Das Fürimmerhaus steht zwischen den Welten, am Ufer eines dunklen Ozeans. Es hat tausende Hallen und Säle, seine Korridore sind endlos. Und noch immer wächst es weiter und verändert sich.
Im Fürimmerhaus stranden junge Heldinnen und Helden, die ihre Welten vor dem Untergang bewahrt haben. Die Herrschenden fürchten ihre Macht und schicken sie hierher ins Exil. Doch Carter ist kein Held wie die anderen. Er besitzt keine Erinnerung, ist nur von einem überzeugt: Er hat niemals eine Welt gerettet. Und so begibt er sich auf die abenteuerliche Reise durch das Fürimmerhaus, auf der Suche nach seiner Bestimmung.
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Bücherwürmle
aus Lübeck
5/5
04.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Klasse
„Fürimmerhaus“
—-
Herrlichste Fantasy, ich bin in den Ort eingetaucht wie gefühlt seit meiner Kindheit nicht mehr. Das Fürimmerhaus ist ein mysteriöser, beinahe unendlich großer Ort, an dem Helden ohne Erinnerung stranden, wenn sie in ihrer Geschichte ihre Welt gerettet haben.
Dadurch ist dieses Buch gefüllt mit liebevoll gestalteten ganz besonderen Charakteren (das gilt leider auch für die Bösewichte), die sich durch die Weiten des mysteriösen Fürimmerhauses bewegen - auf der Suche nach Sinn und Vergangenheit. Eine wirklich lesenswerte Geschichte ♥️
phantastische_fluchten
aus Walzbachtal
5/5
17.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Es ist eine KUnst, eine Geschichte nur in einem Haus spielen zu lassen ohne Langeweile
Unversehens landet Carter an einem ihm fremden Ort. Er verfügt über keinerlei Erinnerungen mehr, er weiß lediglich seinen Namen. Das Mädchen Emmeline nimmt ihn in Empfang und erklärt ihm, dass er im FÜRIMMERHAUS gelandet ist. Ein Ort, an den Helden oder Heldinnen geschickt werden, nachdem sie ihre heldenhafte Tat begangen haben.
Außer Emmeline befinden sich noch sechs weitere Personen in diesem Haus, die alle von unterschiedlichen Welten kommen. Hengis besitzt den Kopf eines Kaninchens und den Körper eines maskulinen Mannes. Hyazinthe ist eine junge Fraus aus Holz, eine Marionette, deren Fäden durchgeschnitten wurden, Emmeline leuchtet. Nur Diabondo und Ambra scheinen normale Menschen wie Carter zu sein. Alle haben keine Erinnerungen mehr an ihre Taten und ihr bisheriges Leben. Sie wurden von den Archonten in diese Welt eingeführt, von ihnen erhielten sie ihre Namen und einen Verhaltenskodex für das Haus.
Carter platzt mitten in die Vorbereitungen für eine Flucht und er schließt sich den anderen Bewohnern an, die versuchen einen Weg aus dem Haus zu finden, das ihnen wie ein Gefängnis erscheint.
Kommentar:
Ich hatte das Buch für eine Freundin gekauft, habe dann die erste Seite angelesen und war sofort von der Geschichte gefangen. Carter wird förmlich von einem Wasserstrudel in diese neue Welt ausgespuckt, nackt und ohne Erinnerung an sein vorheriges Leben. Von Anfang an ist klar, dass er anders ist als die anderen Personen, die im FÜRIMMERHAUS gestrandet sind. Er kann sich an seinen Namen erinnern und kein Archon erscheint, um ihn abzuholen.
Die leuchtende Emmeline ist es, die ihn abholt und zu den anderen führt. Diese reagieren sehr unterschiedlich auf den Neuankömmling.
Kai Meyer ist es gelungen, die Geschichte durchgehend spannend zu halten und immer wieder Überraschungen einzubauen. Obwohl die Handlung ausschließlich im FÜRIMMERHAUS spielt, baut sich kontinuierlich Spannung auf. Man weiß als Leser nicht, was man erwarten soll und kann.
Merkwürdige Gestalten bevölkern diese Welt, die gegeneinander Krieg führen. Die Flüchtenden müssen durch diese bizarre Welt, verfolgt von einem Zeigermann und einer Eulenechse. Vieles erinnert an den Zauberer von Oz, eine Welt, die ebenfalls mit bizarren Wesen bevölkert ist. Hier ist es lediglich ein Haus aber:
"Das Haus lebt", sagte Hengis.
"Das Haus wächst", sagte Diabondo.
"Es verschiebt sich und verdreht sich", sagte Emmeline.
"Und es hat einen eigenen Willen", ergänzte Hyazinthe."
Es gibt keinen Tag und keine Nacht, es gibt keine geraden Wege und immer wieder stoßen die Freunde bei ihrer Flucht auf Famuli, die gegeneinander Krieg führen. Es gibt sogenannte Strandmenschen, Wesen aus Strandgut zusammengesetzt, die versuchen, in das innere des Hauses zu gelangen. Die Famuli sind skurrile Wesen, die eine Hand als Kopf besitzen und das sind nicht die einzigen Seltsamkeiten in diesem Haus. Während ihrer Flucht philosophieren die Freunde über das Haus, seine Existenz, seine Bewohner und über den Erbauer. Sie diskutieren darüber, ob es besser ist, eine zweite Chance zu bekommen und sich nicht an Vergangenes zu erinnern. Oder ob das Wissen um die Vergangenheit wichtig für die Zukunft ist.
Fazit:
Ich habe lange kein Buch mehr von Kai Meyer gelesen, das werde ich nach diesem Roman auf jeden Fall ändern. Eine beklemmende, düstere Geschichte mit einem Funken Hoffnung.
Philiene
aus Süsel
4/5
27.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Ich bin ein großer Fan von…
Ich bin ein großer Fan von Kai Meyer und liebe die phantastischen Welten, die er erschafft. Doch bei diesem Roman hatte ich ein paar Startschwierigkeiten. Ich glaube das liegt daran das ich genauso wie die Hauptfigur Carter mitten ins Geschehen hineinkatalputiert worden bin. Mitten hinein ins Fürimmerhaus mit seinen unzähligen Räumen, Gängen und Geheimnissen. Mitten hinein in die Geschichte von den Kindern die hier versuchen zu überleben und sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern können. Ja der Einstieg war schwer, aber je länger ich gelesen habe, um so tiefer bin ich in die Geschichte eingetaucht, umso mehr habe ich das Fürimmerhaus in meinen Gedanken gesehen. Und immer weniger könnte ich das Buch zur Seite legen, so sehr hat es mich in seinen Bann gezogen. Ein weiters Mal konnten mich die phantastischen Welten von Kai Meyer überzeugen und haben mir einige schöne Lesestunden beschert.
KittyCatina
3/5
15.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Kreativ, aber nicht ganz meins
Irgendwie ist dieses Buch wieder einmal ein typischer Kai Meyer, sehr kreativ und besonders. Dennoch konnte es mich leider nicht ganz so sehr begeistern, wie ich erwartet hatte, was vor allem am recht verwirrenden Setting liegt.
Dieses ist so weit entfernt von der Realität und abgedreht, dass mir wahrscheinlich dafür die Kreativität gefehlt hat, um mitzukommen. Alles scheint sich um einen Krieg zwischen den Archon zu drehen und der Flucht der Helden aus dem Fürimmerhaus. Dabei werden sie immer wieder angegriffen, zum Beispiel vom Zeigermann, einem gefährlichen, tödlichen Gegner. Der Hintergrund der Geschichte blieb für mich dabei teilweise etwas schwammig und die Geschichte hat mich auch nicht so gepackt, wie ich es gern gehabt hätte. Dennoch fand ich das Konzept des wachsenden, sich verändernden und irgendwie lebendigen Fürimmerhauses wahnsinnig interessant, genauso das Konzept hinter den verschiedenen Figuren, wenn ich diese auch manchmal nicht so richtig zuordnen konnte. Und vor allem fand ich das Ende super, welches dann doch noch einmal einige Wendungen zu bieten hatte, aber auch Erklärungen bot, auf welche ich vorher lange warten musste.
Genauso gut fand ich die Charaktere gezeichnet, die ebenfalls super besonders sind. Neben dem Geistermädchen Emmeline, welches leuchtet, gibt es nämlich auch noch das Marionettenmädchen Hyazinthe und den mürrischen Kaninchenmann Hengis, sowie einige andere interessante Charaktere. Diese sind alle ganz unterschiedlich, aber genauso essenziell für die Geschichte. Schade fand ich nur, dass man recht wenig Hintergrund von ihnen erfährt, auch nicht am Ende. Diesen bekommt man nur von Carter geboten und das auch nur eher oberflächlich.
Alles in allem fand ich dieses Buch okay und könnte mir auch gut vorstellen, dass es für die empfohlene Altersklasse wirklich etwas wäre. Für mich war es allerdings etwas verwirrend und nicht besonders spannend, trotzdem interessant und als Hörbuch auch gut vertont von Simon Jäger.
Bewertung
aus Eisenach
3/5
25.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Das Erbe des Erbauers
Carter taucht aus einem Brunnen auf. Aber wo ist er hier – und wer ist er? Außer seinem Namen weiß er nichts von sich. Als er auf andere trifft, muss er allerdings feststellen, dass er damit schon eine Ausnahme bildet. Alle kamen ohne Erinnerungen im Fürimmerhaus an. Selbst ihren eigenen Namen kannten sie nicht, der wurde ihnen erst von einem ‚Begrüßungs-Komitee’ verraten. Ein solches gab es bei Carter jedoch überhaupt nicht. Trotzdem schließt er sich den anderen an, die versuchen wollen, dem Haus zu entfliehen.
Kai Meyer ist in der deutschsprachigen Fantasy ein fester Begriff. Mir war er bisher hauptsächlich durch seine Merle-Trilogie sowie die im selben Handlungs-Universum spielende „Serafin“-Geschichte bekannt. Diese Bücher waren mir ausnahmslos 5-Sterne-Bewertungen wert. Und jetzt das „Fürimmerhaus“, das für mich schon eine gewisse Enttäuschung darstellt. Sowohl die Protagonistengruppe als auch die Welt des Hauses erscheinen äußerst surreal. So finden sich unter den Jugendlichen, die einen Ausweg suchen, beispielsweise ein Marionettenmädchen und ein Kaninchenjunge. Um nicht falsch verstanden zu werden: Diese besitzen nicht etwa Marionetten beziehungsweise Kaninchen, sie sind Marionette und Kaninchen! Auch wenn es am Ende natürlich einige Antworten gibt, die unter anderem Carters Besonderheiten erklären, ist die ganze Geschichte für meinen Geschmack doch deutlich zu abstrakt. Dass die Gefangenen des Hauses aus verschiedenen Welten stammen, erfahren Carter und die Leser zwar gleich zu Beginn, was für eigenartige Welten das seien müssen, wird jedoch nicht weiter vertieft.
Sprachlich und stilistisch entspricht das Buch durchaus dem vom Autor gewohnten Niveau, die Handlung und ihre Welt sind mir aber doch etwas zu abstrakt, surreal, akademisch abgehoben, um mich wirklich überzeugen zu können.
Fazit:
Wer ein Werk ähnlich Kai Meyers Merle-Trilogie erwartet, könnte von diesem Buch, in dem Andersartigkeit System ist, enttäuscht werden.
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