Produktbild: MTTR

MTTR Roman

14

19,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Verkaufsrang

82911

Erscheinungsdatum

10.08.2022

Verlag

Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch

Seitenzahl

421 (Printausgabe)

Dateigröße

831 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783835349698

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Format

PDF

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

82911

Erscheinungsdatum

10.08.2022

Verlag

Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch

Seitenzahl

421 (Printausgabe)

Dateigröße

831 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783835349698

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  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    27.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Emanzipation einer Tochter

    Sie setzt alles daran schwanger zu werden - und entscheidet sich dann, vor dem Anblick des positiven Schwangerschaftstest, für eine Abtreibung. Doch in der Abtreibungsklinik weigert sie sich, die Pille zu schlucken. Das Abenteuer der Schwangerschaft beginnt. Und wir begleiten eine Frau durch ihre höhen und tiefen der Selbstwahrnehmung. Denn das, was sie auf keinen Fall werden möchte ist: Mutter. “Mean Time to Recover” wurde für mich zu einem Lieblingsbuch. Fast auf jeder Seite musste ich etwas hineinschreiben, habe mir Notizen gemacht, ganze Sätze angeschrieben. Und der Buchblock ist voller kleiner Zettelchen. Ein feministisches Debüt, das die Emanzipation einer Tochter beschreibt. Hat mich umgehauen.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    23.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klasse Debüt!

    MTTR Julia Friese Teresa ist schwanger. Eigentlich wollte sie gar nicht schwanger werden. Sie ist erst fünf Monate mit Erks zusammen - viel zu früh, um jetzt ein gemeinsames Kind zu bekommen. Wenn man nicht verhütet, kann man schwanger werden, das ist Fakt. Warum nahm sie täglich Folsäure ein, wo man doch weiß, das Folsäure nur für schwangere Frauen ist oder für diese, die es werden wollen? Vielleicht wollte sie herausfinden, ob sie überhaupt schwanger werden kann? Schließlich konnten ihre Tanten keine Kinder bekommen - und ihre Mutter nur eins. Ein Kind, das ihre Mutter ständig berufen hat: „Mach dies nicht, tu das nicht.“ Und wenn sie nicht hörte, setzte es etwas. Und jetzt? Soll sie die gleichen Fehler wie ihre Mutter machen? Deren Fehler wiederholen? Alles aufgeben für ein Kind? „Nicht mehr ausgehen, nicht mehr leben, sich nichts mehr gönnen und auf jede Kleinigkeit verzichten - alles nur für dich!“, hört sie ihre Mutter noch immer meckern. Erks würde das Kind behalten wollen, aber Teresa entscheidet sich dagegen. Bis zu dem Tag, als sie in der Abtreibungsklinik die Tablette schlucken soll, dort entscheidet sie sich anders. Sie möchte Mutter werden und lässt uns sehr intensiv an ihrer Schwangerschaft, Geburt und dem Wochenbett teilhaben. Was für ein großartiges Buch! Zugegeben, zu Beginn hätte ich es fast abgebrochen. Dieser Schreibstil mit den viel zu kurzen Sätzen, den wirren Gedanken und dann die fehlenden Satzzeichen! Aber auf Seite 40 hatte ich mich eingelesen. Vielleicht sind Satzzeichen doch überbewertet?! Wie dem auch sei, das Buch ist ein starkes Debüt. Teilweise dachte ich, ich säße mit Loriot, Ekel Alfred und Teresas Eltern im Wohnzimmer beim Kaffee. Köstlich für uns, aber nicht für Teresa. Warum haben die jungen Leute den Eltern nicht Einhalt geboten? Fazit: Starkes Debüt und absolut kurzweilig. 5/ 5

  • J. Kaiser

    5/5

    09.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mutiges Buch, mit viel Wahrheiten

    Das Bild auf dem Cover finde ich ist eine mutige und für sich sprechende Wahl. Für Teresa Borsig werden die Befürchtungen wahr. Ein Test im Büro schafft Klarheit. Sie ist schwanger. Eine Familie zu gründen, fühlt sie sich angezogen, aber auch abgestossen. Dies ruft in ihr Kindheitserinnerungen auf. An Distanz, Disziplin und Schläge. Die Tablette in der Abtreibungsklinik zu schlucken kann sie nicht. Sie will Mutter, nein sie will Mama werden. In diesem Buch wird die Unfähigkeit der Babyboomer, ihre Gefühle zu zeigen. Sei es durch Ersatzhandlungen, Kauf, Korrektur und Sorge. Beim Lesen wird mir klar, dass eine Schwangerschaft und ein Kind zu bekommen ein eigener Mikrokosmos ist. Man beginnt sich mit Dingen zu befassen die vorher ohne jede Bedeutung waren. Man lernt Menschen und ihren Umgang neu kennen. All diese Dinge passieren der Protagonistin in dieser Geschichte. Sie kommt mit einer Welt in Berührung, welche für sie bis jetzt fremd war. Das Lesen war durch das Ganze Buch nie langweilig. Teresa war mir sofort sympathisch und ich habe es toll gefunden sie auf ihrem Weg zu begleiten. Es ist ein Buch, welches mich überrascht hat und ich vielen Lesern ans Herz legen möchte.

  • Lesendes Federvieh

    aus München

    5/5

    21.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein absolutes Muss für jederMANN!

    Ich habe (noch) keine Kinder und will mir deshalb gar nicht anmaßen zu beurteilen, was Mutterschaft wirklich bedeutet. Und doch hat mich Julia Frieses „MTTR“ wie keine andere Erzählung zuvor so sehr in Erahnung selbiger nachempfinden lassen, wie sich Muttersein, die damit verbundenen übergriffigen Kommentare und irrational überhöhten gesellschaftlichen Ansprüche sowie all das Ungesagte dazwischen anfühlen muss. Auf den ersten Blick wirkt die Protagonistin Teresa geradezu nüchtern, emotionslos, stellenweise gar distanziert zu ihrer eigenen Geschichte, obgleich es darin um nichts weniger als ihr eigenes Leben geht. Durch ihre ungeplante Schwangerschaft verschiebt sich die Entscheidungsgewalt über ihren eigenen Körper vom Privaten ins Öffentliche. Von allen Seiten prasseln ungewollte Ratschläge, wertende Blicke und gesellschaftliche Ansprüche auf Teresa ein, im Hinterkopf pocht die schrille Stimme ihrer Mutter, deren konservative Nachkriegserziehung Früchte trägt. Sie ist nicht länger denkendes, fühlendes, sich durch einen eigenen Willen auszeichnendes Wesen, sondern unterliegt der Objektifizierung in ihrer Rolle als werdende Mutter. Äquivalent dazu ist der prägnante, maschinengewehrsalvenartige Schreibstil, der auf jedes Wort zu viel verzichtet. Durch jene Knappheit der Sprache trägt jedes einzelne davon nur umso mehr Gewicht und verdichtet sich zu einem lauten Aufschrei unterdrückter Emotionen. Mit bohrender Präzision seziert Julia Friese toxische Familienstrukturen, gibt den leisen Zweifeln des Mutterseins eine Stimme und enthüllt Schicht um Schicht die wahnwitzige Instabilität des erwartungshaltungsgeformten Konstruktes namens Mutterschaft, um dieses Kartenhaus anschließend mit geballter Sprachlosigkeit furios einstürzen zu lassen. Da keines meiner Worte „MTTR“ auch nur ansatzweise gerecht werden könnte, bleibt mir abschließend nur eines zu sagen und das mit Nachdruck: jederMANN sollte es lesen, um einen Hauch dessen nachzuempfinden, was Mutterschaft in all seinen Facetten bedeutet!

  • Bewertung

    5/5

    07.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Starkes Debüt über Mutterschaft

    Theresa lebt ein ganz normales deutsches Großstadtleben. Ihre neue Beziehung mit Erk fühlt sich gut an, die Bürogemeinschaft auch okay und Kinder sind nichts, was sie im Jetzt in Erwägung zieht. Oder doch? Sie nimmt Folsäure ein, geht zur Frauenärztin und in einer Mittagspause der Schock, die Verwirrung, zwei Striche, schwanger. Wenn ich Mutter bin, denkt Theresa, stillen, nein, Erk und ich werden die Care-Arbeit teilen. Ich werde nicht abtauchen, wie Isabell mir schon jetzt vorwirft. Ich werde mich im Beruf nicht zerreißen. Ich werde kein großes Ding um Schwangerschaft und Geburt machen, ins Krankenhaus gehen, wird schon klappen. Ich werde zurecht kommen mit der Mutter von Erk, die Mikroaggressionen verteilt. Wie meine Mutter, nein, nein, nein. Theresa ahnt, dass ein Zuviel auf sie einströmen wird. MTTR, gegenwärtig in Konsonantenschrift, wir verstehen es sofort. Nein, es ist die Abkürzung für Mean Time to Recover | Repair aus der Systemsprache, so leitet die Autorin den Roman ein. Sie stößt uns gleich darauf, dass es ihr nicht nur darum geht, die Geschichte einer Mutterwerdung zu erzählen, sondern auch um das Erbe einer nationalsozialistisch geprägten Erziehung. Theresa kommt aus einer normalen nicht-normalen westdeutschen Familie. Ihre Mutter, Königin der kleinbürgerlichen Abschottung, zeigt sich im Außen akkurat, kontrolliert, sich abhebend von vermeintlich "Assozialen" und "Ausländerkindern". Im Innen erlebt Theresa sie kalt, distanziert, kritisierend und gemeinsam mit dem Vater Gewalt ausübend. Friese streut immer wieder Gedanken ein zum nationalsozialistischen Erbe, zu einer wenig belichteten Fortführung autoritärer, zur Anpassung und Entsolidarisierung führender Erziehung. Es mag daran liegen, dass ich mich nicht als Teil dieses implizierten "Wirs mit unseren Eltern" empfinden kann, dass mich diese Ebene nicht am meisten überzeugte. Viel überzeugender war MTTR in der direkten, detailreichen und schonungslosen Transformation zum Muttersein, in der alles zuviel ist, in der alle reinreden und reinhandeln. Friese kann nicht nur Journalismus, ein beeindruckendes Debüt.

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