Zu Israel hat fast jede/r eine Meinung, die mehr oder weniger gefestigt ist und sich oftmals bekannter Stereotypen und Klischees bedient. Egal, ob es sich dabei um den Palästinenserkonflikt, die Siedlungspolitik, oder um den Frieden mit den arabischen Nachbarn handelt - zu Israel erlaubt man sich ein Urteil. Dabei spielt es in der Regel wenig bis gar keine Rolle, ob auch nur ansatzweise rudimentäre Kenntnisse zu Geschichte, Politik, Religion oder Gesellschaft vorhanden sind. Die Anthologie „Israel. Was geht mich das an?“ zeigt in 15 Kurzgeschichten, von national und international renommierten Autorinnen und Autoren, wie Ben Segenreich, Ahmad Mansour, Danielle Spera, Doron Rabinovici, Julya Rabinowich, Joshua Sobol, Peter Huemer, Esther Schapira, Wolf Biermann, Robert Schindel, Mirna Funk, Jaron Engelmayer, Christian Ultsch und Charles Lewinsky, das Land aus einer völlig neuen und einer ganz persönlichen Perspektive. Die Texte klären dabei auf, zeigen neue Blickwinkel, liefern Überraschendes, aber auch sehr Nachdenkliches.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Sikal
5/5
17.08.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Israel ist in aller Munde – aber warum eigentlich
„Also: Wenn ihr zum Frieden zwischen Israelis und Palästinensern etwas beitragen wollt, dann beschäftigt euch mit etwas anderem. Israel geht euch ohnehin gar nicht so viel an, wie ihr immer geglaubt habt.“ (Seite 73)
14 national und international bekannte Autoreninnen und Autoren beleuchten das Phänomen Israel und geben aus unterschiedlichen Blickwinkeln einen Einblick in ein Land, das wir eigentlich nur aus negativen Schlagzeilen kennen. Ist es wirklich so, dass Israel nur vom Krieg gezeichnet ist, ständig in Angst leben muss und immer auf das Schlimmste vorbereitet ist? Oder ist Israel ein Land wie viele andere auch?
Politische Differenzen nehmen wir immer wieder in den Nachrichten wahr – Neuwahlen, die Auflösung der Knesset, Neuwahlen etc. Angriffe auf Palästina, Raketen auf Haifa oder Anschläge auf beiden Seiten.
Und was geht uns das eigentlich jetzt wirklich an?
Die unterschiedlichen Biografien der Autoren bringen sehr unterschiedliche Sichtweisen ans Licht, je nachdem welcher Sichtweise man sich anschließen möchte, geht uns Israel sehr viel an – oder eben gar nichts.
Auf alle Fälle gibt das Buch einen Einblick in ein Land, welches eine lange Geschichte hinter sich hat, aktuell immer wieder von politischen Krisen geschüttelt wird und eine große Zukunft vor sich hat.
Historisch und gesellschaftlich geht uns Israel mit Sicherheit etwas an, denn nur wer die Historie eines Landes kennt, kann auch die gegenwertigen Zustände bewerten und nur wer die Menschen kennt, kann die Gesellschaft verstehen.
Und auch wenn uns Israel jetzt wirklich nichts mehr angeht – das Buch gibt Einblicke in die Geschichte, die gesellschaftlichen Bedingungen und die politischen Gegebenheiten von heute und gestern. Die Geschichten Israels und Palästinas sind ambivalent, so wie die Ansichten der Autoren.
Um sich selbst eine Meinung über die derzeitigen Vorgänge in den beiden Ländern zu bilden, ist dieses Buch mit Sicherheit unumgänglich. Wer Israel (und Palästina) verstehen will, kommt um diese Lektüre nicht herum.
Gertie G.
aus Wien
5/5
21.11.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Israel geht alle an
Zu Israel, der einzigen Demokratie im Nahen Osten, hat so ziemlich jeder/jede eine Meinung. Allerdings handelt es sich fast immer um eine Meinung, die durch Meldungen aus dritter oder vierter Hand entstanden ist. Die wenigsten, die sich über Israel äußern, haben dort gelebt. Ich gehöre auch dazu, weshalb ich dieses Buch, in dem 15 Personen, die eng mit Israel verbunden sind, interessiert gelesen habe und eine Leseempfehlung ausspreche.
15 renommierte Autorinnen und Autoren haben hier ihre sehr persönliche Sicht auf Israel dargelegt.
Ben Segenreich
Ahmad Mansour
Danielle Spera
Doron Rabinovici
Julya Rabinowich
Joshua Sobol
Peter Huemer
Esther Schapira
Wolf Biermann
Robert Schindel
Mirna Funk
Jaron Engelmayer
Christian Ultsch
Charles Lewinsky,
Ich möchte Ahmad Mansour, einen in Deutschland lebenden arabischen Israeli, der aus einer palästinensisch-islamischen Familie stammt, zitieren, der zum Abschluss seiner Betrachtungen auf S. 91 folgendes schreibt:
„Die Gegenwart befindet sich nicht in einem Kampf zwischen Religionen und „Kulturen“.Es ist kein Wettstreit zwischen Juden, Muslimen und Christen. Es ist ein Kampf zwischen Demokraten und Antidemokraten. Auf der einen Seite stehen Rechtsradikale, Neonazis, Antisemiten, Islamisten, Linksradikale, patriarchalische Autoritäten und Ultranationalisten. Auf der anderen Seite stehen Demokraten, Grundgesetzpatriarchen - Menschen, die für Frieden, Menschenwürde und Freiheit einstehen. Wo stehen Sie?“
Dem ist wohl wenig hinzuzufügen.
Fazit:
Diesem Buch, das eine gefühlvolle Annäherung an ein widersprüchliches Land ist, gebe ich gerne 5 Sterne.
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