Das Ende einer Beziehung bedeutet viel Schmerz, Trauer und Enttäuschung. Hoffnungen und Wünsche zerplatzen. Liebeskummer schmerzt, körperlich und seelisch. Er macht uns krank und verrückt. Die Psychotherapeutin Annette Cina zeigt in diesem Buch, was Ihnen helfen kann, diese schwierige Zeit zu überstehen. Sie ermutigt Sie, sich den eigenen Gefühlen zu stellen, sie für sich zu nutzen und den Weg der Trennung zu gehen. Ihre zahlreichen Beispiele und Erklärungen helfen, Verständnis für sich und die eigene Situation zu erhalten und zu erkennen, wie ein Leben ohne die Partnerin oder den Partner aussehen kann. Damit Sie nach der Zeit, die Sie benötigen, wieder mit Freude, gesundem Selbstbewusstsein und Lebenslust in die Zukunft schreiten.
Annette Cina, Dr. phil., Psychologin und Psychotherapeutin, arbeitet als Koordinatorin am Institut für Familienforschung und -beratung an der Universität Freiburg und als Psychotherapeutin in eigener Praxis. Sie ist zudem als Referentin tätig und Autorin zahlreicher psychologischer Ratgeberartikel.
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Bewertung
5/5
07.07.2026
eBook (ePUB 3)
Ein Buch, das Halt gibt – nicht nur nach einer Trennung
Relevanz:
Mit diesem Buch schliesst Dr. Cina für mich eine Lücke. Das Thema Trennungsschmerz und der Umgang damit werden – wenn man nicht gerade selbst darin steckt – oft unterschätzt oder verharmlost. Zwar beschäftigt sich das Buch mit einem ganz bestimmten Bereich innerhalb möglicher Lebenskrisen, vieles darin lässt sich aber auch auf andere Krisensituationen übertragen. Gerade die Gedanken zur Emotionsregulation und die verständlich vermittelten kognitiven Techniken können aus meiner Sicht auch Menschen in ganz anderen belastenden Lebensphasen wertvolle Unterstützung bieten. Es richtet sich deshalb für mich nicht nur an Menschen mit Liebeskummer oder einer Trennung hinter sich, sondern ist auch für Fachpersonen eine bereichernde Lektüre.
Sprache:
Gerade in einer Krise, wenn die Konzentration vielleicht nicht die beste ist, bleibt das Buch gut verständlich. Ich hatte beim Lesen immer wieder den Eindruck, sprachlich und inhaltlich gut abgeholt zu werden. Besonders gefallen hat mir der warme Tonfall. Die Autorin bewertet nicht, sondern ermutigt dazu, liebevoll mit sich selbst umzugehen und gut für sich zu sorgen. Das macht das Buch für mich besonders wohltuend.
Inhalt:
Die Autorin gibt nicht einfach nur Tipps. Sie verbindet verständlich erklärte Theorie – vor allem aus der kognitiven Verhaltenstherapie – mit kurzen Geschichten, die mich auch in einer schwierigen Zeit immer wieder zum Schmunzeln gebracht haben, sowie mit vielen konkreten Unterstützungsmöglichkeiten für den Alltag.
Besonders gefallen hat mir auch die grosse Themenvielfalt. Das Buch greift viele Situationen und Phasen auf, die nach einer Trennung auftreten können: von der akuten Trennung und Soforthilfe über den Umgang mit Gefühlen (gerade mit denen, die man am liebsten gar nicht hätte), Loslassen, Weitergehen oder Herausforderungen wie den gemeinsamen Freundeskreis bis hin zu Schuldgefühlen und Vergebung. Viele dieser Situationen kennen vermutlich die meisten von uns – und trotzdem bleiben wir mit ihnen oft etwas orientierungslos zurück. Genau hier bietet das Buch Halt und konkrete Unterstützung (z.B. auch beim Thema Suizidalität!).
Sehr umsichtig finde ich ausserdem, dass auch Trennungen mit gemeinsamen Kindern thematisiert werden und gezeigt wird, wie Eltern ihre Kinder weiterhin gut begleiten können, auch wenn die Paarbeziehung zu Ende gegangen ist.
Methodik:
Was mir besonders gefallen hat, ist die Art, wie die Autorin schwierige oder auch unangenehme Situationen beschreibt – gerade solche, die einem vielleicht sogar vor anderen oder vor sich selbst peinlich sein könnten. Sie bewertet diese Reaktionen nicht, sondern erklärt nachvollziehbar, warum wir in einer Trennung häufig genau so fühlen oder handeln. Gleichzeitig gibt sie konkrete Ideen an die Hand, wie man mit solchen Situationen umgehen könnte, wenn man merkt, dass sie einem mittel- oder langfristig nicht guttun. Ein weiteres Plus erscheint mir auch, dass sie den Leser aber auch konfrontiert, freundlich, nicht bewertend, aber sie lädt ihn ein, sich auch sich selbst zu stellen, ehrlich mit sich selbst zu sein.
Beim Lesen hatte ich immer wieder den Eindruck, dass die Autorin ihre Leserinnen und Leser auch dabei unterstützen möchte, sich nicht in Situationen zu verstricken, die sie später bereuen könnten. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern indem sie Orientierung gibt und den Blick immer wieder darauf lenkt, wie man auch in einer sehr schmerzhaften Zeit Entscheidungen treffen kann, mit denen man später noch gut in den Spiegel schauen kann. Genau diese Haltung zieht sich für mich durch das ganze Buch.
Fazit:
Ein kluges, ehrliches, warmes und entlastendes Buch, das ich Menschen in einer Trennungskrise genauso empfehlen würde wie Fachpersonen, die Menschen in Krisen begleiten. Viele der beschriebenen Gedanken und Strategien reichen dabei weit über das Thema Trennung hinaus und können auch in anderen belastenden Lebenssituationen Orientierung geben.
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