Produktbild: Aber ich lebe

Aber ich lebe Vier Kinder überleben den Holocaust

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18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

21.07.2022

Herausgeber

Charlotte Schallié

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

32052 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Rita Seuss

Sprache

Deutsch

EAN

9783406790478

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PDF

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Erscheinungsdatum

21.07.2022

Herausgeber

Charlotte Schallié

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

32052 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Rita Seuss

Sprache

Deutsch

EAN

9783406790478

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  • Bewertung

    5/5

    27.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Auswirkungen des Holocausts in Einzelbildern

    Die Auswirkungen des Holocausts in Einzelbildern - wie vier Kinder den Holocaust überlebt haben und was wir hiervon über den Holocaust lernen können. "Wenn wir also Aber ich lebe lesen, hören wir die Stimmen der Überlebenden in den visuell re-imaginierten, vielschichtigen Erzählungen, in denen manchmal Vergangenheit und Gegenwart nahtlos ineinander übergehen." (S. 170) Die Graphic Novel Aber ich lebe handelt von Emmie Arbel, David Schaffer, Nico Kamp und Rolf Kamp, die den Holocaust überlebt haben. Dabei sind die Schicksale der Personen so unterschiedlich wie die Zeichenstile von Barbara Yelin, Miriam Libicki und Gilad Seliktar. Die einzelnen Erzählungen werden durch die jeweils unterschiedlichen Zeichenstile voneinander abgehoben und eröffnen jeweils einen anderen Deutungsspielraum. Die Erzählungen und Perspektiven sind dabei so unterschiedlich und differenziert, wie man es noch nie oder selten gesehen hat. Jede Graphic Novel eröffnet eine andere Perspektive auf den Holocaust. Besonders der Anhang, der die Einordnung der Graphic Novel selbst, Nachworte der Überlebenden sowie den historischen Hintergrund zu den Erzählungen beinhaltet, lässt einen nachdenkend und mit weiteren Erkenntnissen bezüglich der Graphic Novel und dem Holocaust zurück. Damit ist die Graphic Novel für alle, die sich mit dem Holocaust und dessen Auswirkungen auseinandersetzen wollen. Sowohl Informierte als auch weniger Informierte werden hier noch einiges lernen können. Besonders die Perspektiven und die graphische Erzählweise eröffnen einen neuen Blick auf diese Thematik. Hier werden die Erlebnisse nicht pauschalisiert und Fakten vorangestellt, sondern Einzelschicksale erzählt, die auf die schlimmen Auswirkungen des Holocausts differenziert aufmerksam machen. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Nie wieder ist jetzt!

  • lesenmitausblick

    5/5

    07.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Empfehlung von Herzen, denn: Nie wieder ist jetzt!

    Seit meiner Jugend gibt es ein Thema, mit dem ich mich immer wieder auseinander setze. Das mich beschäftigt und nicht loslässt, weil es so unvorstellbar grausam ist. Als ich auf die Graphic Novel „Aber ich lebe – Vier Kinder überleben den Holocaust“ aufmerksam wurde, waren die Recherchen der Correctiv-Redaktion noch nicht bekannt. Das Erinnern gegen das Vergessen ist nun tatsächlich noch einmal wichtiger denn je geworden. Deshalb lege ich euch „Aber ich lebe“ aus dem C.H.Beck Verlag sehr eindringlich ans Herz. Die Graphic Novel wurde von Charlotte Schallie herausgegeben. Drei namhafte Zeichner*innen haben sich mehrmals mit vier Kinderüberlebenden getroffen. Barbara Yelin besuchte Emmie Arbel, Miriam Libicki sprach mit David Schaffer und Gilad Seliktar lernte die Geschichte der Brüder Nico und Rolf Kamp kennen. Übersetzt hat Rita Seuß. Das vorliegende Buch entstand im Rahmen eines Forschungsprojekts, an dem auch Fachleute für Holocaust- und Menschheitspädagogik, Historiker*innen, Lehrer*innen, Bibliothekar*innen und weitere über drei Jahre arbeiteten. Es enthält einen sehr umfangreichen Anhang, der einen Blick hinter die Kulissen gewährt. Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit zwischen den Zeichner*innen und den Überlebenden? Was hat die Auseinandersetzung mit den Geschichten mit ihnen gemacht? Auch die Überlebenden kommen zu Wort. Die historischen Hintergründe werden genauer beleuchtet und ermöglichen eine Einordnung dessen, was die Überlebenden berichten. „Aber ich lebe“ ermöglicht es so, sich sehr intensiv mit den Schicksalen der vier Kinderüberlebenden auseinanderzusetzen, und das aus ganz verschiedenen Perspektiven. Im Zentrum des Buches aber stehen die Zeichnungen, die Bilder, das visuelle Erzählen in Form einer Graphic Novel. Einerseits, weil Kindheitserinnerungen oft Bildfetzen sind. Andererseits, weil es auch eine sehr intensive Erzählform für die Lesenden der Graphic Novel ist. Es heißt nicht umsonst, Bilder erzählen mehr als Worte. Die Zeichner*innen unterscheiden sich dabei durch ihren ganz eigenen Zeichenstil, ihre eigene zeichnerische Handschrift, ihre eigene Art der Herangehensweise. Manchmal ist es nur ein angedeuteter Pinselstrich, ein Blick, eine Haltung, die mehr sagen, als Worte. Die den Lesenden betroffen zurücklassen. Die vier Schicksale erzählen von ganz unterschiedlichen Überlebenskämpfen. Während Emmie Arbel als Viereinhalbjährige ins Lager Westerbork kam und die Hölle von Bergen-Belsen durchleben musste, entkam David Schaffer dem Genozid in Transnistrien. Er erzählt davon, dass er Schwierigkeiten mit dem Wort „Widerstand“ hat. Denn jeder, der offen Widerstand leistete, wurde getötet. Sein Widerstand bestand darin, Regeln zu missachten. Er leistete Widerstand, um zu überleben. Sein Überleben war Widerstand gegen die Nazis. Emmie Arbel mag den Begriff „Überlebende“ gar nicht, weil er impliziert, sie wäre schwach gewesen. Dabei ist es das Gegenteil: Sie ist stark. Die Brüder Nico und Rolf Kamp aus Amsterdam mussten als jüdische Kinder untertauchen, wurden in dreizehn verschiedene Verstecke gebracht. Immer von Angst und steter Lebensgefahr bedroht. Dabei haben die Brüder ganz unterschiedliche Erinnerungen. Auch Emmie Arbel spricht viel davon, dass sie sich nicht erinnert. Sie weiß vieles, aber sie erinnert sich nicht. Das einzige, was ihr von ihrer Mutter geblieben ist, ist ein Zuckerlöffel. Die Dose mit dem Zuckerlöffel steht immer auf dem Küchentisch, obwohl sie ihren Kaffee gar nicht mit Zucker trinkt. Doch diesen Löffel hat ihre Mutter einmal berührt. „Aber ich lebe“ bietet eine andere Art der Erzählweise. Ich glaube, jede/r Lesende wird hier mit ganz persönlichen, individuellen Leseeindrücken zurückbleiben. Manchmal ist es ein Satz, manchmal ein Bild, ein Blick, was sich besonders einprägt. Die Art der Auseinandersetzung mit dem Holocaust, die Verbindung aus Gegenwart und Geschichte, aus bildlicher Erzählweise und Hintergrundinformationen ist sehr wertvoll und einprägsam. Was selbst Kindern angetan wurde, was sie haben sehen und ertragen müssen – das darf nicht in Vergessenheit geraten. Das darf sich nie wieder wiederholen! Warum müssen wir das gerade jetzt, im Jahr 2024, immer wieder so eindringlich aussprechen? Die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts sollten doch ein ganz klares „Nie wieder!“ nach sich ziehen.

  • Bewertung

    5/5

    11.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührende Geschichten

    Mich haben die dargestellten Geschichten sehr berührt, die Zeichnungen sind von hoher Qualität und man sieht die liebevolle Beschäftigung mit jedem Detail. Vielen Dank für dieses tolle Buch!

  • Bewertung

    5/5

    15.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolute Leseempfehlung

    Offen gestanden: Ich bin bei Graphic Novels immer ein bisschen skeptisch. Meist fehlt mir der "rote Faden" oder ich befürchte, dass die Atmosphäre der Erzählung nicht transportiert werden kann. Zu wenig Text, der sich entfalten kann und zu viele vorgegebene Bilder. Nun habe ich "Aber ich lebe" gelesen und bin absolut begeistert. Nicht, weil dieses Buch schon Preise gewonnen hat, sondern weil ich es einfach gelungen finde. Es werden drei Überlebens-Geschichten aus der Perspektive von shoah-Überlebenden erzählt. Zwei Geschichten werden in der Retro-Perspektive erzählt - auch mit all den Erinnungslücken, die solche traumatischen Erfahrungen mit sich bringen können. Wir begleiten alle vier Kinder, zwei davon sind Geschwister, durch diese schwierige und unmenschliche Zeit des Nationalsozialismus. Den Autoren gelingt es mit wenigen Worten bei mir Empathie zu erzeugen, sodass ich problemlos in die Geschichten eintauchen konnte. Die Invidividualität aller Geschichten und Erfahrungen werden dadurch unterstrichen, dass jede Geschichte auf eigene Weise und mit feinem Pinselstrich illustriert wird. Nicht aufdringlich und schrill. In Yad Vashem wurde mir im Sommer von einem Guide gesagt, dass wir uns anstrengen müssten, um die persönlichen Schicksale der Menschen während der shoah zu erinnern. Das stimmt. Und "Aber ich lebe" liefert hier einen wichtigen Beitrag. Es ist ein Statement für das Leben und das Überleben. Eindeutige Leseempfehlung.

  • Renas Wortwelt

    5/5

    15.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Faszinierend, fesselnd, erschütternd, ungemein wichtig. Sehr empfehlenswert!

    Die Geschichte des Holocaust in Form eines Comics, als Graphic Novel? Kann das funktionieren? Daran zweifelte ich, als ich dieses Buch im Programm des C.H. Beck Verlags entdeckte, ich zweifelte, war aber auch neugierig. Daher habe ich es mir angeschaut und bin darin eingetaucht. Denn: es funktioniert fabelhaft. „Vier Kinder überleben den Holocaust“, so lautet der Untertitel. Und genau darum geht es auch, um die Geschichten von 4 ganz unterschiedlichen Menschen, die in unterschiedlichen Ländern auf ganz unterschiedliche Weise die grausamen Schrecken überlebten. Da ist zuerst Emmie Arbel, deren Geschichte Barbara Yelin aufzeichnet (nie war dieses Wort treffender). Emmie, die heute in Israel lebt, wurde in den Niederlanden geboren und war gerade einmal viereinhalb Jahre alt, als sie zusammen mit ihrer Familie in ein Lager kam. Dann lernen wir David Schaffer kennen, 1931 in der Bukowina geboren, das damals zu Rumänien gehörte. Er überlebte, weil er sich nicht an die Regeln hielt. Seine Geschichte zeichnete Miriam Libicki. Und schließlich die Brüder Nico und Rolf Kamp, die in dreizehn verschiedenen Verstecken untertauchen mussten, um zu überleben. Von ihnen erfahren wir in den Zeichnungen von Gilad Saliktar. Abgesehen davon, dass sich die drei Geschichten, die vier Leben gravierend unterscheiden, so ist auch der Stil der Zeichnungen, der Darstellung und Erzählweise ganz unterschiedlich. Gerade das aber erhöht die Faszination dieses Buches ungemein. Dem Teil mit den Graphic Novels ist ein langer Anhang nachgestellt, in welchem die Überlebenden nochmals zu Wort kommen, aber auch die Zeichner und die Initiatorin und schließlich folgt noch ein Abriss über die historischen Hintergründe. Ein absolut gelungener Weg, die Schrecken des Holocaust am Beispiel von vier Kindern darzustellen, faszinierend, fesselnd, erschütternd, ungemein wichtig. Sehr empfehlenswert! Barbara Yelin, Miriam Libicki, Gilad Seliktar - Aber ich lebe aus dem Englischen von Rita Seuß herausgegeben von Charlotte Schallié C.H.Beck Verlag, Juli 2022 Gebundene Ausgabe, 175 Seiten, 25,00 €

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