Produktbild: Gleich unter der Haut

Gleich unter der Haut Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.09.2022

Verlag

Osburg Verlag

Seitenzahl

260

Maße (L/B/H)

20,4/12,8/2,8 cm

Gewicht

379 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95510-291-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.09.2022

Verlag

Osburg Verlag

Seitenzahl

260

Maße (L/B/H)

20,4/12,8/2,8 cm

Gewicht

379 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95510-291-3

Herstelleradresse

Osburg Verlag GmbH
Heimhuder Str. 81
20148 Hamburg
Deutschland
Email: w.osburg@osburgverlag.de
Url: www.osburgverlag.de
Telephone: +49 40 414688210
Fax: +49 40 414688229

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  • Sarah

    aus Chemnitz

    5/5

    26.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schonungsloses, intensives Debüt

    Niklas hat vor nicht allzu langer Zeit seine Eltern bei einem Autounfall verloren. Er selbst saß mit im Auto, hat überlebt und ist seitdem mehr Hülle als alles andere. Von seiner Familie ist nur Nora, seine Schwester und seine demenzkranke Oma, um die er sich versucht zu kümmern, übrig. Eines Tages trifft er auf Lou, schöpft neuen Lebensmut, sieht wieder einen Sinn. Für sie will er weiterleben, nur hat Lou selbst ein großes Päckchen zu tragen und sieht das ein bisschen anders als Niklas. Berthe Obermanns Roman ist unglaublich dicht und intensiv. Thematisch wird wahnsinnig viel bearbeitet. Von Trauerbewältigung, über Missbrauch, Selbstverletzung, Depression, Pflege von Angehörigen und Essstörungen, von allem ist ein bisschen was dabei. Als ich erste Rezensionen dazu gelesen habe, dachte ich mir: Klingt zwar gut, aber ist es möglich, so viele Themen auf tiefe Art und Weise einzubauen auf gerade mal 260 Seiten? Die Antwort lautet klar: Ja, ist es! Obermanns ist es in ihrem Debüt gelungen ohne Umschweife und emotionale Ausbrüche auf verschiedene Problematiken einzugehen. Teilweise sehr nüchtern leitet sie durch die Geschichte. Ob nun die Überforderung durch die Pflege der Oma, die unverarbeitete Trauer um die Eltern, Nora’s Esstörung, die unerwähnt bleiben soll oder Lou‘s Verhalten auf Grund von Traumata… alles ist realistisch beschrieben, nichts wirkt zu viel, es ist einfach eine unglaublich gelungene Geschichte. Selten schafft es ein Buch, dass ich erstmal inne halte und kein neues zur Hand nehmen will. Dieses hier hatte den Effekt. Ich lag, wie Lou, erstmal 10 Minuten da, hab die Decke angestiert… Im Fazit ein großartiges Buch, ohne viel Schnickschnack, einfach auf den Punkt. Große Empfehlung von mir.

  • Sarah

    5/5

    26.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „ : , , . ̈ . . .“ (. 29)…

    „ : , , . ̈ . . .“ (. 29) Niklas hat vor nicht allzu langer Zeit seine Eltern bei einem Autounfall verloren. Er selbst saß mit im Auto, hat überlebt und ist seitdem mehr Hülle als alles andere. Von seiner Familie ist nur Nora, seine Schwester und seine demenzkranke Oma, um die er sich versucht zu kümmern, übrig. Eines Tages trifft er auf Lou, schöpft neuen Lebensmut, sieht wieder einen Sinn. Für sie will er weiterleben, nur hat Lou selbst ein großes Päckchen zu tragen und sieht das ein bisschen anders als Niklas. „ , ̈ , ̈, ̈ : », , , , ̈ . ̈ .«“ (. 242) Berthe Obermanns Roman ist unglaublich dicht und intensiv. Thematisch wird wahnsinnig viel bearbeitet. Von Trauerbewältigung, über Missbrauch, Selbstverletzung, Depression, Pflege von Angehörigen und Essstörungen, von allem ist ein bisschen was dabei. Als ich erste Rezensionen dazu gelesen habe, dachte ich mir: Klingt zwar gut, aber ist es möglich, so viele Themen auf tiefe Art und Weise einzubauen auf gerade mal 260 Seiten? Die Antwort lautet klar: Ja, ist es! Obermanns ist es in ihrem Debüt gelungen ohne Umschweife und emotionale Ausbrüche auf verschiedene Problematiken einzugehen. Teilweise sehr nüchtern leitet sie durch die Geschichte. Ob nun die Überforderung durch die Pflege der Oma, die unverarbeitete Trauer um die Eltern, Nora’s Esstörung, die unerwähnt bleiben soll oder Lou‘s Verhalten auf Grund von Traumata… alles ist realistisch beschrieben, nichts wirkt zu viel, es ist einfach eine unglaublich gelungene Geschichte. Selten schafft es ein Buch, dass ich erstmal inne halte und kein neues zur Hand nehmen will. Dieses hier hatte den Effekt. Ich lag, wie Lou, erstmal 10 Minuten da, hab die Decke angestiert… Im Fazit ein großartiges Buch, ohne viel Schnickschnack, einfach auf den Punkt. Große Empfehlung von mir.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    10.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unter der Haut und tiefer!

    Hochgelobt und gehypt. An diesem Buch kommt man einfach nicht vorbei, dementsprechend gehe ich mit hohen Erwartungen an das Lesen: GLEICH UNTER DER HAUT Berthe Obermanns Niklas hat seine Eltern verloren. Auch er sass im Auto, als dieser Falschfahrer kam, jetzt sind sie tot und er lebt - wenn auch nur in seiner Hülle. Jetzt gibt es nur noch Nora, seine jüngere Schwester und Oma, die stark an Demenz erkrankt ist. Sie erkennt ihn nicht mehr. Er wickelt, wäscht und füttert sie. Zur Uni kann er auch nicht mehr - es geht einfach nicht - Sperre im Kopf! Da trifft er Lou, oder wie auch immer sie heißt. Ihren Namen will sie ihm nicht verraten. Lou ist anders, mal freundlich und in der nächsten Minute jähzornig. Auch sie hat viele Narben - innerlich und äußerlich. Zum ersten Mal fühlt er das Leben in seinen Körper zurückkehren, ganz langsam. Vielleicht will er doch nicht sterben, für sie würde er weiter leben - mit ihr. Doch sie hat Schnee im Kopf, da kann man nicht einfach eine Beziehung eingehen. Keine Liebesgeschichte. Punkt. Wow, was war das? Eine Geschichte, die unter die Haut geht. Der wunderschöne Schreibstil der Autorin will so gar nicht zur Geschichte passen. Woher nimmt Berthe Obermanns diese Worte? „Meine Beine hängen wie Magnete am Boden, ich muss Kraft aufwenden, um sie anzuheben, stelle mir vor, wie Lous Hände mir dabei helfen, wie sie sich um meine Fußgelenke legen und meine Beine nach oben ziehen, bilde mir sogar ein, ihre Finger an meinen Knöcheln zu spüren.“ (S. 100) Dem Buch mit einer Rezension gerecht zu werden ist mir fast unmöglich. Eine Geschichte, die mich bestimmt noch lange beschäftigen wird und über das ich noch einige Momente länger nachdenken muss. Keine schöne Geschichte, aber ein Lesegenuss. Chapeau Berthe Obermanns für ein unglaubliches Debüt. 4½/ 5

  • Crazzoline_leseratte

    5/5

    06.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Gleich unter der Haut" war…

    "Gleich unter der Haut" war ein Lese-Highlight für mich. Es fällt mir schwer, in Worte zu fassen, wie mich die Geschichte von Niklas und Lou gefesselt, schockiert und getroffen hat. Berthe Obermanns Schreibstil hat mich auf ganz besondere Weise berührt. Die Personen waren perfekt charakterisiert. Die Autorin spielt gekonnt mit der Sprache. An den richtigen Stellen direkt und pointiert. Dann gab es auch Stellen mit Interpretationsspielraum. Es wurde nie zu viel gesagt. Es geht um Themen wie Verlust und Trauer, Suizidalität, Depression, Selbstverletzung, Essstörung, Vertrauen und Freundschaft. Das Buch ist definitiv keine leichte Kost. Ich musste das Gelesene zunächst mental verdauen. In Protagonist Niklas konnte ich mich von Anfang bis zum Schluss gut hinein versetzen. Seine Eltern kamen bei einem Autounfall ums Leben. Völlig überfordert mit der Pflege seiner dementen Oma, konnte er den Verlust seiner Eltern nie verarbeiten. Er versucht nur zu funktionieren, hat kein eigenes Leben mehr, kann das Verhalten seiner Mitmenschen nicht verstehen. Dann trifft er Lou. Sie phasziniert ihn vom ersten Moment. Sie ist anders. Ein bisschen wie er. Doch Lou bleibt immer geheimnisvoll, gibt nur wenig von ihrer Vergangenheit Preis. Die Stimmung von Niklas kann man als Leser*in ganz deutlich spüren. Er war mir direkt sympathisch.Die Geschichte wird hauptsächlich aus seiner Perspektive erzählt. Es gibt auch mehrere kurze Kapitel über Lou. In diesen Abschnitten erfährt man häppchenweise etwas über sie. Ansonsten bleibt Lou für Niklas und für den Leser nicht richtig greifbar. Man kann Vieles erahnen, was sich erst ganz am Ende bestätigt. Das Buch konnte ich nicht mehr aus der Hand legen. Allerdings musste ich auch mehrfach tief Luft holen. Die Geschichte trifft mitten ins Herz. Ich empfehle das Buch jedem, dem die Thematik nicht zu viel ist. Berthe Obermanns hat für mich ein Highlight geschrieben.

  • ein.lesewesen

    aus ZW

    5/5

    05.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unfassbar gut! »Und was…

    Unfassbar gut! »Und was wünscht du dir vom Leben?«, frage ich. »Weiß nicht. Tot sein vielleicht«, antwortet sie, und ihre Stimme wird mit jedem Wort leiser. S.88 Es gibt Bücher, da weiß ich nach nur wenigen Absätzen, dass sie mich ganz tief in meinem Inneren treffen werden. Ich schalte runter in den ersten Gang, lese keine Sätze, sondern lese jedes einzelne Wort, weil es genau an der Stelle steht, wo es hingehört. Und dieses Buch hat mich in meinen Sessel gepresst, hat von mir verlangt, jedes einzelne Wort zu spüren. Ein schonungsloser Angriff auf meine Seele. Ich musste mich entscheiden, lasse ich es zu, dass mich die Geschichte berührt, oder schütze ich mich? Immer wieder legte ich das Buch weg, musste durchatmen, musste mich erden. Wollte ich wirklich wissen, wie es weitergeht? Nie lag ein Buch so schwer in meiner Hand. Was bitte ist das für ein grandioses Debüt?! Das Buch spielt im Winter in Konstanz und wer diese einheitsgrauen Tage am See kennt, weiß, was das mit einem machen kann. Wir lernen Niklas kennen, der in der Trauer um seine Eltern feststeckt und sich um seine demenzkranke Oma kümmert. Seine Last, seine Überforderung, seine Einsamkeit waren von Beginn an spürbar. In einer nebelverhangenen Nacht lernt er Lou kennen und verliebt sich in sie. Auch Lou kämpft mit ihren Dämonen, ihren Erinnerungen, die sie aber mit Niklas nicht teilen möchte. Zwei einsame, verletze Seelen, traumatisiert, in sich selbst gefangen. Können sie sich Halt geben? Niklas Schwester, die ihre Trauer unter Essstörungen begräbt, warnt ihn, dass Lou ihm nicht guttut. Die moderne griechische Tragödie: die Suche nach dem Sinn des Lebens, die allgegenwärtige Todessehnsucht, Ausweglosigkeit, die auf eine unausweichliche Katastrophe zusteuert. Berthe Obermanns packt hier alles rein, Missbrauch, Selbstverletzung, nicht bewältigte Trauer, Verlust, Trauma, etc. Viel. Zu viel, dass man Niklas und Lou gern etwas davon abnehmen möchte. Das Buch hat mich an schwere Zeiten in meinem Leben erinnert und noch jetzt beim Schreiben der Rezension habe ich einen Kloß im Hals und einen Knoten im Magen. Ja, das Buch ist schwere Kost und sicher nicht für jeden geeignet. Aber genauso fühlt es sich an, wenn die Welle über einem zusammenbricht. Wenn man sich zu jemanden hingezogen fühlt, aber immer wieder die Flucht ergreift, wenn Erinnerungen unaushaltbar sind, dass man die Flucht vor sich selbst ergreift. Die Autorin hat hier sehr lebensnahe, tiefe ProtagonistInnen geschaffen, denen ich jedes Wort, jeden Gedanken abgenommen habe, deren Leid und Verzweiflung mich zutiefst berührt und zu Tränen gerührt haben. Sprachlich war das Buch aufs Wesentliche reduziert, was die Geschichte genaustens reflektiert hat, absolut perfekt. Ich habe lange nichts so gelungenes gelesen, kann es eigentlich kaum glauben, dass es ein Debüt ist. Muss ich noch sagen, dass ich dieses Highlight jedem ans Herz lege, der sich der Thematik gewachsen sieht? Liebe Berthe Obermanns, ich ziehe meinen Hut vor dir, das war ganz großes Kino. Das Buch ist jetzt voller Post-Its, denn mit deinen Worten hast du mir aus der Seele geschrieben, Worte, die für immer einen Platz in meinem Herzen haben. Vielen Dank dafür, auch wenn ich jetzt wahrscheinlich nie mehr unbefangen über die Rheinbrücke laufen kann. Denn: »… manchmal, in bestimmten Momenten, wünschte ich, mein Kopf würde auch eine Auswahl treffen, aussortieren, einen festen Kokon um all die Gedanken und Erinnerungen spinnen, die ich nicht haben möchte, sie darin festzurren, ihnen jede Bewegungsmöglichkeit nehmen. Aber er tut es nicht, mein Kopf, so sehr ich mich auch bemühe, er vergisst nicht.« S.77 Und noch ein Zitat, das für immer bleibt: „Wenn es am Ende keine Erinnerungen gibt oder nur schlechte, gab es kein Leben.“ S.64

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