Harry Hole hat alle Brücken hinter sich abgebrochen. In Los Angeles trinkt er sich als einer der zahllosen Gestrandeten fast zu Tode. In Oslo werden zur selben Zeit zwei junge Frauen ermordet. Kommissarin Katrine Bratt fordert Harry Hole vergeblich an, denn bei der Polizei interessiert sich niemand mehr für den Spezialisten für Mordserien. Der tatverdächtige Immobilienmakler jedoch bietet Hole ein Vermögen, damit er privat für ihn ermittelt. Hole sucht sich ein Team, bestehend aus einem Kokain-dealenden Schulfreund, einem korrupten Polizisten und einem schwer an Krebs erkrankten Psychologen. Die Zeit läuft, während über Oslo ein Blutmond aufzieht.
Der neue Bestseller aus Skandinavien, der Sie zum Schaudern bringt.
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Harry Hole ist zurück
Sabrina aus Gütersloh am 01.09.2024
Bewertungsnummer: 2281397
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Als in Oslo zwei junge Frauen ermordet aufgefunden werden, möchte Katrine Bratt Harry ins Team zurück holen, weil sie von einem Serienmörder ausgeht. Mehr als eine Postkarte aus Los Angeles hat sie nicht und Hole möchte sich nach Rakels Tod eigentlich nur zu Tode trinken. Letztendlich ist es aber der Hauptverdächtige, der ihn als privaten Ermittler zurück nach Oslo holt.
Ich kenne fast alle Teile der Harry Hole Reihe und lese Jo Nesbo wirklich gerne. Auch der 13. Band der Reihe ist ein Pageturner mit interessanten Wendungen und einer schönen Story im Hintergrund, die Harry veranlasst, wieder zu arbeiten.
Das Cover mit dem Blutmond ist einfach gehalten und düster. Die Geschichte entwickelt sich spannend und durch die Schreibweise aus verschiedenen unbekannten Blickwinkeln tappt man lange im Dunkeln, was die Spannung hoch hält und mich wieder gefesselt und überzeugt hat.
Klare Empfehlung: Wer Harry Hole kennt, muss auch diesen Krimi unbedingt lesen!
Ein Killer mit besonderer Essenslust
Manfred Fürst aus Kirchbichl am 21.04.2024
Bewertungsnummer: 2183636
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Harry Hole zum Dritten. Drei Jahre hat uns Nesbø warten lassen, bis zum Erscheinen von „Blutmond“. Um es mit den Worten von Frank Sinatra zu sagen…
That's life and life only
That's what all the people say
You're riding high in April, shot down in May
But I know I'm gonna change that tune
When I'm back on top, back on top in June
…
Harry Hole ist psych- und physisch am Ende. Der Tod seiner geliebten Rakel hat ihn aus der Bahn geworfen. Er flieht aus Oslo in die USA und ertränkt seinen Schmerz im Alkohol, vorzugweise in eine goldgelbe, erdig und rauchige „duftende“ Flüssigkeit.
In seiner Stammkneipe in LA trifft er auf Lucille, einen abgetakelten Ex-Filmstar, der ihn an seine Mutter erinnert. Und seine Beschützerinstinkte werden geweckt als Lucille von Drogenkartell-Kredithaien zur Zurückzahlung von einer Million US-Doller nachdrücklich „angehalten“ wird. Er will ihr diese Million beschaffen - Lucille wird von den Mexikanern „in Obhut“ genommen – zehn Tage Zeit lassen sie Hole für diese Aktion.
Wie naiv kann Hole sein, dass ihm nicht der Gedanke einer fiesen Abzocke kommt?
Sehr gelegen kommt ihm der Ruf vom fernen Oslo. Zwei junge Frauen wurden ermordet, Kommissarin Katrine Bratt vermutet einen Serienmörder und möchte den weltbesten Profiler in ihrem Team haben: Harry Hole. Abgelehnt, denn für die Polizei-Chefetage ist Hole ein rotes Tuch. Eigenbrötler mit zweifelhaften Eigenschaften, hasst Autoritäten und Dienstvorschriften, liebt Whisky.
Doch der Mordverdächtige Milliardär Røed möchte seine Unschuld beweisen, engagiert Hole als privaten Ermittler und bietet ihm Millionen Dollar als Erfolgshonorar.
I'm back on top
Harry Hole ist zurück, nicht in Polizeidiensten, sondern als Privatdetektiv. Ungewöhnliche Situationen verlangen ungewöhnliche Maßnahmen - was die Auswahl seines Teams betrifft. Im äußert ungewöhnlichen und seltsamen Fall, geht der Täter brutal vor: Dem ersten Opfer entnimmt er noch das Gehirn, vom zweiten nimmt er den ganzen Kopf ab. Kein klares Motiv ist zu erkennen, Hole und die Polizei stehen vor einem Rätzel, und die Zeit verrinnt.
Das Mordmotiv im 13. Band der Harry-Hole-Reihe ist so ungewöhnlich wie faszinierend: Zoonose, ein Phänomen, dass spätestens seit dem Corona-Virus Bekanntheit erlangt hat.
Es folgt Nesbøs kleine Parasitenlehre: Der Serienkiller experimentiert mit Toxoplasma-gondii-Parasiten, die auf nahrhaftes Hirn stehen, er frisst dabei Hundeleckerli „Hillman Pets Wurmkur“ und riecht nach Moschus.
Spätesten ab der Mitte des Romans wird deutlich auf welche Klimax Nesbø hinsteuert. Er ist unübertroffen genial, weil ein ums andere Mal, der auserkorene Täter doch nicht der wahre ist.
Nicht unerwähnt darf ich eine Komponente in Nesbøs „Blutmond“ lassen. Katrine Bratt, Kommissarin in ehemaligen Hole-Team, hat einen kleinen Sohn Gert, der jemandem sehr ähnlichsieht, besonders wenn er schläft … Und sie, verwitwet, unverheiratet, liebt nur…
Nesbø, ein wahres Phänomen. Und Harrry Hole #14?
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