Ein Versagerheld lebt und liebt in zwei novellenhaften Kurzgeschichten in verwirrenden Zeitenläuften. Die erste kurze Erzählung führt den Leser in die aktuelle Jetztzeit, die beginnenden 2020er Jahre. Erstaunt bemerkt unser zur lähmender Selbstreflexion neigender Protagonist, wie seine soziale Umgebung in Bejaher und vehemente Verneiner der neu definierten Gesellschaftsregeln mutiert. Belustigt empfindet er sich als Aussenstehender, zur Kritik befähigter, zynischer Intellektueller, bis ihn selbst die vermeintliche Seuche auf ein kurzes Krankenlager wirft. Innerhalb weniger Seiten wird versucht, ein inneres Bild der bundesrepublikanischen Gesellschaft der beginnenden 20er Jahre des 21. Jahrhunderts zu geben, welche in dieser Zeit vom flüssigen in einen gasförmigen Zustand überzugehen droht. Zwanzig Jahre und radikal zurück wird die Zeit in der zweiten Erzählung in eine vorgeblich widerspruchsfreie Epoche rückgespult: den Beginn der 2000er Jahre. Vieles damals normal und unerwähnenswert Erscheinende gehört heutigentags so völlig der Vergangenheit an, das es lesend in flüchtiges Erinnern gerufen werden sollte ...
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