Produktbild: Das Land der Anderen
Band 1

Das Land der Anderen Roman

Aus der Reihe Das Land der Anderen
25

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1428

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.12.2022

Verlag

btb

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

18,3/12,6/3 cm

Gewicht

294 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Übersetzt von

Amelie Thoma

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77261-2

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1428

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.12.2022

Verlag

btb

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

18,3/12,6/3 cm

Gewicht

294 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Übersetzt von

Amelie Thoma

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77261-2

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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  • Bewertung

    5/5

    04.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Meisterwerk

    Mathilde lernt 1947 den marokkanischen Ehemann, der im Dienst der französischen Armee gekämpft hat, am Ende des Krieges im Elsass kennen und folgt ihm in seine Heimat. Sie leben zunächst im Haus der Schwiegermutter in der Medina von Meknès, später auf einem heruntergekommenen Hof, auf dem Land, den der Vater dem Sohn hinterlassen hat. „Und genau in dem Moment begriff sie, dass sie eine Fremde war, eine Frau, eine Ehefrau, ein Mensch, der der Gnade der anderen ausgeliefert war.“ Das neue Land, die Sitten und Gebräuche verunsichern die junge Frau, stoßen sie ab. Das Leben ist für das ungleiche Paar nicht leicht, sowohl die Araber als auch die französischen Siedler bleiben distanziert, die Liebe zwischen Mathilde und Amine leidet unter den Lebensbedingungen auf dem Land. Der Alltag ist hart und freudlos. Mathildes Sehnsucht nach Freiheit und Abenteuer, ihre Suche nach Sinnlichkeit werden nicht erfüllt. Sie spürt ihre Machtlosigkeit immer mehr, muss sich den Gesetzen ihres Mannes und des Landes unterordnen. Die Tochter Aïcha lebt ebenso zwischen zwei Kulturen, besucht eine christliche Schule, wird von den Mitschülerinnen nicht akzeptiert. Die Stadt Meknès besteht aus der traditionellen Altstadt und einem modernen, europäischen Teil und so ist auch Mathildes Familie hin- und hergerissen zwischen diesen beiden Polen. Die politische Unruhen Mitte der 50er Jahre erschüttern das Land, die Gewaltbereitschaft wird immer größer und „Weil niemand wusste, wer auf welcher Seite stand, herrschte überall Angst.“ Vielfältige, faszinierende Charaktere zeigen in diesem Roman das Alltagsleben dieser unterschiedlichen Menschen in den Zeiten des Aufbruchs und Umbruchs in Marokko in den 50er Jahren. Das Zusammentreffen unterschiedlicher Kulturen, Religionen und politischer Haltungen ist spannend und wird von der Autorin in all seiner Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit ausgebreitet. Ein Buch voller trauriger Poesie, ein literarisches Meisterwerk. Es ist Teil 1 einer Trilogie der in Frankreich mehrfach ausgezeichneten Autorin, in der sie sich mit der Geschichte ihrer Familie auseinandersetzt. Übersetzt aus dem Französischen von Amelie Thoma.

  • Bewertung

    5/5

    30.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Exzellent!!!

    Ich fand das Buch absolut spannend, wirklich beeindruckend und mit hohem Lesespaß, sodass man gar nicht aufhören kann weiterzulesen. Das Buch lässt mich nicht mehr los – auch nach dem Ende. Muss absolut gelesen werden! Buchhighlight!

  • Bewertung

    aus Benglen

    5/5

    30.10.2021

    eBook (ePUB)

    Das Land der Anderen

    Sehr gut geschrieben - bringt einen in die Zeit unserer Mütter/ Grossmütter zurück - lässt uns manches verstehen, das bisher unverständlich war!

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    11.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Liebe in Marokko

    Mathilde ist eine junge Elsässerin, naiv, lebenshungrig und voller ungestilltem Verlangen nach Liebe und Vergnügen. Amine ist ein marokkanischer Offizier im Dienst der französischen Armee. Die beiden verlieben sich Ende des Zweiten Weltkrieges ineinander und heiraten, als Mathilde gerade mal zwanzig Jahre alt ist. Amine ist acht Jahre älter, dunkelhäutig und einen ganzen Kopf kleiner als seine Frau. Zusammen wollen sie sich in der Nähe von Meknès niederlassen, auf einem Hof, den Amine von seinem Vater geerbt hat. Mathilde hat ein aufregendes und abenteuerliches Leben erwartet, jedoch zieht sie vorerst mit ihrem Mann zu dessen Mutter, da der Hof noch verpachtet ist und der Pächter auf eine Vertragserfüllung besteht. Von einem exotischen Abenteuer ist das weit entfernt. Wie ernüchternd muss es für Mathilde sein, als sie feststellt, dass ihre Kulturen so unglaublich unterschiedlich sind, als der Alltag in Marokko einkehrt. In einem fremden Land mit dem alltäglichen Rassismus der französischen Kolonialgesellschaft konfrontiert, lernt sie die patriarchalischen Traditionen der Einheimischen kennen und stößt auf das Unverständnis ihres Mannes. „Manchmal empfand er das heftige und quälende Verlangen, zu seiner Kultur zurückzukehren, seinen Gott, seine Sprache und sein Land von ganzem Herzen zu lieben, und Mathildes Unverständnis machte ihn verrückt. Er wollte eine Frau wie seine Mutter, die ihn ohne viel Worte verstand, mit der Geduld und der Selbstverleugnung seines Volkes, die wenig sprach und viel arbeitete.“ (Seite 115) Die Geschichte war so unglaublich spannend zu lesen, dass ich das Buch in einem Rutsch verschlungen habe. Die Autorin vermischt gekonnt Fiktion mit historischen Fakten. Der Zweite Weltkrieg, die Kolonialzeit, die Auflehnung und der Aufstand der Einheimischen gegen die fremde Macht, all das findet Raum im Buch, wenn auch nicht vordergründig, denn hauptsächlich geht es um Mathilde und Amine, um die Beziehung zwischen diesen so unterschiedlichen Menschen. Hier treffen zwei Welten aufeinander. Da ist einerseits Mathilde, die jung, wild, kapriziös und ausgehungert nach dem Leben ist. Die fasziniert ist von diesem gut aussehenden, exotischen Mann aus dem fremden Land. Zum anderen ist da Amine, ein Araber, der anfangs bezaubert ist von dieser Frau, die vor Charme und Begeisterung nur so sprüht, später aber immer mehr genervt ist. Spannend fand ich, dass nicht nur Mathildes Sicht der Dinge aufgezeigt wurde, sondern auch der Grund für das Verhalten von Amine. So fiel es mir leichter, Verständnis für beide aufzubringen, wenn ich auch vieles aus seiner Sicht nicht nachvollziehen konnte. Zu unterschiedlich sind die Kulturen, in denen wir aufgewachsen sind. Ein toller Familienroman, der auf der Geschichte der Großeltern der Autorin basiert. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

  • nil_liest

    aus Frankfurt

    5/5

    02.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aus Mathilde wird Mariam Die…

    Aus Mathilde wird Mariam Die französisch-marokkanische Autorin Leïla Slimani kann man nur feiern. Wieder ein Buch, dass es zu lesen lohnt! Sie packt viele Themen in ihren neuen Roman ‚ Das Land der Anderen‘ und erzählt eine Geschichte aus dem letzten Jahrhundert, aber trifft uns in der Gegenwart. Es ist der erste Teil einer Familiensaga, die sich der Geschichte Marokkos widmet. Mathilde ist die Protagonistin dieses Romans. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges verliebt sie sich als junge Frau in einen marokkanischen Offizier, der für die Franzosen kämpfte - Amine. Sie wagt es mit ihm nach Marokko zu gehen um ein eigenes Leben zu führen fernab der eigenen Familie. Dort leben sie dörflich bei Meknes auf dem geerbten Hof von Amine. Hier möchte er in trockener Eben als Bauer leben und den Traum seines Vaters verwirklichen hier ernten zu können. Angekommen ist Mathilde, aber findet zum einen patriarchalische Strukturen vor mit sehr traditionellen Lebensweisen in der sie als Frau eine bestimmte Rolle einzunehmen hat. Sie kümmert sich vorrangig um die beiden Kinder, hat aber als „Andere“ Privilegien, darf sich dafür aber auch nicht einmischen. On top kommt die Sicht auf Marokko als Land, dass die Franzosen kolonialisiert haben und spürt den lokalen Rassismus, die immer die „Anderen“ trifft – egal auf welcher Seite. Eine französische Perspektive, aber von unten auf diesen Kolonialmacht und Wehr gegen die Besatzungsmacht. Ein spannender Ansatz. Dieser erste Band endet mit dem Jahr 1955. Turbulente Zeiten in Marokko -aber ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen, lest selbst. Ich war bisher recht unbewandert in marokkanischer Geschichte und wie Frankreich als Kolonialmacht dort herrschte und wie die Unabhängigkeitsbewegung ihren Lauf nahm. Ich fand diesen Aspekt des Romans äußerst bereichernd. Außerdem war der Themenkomplex der „Mischehe“ besonders spannend geschrieben, die beiden im Verhältnis zueinander, das Verhältnis zu den Lokalen inklusive der Familie und wie die Franzosen es aufnahmen. Diese ganze Geschichte wird nüchtern erzählt von Leïla Slimani, aber so durchdringlich, dass es einen fasziniert. Wie immer reibt sie sich an den Themen und es knirscht auch mal und rüttelt den Leser auf ihre ganz eigene Weise auf. Lesenswert!

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