiedlichen Charaktere ihre Lage beurteilen und empfinden. Caro und Sally bestreiten den Hauptteil der Erzählung, berichten auch von ihrer Kindheit und Jugend. Sally, aufgewachsen im Dorf bei ihrem Großvater, der immer alles selbst reparieren und sich weitesgehend selbst versorgen konnte mit seinem Wissen über Tierhaltung, Anbau von Gemüse, Obst und Getreide sowie Fischfang, übernimmt in High House meist die praktischen Dinge und geht die Aufgaben pragmatisch an. Caro, die immer schon eine Ersatzmutter für Pauly war, weil Francesca im Grunde nie da war, fühlt sich unwohl in der neuen Situation, erkennt aber, dass ihr keine andere Wahl bleibt. Allein schon um Pauly willen. Und Pauly nimmt zunächst mit seiner kindlichen Naivität den neuen Wohnort als gegeben hin, wächst allmählich aber auch in Aufgaben hinein und findet seinen Platz. Grandy schließlich hat keinen eigenen Erzählstrang, ist aber der wissende Ruhepol in ihrer Mitte. Doch Grandy ist alt… Und wie ergeht es den Vieren, immer allein miteinander ohne Kontakt zur Außenwelt? Welche Perspektiven sehen sie, welche Zukunftsgedanken hegen sie, welche Ängste brechen sich Bahn? Einsamkeit und harte Lebensbedingungen fordern zusehends ihren Tribut, ein Ausweg ist nicht zu sehen - auch nicht in Zukunft. Alltägliche Sorgen wie auch existentielle Fragen erhalten hier einen Raum, meist unaufgeregt und distanziert bis lakonisch geschildert, aber deshalb nicht weniger eindringlich. Auch wenn mir keine der Figuren - außer Grandy vielleicht - wirklich nahe kam, hat mich die Melancholie und Beklemmung der Situation immer mehr erfasst. Ich glaube, das Schlimmste für mich war die Tatsache, dass hier zwar die Folgen unseres menschlichen Handelns drakonisch vor Augen geführt werden, die Figuren selbst aber auch nicht hätten sagen können, was sie anders hätten machen können, abgesehen von politisch und wirtschaftlich einschneidenden Maßnahmen. Caro, Pauly und Sally haben dank Francescas Vorsorge überlebt. Doch die Frage drängt sich auf: ja, und dann? Ein wirklich eindringliches Leseerlebnis, das mich sicher noch weiter beschäftigen wird…   © Parden

  • gaia

    5/5

    19.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine leise Dystopie, die umso lauter nachhallt

    Um ehrlich zu sein, konnte ich mit dem philosophisch-verkopften Vorgängerroman von Jessie Greengrass „Was wir voneinander wissen“ gar nichts anfangen. Zum Glück ist mir erst jetzt während des Schreibens der Rezension aufgefallen, dass es sich hierbei um dieselbe Autorin handelt, sonst hätte ich vielleicht vorschnell die Finger von „Und dann verschwand die Zeit“ gelassen. Da hätte ich wirklich etwas verpasst! In ihrem aktuellen Roman entwirft die Autorin ein dystopisches Szenario, welches in der nahen Zukunft im Küstengebiet Großbritanniens angesiedelt ist. Gleich zu Beginn wird klar: das Meer hat sich die Küste hinauf gefressen und eine Flussmündung ist langfristig überflutet. Eine zusammengewürfelte Truppe versucht im „High House“, einem - schon dem Namen zu entnehmend - etwas erhöht liegendem Anwesen mit Garten, Wasserrad und Holzofen abgeschnitten vom Umland zu überleben. Dieses Szenario könnte man sich ganz leicht als apokalyptischen Blockbuster vorstellen, in dem sehr viel und vor allem sehr laut passiert. Aber so ist das Buch von Greengrass überhaupt nicht angelegt. Das Figurenensemble zum Beispiel besteht aus einem Halbgeschwisterpaar. Bei Eintreffen im High House, ist Caro noch keine 20 Jahre und ihr kleiner Halbbruder Pauly erst ca. vier Jahre alt. Sie musste schon früh eine mütterliche Rolle übernehmen, war doch die leibliche Mutter von Pauly schon vor den Ereignissen, die zur Übersiedlung ins High House geführt haben, mehr ab- als anwesend. Die Klimaforscherin schien mehr Interesse daran zu haben, die Welt vor der Klimakatastrophe zu schützen, als Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Als die beiden im High House ankommen, leben dort aber bereits zwei Personen. Die ungefähr Mitte 20jährige Sally und ihr Großvater Grandy. Nun müssen sich diese Menschen nicht nur mit den anstehenden Naturkatastrophen arrangieren sondern auch mit sich untereinander. Greengrass lässt dabei ihre Leserschaft tief in die Köpfe drei der Protagonisten eintauchen, indem sie im wechselnden Rhythmus Sally, Caro und Pauly als Ich-Erzähler:innen pro Kapitel einsetzt. Wir erfahren dadurch immer mehr, wie es zu dieser Ausnahmesituation gekommen ist und bleiben meist ganz nah an den persönlichen Erfahrungen der Protagonist:innen. Da sich die Autorin sowohl bezogen auf die Figuren aber auch das geografische Umfeld im Mikrobereich bewegt und gar nicht ein weltumfassendes Makrobild des Zustandes der Erde und der Menschheit entwirft (jedoch durchaus an der ein oder anderen Stelle erahnen lässt), bleibt der Roman stets sehr ruhig in seiner Erzählweise. Es müssen nicht immer die großen Dramen ausgepackt werden, um zu zeigen, was die Veränderung unserer Lebensbedingungen auf dieser Erde ganz konkret für einzelne Personen bedeuten kann. Sie präsentiert uns auch keine eindeutigen Heldenfiguren oder Bösewichte, vieles bleibt grau und diesig wie die Landschaft im Roman. Was mich zu einer weiteren Stärke dieses Romans führt: Die ruhigen ganz detaillierten Naturbeschreibungen der Autorin lassen ganz ohne Effekthascherei ein düsteres Bild der zukünftigen, und leider nicht mehr ganz so fernen, Lebensumstände für Flora und Fauna im Kopf der Leserschaft auferstehen. Durch Erzählstil, welcher nach und nach durch die Augen der verschiedenen Figuren diese Welt für die Lesenden sichtbar macht, wird man Stück für Stück in die düstere Atmosphäre eingesogen und kann sich nur sehr schwer daraus befreien. Wenn man schon gar nicht erst in dieser Szenerie landen möchte, die sich weit ab von romantisierten Selbstversorgungsfantasien bewegt, so bietet einem die Autorin auch keinen klaren Ausweg daraus an. Sie lässt vieles offen und behandelt letztlich auch die Frage, wie lebenswert ein Leben ist, wenn man eine Katastrophe zwar überlebt hat, dann aber auch irgendwie weiterleben muss. Den Themen nähert sich Greengrass sehr ruhig, was den Inhalt des Buches während und nach der Lektüre nicht weniger laut nachhallen lässt. Für mich ein absolut empfehlenswertes Lesehighlight, fernab von jedem Katastrophentourismus. „Man denkt, man hat noch Zeit. Und dann hat man plötzlich keine mehr.“ 5/5 Sterne

  • Sursulapitschi

    4/5

    09.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschreckend plausibler Weltuntergang

    Ganz genau so kann man sich das vorstellen. Während um mich herum Sandsäcke gefüllt werden, kommt mir die Geschichte in diesem Buch vor wie der logische nächste Schritt. Hier steht England unter Wasser. Im „High House“ am Rande eines kleinen englischen Küstenorts leben ein paar Menschen weiter, während alle anderen geflohen sind. Als Caro mit ihrem kleinen Bruder Pauly mit letzter Kraft dort ankam, wurden sie von Sally begrüßt. Sally und ihr Großvater hatten die beiden schon erwartet. Alles war gut für sie vorbereitet. Wie es dazu kam und wie allmählich die Welt untergeht, erzählt dieses Buch plausibel und anschaulich. Ganz allmählich nimmt es einen mit in die Katastrophe. Dabei erzählen Sally, Caro und Pauly abwechselnd die Ereignisse aus ihrer Sicht. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, auch wenn es ab und an etwas ausführlich geraten ist. Der Fokus liegt mehr auf der Gefühlswelt der Figuren als auf Action. Dadurch zieht die Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven das Ganze eher in die Länge, als dass es die Geschichte ergänzen würde. Besonders Paulys Gedanken aus Kleinkindersicht wirken ein wenig wie überflüssige Dekoration. Dieses Buch lässt uns jetzt schon mal erleben wie es sein wird, wenn die Menschen weniger werden und das Wasser mehr, wenn die Insekten und sogar die Vögel verschwinden und die Dorfkirche ein allerletztes Mal läutet. Es erzählt die Geschichte einer Katastrophe, die sich anschleicht, vom trotzdem Weiterleben, nahezu melancholischer Grusel mit einem sehr bitteren Kern.

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