Die Vergangenheit liegt vor uns als ein fremdes, fernes Land. Anne Webers nachdenkliche Erkundungsreise in die Vergangenheit führt in die faszinierende Welt ihres genau hundert Jahre vor ihr geborenen Urgroßvaters Florens Christian Rang, zu dessen Freunden und Korrespondenzpartnern Walter Benjamin, Martin Buber und Hugo von Hofmannsthal zählten. Sie führt uns schließlich bis in ein Dorf bei Posen, in dem der protestantische Theologe, Jurist, Philosoph und Schriftsteller eine Zeit lang als Pfarrer tätig war. Anne Weber spürt den Widersprüchen und Krisen, den Abrechnungen und Aufbrüchen ihres Urgroßvaters, der hier unter dem Namen Sanderling auftritt, nach, indem sie seine Schriften liest, seine Briefe und Tagebücher entziffert, und schließlich eine Reise auf seinen Spuren nach Polen unternimmt. Auf dem Weg zu diesem leidenschaftlichen und gespaltenen Menschen durch das »Dickicht der Zeit« stellt sich immer wieder ein gewaltiges Hindernis in den Weg: die deutsche und familiäre Vergangenheit, wie sie nach Sanderlings Tod 1924 weiterging. Und damit die Frage, wie es sich lebt mit einer Geschichte, die man nicht loswerden kann.
Kundinnen und Kunden meinen
2.0/5.0
Juti
aus HD
2/5
26.07.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Vielseitige Autorin Ja, ihr…
Vielseitige Autorin Ja, ihr „Heldenepos“ hat mich begeistert. Und nun hoffte ich, dass auch Webers neues Buch mich vom Hocker reißen würde. Doch irgendwie fand ich zu ihrem Ahnen Sanderling nicht den Zugang. Sei es, dass seine Theologie zu sonderbar sei, sei es, dass der Besuch in Posen zu sehr von der Nazizeit überlagert war, für mich blieb er ein Sonderling. Vielleicht, nein bestimmt, hätten Überschriften und Einteilung in Kapiteln das Lesen erleichtert, aber das war wohl nicht erwünscht. So erhält dieses Buch nur 2 Sterne und auch das war wohl nicht erwünscht.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.