Geschichtsbuch, Zeitkapsel, erzählte Lebenswelten: Ein Blick zurück, der Erinnerungen weckt an den Alltag mit seinen Freuden und Herausforderungen. Geschichten, die nur in der DDR stattfinden konnten. Erinnerungen an etwas, das nie wieder erlebt werden kann. Wie war das, wenn die Patenbrigade kam? Warum mussten es Levi’s und nicht Boxer oder Wisent sein? Warum sind die Tage im Ferienlager unvergessen? Jugendweihe oder Konfirmation oder beides? Was wurde gelesen im »Leseland«? Wie war es, als man seinen Bands zu Konzerten in Dorfgasthäusern und Kirchen hinterher trampte? Mit der Brigade ins Theater? Ein Bild-Geschichten-Buch über das gar nicht graue und manchmal ganz schön verrückte Leben in der DDR.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
j.h.
aus Berlin
5/5
23.04.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
WIE WIR LEBTEN, WER WIR WAREN. Geschichten aus der DDR
Der 35. Jahrestag des Mauerfalls steht in diesem Jahr an. Im selben Zeitraum hat sich die Dämonisierung des Lebens in der DDR stetig gesteigert. Es gibt wohl nichts, was es nicht gab – und hinter all diesen bösen Dingen steckten natürlich SED und Stasi in unheiliger Einheit. Jedenfalls nach bundesdeutscher Lesart, die wegen des Rückganges an bewusst das Wort gegen derartig unsinnige Betrachtungsweisen erhebenden Zeitzeugen in den sogenannten Leitmedien ohne Widerspruch verbreitet werden kann. Das vorliegende Buch WIE WIR LEBTEN, WER WIR WAREN unternimmt bewusst einen Versuch, Begebenheiten aus dem Alltag des zweiten deutschen Staates unparteiisch und aus der Sicht der Beteiligten zu erzählen: „Kommt einer auf das alltägliche Leben in der DDR zu sprechen, sind da immer welche, die ein „Aber“ einwerfen oder den Finger heben: Die Wege standen schließlich nur in eine geografische und eine politische Richtung offen, Traumberuf und Wunschstudium gab es nur für jene, die gesellschaftliches Wohlverhalten an den Tag legten, und über alles und jeden bestimmte die Staatsmacht.“ (S. 5)
Das Buch enthält 37 kurze Beiträge unterschiedlicher Autoren (teils zweimal vertreten), die sich an Begebenheiten aus ihrer Kindheit und Jugend erinnern – darunter auch einige Prominente: Matthias Biskupek, Franziska Troegner, Gisela Oechelhaeuser, Peter Bause. Dabei folgt die Sammlung keiner zeitlichen oder inhaltlichen Chronologie. Zur Illustration sind zahlreiche Fotos (in Farbe oder Schwarz-weiß) enthalten, die dem 2009 erschienenen Buch „Leben in der DDR“ entnommen sind und somit auch in keinem tatsächlichen Zusammenhang zum jeweiligen Text stehen.
Das vorliegende Buch WIE WIR LEBTEN, WER WIR WAREN ist kein Versuch einer Erklärung oder gar Rechtfertigung – wofür eigentlich? Gegenstand ist vielmehr die Darstellung des erlebten Alltags aus der Sicht der Erzählenden – ohne diesen im Nachgang in eine historische Bewertung oder Einordnung einzubetten. Erlebter Alltag ist eben genau das – nicht mehr und nicht weniger …
Gisela.1318
5/5
22.04.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
so war das also!
Interessante Darstellungen über das, was man von vielen Menschen, vor allem aus der Verwandtschaft, auch mal erzählt bekommen hat. Ich war leider noch zu jung, um all das mitzuerleben, aber habe das Buch als super repräsentativ empfunden! Neutral geschrieben, ohne Wertung, man darf also einfach nur teilnehmen an der Vielfalt, die es in der DDR gab. Toller Überblick!
Manuela404
5/5
09.04.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Zeitreise in die Vergangenheit
Ich finde das Buch sehr gut gelungen. Es bietet einem kurze und prägnante Einblicke in das Leben der Menschen in Zeiten der DDR. Unterstreicht werden die Texte durch passende Bilder, die einem alles veranschaulichen. Ich finde das Buch wunderbar, um einen eigenen Eindruck von dem Leben/den Leben in der Vergangenheit zu bekommen.
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