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Yael Inokai

1. Ein simpler Eingriff

Ein simpler Eingriff

Gesprochen von
28

18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Lisa Hrdina

Spieldauer

4 Stunden und 34 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

06.05.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

91

Verlag

DerDiwan Hörbuchverlag

Sprache

Deutsch

EAN

4066004456898

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Lisa Hrdina

Spieldauer

4 Stunden und 34 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

06.05.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

91

Verlag

DerDiwan Hörbuchverlag

Sprache

Deutsch

EAN

4066004456898

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  • Bewertung

    4/5

    24.03.2023

    Hörbuch-Download

    Ernste, feinfühlig erzählte Geschichte

    "Ein simpler Eingriff" ist eine ernste, feinfühlig erzählte Geschichte, die Hörende bzw. Lesende auf vielen Ebenen zu berühren vermag. Es wird viel Raum gelassen zwischen den Zeilen für eigene Gedanken und Interpretationen, was die Geschichte sehr intensiv macht, wenn man sich darauf einlässt. Wer ein Buch mit Substanz sucht, wird hier fündig.

  • BücherBummler

    4/5

    14.02.2023

    Hörbuch-Download

    Yael Inokai - Ein simpler Eingriff

    Trotz oder gerade wegen ihrer schweren Kindheit im Schatten eines despotischen Vaters ist Meret mit ganzem Herzen Krankenschwester. Ihr ist der Kontakt zu den Patienten wichtig, sich Zeit für sie zu nehmen, ihnen Halt zu geben. Deswegen zögert sie auch nicht, als ihr eine Stelle im Team eines Arztes angeboten wird, der einen neuen Eingriff direkt am Gehirn vornimmt. Einen Eingriff, der Frauen von ihren psychischen Leiden befreien soll. Erst als Meret ihrer neuen Zimmernachbarin, die so ganz anders ist, als sie, emotional und körperlich näher kommt, bekommt ihre Glaubenswelt erste Risse. Bis sie schließlich vor einer Entscheidung steht, die ihr gesamtes Lebenskonstrukt zum Einsturz bringen kann. “Ein simpler Eingriff” von Yael Inokai beginnt sehr vielversprechend. Zum einen fesselt einen das immer aktuelle Thema der Pflegekräfte in der ewigen Zerrissenheit zwischen den Anforderungen, die an sie gestellt werden, ihrer eigentlichen Berufung, für die Patienten da zu sein, und der Belastung, das, was sie täglich sehen müssen, zu verarbeiten. Zum anderen sind da aber auch die zwar hypothetischeren, deswegen aber nicht weniger spannenden Fragen des “simplen Eingriffes”. Was darf die Medizin? Wie kann zwischen Risiko und Nutzen abgewogen werden? Und vor allem: welche Art von “psychischen Problemen” sind tatsächlich welche und was ist einfach ein Aspekt der Persönlichkeit? Mit diesem Setting und ihrer Sprache hatte mich Inokai sofort. Aber leider nicht lange. Was so gut beginnt, kippt in dem Moment, in dem Merets Beziehung zu ihrer Mitbewohnerin beginnt. Es ist, als höre man urplötzlich eine komplett andere Geschichte. Das wäre akzeptabel, wenn sich beide Stränge harmonisch verknüpfen würden. Tun sie aber nicht, zumindest nicht harmonisch. Stattdessen stehen sie sich plump gegenüber und fahren das Hörvergnügen auf einer Skala von 10 von einer stabilen 9 auf eine wenig attraktive 3 runter. Sehr, sehr schade. Zur Einlesung durch Lisa Hrdina kann ich gar nicht so viel sagen, weder positives noch negatives. Ganz passend käme der Sache wohl am nächsten. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass “Ein simpler Eingriff” auf der Longlist für den Deutschen Hörbuchpreis 2023 steht, und zwar in der Kategorie “Beste Unterhaltung”. Ich kann nur davon ausgehen, dass mit Unterhaltung hier nicht locker und flockig gemeint ist, denn das würde der Geschichte wirklich nicht gerecht werden. Zusammengefasst ist “Ein simpler Eingriff” für mich ein Roman, der viel Potenzial hat und dessen Beginn ich fast schon geliebt habe, der, aber im Verlauf immer nur schwächer wird und sich bedauerlicherweise auch nicht durch ein faszinierendes Ende selbst rettet. Und da ich es merkwürdig fände, nur die ersten Kapitel eines Hörbuches zu hypen, muss eine Leseempfehlung hier wohl leider entfallen.

  • Sursulapitschi

    3/5

    31.01.2023

    Hörbuch-Download

    Reichlich gezielte Unschärfe

    Dieses Buch macht es einem nicht leicht. Zwischenzeitlich dachte ich, man könnte es vielleicht mögen, wenn man gerne Liebesgeschichten liest, aber dann wäre man vermutlich an anderer Stelle unzufrieden. Fakt ist: Ich bin unzufrieden. Es ist für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert, schockierenderweise in der Kategorie "Beste Unterhaltung", eine Idee, auf die ich nie gekommen wäre. Der Text ist von einer lakonischen Ironie durchzogen, das stimmt, aber die Atmosphäre ist eher bitter, enttäuscht, wenn nicht gar verzweifelt. Hier weiß man am Ende nicht so recht, worum es eigentlich gehen sollte, die Nominierungsjury spricht da von „gezielter Unschärfe“ und fühlte sich aufs Feinste unterhalten. Das ist vermutlich der einfachste Weg, mit diesem Buch zurecht zu kommen. Ich bin eher verwirrt. Zunächst geht es um fragwürdige chirurgische Eingriffe, die Menschen mit psychischen Problemen ruhigstellen sollen. Spannend und einfühlsam erzählt Krankenschwester Merit von ihrem Alltag. Als sie sich in eine Kollegin verliebt tritt das alles in den Hintergrund. Später wird ihre Schwester zum Thema, die ausgestiegen ist und nach einer eigenen Art zu leben sucht. Wir halten fest: Mehrere Frauen suchen entgegen der gesellschaftlich vorgegebenen Laufbahn nach dem Glück in einer gezielt unscharfen Zeit. Das wird eindrucksvoll und in toller Sprache dargeboten, ist mir am Ende aber insgesamt zu unscharf. Das ist ein bisschen Nippen an Emanzipationsthemen, durchsetzt mit grenzensprengender Liebe und wissenschaftlichen Absurditäten, aber nichts davon richtig. Ich mag die Sprache und die Atmosphäre des Buches sehr, auch die Sprecherin des Hörbuchs liest fantastisch, das Thema bleibt allerdings für meinen Geschmack zu schwammig und die Liebesgeschichte viel zu dominant im Gesamtzusammenhang. Der Deutsche Hörbuchpreis wird am 28.2.2023 verliehen, ich bin höchst gespannt.

  • Marielle_liest

    5/5

    09.05.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Wutausbrüche und der Weg zur Wahrheit

    Marianne spürt eine Wut in sich - unkontrolliert, nicht zu bändigen und unberechenbar. Für den Doktor ist klar, es handelt sich um, bei Frauen so weit verbreitete, Hysterie. Und er ist überzeugt, es gibt einen Weg, diesen Fehler zu beheben: einen simplen Eingriff. Meret ist einfühlsam, verständnisvoll und empathisch. In der Klinik wird sie damit zur wichtigsten Assistentin des Doktors, um die Eingriffe durchführen zu können. Bis Sarah in Merets Leben tritt, bis die ersten Zweifel kommen, bis sie ihre Zweifel äußert. Junge Frauen mit traumatischer Vergangenheit, mit schrecklichen Erinnerungen entwickeln ein Ventil, um auszuhalten, was nie verarbeitet wurde. Sie fallen damit aus der Norm, sie verhalten sich nicht rollenkonform und sind eine Belastung für die Gesellschaft. Yael Inokai erzählt in ihrem Roman, wie Mitte des 20. Jahrhunderts an Methoden geforscht wurde, um die Frauen zu „heilen“, die abnormale Verhaltensweisen aufwiesen. Aus den liebevollen Augen von Meret können wir das System beobachten, bis das Bild zu flimmern beginnt, bis die Sicht verschwimmt und bis wir auf einmal messerscharf sehen können, was hier wirklich geschieht. Viele Details und Nuancen muss die Autorin nur ganz sanft andeuten und sofort wird es laut in meinem Kopf. Eine Wut, wie die von Marianne, beginnt zu brodeln. Ungerechtigkeit schreit zwischen den Worten hervor. Und der Wunsch, dass Meret erkennt, was schief läuft, dass sie Sarah zuhört, wächst von Seite zu Seite. Ich blättere zügig um, will wissen, was als nächstes passiert. Wacht sie auf? Erkennt sie die Gefahr? Homophobie, Sexismus, Machtmissbrauch, das Patriarchat - all das sind Themen, die uns in diesem Roman auf beeindruckende Weise vor Augen geführt werden. Wie erschreckend, dass sie noch heute ebenso penetrant blenden. Eine riesige Empfehlung für einen Roman, der in schwebender Sprache von wundervollen und sympathischen Protagonistinnen erzählt. Eine fesselnde Thematik mit berührender Handlung zum Mitfiebern, Hoffen und Mitfühlen bilden den Rahmen für ein stimmiges Gesamtbild.

  • Bewertung

    5/5

    22.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leise, aber wichtig

    Ein sehr ruhige und kurze Geschichte, die ganz grosse Themen anspricht. Vieles bleibt unausgesprochen, ist aber doch unmissverständlich. Einfühlsam, stark, mutig. Ein Buch über Frauen und wie sie zurechtkommen. Ein beeindruckendes Buch, das genau weiss, was wann und wie viel gesagt werden muss. Nachvollziehbare, vielschichtige Figuren, die man gerne begleitet und in die man sich gut einfühlen kann. Eine interessante Handlung, die ganz natürlich und wie nebenbei noch viele weitere Themen anspricht und einen zum Nachdenken bringt. Was laut und wütend herausgeschrien werden könnte, wird bewusst und unaufgeregt durch die Seiten gereicht, sodass aus schwer Verdaulichem gut portionierte Wichtigkeit wird. Kann ich empfehlen.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (28)

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