Emma Bennett sieht sich mit dem schlimmsten Trauma ihrer Kindheit konfrontiert: Zehn Jahre zuvor entdeckte sie an einem frostigen Wintertag in einem Graben die Leiche ihrer besten Freundin. Eine Frau wurde verhaftet, doch nun taucht ein Zeuge auf, der ihr umstrittenes Alibi nach all den Jahren bestätigt. Kommissarin Vera Stanhope würde den Mordfall gerne lösen, doch das gestaltet sich unerwartet schwierig: In dem Dörfchen Elvet findet sich kaum ein Einwohner, der kein Motiv gehabt hätte, die hübsche, verzogene und sehr gerissene Abigail zu töten. Binnen kürzester Zeit ist die Atmosphäre vergiftet. Und Vera fragt sich: Haben die Dorfbewohner Angst vor dem Mörder oder vor ihrer eigenen, schuldbeladenen Vergangenheit? "Mit Vera Stanhope hat die britische Autorin Ann Cleeves eine Kommissarin erfunden, die man mögen muss: ein wenig derb, übergewichtig, beziehungsgestört - aber schlauer als ihr gesamtes Team!" - Freundin. Band 2 der Vera-Stanhope-Krimireihe von Spiegel-Bestsellerautorin Ann Cleeves.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
aus Wien
5/5
09.09.2021
eBook (ePUB 3)
Erwartet gut
Ich kannte die Figur der Kommissarin bisher nur von den Fernsehverfilmungen - meine Erwartungen an meinen ersten Fall in Buchform wurden nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil!
Frau M.H.
aus Bayern :-)
5/5
27.07.2015
eBook (ePUB 3)
Typisch britischer Kriminalroman
Die Ermittlerin Vera Stanhope ist ein Original mit Ecken und Kanten. Ein Mensch mit derbem Humor, schlau und auf ihren Vorteil bedacht - aber auch herzlich, voller Mitgefühl.
Den Einstieg empfand ich als etwas zäh und verwirrend, sobald aber die verschiedenen Fäden der Geschichte ausgebreitet sind und immer stärker miteinander verknüpft und verwoben werden konnte ich das Buch nicht mehr weglegen.
Wer einen rasanten, actiongeladenen Krimi sucht, ist hier mit Sicherheit falsch. Ein typisch englischer Whodunit Krimi mit einer schrulligen Hauptfigur und einer atmosphärisch dichten Schilderung von Land und Leuten, sicher nicht mein letzter Krimi der Autorin!
Die Filme laufen momentan als *Vera - Ein ganz spezieller Fall* jeweils Montag auf zdf_neo.
tassieteufel
4/5
13.05.2014
Buch (Taschenbuch)
Emma Bennetts Leben scheint…
Emma Bennetts Leben scheint in geordneten Bahnen zu verlaufen, sie ist mit einem netten Mann verheiratet, wohnt in einem schönen Haus und hat ein Baby, doch da wird sie mit Ereignissen aus ihrer Jugend konfrontiert, die sie nie ganz verarbeitet hat. Vor 10 Jahren fand sie die Leiche ihrer besten Freundin Abigail. Die Täterin wurde gefaßt und verurteilt, doch hatte sie stets ihre Unschuld beteuert. Nun ist ein Zeuge aufgetaucht, der der Täterin ihr Alibi für den Mord bestätigen kann. Kommissarin Vera Stanhope von der Polizei in Northumberland wird nach Elvet entsandt, um den Fall wieder aufzurollen, doch die Ermittlungen gestalten sich schwierig, viele der Einwohner scheinen ein Mordmotiv zu haben und die Ermittlungen der Polizei vor 10 Jahren waren alles andere als korrekt. Zudem hat sich die Täterin im Gefängnis umgebracht, was die Spekulationen weiter anheizt. Mit dem Einstieg in den Krimi hab ich mich zunächst etwas schwer getan, denn am Anfang hat es fast den Anschein, als würde man gar keinen Krimi lesen. Die Autorin durchleuchtet das Seelenleben ihrer Figuren sehr ausführlich, mir war das fast schon ein wenig zu viel des Guten, insgesamt ist das zwar ganz informativ, da man so die beteiligten Charaktere sehr gut kennen lernt, aber wirklich spannend wird es daher zunächst nicht. Erst in der zweiten Buchhälfte kommt Kommissarin Vera Stanhope richtig zum Zug. Während sie zu Anfang eine ehr schwer greifbare Figur ist, die quasi nur im Hintergrund herum geistert, nimmt sie nun ihre verbissene Ermittlungstätigkeit auf und läßt auch da nicht locker, wo andere schon längst aufgegeben hätten. Mit dieser ungewöhnlichen Figur ist der Autorin ein geschickter Schachzug gelungen, denn die Kommissarin fällt im Kreis der Ermittler doch aus dem Rahmen, sie ist dick, unattraktiv und unterstreicht diese Mängel noch mit einer unmöglichen, geschmacklosen Kleiderordnung. Oftmals ist sie recht derb und hat ein sehr forsches Auftreten, andererseits kann sie, wenn erforderlich sehr feinfühlig und mitfühlend sein. Die Ermittlungen der Kommissarin verlaufen zunächst wenig erfolgreich, doch der Autorin ist es gelungen, den Fall sehr undurchschaubar zu konstruieren, Verdächtige gibt es viele, ebenso mögliche Motive, hier kann man als Leser gut miträtseln und wird dabei mit der ganzen Bandbreite menschlicher Emotionen und Abgründe konfrontiert. Als ein weiterer Mord passiert, ist Vera Stanhope sicher, dass dieser Todesfall mit dem Mord von vor 10 Jahren in Verbindung steht und wie die Kommissarin so nach und nach den Dorfbewohnern ihre Geheimnisse entlockt und die Hintergründe für die Morde aufdeckt, das ist wirklich sehr gelungen. Durch ihr Äußeres und ihr Auftreten vermittelt die Kommissarin schrullige Harmlosigkeit, dabei hat sie einen messerscharfen Verstand und ist sehr intelligent. Durch ihre vordergründige Unperfektheit ist Vera aber ein Charakter, der einem bald an Herz wächst und von dem man gern mehr erfahren möchte. Wer einen rasanten, actiongeladenen Krimi sucht, ist hier mit Sicherheit falsch, dafür legt die Autorin zu viel Wert auf das Seelenleben ihrer Figuren und lotet zwischenmenschliche Beziehungen, Verwicklungen und Komplikationen sehr umfassend aus, so dass sich daraus ein großer Teil der Spannung zieht, mehr als aus der eigentlichen Tätersuche. Der Krimifall und die Mördersuche sind eingebettet in das stimmungsvolle Setting der rauen und unwirtlichen Küste Northumberlands, die für Vera Stanhopes ersten Fall die passende Kulisse liefern. FaziT: nach leichten Einstiegsschwierigkeiten entpuppt sich das Buch als typisch englischer Whodunit Krimi mit einer schrulligen Hauptfigur und einer atmosphärisch dichten Schilderung von Land und Leuten, sicher nicht mein letzter Krimi der Autorin!
Carpediem
aus Hamburg
4/5
14.04.2014
Buch (Taschenbuch)
A. Cleeves versteht es…
A. Cleeves versteht es prächtig die Charaktere aller Beteiligten, Täter, Opfer, Kriminalbeamte darzustellen. Damit wird die Handlung der Romane dichter, wenn auch komplizierter. Vor allem Vera Stanhope, die Kommissarin, hochintelligent, aber versoffen, fett, schlecht gekleidet, schroff aber mit einem großen Herzen, passt zu dieser Gegend an der nordöstlichen Küste Englands. Mehr als nur ein spannender englischer Krimi. Lesenswert.
Bewertung
aus Wiesbaden
4/5
19.12.2012
eBook (ePUB 3)
Fesselnd aber...
Dieses ist das erste der Serie um Vera Stanhope und zugegebener Maßen musste ich mich erst einmal an den Schreibstil und den etwas verwirrenden Aufbau gewöhnen. Teilweise habe ich mich so irreführen lassen, dass ich dachte es sei ein Rückblick in das 19te Jahrhundert.... Es dauert schon einige Kapitel, bis man die Perspektive wahrnimmt, aus der geschrieben wird. Doch hat man den Bogen raus, fesselt das Buch durchaus und man freut sich auf den nächsten Teil.
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